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  1. Registriert seit
    03.06.2017
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    AW: Tierbeobachtung in freier Wildbahn

    Vielen Dank für den Link. Das ist so toll!


  2. Registriert seit
    03.06.2019
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    154

    AW: Tierbeobachtung in freier Wildbahn

    Ich befinde mich derzeit in Australien und bin wieder einmal geflasht davon, wie hier mit Wildtieren umgegangen, sprich: zusammengelebt (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird.

    Am extremsten fällt mir das gerade bei den Salzwasserkrokodilen auf.

    Diese sind für Menschen extrem gefährlich, fallen Menschen praktisch immer an, wenn die Gelegenheit da ist.
    Was machen die Menschen? Sie leben um die Krokodile herum!
    Die Menschen weichen den Krokodilen aus, statt sie auszurotten oder in Reservate auszuwildern. Dieses Sich-dem-Tier-Unterordnen fasziniert mich ungemein.
    Schlimm genug, dass der Mensch so viele Spezies verdrängt hat - immerhin wird heute hier und da umgedacht, und oft auch mit Erfolg: Die Salties sind keine bedrohte Art mehr, wie noch vor einigen Jahrzehnten.

    Konkret sieht es so aus: Strände, Flüsse und Wasserlöcher in Menschennähe werden in der Dry Season kontinuierlich krokodilfrei gehalten, indem jährlich Hunderte abgefangen und weiter weg ausgesetzt werden, allerdings wieder in die freie Wildbahn. Das ist nur durch permanente, personalintensive Observierung möglich. Und natürlich rutschen immer einige durch, so dass Wassernähe tabu für die Menschen ist. Die Sandstrände sind daher zwar nicht gesperrt, aber menschenleer. Die Promenade in Darwin ist von der Wasserlinie durch dickes Gesträuch abgetrennt. Bänke und Grillplätze etc. befinden sich mindestens 60 m vom Wasser entfernt). Überall sind Warnschilder, Kinder wachsen damit auf.
    In der Wet Season ist praktisch jeder Wasserzugang gesperrt.

    Mir gefällt es, dass die Strände den Krokodilen gehören.
    Mir gefällt auch, dass das Unterholz den Schlangen gehört. Mir gefallen die Schlangenwarnschilder, auf denen steht "Remember, they have the same right to be here as we have."
    Ich mache dann gerne entsprechende Umwege.

    Wenn der Mensch sich dem Tier unterordnet, also die üblichen Machtverhältnisse umgekehrt sind, und das aufgrund einer bewussten Entscheidung der intellektuell überlegenen Spezies zum Schutz der unterlegenen Spezies, dann finde ich das grandios.

    Kann das jemand nachvollziehen?
    The sky is always blue above the clouds.


  3. Registriert seit
    03.06.2019
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    154

    AW: Tierbeobachtung in freier Wildbahn

    Gerade befinde ich mich in Alice Springs und traf dort so viele meiner Nickname-Vettern an, wie nirgendwo sonst in Australien. Die Stadt ist quasi „in Galah-Hand“. :-)
    Im Gegensatz zu den anderen Regionen Australiens gibt es im Northern Territory ansonsten wenig Papageienvögel (dafür sowohl viele kleinere Arten, wie Fairy Wrens, Willie Wagtails, verschiedene Honeyeater,... und auch überall schwarze Milane). Bzgl. Papageienvögel (- für die ich ein besonderes Faible habe): Neben den Galahs habe ich in Alice Australian Ringnecks und Red-tailed Black Cockatoos angetroffen, im Verhältnis Galah-Ringneck-Cockatoo ca. 60-35-5. Die im restlichen Australien allgegenwärtigen Lorikeets habe ich im ganzen NT noch nicht gesehen.
    Gestern habe ich fasziniert beobachtet, wie ein Galah mit dem Schnabel ein Loch in die Erde grub und mit den Krallen den Aushub wegräumte, so tief, dass sein ganzer Kopf darin versank, und dann bestimmt 5 Minuten kräftig zog und zog und weiterzog, bis er eine (offenbar besonders schmackhafte) Wurzel herausgerupft hatte.
    Dieses Programm könnte ich ewig schauen...
    Beim beobachtbaren Wildlife dominiert im NT das Känguru in verschiedenen Arten. In den MacDonnell Ranges, wo ich unterwegs war, sah ich viele Euros (auch Hill Kangaroos genannt) und die bedrohten Black-Footed Rock Wallabies. Die Euros lümmelten sich auch tagsüber im Schatten von Sträuchern, die Rock Wallabies zeigten sich nur morgens und abends.
    The sky is always blue above the clouds.


  4. Registriert seit
    23.02.2006
    Beiträge
    3.938

    AW: Tierbeobachtung in freier Wildbahn

    Zum Thema Krokodile : der Kakadu NP: der ist unter der Verwaltung der dortigen Aborigine Tribes, die auch die gefangenen Krokos essen dürfen.
    Aber halt nur zum Essen. Köder sind übrigens Roadkill.

    In Darwin habe ich aber Touristen gesehen beim Fischefüttern und die Boxjellyfishs driften um sie rum. Selten dämlich...

    Je suis Charlie!

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