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  1. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Sonderbar.
    Kein Mensch findet es außergewöhnlich oder unmöglich, wenn Hengste oder Kater und Katzen kastriert werden.
    Meerschweinchen- oder Kaninchenböcke dito.
    Nur bei Hunden kommt der Aufschrei, als wenn der Halter dadurch automatisch mit kastriert würde.
    Bisschen merkwürdig.

  2. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Ja, wundert mich auch.

    Ich habe jedenfalls ausschließlich Tiere aus dem Tierschutz und bin sehr froh, dass die alle kastriert sind. Zum einen habe ich immer gemischtgeschlechtliche Rudel, zum anderen bin ich auf vielen großen Wiesen unterwegs, da bin ich froh, nicht dauernd neue Wege gehen zu müssen, weil meine Tiere läufig sind oder läufigen Hündinnen hinterherhecheln.
    Bislang wurden alle meine Tiere steinalt - und keines davon eine der oben genannten möglichen Nebenwirkungen der Kastration gezeigt.
    Liegt vielleicht an dem ganz normalen (zuckerfreien) gekauften Futter, das sie Zeit ihres Lebens bekommen haben.

  3. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Solange Kastration als probates Mittel betrachtet wird, wird es die auch nicht geben.

    Das Problem ist wohl eher, dass viele Menschen sich schwer damit tun anzuerkennen, dass auch Tiere eine Sexualität haben. Aus dem Vorhandensein einer Dauer-Rolligkeit bei (einzelnen) Katzen zu schliessen, dass Sterilisation generell keine Option sei, finde ich jedenfalls fragwürdig.
    Niemand schließt aus Einzelfällen. Gerade deshalb würde ich mir große und langfristig angelegte Beobachtungsstudien mit großen Populationen von sterilisierten Hunden wünschen.

    Die Dauerrolligkeit ist nur das, was die Menschen sehen, das Ergebnis. Das Problem sind die hormonell aktiven Ovarialzysten, die bei der hormonell aktiven Katze gehäuft auftreten. Ob sie bei nicht gedeckten oder nur nicht trächtig werdenden Katzen gehäuft auftreten, weiß ich nicht. Gyn war nicht mein Gebiet. Ich denke aber, dazu gibt es Literatur geben.

    Hormonell aktive Zysten könen auch mal gefährlich werden, da sehr hohe Östrogenspiegel myelosuppressiv wirken.

    Anekdote: Früher wurden Östrogene (oder vielleicht auch jetzt noch?) beim Hund nach ungewolltem Deckakt zur Nidationsverhütung (=Frühabbruch) gegeben. Die Dosierung ist - öhm - diffizil. Wir hatten an der Klinik ab und an anämischen, blutende Hündinnen, deren Halter als Humanmediziner und Apotheker falsch dosiert haben. Eine Hündin gehörte sogar einem Kollegen, der nicht Kleintiermediziner war. Die meisten haben das nicht überlebt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  4. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von KathyChin Beitrag anzeigen
    Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass meine Hündin 3 Monate nach der Läufigkeit noch immer gut riecht.
    3 Monate ist in der Tat lang. Aber meine Golden-Rüden und auch viele andere Rüden im Quartier galten/gelten als Indikator oder Frühwarnsystem dafür, dass die Hündin in etwa 4 Wochen interessant wird. Das heißt noch nicht Stehhitze, sondern dass such dann weniger empfängliche Rüden (unsere Boxer waren solche) langsam für sie interessieren. Und nachher kann es auch noch Wochen dauern.

    Als Rüdenbesitzerin habe ich mir immer sehr eine optische Kennzeichnung, die man auf große Entfernung sieht, gewünscht.

    Ich habe nämlich die Leute mit den läufigen Hündinnen als echt quälend erlebt. Sie nahmen unser revier, weil direkt am Rand der Besiedlung, als Ausweichrevier, ließen ihre läufigen Hündinnen mitten durch unsere Spaziergehgruppen laufen und sagten dann, wenn alle Rüden außer sich waren "Gehen Sie weg, die ist/wird/war läufig".

    Ne große rote Schleife, so wie es in manchen Gemeinden angeblich für rossige Stuten vorgeschrieben ist, wäre hilfreich.
    Ich habe früher jeden fremden Hund in unserer Pampa erst mal für läufig agesehen und bin in eine andere Richtung gegangen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  5. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    ließen ihre läufigen Hündinnen mitten durch unsere Spaziergehgruppen laufen und sagten dann, wenn alle Rüden außer sich waren "Gehen Sie weg, die ist/wird/war läufig".
    Und da muss man dann noch froh sein, dass sie immerhin dann den Mund auftun.

    Ich erleb das öfters, dass die Leute stur an einem vorbeigehen, schon sehen dass sich ein Rüde interessiert und nix sagen. Das kann man sich dann denken, wenn der Bursche gar nicht mehr hört und man ihn zurückholen muss.

  6. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur bei Hunden kommt der Aufschrei, als wenn der Halter dadurch automatisch mit kastriert würde.
    Ich sehe speziell die Kastration von Rüden als sehr problematisch - und dies aus folgenden Gründen.
    Viele (miese) Hundeschulen nötigen ihre Klienten schon fast, ihre Jungrüden mit 9 Monaten oder noch jünger kastrieren zu lassen, weil sie dann "unproblematisch" seien. Ein Irrsinn! Wie schon x-mal geschrieben und in vielen seriösen Publikationen nachzulesen, macht eine Kastration einen Hund nicht leichter erziehnar, "unproblematischer" oder leichter zu führen.
    Es gibt nur sehr wenige Gründe, die beim Rüden eine Kastration rechtfertigen: sexuell motivierte Aggression, Hypersexualität, großer Leidensdruck. Und die medizinischen Gründe wie Tumoren (Hoden, Perianaltumoren), Prostatavergrößerung und ihre Folgen wie massive Kotabsatzstörung und Perinealhernie, chronische Prostatitis ... also sexualhormonabhängige Erkrankungen.

    Es ist auffällig, wie sich das Körperschema beim kastrierten Rüden verändert und wie ab dem mittleren Alter das Bindegewebe (vorueitig) erschlafft. Viele Kastraten riechen stark nach Hündin, werden von intakten Rüden angemacht, der Geruch sorgt aber doch für Irritation, der Kastrat ist verunsichert und oft passt seine Körpersprache nicht mehr zu den Duftsignalen, die er aussendet.

    Bei Hündinnen sehe ich Verhaltensänderungen und auch Verunsicherung etc. nicht so, vorausgesetzt, sie dürfen vor der Kastration wirklich erwachsen werden.


    Meine Angsthündin ist kein erwachsener Hund, und von dieser Sorte kenne ich einige.
    Miserable Sozialisation, miserable Bedingungen und dann noch vor dem Zahnwechsel die Naht schon weder verheilt
    ... keine gute Konstellation.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

  7. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und da muss man dann noch froh sein, dass sie immerhin dann den Mund auftun.
    Bei uns gab es vor Jahrzehnten mal einen, der mit der läufigen Hündin immer zur Hauptzeit unterwegs war, weil er in Gesellschaft gehen wollte. Wir sind immer alle geflohen. Irgendwann, als madame nicht läufig war, hat er uns doch mal getroffen und gefragt, ob wir ihn nicht mögen, weil wir alle sofort umdrehen.
    Wir haben es ihm erklärt und er war total verblüfft und fragte, ob und woran die Rüden denn merken, dass die Hündin läufig ist. Interessanterwesie war das nicht seine erste Hündin.

    Oder die Frau, die ihre Hündin in Stehhitze vor dem Tengelmann angebunden hat. Oder die, die glaubte, ihre Hündin würde mit dem befreundeten Rüden erst spielen - im Sinne eines Vorspiels - und man könnte sie dann an die Leine nehmen und weitergehen. Geb jedes Mal nette Welpen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  8. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Manchmal fasst man es wirklich nicht...

    Mich hat mal einer vom Rad aus angeschrieen: ihr Köter kackt auf die Wiese. Ich: . Er: ja schau doch hin du blöde Kuh, da hockt er und scheisst.

    Hm, das war eine Hündin die grad gebieselt hat... Muss man ja nicht wissen, dass Hündinnen im Sitzen bieseln.

  9. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sonderbar.
    Kein Mensch findet es außergewöhnlich oder unmöglich, wenn Hengste oder Kater und Katzen kastriert werden.
    Meerschweinchen- oder Kaninchenböcke dito.
    Nur bei Hunden kommt der Aufschrei, als wenn der Halter dadurch automatisch mit kastriert würde.
    Bisschen merkwürdig.
    Gut, dann bin ich offenbar "kein Mensch". Ich denke nämlich, dass einige dieser Tiere gar nicht als Haustiere gehalten werden sollten. Mit Pferden kenne ich mich überhaupt nicht aus.

    Hündinnen, die ausserhalb der heissen Zeiten "gut duften", sollte man vorsorglich dem TA vorstellen. Ursache können Entzündungen sein.

  10. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bislang wurden alle meine Tiere steinalt - und keines davon eine der oben genannten möglichen Nebenwirkungen der Kastration gezeigt.
    Liegt vielleicht an dem ganz normalen (zuckerfreien) gekauften Futter, das sie Zeit ihres Lebens bekommen haben.

    Wenn Du bislang nur Kastraten hattest, werden Dir die Unterschiede vielleicht gar nicht auffallen. Bei Rüden sind sie jedenfalls sehr augenfällig, aber es kann natürlich sein, dass man das gar nicht bemerkt, wenn man noch nie einen intakten Rüden hatte.

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