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  1. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man müsste dazu nicht kastrieren, sondern könnte auch sterilisieren.
    Ja, natürlich, das wird eh immer durcheinandergeworfen. Aber halt nicht intakt lassen.

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Das ist heftig, chironex!

    Ich würde mir keinen Hund zutrauen der "in meiner Gewichtsklasse kämpft"...

    Ich habe allerdings auch ein Grundschulkind zu Hause, dessen Existenz bei der Auswahl der Rasse eine große Rolle spielte.
    Es wurde dann ein herzallerliebster Mops . der haut mich nicht von den Füßen wenn ich nicht über ihn stolpere...
    Allerdings ist er derzeit auch in der Pubertät (er ist 11 Monate alt) und ich hatte mich schon gefragt ob es evtl. besser wäre ihn kastrieren zu lassen - er ist wirklich lästig zu Hündinnen und versuchte sich auch an meinen Arm zu klammern
    Hab ich natürlich nicht zugelassen, trotzdem frage ich mich ob solche Unarten vorbei gehen?

  3. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    und versuchte sich auch an meinen Arm zu klammern
    Das kann, muss aber nicht sexuell motiviert sein.
    Mein kastrierter Rüde macht das z.B. auch und zwar dann, wenn er gestresst/ mit einer Situation überfordert ist und sie alleine nicht auflösen kann. Hunde lernen u.U. sehr schnell, dass die rhythmischen Bewegungen und der taktile Reiz beim Aufreiten sie beruhigt. Um einschätzen zu können, was ursächlich ist, musst Du also die Situation vor dem Aufreiten betrachten und darfst das Verhalten nicht isoliert sehen.

    Im Hundekontakt kann die Art des Aufreitens aufschlussreich sein. Seitliches Aufreiten ist z.B. häufig nicht sexuell motiviert.

    Eine Unart wäre für mich kein Entscheidungsgrund für eine Kastration. Ich würde zunächst versuchen, alleine oder gemeinsam mit einem Trainer am Verhalten des Hundes zu arbeiten. Über eine Kastration würde ich nur dann nachdenken, wenn der Hund wirklich unverhältnismäßig hohen Stress hat und leidet. Lästiges Verhalten würde ich nicht dazu zählen, das kann man trainieren.

  4. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich, das wird eh immer durcheinandergeworfen. Aber halt nicht intakt lassen.
    Nein - aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich kastriere oder sterilisiere, insbesondere in Hinblick auf gesundheitliche Auswirkungen. Die Kastrationen im großen Stil, die im Tierschutz Usus sind, sind meines Erachtens gleichzeitig auch Ursache großen Leides und daher mit dem Tierschutz-Aspekt eigentlich gar nicht zu vereinbaren.

  5. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Das ist heftig, chironex!

    Ich würde mir keinen Hund zutrauen der "in meiner Gewichtsklasse kämpft"...
    Das ist prinzipiell kein großes Problem, solange Du dort hineinwachsen kannst, und nichts Unvorhersehbares passiert. Wirklich kritisch wird es erst, wenn jemand mehr Hunde führt, als er Hände hat. Da darf man sich auch nichts vormachen - es gibt keinen Gehorsam zu 100%, und kein Mensch ist in der Lage, mehrere so große und kräftige Hunde zu halten.

    Selbst erheblich massivere Staturen - mein Herzensmann ist ein Riese mit über 100 kg - können stürzen, wenn ein so großer und kräftiger Hund aus heiterem Himmel Gas gibt. Und da es auch keine 100%ige Aufmerksamkeit für alles, permanent geben kann, wird es solche Situationen immer mal wieder geben.

    In meinem Umfeld gibt es kaum einen Hundemenschen, der sich nicht schon durch seine Hunde durchaus ernsthafte Verletzungen zugezogen hätte.

    Es ist aber dennoch relativ. Die aufgezählten Verletzungen sind in einem Zeitrahmen von knapp 20 (!) Jahren aufgetreten, und man wächst tatsächlich hinein. Ich bin selbst immer wieder überrascht, welche Kräfte ich im Lauf der Jahre entwickelt habe. Erfahrung spielt ebenfalls eine große Rolle - ich sehe heute bereits im allerersten Ansatz, was gleich passieren wird, und habe einen auch für mich manchmal erstaunlichen Weitwinkel entwickelt.

    Mit kleinen Kindern sollte man aber tatsächlich sehr gut überlegen, ob man diese Risiken eingehen möchte.

    Allerdings ist er derzeit auch in der Pubertät (er ist 11 Monate alt) und ich hatte mich schon gefragt ob es evtl. besser wäre ihn kastrieren zu lassen - er ist wirklich lästig zu Hündinnen und versuchte sich auch an meinen Arm zu klammern
    Hab ich natürlich nicht zugelassen, trotzdem frage ich mich ob solche Unarten vorbei gehen?
    Es wäre abzuklären, ob hier eine Hypersexualität vorliegt. Die Urachen für das Verhalten (Arm) können auch andere sein. Das von Dir beschriebene Verhalten finde ich nicht hinreichend, um eine Kastration zu befürworten - daran könnt Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit arbeiten.

    Es ist Dein Job, Deinen Rüden davon abzuhalten, Hündinnen zu belästigen. Dazu gehört auch zu erkennen, ob eine Hündin gerade verführerisch duftet. Das lässt sich bereits auf Distanz fest stellen. Und dann weicht man einander eben aus. Gemeinsamer Freilauf ist dann nicht möglich.

  6. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein - aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich kastriere oder sterilisiere, insbesondere in Hinblick auf gesundheitliche Auswirkungen. Die Kastrationen im großen Stil, die im Tierschutz Usus sind, sind meines Erachtens gleichzeitig auch Ursache großen Leides und daher mit dem Tierschutz-Aspekt eigentlich gar nicht zu vereinbaren.
    Ich muss vorausschicken, das ich mit sterilisierten Tieren fast Null Erfahrung habe, weil das eben kaum vorkommt. Sie war dann relatv schnell dauerrollig mit allen möglichen Auswirkungen und sie hatte Veränderungen am Gesäuge. Letztlich wurde sie auf Anraten der Gyns an der Uniklinik dann doch noch kastriert. Sie hatte multiple Zysten an beiden Ovarien und man erklärte mir, dass das bei Katzen bei bloßer Sterilisation eine häufige Komplikation sei.
    Keine Ahnung, ob sich das auf Beobachtung oder Studien stützte.

    Beim Hund, dessen Zyklus letzlich viel komplizierter ist, kenne ich auch keine Langzeitdaten zur Sterilisation aus einer größeren Population.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  7. VIP

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist Dein Job, Deinen Rüden davon abzuhalten, Hündinnen zu belästigen. Dazu gehört auch zu erkennen, ob eine Hündin gerade verführerisch duftet. Das lässt sich bereits auf Distanz fest stellen. Und dann weicht man einander eben aus. Gemeinsamer Freilauf ist dann nicht möglich.
    Ganz so einfach sehe ich es nicht.
    Auch Hirn, Verantwortungsgefühl und Empathie der Hündinnenbesitzer sind hier gefragt. Sie sollten mit einer Hündin, die oft viele Wochen lang gut riecht, etwas außerhalb der Zeiten, in denen alle Hunde unterwegs sind, gehen und sich vielleicht auch etwas abgelegeneren Ecken suchen. Und auch nicht, wie die extrem Doofe hier im Viertel, mit der Hündin an den Gartenzäunen der Rüden stehenbleben und die Jungs an der willigen Hündin schnuppern lassen "damit sie auch etwas haben".

    Wer Rüden erlebt hat, die wochenlang kaum fressen und sich für nichts mehr interessieren, wäre für ein bisschen Rücksicht von Seiten der Hündinnenbesitzer auch dankbar.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  8. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ich muss vorausschicken, das ich mit sterilisierten Tieren fast Null Erfahrung habe, weil das eben kaum vorkommt. (...)

    Beim Hund, dessen Zyklus letzlich viel komplizierter ist, kenne ich auch keine Langzeitdaten zur Sterilisation aus einer größeren Population.
    Solange Kastration als probates Mittel betrachtet wird, wird es die auch nicht geben.

    Das Problem ist wohl eher, dass viele Menschen sich schwer damit tun anzuerkennen, dass auch Tiere eine Sexualität haben. Aus dem Vorhandensein einer Dauer-Rolligkeit bei (einzelnen) Katzen zu schliessen, dass Sterilisation generell keine Option sei, finde ich jedenfalls fragwürdig.

  9. gesperrt

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    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Wir haben einen 40kg Rüden in der Nachbarschaft, der fast jeder (unkastrierten) Hündin hinterher rennt und dann nicht mehr von ihr ablässt. Und aus eigener Erfahrung (und der der Besitzerin), kann ich sagen, er rennt nicht nur läufigen Hündinnen hinterher. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass meine Hündin 3 Monate nach der Läufigkeit noch immer gut riecht. Lässt man ihn absitzen, hat er stets ein ausgefahrenes Glied und hechelt wie blöd. Die Besitzerin lässt ihn anfangs immer gewähren, hält ihn dann aber doch ab, da es schon sehr lästig für die Hündinnen ist.

    Ich wäre total überfordert mit dem, der hat so eine Kraft (wie der hier beschriebene RR), dass man ihn kaum halten kann, wenn er loslegt.

    Grundsätzlich gehe ich in der Zeit vor und während der Läufigkeit anderen aus dem Weg, aber alles hat seine Grenzen. Ich fahre nicht extra wochenlang in die Pampa, nur um keine Rüden zu stören. Während der heißen Phase allerdings schon.

  10. Inaktiver User

    AW: Ein differenzierter Beitrag zum Thema Kastration

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ganz so einfach sehe ich es nicht.
    Auch Hirn, Verantwortungsgefühl und Empathie der Hündinnenbesitzer sind hier gefragt.
    Ich würde das im Konjunktiv formulieren. Ja, wäre nett. Aber in der Realität schaut es leider anders aus. Die wenigsten Hündinnen-Besitzer machen sich einen Kopf. Sie laufen einfach weiter ihre stark frequentierten Alltags-Runden.

    Wer Rüden erlebt hat, die wochenlang kaum fressen und sich für nichts mehr interessieren, wäre für ein bisschen Rücksicht von Seiten der Hündinnenbesitzer auch dankbar.
    Ja, das wäre ich auch. Wird aber leider wohl ein Wunschtraum bleiben. Daher bleibt nur, selbst aktiv zu managen. Hinzu kommt, dass sich die "heissen Zeiten" immer weiter ausdehnen, respektive inzwischen eigentlich ganzjährig auftreten, da immer irgendeine Hündin läufig zu sein scheint

    In den Spitzenzeiten, in denen es wirklich extrem ist - inzwischen gut und gern über Zeiträume von 2 - 3 Monaten - nehme ich daher häufig in Kauf, weitere Strecken zu fahren, um in Gebieten zu laufen, in denen es kaum Besiedlung gibt.

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