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  1. gesperrt

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    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Hunde auf Polstermöbeln finde ich auch eklig. Der nächste Gast hat vielleicht eine helle, empfindliche Hose an und dann ist da der Dreck von den Hundepfötchen auf dem Sitz.

    Aber bei Kleinkindern und ihren Schuhen sehe ich das genauso. Einfach weil beides die Polster verschmutzt.

    Das mit der Allergie kommt noch oben drauf.

    Manche Leute sind einfach extrem rücksichtslos und gehen überhaupt nicht sorgsam mit Dingen um, die ihnen nicht gehören. Sehr nervig, diese Leute. Und gerade bei denen geht der Trend zum Hund.

  2. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    leandra,

    es ist schon wie Du schreibst:

    Im öffentlichen Raum haben Hunde ausser vielleicht in Notsituationen nichts auf Sitzpolstern zu suchen. Wie man das im eigenen Zuhause hält, ist ja wieder eine ganz andere Geschichte.

    Mensch trägt dafür Verantwortung, dass sein(e) Hund(e) nicht auf Menschen zustürzen. Passiert es doch einmal - beispielsweise beim pubertären Jungspund, der plötzlich unter "kein Anschluss unter dieser Nummer" Syndrom leidet, ist eine Entschuldigung fällig.

    Hunde haben Stimmen, und sie nutzen sie, um ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen. Damit müssen Menschen zurecht kommen. Es gibt trainierbare Kontexte, und andere, in denen das Verhalten - Bellen beispielsweise - normales Ausdrucksverhalten ist. Einen Hund in den Garten zu schicken und zu tolerieren, dass er dabei permanent die Nachbarschaft terrorisiert, weil er jeden Passanten glaubt "kommentieren" zu müssen, ist etwas, an dem man tatsächlich arbeiten kann, und meines Erachtens auch muss.

    Wenn ein Hund gerade aufgeregt ist, äussert er sich aber eben auch mal über Bellen, das ist rassetypisch und individuell sehr unterschiedlich, ganz normal und sollte toleriert werden können. Die kleine Terrier-Dackel-Mixdame beispielsweise, die eine der Freundinnen meines Rackesr ist, drückt über das Bellen u.a. Freude, Begeisterung und Aufregung aus. Sie bell (kurz), wenn sie hört, das jemand kommt. Sie freut sich lauthals, wenn sie Besuch von meinem Spaßmacher bekommt. Sie kommentiert lebhaft und laut, wenn ihr Mensch für sie Stöcke wirft, und feuert ihn an. Das sind normale Äusserungen, die meines Erachtens dem Hund auch zustehen.

    Das, was Du als "aggressiv" betrachtest, kann also durchaus ganz anders motiviert sein - ich vermute, dass es Erregung und Freude ausdrückt, und es dürfte ja auch vorbei sein, wenn man sich dann auf den Weg gemacht hat, richtig?

    Es bleibt also dabei: Das Leben in einer Gesellschaft, in der Menschen Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere halten, ist auf GEGENSEITIGEN Respekt angewiesen, und der besteht manchmal eben auch darin, sich in Toleranz und Langmut zu üben.

    Das bedeutet jedoch nicht, dass ich jedem Furz, der Nichthundemenschen gerade quer sitzt, Folge zu leisten hätte.

    Was übrigens den Einsatz des ADAC angeht, den ich lobte: Selbstverständlich habe ich vorher telefonisch angegeben, dass wir einen vierpfotigen, sehr großen Passagier haben werden. Man hatte also Gelegenheit, einen Fahrer zu schicken, der weder allergisch noch ängstlich ist.

  3. gesperrt

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    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von leandra28 Beitrag anzeigen
    Da weiß die ganze Nachbarschaft Bescheid. Das ist so ein unglaublich aggressives Kläffen, das sich fast anhört wie Gänse- oder Entenschreie.
    (...)

    Ich war neulich im Urlaub, deutsche Nordseeküste, und machte einen Strandspaziergang. Da kam ein großer Hund, unangeleint, auf mich zugestürmt - das fand ich sehr beklemmend! Er ist Gott sei Dank dann nicht hochgesprungen und hat nach ein bisschen Schnüffeln wieder kehrtgemacht, aber ich habe mich extrem unwohl gefühlt. Herrchen und Frauchen sind ungerührt etliche Meter entfernt weiter spaziert und fanden nichts dabei.
    Unsere macht solche Laute, wenn sie in kurzer Entfernung Wild entdeckt und (aufgrund der Leine) nicht hin kann. Da ist sie derart aufgeregt und im Jagdmodus.... nein, das kann ich ihr nicht abtrainieren.

    An der Nordseeküste gibt es ausgewiesene Hundestrände, natürlich laufen dort die Hunde frei und wenn da mal ein Hund auf andere Personen zuläuft, halte ich das für verkraftbar. Wenn man Angst vor freilaufenden Hunden hat, sollte man sich da nicht aufhalten. Es gibt genügend andere Strandabschnitte, wo Hunde nicht erlaubt sind oder an die Leine müssen. An einem Hundestrand möchte ich mir nicht auch noch ständig Gedanken darüber machen, ob sich jemand belästigt fühlt.

  4. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von KathyChin Beitrag anzeigen
    An der Nordseeküste gibt es ausgewiesene Hundestrände, natürlich laufen dort die Hunde frei und wenn da mal ein Hund auf andere Personen zuläuft, halte ich das für verkraftbar. Wenn man Angst vor freilaufenden Hunden hat, sollte man sich da nicht aufhalten. Es gibt genügend andere Strandabschnitte, wo Hunde nicht erlaubt sind oder an die Leine müssen. An einem Hundestrand möchte ich mir nicht auch noch ständig Gedanken darüber machen, ob sich jemand belästigt fühlt.
    Unterm Strich gebe ich dir Recht, aber wer gern am Strand läuft - eine Freundin von mir geht am Meer täglich Kilometer direkt am Wasser entlang - achtet nicht darauf, ob er gerade in einem Strandabschnitt geraten ist, der offiziell Hundestrand ist.

    Wir waren vor 2 Wochen mit unserer jungen, derzeit schön pubertären Hündin an der Ostsee, da passierte es uns am Hundestrand auch, dass die olle Kröte einem morgendlichen Spaziergänger fröhlich entgegen düste, um mal leidenschaftlich Tag zu sagen. Unangenehm war es mir trotzdem, der Herr reagierte zuerst etwas erschrocken, dann freundlich, als er merkte, dass meine Hündin "nur spielen will" (was sie ja meistens wirklich wollen), von meiner Seite gab es dann auch eine Entschuldigung, die in einem netten Gespräch über den Urlaubsort mündete. Niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er "tut mir leid" sagt.

    Leandra, über die Frau in dem Lokal, die so genervt reagierte, als du sie auf deine Allergie aufmerksam machtest, hätte ich mich auch geärgert und ich hätte da auch was gesagt. Niemand ist Mittelpunkt der Welt, und damit muss jeder leben.
    Und ein Hund im Restaurant auf dem Stuhl, und wenn er noch so klein und süß und niedlich ist? Nein, der hat da aus hygienischen Gründen nichts verloren und darf, ebenso wie sein 30 kg Gefährte, brav unterm oder neben dem Tisch liegen und sich die Welt von da aus anschauen.

  5. gesperrt

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    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Ein Hundestrand oder einfach ein freier Strand ohne jegliche Verbote?

    Das sind nämlich die Abschnitte weiter abseits, wo niemand Lust hat, alles zu kontrollieren. Da wo es schön leer ist. Und wenn man sich da hinlegt, will man trotzdem nicht von jedem dahergelaufenen Hund gestört werden. Aber es stört eben auch nicht wenn man beim Baden an einem Hund vorbeischwimmt.

    Nicht überall, wo Hunde nicht verboten sind, kann man sie deswegen einfach auf die Leute loslassen. Wenn er nicht hört, muss er an die Leine, wenn da noch andere Leute sind!

  6. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ein Hundestrand oder einfach ein freier Strand ohne jegliche Verbote?
    Ich meine definitiv einen Hundestrand. In Deutschland ist an der See in frequentierteren Urlaubsregionen spätestens ab Mai alles dermaßen (über)reguliert und mit Ge- und Verboten belegt, dass man sich überlegen sollte, wohin man mit Hund reist.

    An "freien Stränden ohne Verbote" gilt das, wovon hier eh schon geschrieben wurde: Mit gegenseitiger Rücksichtsnahme kann das Leben verdammt entspannt sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine definitiv einen Hundestrand.
    Dann darf man sich aber nicht beschweren. Und wer "aus Versehen" dort lang läuft, hat dann halt Pech gehabt. Die Hundestrände an der (deutschen) Nordsee sind ohnehin eher zum Weinen, da sollten sich Nicht-Hundehalter dann wenigstens zurückhalten.

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    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Hundehalter sind nicht gleich Hundehalter und manch Hundehalter ist von anderen Hundehaltern ebenfalls recht genervt. Im Hundeforum einer der längsten Stränge: "Was nervt euch an anderen Hundehaltern?"

    Doch, es gibt sie die rücksichtsvollen Hundehalter, sogar in der Mehrzahl. Die anderen fallen halt mehr auf
    Ist wie auf der Straße. Möchte irgendjemand unter Generalverdacht gestellt werden, nur weil er ein Auto hat?
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  9. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von TajMahal Beitrag anzeigen
    Doch, es gibt sie die rücksichtsvollen Hundehalter, sogar in der Mehrzahl. Die anderen fallen halt mehr auf
    Sehe ich auch so. Und über die letzten die wird in Foren dann in epischer Breite geschrieben, die geben ja auch genug Schreibstoff her. Die anderen sind "langweilig". ;-)

  10. Inaktiver User

    AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen

    Manche Leute sind einfach extrem rücksichtslos und gehen überhaupt nicht sorgsam mit Dingen um, die ihnen nicht gehören. Sehr nervig, diese Leute. Und gerade bei denen geht der Trend zum Hund.
    So werden Vorurteile geschürt. Super Statement!

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