Für Katzen gilt das gleiche wie für Hunde- der Halter ist in der Pflicht, für ein angenehmes Miteinander von Katzen und Mitmenschen zu sorgen.
Da bin ich noch gut dran, dass meine Nachbarin das von meinen Katzen aufgefressene Gulasch sportlich nahm und mit einer Einladung zum Mittagessen zufrieden war. Die verfressene Bande bekam vorübergehend Stubenarrest, bis wir eine ausbruchsichere Freifläche für die Damen eingerichtet hatten.
Und hätten sie nicht vorher der Wühlmausplage im Nachbargarten den Garaus gemacht, wäre die Nachbarin weniger milde gestimmt gewesen.
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14.05.2017, 22:57
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
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15.05.2017, 07:38Inaktiver User
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Ich wohne sehr ländlich, und wenn ich mit meinem Hund im Feld unterwegs bin, läuft er eigentlich immer frei, es sei denn, es kommt uns ein Fußgänger/Radfahrer/Reiter entgegen. Dann hole ich ihn deutlich sichtbar und rechtzeitig zu mir, lasse ihn neben mir absitzen, oder leine ihn an, weil ich vor allem Reitern und Radfahrern signalisieren möchte, dass sie sich keine Sorgen machen müssen und vor allem auch Pferde gefahrlos an uns vorbei kommen. Meistens wird das mit einem freundlichen Dankeschön quittiert.
Wenn uns andere Hunde entgegen kommen, muss ich ihn an die Leine tun, weil er so einen großen Drang zum Spielen hat, dass ich ihn nicht zurück halten könnte und er los stürmen würde. Er ist für keinen anderen Hund eine Gefahr, aber trotzdem ist es, gerade für die kleineren eher unangenehm, wenn er angestürmt käme.
Je nach Absprache oder Situation werden dann auch schon mal beide losgelassen und dürfen spielen.
Dabei versuche ich darauf zu achten, dass sie nicht ins Feld laufen und frische Aussaaten platt machen. Wenn das Getreide so hoch steht wie jetzt schon, dann besteht da eigentlich sowieso keine Gefahr mehr. Er läuft höchstens mal in den Treckerspuren entlang.
Aber auch da rufe ich ihn wieder zurück.
Vorletztes Jahr war ich mal mit dem Hund unterwegs, und er ist fast komplett auf dem Weg geblieben, an einer Stelle aber mal zwischen 2 Feldern über den etwas niedrigeren Grasstreifen der Abtrennung ein Stück in die Felder rein gelaufen. "Natürlich" ;o)) kam gerade in dem Moment der Landwirt mit seinem Auto über den Weg gefahren und bat mich, das doch bitte zu unterlassen. Als ich mich darauf hin entschuldigte und meinen Hund zurückrief, reagiert er sehr erstaunt und erleichtert. Er hatte erwartet, dass er von mir angepampt würde, das sei wohl in der Regel so, wenn er Hundeführer so anspricht.
Sein Geschäft erledigt der Hund von selber eigentlich immer in dem Grasstreifen zwischen Feld und Weg, und da, muss ich ganz ehrlich sagen, lass ich es auch liegen. Wir haben zwar viele Hunde im Dorf, aber die Felder sind so weitläufig, dass das kaum zum Tragen kommt. Manchmal finde ich es noch nicht mal mehr selber im Gras, wenn der Hund dafür etwas vorgelaufen ist.
Die kurz gehaltenen Rabatten am Dorfrand, die VOR den Gärten liegen und von den Anwohnern gepflegt werden, meidet mein Hund interessanterweise von selber. Da habe ich ihm 1 oder 2mal zu verstehen gegeben, dass die tabu sind und sollte er bis dahin noch nicht gekackt haben, wenn wir auf dem Weg zurück sind, dreht er an der Stelle wieder um und geht ein paar Meter wieder zurück, bevor er sein Geschäft erledigt.
Was mich selber aber immer sehr ärgert, sind die Autofahrer, die die oft asphaltierten Feldwege zwischen den Dörfern als Abkürzung nutzen um schneller von A nach B zu kommen. Auf einer Strecke von 1 km zwischen den Dörfern muss ich teilweise bis zu 5mal meinen Hund ranrufen und mit ihm ins Feld steigen, um die Autofahrer vorbeizulassen. Im Winter, wenn es nass und dunkel ist, ist das sogar regelrecht gefährlich.
(Wir haben mal mit 2 Autos getestet, ob man über diese Strecke wirklich Zeit spart. Das ist noch nicht mal der Fall, weil man ja im Feld dann doch nicht ganz so schnell fahren kann wie über die Landstraße und sollte Gegenverkehr kommen, für den dann stehen geblieben werden muss, verliert man sogar Zeit.) Aber die Fahrer lassen sich nicht beirren, selbst wenn man versucht, ihnen diese Tatsache zu erklären. Da bleibe ich manchmal absichtlich mitten auf dem Weg, so dass sie fast bis zum Stand abbremsen müssen. Vor allem auch, weil dieser Weg auch von kleineren Kindern mit dem Rad genutzt wird, wenn sie im Nachbardorf Freunde besuchen wollen.
poca
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15.05.2017, 13:09
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Im Grunde nehme ich aus den Antworten in dem Strang nun mit, dass mein Eindruck gar nicht so falsch zu sein scheint. Einige teilen meine Erfahrung als Hundebesitzer (nicht alle glücklicherweise), andere empfinden Hundebesitzer als rücksichtslos(er) und Hunde als unerzogen(er) (...als früher?), die Bezeichnungen hier als "nervig" und "Köter" bestätigen das zumindest.
Ob sich nun die Hundebesitzer geändert haben oder die Mitmenschen genervter/empfindlicher geworden sind und sich mehr in ihrem Freiraum beschränkt sehen, schätzt vermutlich jeder anders ein. Und ja, der Vergleich mit Diskussionen über ein "kinderunfreundliches Deutschland " ist sicher berechtigt, auch da dreht sich alles um dieselbe Problematik. Nur wird die Abneigung gegenüber Kindern vielleicht nicht so offen gezeigt wie gegenüber Hunden?
Für mich ist es dennoch so, dass in dem Umfeld, in dem ich lebe, es (wie auch von anderen beschrieben) zB die Gemeinde nicht kümmert, ob Hundemülleimer aufgestellt werden, Hunde in Lokalen eher unerwünscht sind (die hier beschriebenen Lokale mit Wasserschüsseln für Hunde gibt es bei uns nicht) und einige voreingenommen reagieren. Aus anderen (vergleichbaren) Ländern kenne ich das anders, ebenso wie andere Länder wesentlich kinderfreundlicher zu sein scheinen. Daher scheint es doch irgendwie ein deutsches Problem zu sein. Ob es an einer allgemeinen Unzufriedenheit, am Streben nach Wohlstand oder nur an meiner empfindlichen Wahrnehmung innerhalb meines Umfelds liegt und wie ich zukünftig damit umgehe, darauf weiß ich noch keine Antwort. Aber die Diskussionen hier finde ich sehr interessant
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15.05.2017, 19:22Inaktiver User
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Das wundert mich nicht! Und mein Mitgefühl geht gleich gegen null.
Ich bin auch kein Hundefreund, da ich zum einen schon mal gebissen wurde und ich das "der tut nix" von Hundehaltern nicht mehr hören kann. Ich sage zwar nichts aber mir ist es tatsächlich lieber ich begegne keinen Hunden. An der Leine geht es noch, frei laufend finde ich unmöglich.
Letztes Jahr lag ich im Park in der Sonne. Frauchen mit Hund kommt, Hund stürmt auf mich zu und schnappt in meine Haare. Ich lag regungslos auf dem Bauch. Muss ich nicht verstehen! Eine Entschuldigung kam übrigens nicht nachdem sie den Hund zurück gepfiffen hatte.
Ich traue weder den Hundehaltern noch Hunden, beide unbrechenbar.
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15.05.2017, 19:30Inaktiver User
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15.05.2017, 19:33Inaktiver User
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16.05.2017, 09:29
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Bitte zum Thema zurück.
Über die zugegeben sehr ärgerliche Praxis, gesperrte Wege als Abkürzungen zu nehmen, oder andere Belästigungen durch Zweibeiner eröffnet bitte einen Strang außerhalb des Tierforums.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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16.05.2017, 09:51
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Ich bin faul, ich nehme alles mit, dann muss ich nicht drüber nachdenken ob es gerade an dieser Stelle jemanden stören könnte oder nicht
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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16.05.2017, 09:58
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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16.05.2017, 10:01
AW: Hundeunfreundliches Deutschland? Wenn ja, zu Recht?
Um aber auf das Threadthema zurückzukommen:
Ich nehme innerhalb meines üblichen Radius im Großen und Ganzen Deutschland nicht als hundeunfreundlich wahr.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin


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