"Sind es nicht gerade Hunde, die es meisterhaft beherrschen, sich anzupassen?"
Ist es nicht immer wieder unglaublich als Mensch zu erkennen wie perfekt sie Situationen leben, Gegebenheiten einfach die sie nicht ändern können zu meistern so gut es geht?
(Das entschuldigt keinesfalls alles, egal um was es geht.)
Ich finde Hunde werden einfach von vielen Menschen total unterschätzt.
Sie kommen doch viel besser zurecht als viele von uns denken.
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05.05.2017, 07:53Inaktiver User
AW: kann ich einen Hund so halten?
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05.05.2017, 08:12
AW: kann ich einen Hund so halten?
Puhhh das ist wirklich schwierig, da die Meinungen hier wirklich weit auseinander gehen!
ich möchte nochmal betonen dass es NICHT zu viele Ansprüche an den Hund gibt. Er soll aus dem Tierheim kommen ...kein Welpe sein und es soll ein großer Hund sein.
Es muss KEIN Reitbegleithund werden!! Das habe ich nie geschrieben!!! Ich habe lediglich geschrieben wenn der Hund sich mit Pferden versteht nehme ich ihn mit in den Reitstall als Beschäftigung damit er bei mir ist - wenn nicht bleibt er bei meinem Partner oder Schwiegervater ganz einfach! Und wenn der Hund sich gut Trainieren lässt und brav ist kann man ihm das ja beibringen beim Ausreiten brav bei einem zu sein (ich gehe ja nichtmal oft ausreiten) wenn nicht - dann halt nicht......
Ich kann das nicht alleine entscheiden ob nun ein Hund herkommt oder nicht. Der Hund würde dem Schwiegervater gehören der müsste sich am meisten drum kümmern da er auch am meisten Zeit hat (aber natürlich wenn ich oder mein Partner Zeit haben machen wir auch was mit dem Hund)
Dass ich mir alleine keinen Hund anschaffen bräuchte weiß ich! Ich kann ihn nicht mit ins Büro nehmen, ich kann nicht von zu hause aus arbeiten und ich kann auch meine Arbeitszeit nicht verkürzen da ich das Geld brauche für Miete und Pferd und alles...... Aber wir sind ja zu dritt. Bis der Hund angeschafft wird werden noch ca. 2 Monate vergehen - ich hoffe bis dahin weiß man Partner mehr bezüglich des Studiums.
Das Mittags jemand zum Gassi gehen kommt (zumindest Familie) geht nicht da wir in einem kleinen Dorf weiter weg wohnen. Jeder hat 40 min Arbeitsweg also mal schnell in der Mittagspause wird auch schwer. Nachbarn kennen wir leider noch nicht^^
Wie gesagt ich versuche mal den Schwiegervater zu fragen ob er den Hund mitnehmen dürfte ins Büro und wir warten ab was bei der Studiensache raus kommt. Aber alleine kann ich jetzt auch nicht entscheiden dass kein Hund angeschafft wird :(
Trotzdem Danke für die vielen Meinungen!!
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05.05.2017, 09:45Inaktiver User
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05.05.2017, 10:17
AW: kann ich einen Hund so halten?
Den Eindruck habe ich auch oft.
Zur "Fremdbetreuung" der Hunde: Wie lange ist denn ein Fremder wirklich fremd? Wenn ich das erste mal mit meinem Hund in eine Hundepension gehe, sind ihm sowohl die Umgebung als auch die Menschen dort fremd, klar. Aber meine Wohnumgebung und ich sind dem Hund auch erst mal fremd, wenn er bei uns einzieht. Wenn mein Hund also z.B. täglich in der gleichen Pension für ein paar Stunden betreut wird, ist ihm auch das nicht mehr fremd. Und auch vor einem Urlaub kann man die gewünschte Pension öfter besuchen, damit diese und die Personen dort, dem Hund auch nicht mehr fremd sind.
Also wie definiert ihr "fremd"?
(Irgendwie erinnert mich das gerade an Diskussionen zum Thema Kinderbetreuung.)
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05.05.2017, 10:35
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05.05.2017, 10:36Inaktiver User
AW: kann ich einen Hund so halten?
@ gracias:
Hast du den Rütter- Artikel gelesen? Dort sind die Gründe für mein Empfinden gut erläutert.
Ich habe einige Jahre einen Hund gehabt, der tagsüber von einer anderen Person (ohne andere Hunde) betreut wurde und würde es nicht mehr wieder machen.
Ein kleines Beispiel:
Bei mir hat mein verstorbener Hund nichts vom Tisch bekommen, bei der Tagesbetreuung hingegen schon. Ebenso hat die Tagesbetreuung Gespräche und Aktivitäten unterbrochen, wenn der Hund Aufmerksamkeit eingefordert hat. Auch das gab es bei mir nicht. Nun erklär mal einem Hund, dass täglich ab 17 Uhr komplett andere Regeln gelten. Gerade, wenn die Betreuung innerhalb der Familie aufgeteilt wird, sollte man sich darüber klar sein, dass solche Uneinigkeiten im Umgang mit dem Hund Ärger verursachen und ziemlich nervig werden können.
Hundepensionen sind für mich noch einmal ein anderes Thema. Ich würde meine Hunde aus verschiedenen Gründen dort nicht dauerhaft unterbringen. Ein Großteil der Pensionen sind auf ihre Kunden angewiesen und können es sich nicht leisten, die Hunde danach auszusuchen, ob die Gruppen wirklich harmonieren. Da wird die Gruppe aufgrund der gebuchten Tage täglich neu gemischt und ich weiß von einigen Pensionen in meiner Gegend, dass die vielen Wasserschüsseln im Auslauf nicht dazu dienen, den Durst der Hunde zu stillen.
Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber mein Ding wäre es nicht.
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05.05.2017, 10:40Inaktiver User
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05.05.2017, 10:53
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05.05.2017, 11:02Inaktiver User
AW: kann ich einen Hund so halten?
So absurd ist das gar nicht, denn "Betreuungsprobleme" können schon innerhalb der Familie auftreten.
Bei Freunden von mir versucht die Frau bereits seit geraumer Zeit, ihrem Hund das Leineziehen abzugewöhnen ... und fängt quasi immer wieder von vorne an, wenn eine Zeitlang der Mann häufiger mit dem Hund draußen war. Und zwar einfach, weil den Mann das Ziehen nicht stört und er überhaupt nicht daran arbeitet.
D.h., gerade bei Problemen müssen wirklich alle an einem Strang ziehen, wenn man nicht das, was man vorne aufgebaut hat, mit dem Hintern wieder einreißen will. Und das ist schwieriger, als man denkt.
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05.05.2017, 11:24
AW: kann ich einen Hund so halten?
Es kommt auf den Hund und seinen Hintergrund an, deshalb meine Empfehlung, frühzeitig vor Anschaffung eines Hundes mit Fachleuten zu sprechen.
Ein Hund mit Tierheim- oder Tierschutzhintergrund oder auch einer, der seine Welpenzeit auf dem Bergbauernhof bei liebevoller Aufzucht verbracht hat, aber nichts kennt, kann in dieser Hinsicht oft deutlich problematischer sein als ein Hund, der gut aufgewachsen ist und das berühmte Urvertrauen hat. Die beiden Enden des Spektrums liegen hier neben meinem Sessel.
Für meine eine Hündin sind fast alle meiner Freunde und Kollegen, die sie seit fast 6 Jahren kennt, fremd. So fremd, dass sie sich zurückzieht, droht, wenn sie ihr nahe kommen wollen, und z.B. ein ganzes Wochenende nicht frisst, wenn ich sie zu meiner Freundin (die sie nach Jahren toleriert und zu der sie sogar vorsichtig Kontakt aufnimmt) mitnehme. Wie ich schon weiter oben schrieb, hat sich mein Leben ihretwegen ziemlich geändert.
Die wenigen Versuche einer Fremdbetreuung dieser Angsthündin waren katastrophal. Sie reagiert schon auf Besuch mit totalem Rückzug, wenn auch nach 6 Jahren nicht mehr mit Panik.
Meine Goldene dagegen hat schon den Wechsel von ihrer früheren Familie zu uns problemlos mitgemacht und findet Besuch toll, geht begeistert mit ins Büro, würde notfalls mit anderen Leuten Gassi gehen ... Sie wurde als 6-Jährige Scheidungswaise abgegeben, hat aber bis dahin in einem sozusagen intakten Umfeld gelebt. Sie kennt viel und erwartet nur Positives.
Auch meine vorige Golden-Hündin, auch ein abgegebener Hund, aber aus liebevoller, wenn auch in vieler Hinsicht insuffizienter Haltung, war so. Sie und mein Oller blieben in seltenen Notfall auch mal über Nacht allein und gingen ne Runde mit der Nachbarin und sie fanden auch mehrere Wochen Pension (allerdings ein 5-Sterne-Etablissement mit individueller Betreuung und guit geschultem Personal) so richtig gut. Als ich sie abholte, haben sie sich gefreut, mich begrüßt und dann, zuhause, war es, als wäre ich oder wären sie nie weg gewesen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
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