@rezeptfrei, das ist doch mal eine echte Hilfe!
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Ergebnis 131 bis 140 von 249
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04.05.2017, 21:54
AW: kann ich einen Hund so halten?
Solitär - ohne Binome, Zweitnick oder andere Reinkarnationen!
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04.05.2017, 22:19
AW: kann ich einen Hund so halten?
@Rezeptfrei
Da zitierst Du was Wahres!
@Einhorn
Ich würde Dir empfehlen, die Rahmenbedingungen soweit es geht abzuklären und Dir selbst darüber klar zu werden, inwieweit Du bereit bist, Dein Leben unbequemer zu gestalten. [[Ich weiß, wovon ich spreche. Seit 6 Jahren lebe ich mit einem traumatisierten Auslandshund, die mir quasi zu meinen anderen Hunden vor die Tür gesetzt wurde. Ein "Irrläufer" eigentlich. Ich habe sie wider besseres Wissen behalten - und ich habe mein ganzes Leben geändert. ]]
Lass Dich beraten, bevor Du Dich entscheidest. Sprich mit Verhaltensfachleuten (spezialisierten Tierärzten und/oder Verhaltensbiologen) und schaut zusammen mit allen Beteiligten, was für Euch machbar ist, wieviel Training ihr investieren solltet etc. Und wenn Ihr zusammen einen gangbaren Weg findet, bei dem die Bedürfnisse des Hundes nicht zu kurz kommen, dann lasst Euch auch bei der Auswahl begleiten.
Gerade wenn es ein erwachsener Hund sein soll, muss man sich klar darüber sein, dass der schon einiges erlebt hat, dass die Lernkurven beim erwachsenen Hund anders sind, dass es möglicherweise einiges an kondiniertem Verhalten gibt, dass es Ängste oder unerwünschtes Verhalten gibt, dessen Ursache sich einem nicht so einfach offenbart ...
Und natürlich kann man einen Hund allein lassen. 2 oder 3 Stunden am Tag halte ich für ganz normal. Meine bleiben abends ab und zu einige Stunden allein, wenn ich weggehe, da man mit 2 großen Hunden wirklich nicht überall hinkann und meine Angsthündin extremen Stress hat, wenn sie ihre gewohnte Umgebung verlassen muss und tatschlich lieber zuhause bleibt.
Regelmäßig 7 Stunden halte ich aber für viel zu lang, noch dazu werden das mit Sicherheit nicht die einzigen Zeiten sein. Und über den Hund, der mehrere Stunden allein im Garten ist, wurde schon alles gesagt.Geändert von katelbach (04.05.2017 um 22:28 Uhr)
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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05.05.2017, 06:25
AW: kann ich einen Hund so halten?
Und es übertrifft das Vorstellungsvermögen einiger, dass sich solche Menschen auch unter denen befinden könnten, die einen Hund tagsüber alleine lassen. Oder mit dem Schwiegervater im Haus leben (das Verhältnis könnte ja das Verhältnis zum Hund trüben) oder den Hund gar für ein, zwei Wochen in eine Pension geben. Mein Hund kommt aus der Pension immer sehr entspannt zurück (geht auch entspannt herein). Ich werde aber dem recht bekannten Hundetrainer, der "meine" Pension leitet, demnächst sagen, dass die Bri seine Arbeit verurteilt, er sowieso keine Ahnung hat und seine Bücher einpacken kann.
Das stimmt. Das gilt übrigens auch für viele der Hobbytierschutzhausfrauen, die in den mir bekannten Tierheimen über die Vermittlung entscheiden. Nach über 20, vielleicht 25 Tierschutztieren denke ich, mir dieses Urteil anmaßen zu können. Alleine drei Tierheime, mit denen ich zu tun hatte, sind inzwischen geschlossen. Es geht nicht um Tierschutz, es geht um Macht (ha, ich darf darüber entscheiden, ob dieses Würstchen da vorne an der Theke dieses Tier bekommt, geil!) und um Pöstchen.
Mich nerven Menschen auch, die Tiere wie Wanderpokale behandeln. Die sich der jahrelangen Verantwortung nicht bewusst sind. Ich bin für ein Züchtungsverbot oder eine sehr strenge Reglementierung sowie lebenslanges Tierhaltungsverbot für bestimmte Personen. Aber mit welcher Arroganz hier einige ihre Lebensform als einzig glücklich machende für alle Hunde der Welt darstellen und alle anderen User als doofe, ignorante, unwissende Tierhalter abkanzeln, ist wirklich unfassbar.
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05.05.2017, 06:57Inaktiver User
AW: kann ich einen Hund so halten?
Ja, das tut es, sofern wir über 7 plus Stunden sprechen. Dass man einen Hund mal zwei, drei Stündchen allein lässt, halte ich für völlig normal.
Ein sehr bekannter Hundetrainer wäre beispielsweise Herr Millan. Hundetrainer kann jeder Mensch werden - über seine tatsächliche Qualifikation sagt Bekanntheit nichts aus.Oder mit dem Schwiegervater im Haus leben (das Verhältnis könnte ja das Verhältnis zum Hund trüben) oder den Hund gar für ein, zwei Wochen in eine Pension geben. Mein Hund kommt aus der Pension immer sehr entspannt zurück (geht auch entspannt herein). Ich werde aber dem recht bekannten Hundetrainer, der "meine" Pension leitet, demnächst sagen, dass die Bri seine Arbeit verurteilt, er sowieso keine Ahnung hat und seine Bücher einpacken kann.
Und ja, ich halte die Abgabe über Wochen in eine Pension tatsächlich für wenig hundefreundlich. Es mag Notsituationen geben, in denen es nicht anders geht, aber für einen Urlaub käme das für mich niemals in Frage. Mein Racker kommt manchmal für einen Tag (OHNE Übernachtung) in eine Hundepension mit angeschlossener Hundeschule und Tierarztpraxis. Die Bedingungen dort habe ich sehr intensiv geprüft. Der Racker geht GERN dorthin - aber man merkt sehr deutlich, dass so ein Tag für ihn sehr fordernd ist, was ja auch völlig logisch ist, wenn man bedenkt, dass das Thema "Zusammensein mit Artgenossen" für Hunde ähnlich komplex ist wie für uns.
Mich stört das Hausfrauen-bashing, das in verschiedenen Kontexten immer wieder betrieben wird, massiv. Prinzipiell sehe ich nicht, warum ein Mensch, der keiner bezahlten Erwerbstätigkeit nachgeht, dümmer oder weniger qualifiziert als ein Erwerbstätiger sein sollte. Im Kontext Hund hat "die Hausfrau" aber einen entscheidenden Vorteil: sie hat zumindest theoretisch Zeit für vieles, die sich ein Erwerbstätiger oft mühsam freischaufeln muss.Das stimmt. Das gilt übrigens auch für viele der Hobbytierschutzhausfrauen,
Tierheime werden aus verschiedenen Gründen geschlossen. Häufig sind wirtschaftliche Aspekte die Auslöser - diese Aspekte sorgen auch dafür, dass man auf Ehrenamtliche angewiesen ist, und ja, so manche Notsituation mag dazu führen, dass aus dieser Situation heraus solche Menschen rekrutiert werden. Es ist daher sehr wichtig, genau hinzuschauen.die in den mir bekannten Tierheimen über die Vermittlung entscheiden. Nach über 20, vielleicht 25 Tierschutztieren denke ich, mir dieses Urteil anmaßen zu können. Alleine drei Tierheime, mit denen ich zu tun hatte, sind inzwischen geschlossen. Es geht nicht um Tierschutz, es geht um Macht (ha, ich darf darüber entscheiden, ob dieses Würstchen da vorne an der Theke dieses Tier bekommt, geil!) und um Pöstchen.
Das ist Deine Interpretation. Ich lese das nirgends. Ich kenne einige der hier Schreibenden schon recht lange, und weiss auch ein wenig über die persönlichen Lebensumstände. Die sind extrem heterogen, und über die Jahrzehnte des Lebens mit Hunden haben sich diese Lebensumstände ausserdem permanent gewandelt. Das trifft auch für mich zu. Welche Lebensform sollte ich also per se abkanzeln? Das machst Du doch beispielsweise über Dein Hausfrauenbashing viel deutlicher.Aber mit welcher Arroganz hier einige ihre Lebensform als einzig glücklich machende für alle Hunde der Welt darstellen und alle anderen User als doofe, ignorante, unwissende Tierhalter abkanzeln, ist wirklich unfassbar.
Ich schreibe nicht: Berufstätigkeit schliesst Hundehaltung aus.
Ich schreibe nicht: Alter schliesst Hundehaltung aus.
Ich schreibe nicht: Das Vorhandensein von Kindern schliesst Hundehaltung aus.
Aber die Vorstellung, es könnte gut sein, einen Hund täglich für einen bislang unabsehbaren Zeitraum 7 Stunden allein zu lassen schliesst sie für mich ebenso aus, wie die allzu blauäugigen und schwammigen Erwartungen, die hier seitens der TE formuliert wurden.
edit Und noch ein Nachgedanke: Natürlich gibt es Hunde im Tierschutz, die aus guten Verhältnissen stammen, die einen schönen Grundgehorsam mitbringen, die integriert in Familien waren, kurz: die tolle Ausgangsbedingungen mitbringen, und aus einer Notsituation heraus in die Vermittlung kamen.
Wenn Du diese Hunde jedoch in ungünstige Situationen gibst - wie lange wird es dauern, bis diese Hunde aus dem Ruder laufen? Mein Racker beispielsweise wäre mit 7 Stunden Alleinsein völlig überfordert. 7 Stunden GARTEN wären ein absolutes no go. Er steht super im Gehorsam - trotzdem kannst Du ihn nicht einfach jedem anvertrauen. Der Kerl ist nämlich nicht doof und merkt sofort, wenn er mit jemandem Männekes machen kann, weil derjenige gar nicht peilt, was jetzt gleich passieren wird. So würde dann mit einiger Wahrscheinlichkeit binnen Tagen aus einem auch bei Wildsichtung gut abrufbaren Hund wieder eine ziemliche Jagdsau werden, und der ahnungslose Hundefreund stünde für längere Zeitspannen ratlos im Wald und pfiffe sich die Seele aus dem Leib.
Möglich auch, dass er sich zeitnah ein paar Frakturen zuzöge, denn 40 kg geballte Muskelkraft mit sehr praktischen Hebeln, die man nicht lesen kann, können sehr mitreissend sein, da nützt also auch die Leine wenig.
Nach 7 Stunden allein zuhaus wäre der Racker dermassen gestresst, dass die Ausgangslage für Probleme auf jeden Fall vielversprechend wäre.
Das bei einem Hund, der unter vernünftigen Bedingungen ein absolutes Schätzchen ist.Geändert von Inaktiver User (05.05.2017 um 07:10 Uhr)
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05.05.2017, 07:08
AW: kann ich einen Hund so halten?
Und hier klingt es auch schon wieder durch. Als wenn nur Du wüsstest, dass sich nahezu jeder Depp Hundetrainer nennen kann. Unterstell doch anderen bitte nicht, der SAT1-Fraktion anzugehören und jeden Möchtegernpromi für einen Fachmann zu halten.
Was die mir persönlich bekannten Tierheime und ihre Streitereien anbelangt, sollte man auch meinen, dass ich da vermutlich besser weiß, was ablief. Genau auf diese Erfahrungen und das mir bekannte Personal beziehe ich mich.
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05.05.2017, 07:10
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05.05.2017, 07:14Inaktiver User
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05.05.2017, 07:22Inaktiver User
AW: kann ich einen Hund so halten?
Damit sind einige User in der Bri nicht alleine.

Ich verlinke mal ein Interview mit Martin Rütter. Seine Ansätze sind zwar nicht meine, aber in diesem Punkt stimme ich ihm zu:
martinruetter.com/fileadmin/assets/presse/clippings/2015/2015_03_09_NRZ.pdfDas heißt, eine fremde Betreuung von Haustieren ist generell keine gute Lösung?
Sicherlich kann eine Betreuung des Hundes tagsüber ab und an eine gute Lösung sein, damit man auf den Traum der Haltung eines eigenen Hundes nicht verzichten muss. Wer jedoch tagtäglich acht, zehn oder mehr Stunden unterwegs ist und den Hund für diese Zeit in eine Betreuung gibt, sollte auf den eigenen Hund lieber verzichten.
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05.05.2017, 07:25
AW: kann ich einen Hund so halten?
@ Fourthhandaccount:

Es gibt Menschen, die seit Jahren Tiere haben und trotzdem diese nicht lesen können und andererseits gibt es Menschen, die noch keine Tiere gehalten haben, aber sofort einen tollen Draht zu diesen haben. Mancher braucht nach Jahren Unterstützung, manche nie. Ich halte Schubladendenken in jedem Fall für ungünstig! Lassen wir uns doch offen auf den ganz individuellen, spannenden Einzelfall ein!
Hier liest sich die Anschaffung und Haltung eines Haustieres komplizierter als das Leben eines ganzen Dorfes.
Möglichst viel im Vorfeld bedenken und vorbereiten, planen ist gut. Doch ein entspannter Umgang mit solchen Themen sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben.
Verantwortungsbewusstsein und Gelassenheit schließen sich nicht aus - und beides ist für Hundehalter wichtig.
In all den Jahren habe ich mehrere Tiere aus ganz normalen städtischen Tierheimen oder von mit Kliniken zusammenarbeitenden Tierschutzgruppen übernommen.
Bei keinem (!) dieser mir übergebenen Tiere erfolgte jemals eine Vor- oder Nachkontrolle! Darunter war auch ein Welpe. Am Tag des Erstbesuchs.
Wo auch immer so sorgfältig wie ständig geschildert vorgegangen wird, ich habe das so leider nicht erlebt.
Diese Erfahrung ist keiner regionalen Eigenheit zuzuschreiben, da ich nach Schriftverkehr, telefonischer Besprechung bis zu 400 km gefahren bin, um ein scheinbar nicht vermittelbares Tier kennenzulernen - und direkt mitzunehmen.
Ich hatte immer nur Fotos z. B. des Stalles zur Verfügung gestellt.
Und ich finde das verständlich, denn unsere Tierheime und Auffangstationen platzen aus allen Nähten, ebenso Gnadenhöfe. Bei weitem nicht jedem Tier, welches es bitter nötig hätte, kann ein Platz geboten werden.Geändert von Lizzy1234 (05.05.2017 um 07:37 Uhr)
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05.05.2017, 07:35
AW: kann ich einen Hund so halten?
Ok.
Und was sagt Herr Rütter meiner Freundin, die seit der Trennung wieder mehr arbeiten muss und den Hund, den sie schon in der Ehe hatte, in dieser Zeit fremdbetreuen lässt?
Ab ins Tierheim?
Wie würdest du das lösen?
Und weshalb ist das für diesen Hund machbar, der bei beiden Frauen gerne ist, während diese Lösung keinesfalls von vorneherein angestrebt werden dürfte? Welchen Unterschied macht es für die Hunde, ob es eine geplante Lösung oder eine aus der Not geborene ist?


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