Ich würde gern mal eure Meinungen hören.
Ich bin Anfang Februar knapp 200km weggezogen, weil ich dort zu arbeiten begonnen habe. Mein Kater ist in der alten Wohnung, kann dank Katzenklappe kommen und gehen, wie er möchte, und wird von meinem Nachbarn gefüttert und auch gestreichelt.
Nun habe ich nach einer katzentauglichen Wohnung gesucht. Erdgeschoß, Garten, Einbau einer Katzenklappe erlaubt. Nicht einfach im größten Ballungsraum des Landes. Vorige Woche wurde ich fündig - alles trifft zu, mündlich ist alles fixiert, Vermieter und ich müssen bloß noch den Mietvertrag unterschreiben.
Einschränkung: der Garten ist in einem großen Innenhof gelegen, das heißt, Freigang wäre eingeschränkt (was mir durchaus Recht ist - ihm möglicherweise nicht so)
Ich weiß allerdings naturgemäß nicht, wie die Nachbarn im neuen Haus so drauf sind, ob sie Katzen mögen, ob sie meinen Kater auch streicheln werden etc. Und ob er sie mag. Und wie er die Trennung von den Nachbarn hier aufnimmt, an denen er sehr hängt. Außerdem geht noch der Nachbarskater bei mir seit gut drei Jahren sehr selbstverständlich ein und aus. Mir schien es lange so, als könnten sie einander gar nicht leiden, aber öfter mal beobachte ich, wie sie eng nebeneinander am Sofa schlafen.
Ich habe ein schlechtes Gewissen, meinen Kater hier rauszureißen. Seit drei Wochen sehen wir einander nur am Wochenende und er scheint auch ohne mich klarzukommen. Ich habe schon überlegt, die Nachbarn mit dem Kater, der viel bei mir ist, zu fragen, ob sie ihn nehmen würden. Aber fehlen würde er mir natürlich sehr. :(
Was sagt ihr denn dazu?
Danke und LG
Lakritze
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Thema: Umzugs-Kater-Dilemma
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25.02.2017, 08:30Inaktiver User
Umzugs-Kater-Dilemma
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25.02.2017, 08:35
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Liebe Lakritze,
Ich finde deine Überlegungen gut und sehr fürsorglich für deinen Kater.
Ich würde eine solche Entscheidung vom Alter und der Persönlichkeit des Katers abhängig machen, sowie von der Nähe und Wichtigkeit eurer Beziehung. Wenn du nicht mehr da wärst und seine eigentliche Heimatwohnung auch nicht, würden dann immer noch die Vorteile des Bleibens überwiegen?that was the river - this is the sea
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25.02.2017, 09:51
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Schwierige Entscheidung.
Wir hatten vielleicht einen speziellen Kater.
Meine Eltern sind früher regelmäßig im Sommerhalbjahr aus beruflichen Gründen in einer anderen Stadt gewesen.
Teilweise blieb der Kater zuhause und wurde von der Nachbarin versorgt.
Er hat auch zweimal ein paar Wochen Urlaub bei meiner Oma verbracht - ebenfalls mit Freigang vom ersten Tag an.
Teilweise haben sie ihn mitgenommen, wenn die Wohnung entsprechend geeignet war, insbesondere die Möglichkeit des Freigang hatte - als jüngerer Kater konnte er nicht ohne Freigang. Aber er kam sehr zuverlässig jeden Abend und auf das Rascheln mit der Trockenfutterdose zurück. Und in neuer Umgebung konnte man recht gut beobachten, wie er immer weitere Kreise zog.
Und er hat beides gut gemeistert und kein Protestverhalten gezeigt.
Zum Schluss in Berlin sind sie dann dreimal in zwei Jahren umgezogen - er war dann auch schon älter und hatte auch kein erkennbares Problem damit keinen echten Freigang mehr zu haben.
Ich denke es kommt sehr auf die Persönlichkeit des Katers an, ob er mehr an dir hängt und sich gut an eine neue Umgebung gewöhnt oder ob er lieber bleibt wo er ist - insbesondere wenn er dort auch an die versorgenden Menschen gewöhnt ist.
Wie viel Zeit kannst du denn am neuen Ort mit ihm verbringen? Verbringt er gerne Zeit mit dir oder ist er eher den ganzen Tag unterwegs?
Vielleicht kannst du ihn erst mal für vier Woche mit in die neue Wohnung nehmen und schauen, wie es ihm gefällt.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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25.02.2017, 10:10Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Danke für eure Antworten.
Er ist knapp acht Jahre alt und sehr extrovertiert. Er hat sich schon in den ersten Tagen bei mir sämtlichen Nachbarn selbst vorgestellt. Ihm würde es niemals reichen, nur mich als Bezugsperson zu haben. Ich weiß allerdings nicht, wie er damit umgehen würde, wenn jetzt beispielsweise nur eine Person im Haus ist, die ihn streichelt. Hier besucht er mehr oder weniger regelmäßig mindestens fünf Nachbarn (von denen ich weiß).
Ich habe aber auch den Eindruck, dass er sehr an mir hängt. Ich hatte auch Katzen, wo ich gesagt hätte, es ist ihnen völlig egal, ob sie bei mir leben oder anderswo. So ist er nicht. Das macht ja die Entscheidung so schwer.
Ich arbeite 38,5 Stunden pro Woche, Urlaub zur Eingewöhung kann ich mir leider nicht viel nehmen, weil ich gerade erst begonnen habe zu arbeiten.
Er hat aber auch die Fähigkeit, sehr lange am Stück zu schlafen. Bei meinem früheren Job war es so, dass er sich morgens, wenn ich aus dem Haus gegangen bin, hingelegt hat und als ich spätnachmittags heimkam, lag er noch immer in der gleichen Position da.
Von wegen unterwegs sein: es ist völlig unterschiedlich. Manchmal ist er sehr anschmiegsam und weicht kaum von meiner Seite. Ich trinke beispielsweise den ersten Kaffee immer im Bett, da legt er sich gerne dazu. Wenn ich dann aufstehe und mich ins Wohnzimmer an den Laptop setze, kommt er mir nach und legt sich dort neben mich. An anderen Tagen sehe ich ihn kaum, ist wohl auch wetterabhängig.
Zur Wohnung: ich werde die Wohnung vermieten. Keine Ahnung, wie er (und der Nachbarskater) damit umgehen, dass sie von jemand anderem bewohnt wird, der eventuell - wegen der idealen Gegebenheiten - auch noch eine Katze hat. Aber dass ich ihm eine eigene Bleibe finanziere, kommt nicht in Frage.
Ich tendiere auch dazu, mal zu probieren, wie es ihm in der neuen Wohnung gefällt (mit den Möbeln aus der alten Wohnung, da sie fast gleich groß ist, werde ich vieles mitnehmen).
LG
LakritzeGeändert von Inaktiver User (25.02.2017 um 10:18 Uhr)
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25.02.2017, 10:55Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Sehr schwierige Entscheidung. Wo er jetzt lebt, in seinem alten Zuhause, hat er ja quasi sein Paradies. Er kennt alle Nachbarn, sie mögen ihn, er hat Freundschaft mit dem Nachbarskater geschlossen und er hat seine uneingeschränkte Freiheit. Katzen mögen Veränderungen ja nicht sonderlich gerne. Es wäre auch die Frage zu klären, ob die Nachbarn mit dem anderen Kater ihn gerne nehmen würden und er dort ein schönes, neues Zuhause findet.
Ich würde wohl als erstes mal die Nachbarn der neuen Wohnung fragen, wie sie zu Katzen stehen - denn dadurch dass er quasi nicht mehr so gut ausweichen kann, werden sie sich vielleicht öfter begegnen.
Du wirst schon selber an den Antworten merken, ob sie eher pro oder kontra sind.
Mit dem ausprobieren ob es ihm gefällt, das ist so eine Sache. Nur die wenigsten Katzen zeigen, wenn ihnen was nicht passt...genau so, wie sie es lange aushalten, zu verbergen wenn es ihnen körperlich schlecht geht.
Als meine Mutter früher mit ihrer Katze umgezogen ist, hat diese in der neuen Wohnung "renoviert". Sie fing gleich an, die Tapeten abzuziehen - das war dann sehr deutlich - sie hat allerdings immer gezeigt, was ihr nicht passt.
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25.02.2017, 11:14Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Wir sind mit unseren Katzen auch mehrfach umgezogen und es war nie ein Problem. Auch die Urlaubsbetreuung nicht, obwohl sie uns mehr als deutlich gezeigt haben, dass sie tödlich beleidigt sind, weil wir sie nicht mitgenommen haben (sie haben sich trotzdem sauwohl gefühlt, dort wo sie waren).
Schlußendlich war es ihnen aber zumindest scheinbar immer wichtiger dort zu sein, wo wir waren. Wo auch immer das eben gewesen sein mag.
Ich würde den Kater mitnehmen. Bestenfalls wird er es lieben, schlimmstenfalls kannst du immer noch mit den Nachbarn sprechen, ob du ihn dorthin geben könntest, falls es gar nicht gehen sollte oder es Beschwerden hagelt oder oder oder.
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25.02.2017, 11:22Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Man muss aber auch bedenken, dass Lakritze den ganzen Tag weg ist. Jetzt hat er einen Katerkumpel und kann hingehen wo er will. Nachher hat er einen Hofgarten, aus welchem er nicht raus kann, heißt, er lernt auch keine anderen Tiere kennen und ist quasi den ganzen Tag alleine.
Vielleicht eine zweite Katze dazu :)
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25.02.2017, 11:29Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Das mit der zweiten Katze war meine andere Überlegung, ist aber ein Risiko, weil er sich zwar mit Menschen sehr gut versteht - und das reicht von Eineinhalbjährigen, wo sonst jede Katze mit Verstand die Flucht ergreift bis hin zu Senioren - aber mit den allermeisten Katzen nicht.
Er zeigt eigentlich schon sehr deutlich, wenn ihm was nicht passt, dann beißt und kratzt er, was er sonst nicht tut.
LG
Lakritze
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25.02.2017, 12:00Inaktiver User
AW: Umzugs-Kater-Dilemma
Dann würde ich in deiner neuen Wohnung die Nachbarn fragen. Vielleicht ist ja (ein Senior) jemand dabei, der froh ist wenn er mal Katzengesellschaft hat.
Wenn es dann so gar nicht klappt, dann vielleicht mal die Nachbarn mit dem Kater fragen.
Zusammenführungen sind immer ein Risiko., wenn sie gar keine anderen Katzen gewohnt sind, ein umso größeres. Das er nicht so ganz abgeneigt ist, zeigt die Freundschaft mit dem anderen Kater.
Aber auch bei Katzen muss es eben passen.


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