Ab 16 Uhr hat der TA Sprechstunde, ich werde ihn anrufen. Der Inhalator spuckt mir im Kopf herum, seit ich davon las.
Eine Attacke wird bei meiner Katze u. a. durch Stress ausgelöst (unmittelbar nach dem TA-Besuch hatte sie auch eine), Stress in Form von Zankereien mit der anderen Katze. Doch sie ist auch unabhängig von den Attacken verändert. Und das ziemlich plötzlich. Mir fehlt der rote Faden in ihrem Verhalten - schon immer. Das macht es auch so schwierig, Veränderungen an ihr bewusst wahrzunehmen. Ich muss sie schon sehr genau beobachten, was ich auch tue, aber was sie total nervt.
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23.02.2017, 15:04Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
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23.02.2017, 17:13
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Ich habe einige Jahre im bereich Atemwege (Mensch) gearbeitet und mich sehr viel mit Asthma befasst.
Sinnvollerweise solle die Therapie wenn möglich lokal, d.h. per Inhalation erfolgen, da die systemischen Nebenwirkungen speziell der Corticosteroide einigermaßen umgangen werden können. Inhalative Steroide werden kaum resorbiert, sie wirken lokal, d.h. auf der Bronchialschleimhaut, und bekämpfen duie Entzündung da, wo sie stattfindet.
Evtl. sind auch bronchialerweiternde Medikamente nötig.
Katzen und Hunde inhalieren ähnlich wie Babies mittels einer Maske aus Spacern, in die man einen Sprühstoß des Aerosols gibt. Sowiet ich weiß, sind ghier 2 verschiedemne Spacer erhältlich: Aerokat von Trudell (https://www. trudellmed. com/animal-health/aerokat) und die RC Animal Chamber (http://www. katzen-asthma. de/behandlung-und-therapie.html. Es gibt auch Videos dazu.
Bei den Links musst Du die Leerzeichen rauslöschen, ich darf da nix direkt verlinken.
Hier ist noch eine Info über felines Asthma.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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23.02.2017, 19:34Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Vielen Dank, Katelbach, das sind sehr hilfreiche Informationen.
Der TA meinte, Katzen würden den Inhalator nicht gut annehmen. Ich lese fast überall das Gegenteil, traue es mir aber auch zu, dass ich das hinbekomme.
Nun bin ich noch ein wenig ratlos, wie es weitergeht. Ausschlaggebend für den TA-Besuch war nicht nur der Husten oder das Keuchen, sondern der Allgemeinzustand* der Katze. Der TA meinte, dieser könne "schon" in einem Zusammenhang zum Asthma stehen, doch sein "schon" klang eher so, als ob er das für eher unwahrscheinlich hält. Ich lese viele Berichte zu felinem Asthma jedoch so, dass es durchaus Auswirkungen auf das Befinden der Katze hat, auch wenn sie keinen akuten Anfall hat oder hatte. Allerdings nur, wenn es schon weiter fortgeschritten ist. Das schließt der TA eher aus, denn dazu treten die Anfälle zu selten auf.
Nun denke ich über zwei Dinge nach - über eine Differentialdiagnose oder eine weitere Diagnose, die nicht im Zusammenhang zum Asthma steht und für das Befinden verantwortlich ist.
Es läuft wohl auf ein Blutbild hinaus.
*Der Allgemeinzustand ist schwer zu beschreiben: Sie frisst gut, sie putzt sich ausgiebig, setzt Kot ab, aber mit einer Tendenz zur Verstopfung, das Fell glänzt, die Augen sind klar, Schnauze und Öhrchen kühl, sie spielt hin und wieder (sie war noch nie die große Spielkatze), aber sie schnurrt weniger, rast nicht mehr wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung, sie ist aber nicht 'laid back' und auch nicht lethargisch oder gar apathisch.
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23.02.2017, 20:09
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Hast du schon Klickertraining mit ihr gemacht? Ist sie verfressen oder hat sie was, womit man sie sonst belohnen kann (bei der Freigängerin: Nach dem Inhalieren kriegt sie ihr Futter und darf raus)?
Sonst versuch doch jetzt schon mal anzufangen. Dann hat sie schon die Grundlagen: Wenn ich etwas richtig mache, klickert es, und es gibt was Gutes. "Inhalieren" (also, kommen, hinlegen, liegenbleiben, stillhalten, in die Maske atmen, Naseputzen) ist dann nur ein weiteres Kunststück.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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23.02.2017, 20:32Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Klickertraining kenne ich nur theoretisch. Verfressen ist sie - ja. Das ist Teil des Problems. Der TA meint, wenn sie nur ein Kilo abnehmen würde, könnte es ihr schon deutlich besser gehen. Sie ist wirklich unglaublich dick. Das ist mir unangenehm, weil ich dafür verantwortlich bin. Es gab zwar immer wieder Anläufe meinerseits, ihr Gewicht in den Griff zu bekommen, aber die waren eher halbherzig.
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23.02.2017, 20:46Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Asthma ist bei Katzen eine Ausschlussdiagnose.
Ich würde mich zu Untersuchungs- und Diagnostikzwecken diesbezüglich stets an eine große TK mit spezialisierten TAs wenden und das niemals einem niedergelassenen TA überlassen.
Endgültige Ergebnisse können über eine Bronchoskopie gewonnen werden, wobei das Narkoserisiko bei einem stark übergewichtigen Tier natürlich berücksichtigt werden muss.
Wenn Asthma vorliegt, wird üblicherweise Cortison via Inhalator verabreicht. Bewährt hat sich eine langsame Gewöhnung an die Atemmaske durch Leberwurst, welche die Katze daraus schlecken darf, Clickertraining und wirklich sensible, schrittweise Gewöhnung. Auch Pumphübe auf "sichere Entfernung" zur Maske, dann langsame Annäherung ans Katzengesichtchen + Pumphub,... gibt gute Beschreibungen dazu im Net... Klappt bei den meisten Katzen ziemlich gut.
Stressoren, welche Asthmaauslöser sein können, sollten so viel wie möglich minimiert werden!
Ansonsten erfolgt die Behandlung sowohl präventiv als auch symptomatisch via Inhalator, darum ist die erfolgreiche Gewöhnung so wesentlich.
Oft irritiert die Katzen das Geräusch des Pumphubes mehr, als alles andere. Es gibt Inhalatoren ohne Wirkstoff, die sich hervorragend für Trainingszwecke eignen.
Große TKs haben üblicherweise auch Erfahrung darin, die Halter im Training anzuleiten. Auch deshalb würde ich einen Wechsel zu einer solchen Einrichtung empfehlen.
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23.02.2017, 23:03
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Ich bin da voll der Meinung von Carcasonne. Der Niedergelassene "ums Eck" ist nicht unbedingt der Ansprechpartner der ersten Wahl.
Klinik oder große Praxisgemeinschaft mit Spezialisten ist sinnvoll.
Sag mal: kardiologisch ist die Katze abgeklärt?Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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23.02.2017, 23:31
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Wenn Du eine Fressmaschine und eine dürre Mäkelliese hast, wäre vielleicht auch ein chipgesteuerter Futterautomat wie Surefeed zu überlegen.
Geändert von taggecko (24.02.2017 um 00:05 Uhr)
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24.02.2017, 10:41Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Einen Futterautomat haben wir auch schon überlegt, aber er löst das Problem nicht, denn die beiden Dicken vertreiben unseren Schmalhans vom Futternapf... Er ist nicht mäkelig, er ist nur steinalt.
Geändert von Inaktiver User (24.02.2017 um 11:07 Uhr)
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24.02.2017, 11:07Inaktiver User
AW: Katze - Verdachtdiagnose Asthma
Für den Moment ist er das, weil mehr Vertrauen in ihn habe, als in die einzige größere Tierklinik, die es hier gibt. Es gibt noch eine weitere, kleinere Tierklinik, aber die ist keine Option. Mit Tierärzten habe ich - leider - sehr viel Erfahrung, mit kranken Katzen auch, Asthma ist neu für mich, da muss ich mich erst einarbeiten. Ihr helft mir gerade sehr dabei, vielen Dank euch.Der Niedergelassene "ums Eck" ist nicht unbedingt der Ansprechpartner der ersten Wahl.


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