Zitat von Inaktiver User
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Thema: Hund - ja oder nein?
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24.01.2007, 15:35
AW: Hund - ja oder nein?
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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24.01.2007, 15:43Inaktiver User
AW: Hund - ja oder nein?
Poison, Deinem Posting stimme ich soweit zu. Aber wenn man jetzt weiter spekulieren will.... Vielleicht hat dieses Tier es aber niemals richtig gut bzw. noch "schlechter" als bei mir, denn es gibt sicherlich viele Menschen, die sich einen Hund holen, und sich vorher nicht so viele Gedanken machen wie ich??
Ansonsten hast Du meine volle Zustimmung, dass es den Tieren, Hund, Hase oder Katze einfach nur GUT gehen soll beim neuen Herrchen. Aber niemand vermag zu sagen, ob dies bei einem anderen Menschen eintreten wird.... oder??
@Piggy: Natürlich würde ich die Zeit für eine Hundeschule investieren... ich wäre z.B. auch bereit, wenn wir einen Hund holen würden, dafür 2 Wochen Urlaub zu nehmen, damit ich, gerade am Anfang, wirklich intensiv nur für ihn da sein kann!
Aber wie schon gesagt, so weit sind wir noch nicht und ich kann nur betonen, dass wir nichts unüberlegt machen werden!
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24.01.2007, 16:45Inaktiver User
AW: Hund - ja oder nein?
Engel, ich find es gut, dass Du Dich vorab erkundigst und auch im Forum nach den Meinungen anderer fragst - unüberlegt angeschaffte Tiere landen meist bald wieder im Tierheim. Wenn sie Glück haben. Wenn sie Pech haben, vegetieren sie beim Besitzer nur noch dahin, bis sie endlich sterben dürfen. Insofern: Schön, dass Du Dir vorher Gedanken machst

Vergiss die Vergleiche, ob der Hund es woanders besser oder schlechter haben könnte, es zählt nur DEINE Situation. Und die kann (derzeit) den Bedürfnissen eines Hundes nicht gerecht, der einfach weder lange allein bleiben will noch dafür geschaffen ist.
Versetz Dich mal in den Hund rein: Wärst Du gerne regelmäßig 9 Stunden allein, ohne Artgenossen, ohne Ansprache? Was ist, wenn der Hund z. B. zwischenzeitlich mal muss; er wird es sich verkneifen, wenn er "gut" erzogen ist, aber es wird eine Qual sein. Was soll er tun, wenn ihm langweilig ist?
Was ist, wenn Nachbarn sich über anhaltendes Gebell beschweren, weil der Hund einsam ist - was könntet ihr dann tun? Gäbe es dann eine rasche Lösung?
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24.01.2007, 17:00
AW: Hund - ja oder nein?
Also, 2 Wochen Eingewöhnung sind so gut wie nichts. Ich weiß nicht, wie weit du dich mit Hunden beschäftigt hast, aber du kannst keinen Hund in 2 Wochen erziehen und auf dich prägen. Schon gar keinen Hund aus dem Tierheim, da dieser mit schon fertig ausgeprägten Gewohnheiten und Ängsten zu dir kommen wird. Diese Ängste kennst du aber nicht und du wirst sie stückweise erst herausfinden oder abtrainieren müssen.
Zitat von Inaktiver User
Was machst du wenn der Hund zum Beispiel nicht alleine bleiben kann und jault? Ich garantiere dir, dass du ihn in 2 Wochen nicht soweit bekommst, dass er 9 Std. alleine daheim bleibt. Und zu der Freundin geben, würde ich dir nur raten, wenn der Hund erzieherisch gefestigt ist und wenn er dich 100 %ig als Rudelführer anerkennt. Ansonsten wird es immer Probleme mit der Rangordnung geben, da der Hund nicht in der Lage sein wird "sein" Rudel zu erkennen und "seinen" Rudelführer zu identifizieren.
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24.01.2007, 18:21
AW: Hund - ja oder nein?
Hallo Engel,
ich kann allen nur zustimmen, die Hundeanschaffung will sehr gutüberlegt sein. Wir haben, auf meinen Wunsch hin, seit 1 1/2 Jahren einen Hund. Ich bin Ersthundebesitzerin und war trotz aller Bücher zu blauäugig. Unser Hund kam als Welpe zu uns, ein niedlicher Mischling. Aber das liebe Tierchen war zuiemlich anstrengend und es hat sehr viel Zeit, Mühe und Geld gekostet, ihn zu erziehen. Und ich bin nicht berufstätig und unsere Tochter ist bereits 12 Jahre alt!d.h. ich konnte diese Ziwet auch investieren. er hat sich aber zum absoluten 'Traumhund' gemausert. Gehorcht prima, hat eine sehr hohe Reizschwelle die auch von lebhaften Kleinkindern noch nie auch nur annährend erreicht wurde (ich achte aber darauf, das es nicht zu viel wird), geht gerne auf Reisen, ist toll im Restaurant, gut mit anderen Hunden usw. und ein ganz toller Kunpel.Aber es war ein langer Weg und manchmal war ich soweit, zu sagen, es klappt nicht.
Was ich dir empfehglen kann: schaue dir verschiedene Hundeschulen an, mach dich mit ihren Erziehungsmethoden vertraut und besprich mit dem Trainer, dessen Methode die/euch am meisten zusagt, welcher Hund infrage käme, bzw. geht gemeinsam zum Aussuchen. Ich fand das Buch"Was mach ich bloss mit diesem Hund" sehr hilfreich. Bei uns hat es die Stadtbücherei, es ist nämlich nicht ganz preiswert.
edelgut
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25.01.2007, 00:08
AW: Hund - ja oder nein?
Hallo Engel!
Doch, das würde es. Mit Sicherheit. Du würdest erleben, wie das Zusammensein mit einem Hund ist ... und etwas realistischere Vorstellungen entwickeln, wie das Ganze bei Euch laufen könnte.
Zitat von Inaktiver User
Du musst ja auch nicht täglich hin, viele Leute gehen 1x oder 2x die Woche, weil sie nicht anders Zeit haben.
Für deinen eigenen Hund wirst Du mehr als 2-3 Stunden täglich Zeit haben müssen, also nutze die Chance und investiere diese Zeit wenigstens ab und zu in erste praktische Schritte im "Hundeleben"!
Du kannst nicht einfach ins Tierheim fahren, Dir einen unbekannten Hund mitnehmen und erwarten, dass Du ihn nach 2 Wochen 9 Stunden am Tag alleine lassen kannst. Das wird niemals funktionieren. (Ganz abgesehen davon: 9 Stunden ohne wenigstens einen Pipi-Gang halte ich für äußerst problematisch bis völlig daneben. Den Hund im Garten zu lassen, aber genauso (siehe Punkt Nachbarn und Gebell).)
Ich finds schön, dass Du Dir so viel Gedanken machst
(das solten viel mehr Leute tun), aber eben darum sieh bitte ein, dass Deine Arbeitszeiten eine vernünftige Hundehaltung einfach nicht zulassen. Könntest Du wenigstens in der Mittagspause nach Hause, um einen kurzen Gang mit dem Tier zu machen?
Das Argument "im Tierheim is auch nicht/weniger schön" zählt in meinen Augen nicht. Da ist der Hund wenigstens nicht 9 Stunden am Tag mutterseelenallein in einer für ihn fremden Umgebung und ohne wenigstens die Möglichkeit, zu pinkeln ...
(Ich bezweifle auch, dass Dir ein TH unter diesen Umständen einen Hund anvertrauen würde ... hast Du Dich da schon mal erkundigt?)
Deswegen sag ich ja: werd erstmal Gassigeher. Wenn Du da einen Hund erstmal besser kennen lernst, wäre das Heimholen und das "Hundesharing" mit Deiner Freundin schon viel weniger problematisch. Ich find die Sitterlösung gar nicht so schlecht. Kann gut funktionieren ... das kommt aber auf den Hund an - und auf Eure Beziehung. Und was das angeht, solltest Du Dir darüber klar sein, dass zwei Wochen nix sind zum Eingewöhnen. Bei unseren Hunden (beide aus dem Tierheim) hat es viel, viel länger gedauert, bis sie sich heimisch gefühlt haben - und monatelang, bis manche Probleme sich gelegt haben. Ich hab z.B. ein Jahr gebraucht, bis ich meine olle Jagdmaus im Wald ohne Leine führen konnte. Und das, wo ich praktisch 24 Stunden am Tag mit ihr zusammen bin und unsere Bindung (inzwischen) wirklich gut ist. Manche Dinge dauern ... und erfordern viel Zeit und Geduld. (Und ein quengelndes Baby kann man dabei nicht wirklich gebrauchen. Versteh mich nicht falsch - ich finds wunderbar, wenn Kinder und Hunde zusammen aufwachsen. Nur sollte die angstrengende Babyzeit nicht mit der anstrengenden Hundeeingewöhnungsphase zusammenfallen. Und der Hund sollte nach Möglichkeit aus den ganzen Trotz-, Flegel- und sonstigen Altern raus sein. Ich seh hier so oft total genervte junge Mütter mit Kinderwagen und rumspringendem, -bellendem Junghund ... macht kein Spaß. Ganz zu schweigen davon, dass die Kinder auch nicht immer Lust haben, durch den Wald gekarrt zu werden ...*plärr* ...
)
So, genug der weisen Worte. Ich finds echt ganz toll, dass Ihr einem Tierheimhund ein Zuhause geben wollt - nur bitte schaut, dass die Umstände auch wirklich passen. Wieder abgegeben zu werden hat nämlich kein Tier verdient!Geändert von Avocado (25.01.2007 um 02:44 Uhr)
Viele Grüße allerseits von
Avocado
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25.01.2007, 00:25
AW: Hund - ja oder nein?
Entschuldigung, ich hab den Beitrag aus Versehen 2x reingestellt ... sorry!
Geändert von Avocado (25.01.2007 um 02:42 Uhr)
Viele Grüße allerseits von
Avocado
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25.01.2007, 08:19Inaktiver User
AW: Hund - ja oder nein?
Hallo Avocado, in deinem Beitrag kann man deine Liebe zu Tieren wirklich nachempfinden, find ich richtig klasse
Du hast mir noch einige neue Aspekte aufgezeigt, die sicherlich richtig sind (z.B. Babyphase und Hundeingewöhnungsphase nicht zusammenlegen). Die Möglichkeit, in der Mittagspause nach Hause zu fahren, hätte ich sogar.. aber das ist wahrscheinlich trotzdem nicht wirklich gut! Im Grunde haben wir uns gestern darauf geeinigt, dass wir erst eine Lösung für die Betreuung während meiner Arbeitszeit finden möchten, bevor wir eine Hund holen. bzw. dann doch erst dann, wenn ich zu Hause bin, mal sehen....
Und vielleicht schau ich doch erst mal in einem Tierheim vorbei und guck mal, ob ich einen Gassi-Geh-Hund bekomme... Aber das jetzt loszulassen, fällt mir schon ganz schön schwer
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25.01.2007, 08:31Inaktiver User
AW: Hund - ja oder nein?
Doch, klar, in der Mittagspause nach Hause zu fahren wäre gut!
Wenn ich mal länger als sonst von zuhause weg bin, gebe ich meiner Freundin unseren Hausschlüssel und sie holt unseren Hund zum Gassigehen raus. Andersrum machen wir es genauso mit ihrem Hund. Wenn ein Hund schön ausgepowert ist und sich entleeren konnte, dann kann er auch wieder einige Stunde allein bleiben. Bloß ganz ohne Abwechslung, Spazierengehen oder Spielen, das ist nicht gut.
Die Verknüpfung zwischen "stundenlang zum Tierheim fahren" und "eigenen Hund betreuen" solltest du sehr wohl herstellen. Du brauchst nicht nur 2 bis 3 Stunden täglich Zeit für deinen Hund. Ein Hund ist immer um dich rum. Für zwei bis drei Stunden täglich Zeitnehmen braucht man keinen eigenen Hund! Außerdem sind zwei Wochen Urlaub nehmen wirklich alles andere als ein großes Opfer, sondern für mein Empfinden extrem wenig. Du kannst dir doch nicht einen wildfremden Hund ins Haus holen und dann erwarten, dass es nach 14 Tagen einfach so läuft!
Wenn du Tiere wirklich liebst, dann solltest du von deinem Wunsch noch etwas Abstand nehmen und auf günstigere Zeiten warten. Natürlich ist es gut, wenn du dir Gedanken machst. Dennoch bringt es nichts, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Allein sein ist für Hunde einfach nicht artgerecht, sie sind lieber im Rudel. Einige Stunden täglich, das ist bei den meisten Menschen nun einmal anders nicht machbar. Wenn man aber vorn vornherein feststellt, dass man sich komplett verbiegen muß, tägliche Fremdbetreuung von Anfang an einplanen muß und einem eine Menge Hundekenner abraten, dann sollte man sich erwachsen verhalten.
Deinen Hund kriegst du irgendwann, ganz bestimmt
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25.01.2007, 13:34Inaktiver User
AW: Hund - ja oder nein?
Engel,
viel ist bereits geschrieben worden, und auch ich finde es gut, dass Du Dich intensiv auseinander setzt.
Ich dachte mir, ich schreibe einfach mal auf, wie für uns - wir haben einen 7jährigen Rüden - so ein stinknormaler Tag ausschaut. Übrigens jeden Tag, seit 7 Jahren, und hoffentlich noch für mindestens weitere 8 oder 9, auch wenn das vermutlich eher illusorisch ist.
07:00 Uhr
Der Wecker klingelt, ich wanke in die Küche und koche mir einen Tee. Vierpfoter steht wedelnd vor mir - gehn wir jetzt raus? Ja? Nein? Erst Teetrinken? Na guuut..
08:00 Uhr
Ich weile halbwegs unter den Lebenden, pelle mich in meine Hundeklamotten (derzeit warme Bistretchleggings, dicke Socken, dicke Wetterhose, die natürlich wasser/windabweisend ist, dickes Fleeceshirt, Wetterjacke, Handschuhe), packe Leckerchen in meine Bauchtasche und den Dummy. Hund wird angeschirrt, es geht raus. Wir laufen ein paar Kilometer durch den Wald, teils querfeldein. Es ist saukalt, ausserdem stellenweise sehr rutschig da vereist oder matschig. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Übungseinheiten - Grundgehorsam, Nasenarbeit (Dummy verstecken, Hund muss ihn suchen, Spuren legen, Hund muss absuchen etc), Mini - Agility im Wald (Hindernisse, Baumstammlaufen, unter etwas durchkriechen etc), Spieleinheiten.
ca 09:30:
Haben fertig. Hund abrubbeln/mit Noppenhandschuh abbürsten, Pfoten säubern. Klamotten ausziehen. Hund füttern.
Ruhe bis mittag, durchbrochen von kleineren Spiel/Streicheleinheiten, z.B.Suchspiele in der Wohnung.
13:00 Uhr: Pipirunde, also kleine Mittagsrunde, einmal Sportplatz und zurück, es reichen normale Klamotten, es sei denn, es saut.
16:30 Uhr (im Sommer natürlich später):
Hundeklamotten anziehen, raus auf grosse Runde Nr. 2, Ablauf ähnlich wie oben.
Um ausreichend Kontakt zu anderen Hunden zu gewährleisten, müssen Runde 1 oder 2 regelmässig durch organisierte Hundespaziergänge oder Übungen auf dem Hundeplatz ersetzt werden. Hier auf dem Land ist es nämlich keine Selbstverständlichkeit, andere Hunde zu treffen, und es gibt auch keinen festen Hundeauslauf, auf dem man automatisch andere Hunde trifft. Bedeutet: andere Hundebesitzer kennen oder kennenlernen, mit diesen regelmässig Treffen organisieren.
ca 18:00 Uhr:
Haben fertig. Hund säubern, Klamotten wechseln, Hund füttern.
23:00 Uhr:
Nachtpipirunde
All das findet JEDEN Tag statt, bei jedem Wetter und auch im Urlaub. Bin ich krank, kann eine Runde schon mal kleiner ausfallen, oder ein Nachbar springt ein.
In den ersten beiden Jahren gab es an einem Nachmittag pro Woche ausserdem Hundeschule - d.h. ein ganzer Nachmittag war letztlich regelmässig damit "belegt".
Mein Hund ist selten mehr als drei Stunden am Stück allein, und das auch gewiss nicht täglich. Egal was ich plane - immer muss ich zuerst an ihn denken, dafür sorgen, dass er versorgt ist. Das schränkt spontane Aktionen durchaus stark ein. Natürlich können wir abends ins Kino, Theater, zu Freunden, Essengehen - Hundi bleibt dann problemlos allein, aber BIS er das konnte, hat es ein paar Monate Übung gebraucht, davon musst Du bei einem Tierheimhund ebenfalls ausgehen. Und auch dann kannst Du nicht einfach die ganze Nacht wegbleiben, sondern hast nur ein bestimmtes Zeitfenster.
Urlaub geht nur mit Hund, es sei denn, Du willst und kannst ihn abgeben. Das geht mit manchen Hunden nur sehr schlecht - mein Dicker beispielsweise ist so an uns gebunden, dass er, wenn wir ihn "abgeben", und sei es auch zu Freunden, das Futter verweigert, und zwar über Tage. Wir können nur ohne ihn weg, wenn jemand hier ins Haus kommt, so dass er zumindest seine gewohnte Umgebung hat.
Urlaub mit Hund beschränkt sich eher auf gemietete Häuschen oder FeWo. Hotel geht zwar auch, ist aber nicht wirklich erholsam, wie ich finde. Wenn Du Pech hast, irritiert es Deinen Hund masslos, dass er im Hotel andere Menschen ständig hören, aber nicht sehen kann. Er gibt dann Laut oder heult, weil er sich isoliert im Hotelzimmer einsam fühlt, während draussen ja ganz eindeutig was "los" ist.
Dein Hund ändert nicht nur Deine Lebensgewohnheiten, sondern auch Deine Garderobe. Du gibst viel Geld für feste Schuhe, regen/windfeste Übergarderobe, warme Jacken, Bauchbeutel, Geschirre, Leinen, Dummies aus. Du kaufst Hundedecken, Körbe, vielleicht sogar RidgiPads.
Die Lust, aufgerüscht und mit chicen Pumps irgendwo auf Diva zu machen, nimmt peu a peu ab - es ist einfach unpraktisch, wenn der nächste Hundespaziergang quasi ständig in greifbarer Nähe ist.
Haus, Inventar, Garderobe und Mahlzeiten sind unvermeidlich immer wieder von Hundehaaren garniert, die auch in der Waschmaschine nicht zuverlässig verschwinden. Nach dem Putzen ist vor dem Putzen - bereits 5 Minuten,nachdem Du den Putzklüngel weggeräumt hast.
Du musst Bescheid wissen über Hundeverhalten (lesen, lernen, üben) musst vorausschauend spazieren gehen, Interaktionen von Hunden verstehen und steuern, lernen, wie Du am besten mit anderen Menschen umgehst, die vielleicht Angst haben, oder ungeübt sind, so dass Deinem Hund nichts passiert.
Kann man sich Hundepflichten mit anderen teilen, erleichtert dies das Ganze natürlich. Bei uns ist es so, dass ich zu 90 % für den Hund da bin.
Den Hund häufiger abzugeben kann klappen (muss aber nicht.. Trennungsängste sind häufige Probleme bei Hunden), aber es bedeutet eben auch, dass andere Menschen Deinen Hund erziehen - da muss man sich schon sehr einig in Sachen Methodik, Kommandos und Thema erlaubt/nicht erlaubt sein, damit das ohne Reibereien klappt.
Wenn Du all dies wunderbar findest, gewährleisten kannst, und Dich sogar darauf FREUST - super!
Falls Du Zweifel hast: Lass es. Nichts ist für einen Tierheimhund schlimmer, als nach einer kurzen Phase des "Glücks" dann doch wieder im TH zu landen.
Und falls es doch ein Welpe sein soll: Potenziere die oben beschriebenen Abläufe mit Faktor X - ein Welpe / Junghund braucht in den ersten Jahren locker dreimal soviel Aufmerksamkeit, Beschäftigung und Lernzeit wie ein bereits gesetzterer Hund.
Grüssle
SeawaspGeändert von Inaktiver User (25.01.2007 um 13:41 Uhr)


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