Meine 8-monatige Kromfohrländer - Hündin durchlebt gerade ihre erste Läufigkeit.
Da es mein erster Hund ist, ist das natürlich auch für mich eine neue Erfahrung.
Sie ist zur Zeit sehr zärtlichkeitsbedürftig, dürfte aber keine Schmerzen haben.
Nun überlege ich, ob ich sie nach der Läufigkeit kastrieren lassen soll. Ich will ja nicht züchten.
Ich habe schon einiges darüber gelesen, von Verhinderung gewisser Krebsarten bis zu möglicher Inkontinenz, Gewichtszunahme und schlechtem Fellzustand nach einer Kastration.
Natürlich will ich auch keinen ungewollten Nachwuchs. Nichts gegen niedliche Mischlinge, aber ich will eben keine Zufallspaarung. Um reinrassige Kromfohrländer - Welpen zu erhalten, müsste ich viele Hunderte Km fahren, abgesehen von den notwendigen Dingen für eine Zuchtzulassung.
Abgesehen davon habe ich nicht die Zeit und das nötige Wissen dafür, zumindest in der Gegenwart.
So frage ich euch über eure Erfahrungen mit der Kastration von Hündinnen. Seid ihr eher dafür oder dagegen?
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Thema: Hündin kastrieren lassen?
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07.01.2017, 19:07
Hündin kastrieren lassen?
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07.01.2017, 19:24
AW: Hündin kastrieren lassen?
Hallo Honey - jetzt musste ich erstmal gugeln - die Rasse....- süß!
Ich habe damals meine Hündin nicht kastrieren lassen - sie erschien meiner TA zunächst zu zart - und später hielt sie es aus medizinischer Sicht nicht mehr für sinnvoll, weil es dann keine Vorteile mehr bringt hinsichtlich der Erkrankungen. So blieb sie unkastriert und hatte immer "einen besonderen Status" auf der Hundewiese. Sie war kein "Neutrum" , die Rüden mochten sie durchweg alle - die kastrierten Hündinnen respektierten sie meistens. So war mein Eindruck.
Der Nachteil - sie hat im höheren Alter Tumore an den Milchleisten entwickelt - habe beide entfernen lassen müssen - und später auch eine offene Pyometra bekommen. Aber sie ist immer noch am Leben und ein wacher, am Leben interessierter Hund - schönes Fell hat sie, ist schlank und .... ;-) ....inzwischen weise.
Einen allgemein gültigen Tipp kann ich Dir leider nicht geben. Ich würde eine Hündin jedenfalls nicht kastrieren lassen und die Nachteile in Kauf nehmen. ...Es ist schon manchmal lästig, eine unkastrierte Hündin in den geplanten Urlaub mitnehmen zu müssen - man weiss ja nicht so genau, was einen am Urlaubsort erwartet - und ob man Rüden in dieser Zeit gut aus dem Weg gehen kann.
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08.01.2017, 07:46
AW: Hündin kastrieren lassen?
Danke, missani! Einen Tumor können auch Frauen bekommen, trotzdem lassen sich nicht alle gleich vorsorglich sterilisieren.
Aber ich weiß nach wie vor nicht, was ich tun soll.
Die Hündin meiner Tochter hat bei der Läufigkeit sehr gelitten, sie durfte sie nicht einmal am Bauch berühren, weil sie scheinbar starke Schmerzen hatte. Meine Tochter hat gemeint, sie wolle ihr das in Zukunft nicht mehr antun, und sie kastrieren lassen. Meiner Hündin geht es aber nicht schlecht, also...???
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08.01.2017, 11:26
AW: Hündin kastrieren lassen?
so ist es - auch eine kastrierte Hündin kann Tumore bekommen an den Milchleisten...
Schmerzen hatte meine Hündin nie - und in der Zeit der Läufigkeit bin ich 1. weniger und 2. nur einsame Wege mit ihr gegangen....Es gab nie einen Vorfall, dass ein Rüde sie bedrängt hätte....
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08.01.2017, 11:57
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08.01.2017, 12:00
AW: Hündin kastrieren lassen?
Hallo,
ich habe mit der Kastration einer Hündin keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wir haben unsere Hündin früh, also vor der ersten Hitze, kastrieren lassen. Es hat sich in keiner Beziehung negativ ausgewirkt und wir hatten lange Jahre Freude an und mit dem Tier (Als Haustier nicht zu gebrauchen, als Familienmitglied unverzichtbar, geklaut bei Johannes Rau).
Gruß
W.Be yourself no matter what they say (Sting).
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08.01.2017, 12:44
AW: Hündin kastrieren lassen?
Ich war früher eine absolute Befürworterin der Kastration von Hündinnen, und dies aus verschiedenen Gründen:
- Reduktion des Mammakarzinomrisikos um nahezu 100%, wenn vor der 2. Läufigkeit kastriert wird. Inzwischen weiß ich, dass es sich um die Reduktion des relativen Risikos handelt und das nicht bedeutet, dass jede ündin ohne Kastration an einem Mammkarzinom erkranken würde. Und doch kenne ich in meinem näheren privaten Umfeld einige Hündinnen, die mit 5 oder 6 Jahren aufgrund einer Lungenmetastasierung nur weinige Monate nach der OP der Primärtumoren gestorben sind. Die Häufung mag Zufall sein.
- Keine Pyometra, die doch nicht selten ist und im Fall einer geschlossenen Pyometra lebensbedrohlich ist. Da habe ich zuviele gesehen und zuviele OPs miterlebt: Gebärmutterhörner voller Eiter und dick und prall wie Fahrradschläuche, die OP immer unter Notfallbedingungen (weil das Gros der Hündinnenbesitzer die anfangs diskreten Anzeichen nicht richtig deuten kann), septische Verläufe mit Multiorganversagen etc. Natürlich bekommen längst nicht alle unkastrierten Hündinnen eine Pyo - aber da hat mich das Erlebte nachhaltig geprägt.
Meine Zweithündin wurde mit über 6 Jahren kastriert. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Gebärmutterhörner enthielten nicht wenig Flüssigkeit - das hätte sich schnell weiterentwickeln können. Abgesehen war ihr Aggressionspotential während der Läufigkeit ganz schön hoch. - Dann kommen noch die Lebensbedingungen hinzu: Hundedichte in der Gegend, evtl. Mehrhundehaushalt mit Rüden.
Ich hatte über sehr lange Zeit immer intakte Rüden, die in den Läufigkeitssaisons sehr gelitten haben. Und ich halte die Kastration von Rüden immmer noch für den folgenreicheren Eingriff.
Meine Angsthündin ist extrem früh kastriert worden, das passiert im Tierschutz leider sehr oft. Die Naht war noch vor dem Zahnwechsel (ca. 4 oder 4,5 Monate war sie da) vollkommen verheilt und es wuchsen schon wieder Haare! Also wirklich als Baby! Ein Unding bei einem Hund, der innerhalb der Möglichkeiten eine Entwicklung nachholen muss!
Sie ist nie richtig erwachsen geworden. Möglicherweise hätte sie bessere Chancen gehabt, mit ihren Ängsten umzugehen, wenn sie nicht oder erst als erwachsener Hund kastriert worden wäre. So ist sie ein inzwischen 6-jähriges Baby, immer noch irgendwie unfertig.
Ich habe mich von der absoluten Befürworterin wegbewegt, würde jedoch für meine Situation wahrscheinlich die Kastration nach der ersten, maximal zweiten Läufigkeit vorziehen. Ich lebe in einer Stadtrandgegend mit sehr hoher Hundedichte. Dazu kommt die Pyometra-Hysterie.
Es ist immer eine Frage der Abwägung aller Faktoren, man kann nicht nur Pro oder Contra sehen. Wie immer im Leben.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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08.01.2017, 14:37
AW: Hündin kastrieren lassen?
Danke für eure Antworten! Ich werde mir das alles durch den Kopf gehen lassen und mich dann entscheiden.
Zur Zeit macht es weder mir noch meiner Hündin etwas aus, wenn ich keine langen Spaziergänge unternehme. Es schneit so dicht, dass ich glaube bald eingeschneit zu sein. Solltet mal meine kleine Hündin sehen, wie sie sich nur mit Gazellensprüngen weiter bewegen kann

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08.01.2017, 14:57
AW: Hündin kastrieren lassen?
Ein sehr lesenswerter Artikel bezüglich der Kastration. Vielleicht hilft Dir das bei Deiner Entscheidung.
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951
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08.01.2017, 15:21
AW: Hündin kastrieren lassen?
Lies mal hier
http://www.poodle-of-the-curly-futur...kastration.pdf
und hier: Vortrag Kastration - Hundeforum
www. hundezeitung.de/threads/9959-vortrag-kastration?p=147807&highlight=Kastration+ganslo%DF er#post147807]
Das wird sicherlich deine Entscheidung bezüglich (bzw. gegen eine) Kastration erleichtern.Geändert von katelbach (09.01.2017 um 17:15 Uhr) Grund: Dierektlink entfrnt, weil kommerzielle Angebote auf der Seite


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