Auch von mir ein Link:
www. tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951
Ich würde ohne trifftigen Grund nicht kastrieren lassen.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 35
Thema: Hündin kastrieren lassen?
-
09.01.2017, 17:11
AW: Hündin kastrieren lassen?
Geändert von katelbach (09.01.2017 um 17:17 Uhr) Grund: Direktlink entfernt, da kommerzielle Angebote auf der Seite
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
-
11.01.2017, 08:07Inaktiver User
AW: Hündin kastrieren lassen?
Wenn du dich über die Auswirkungen der Kastration informieren willst, kann ich dir dieses Buch ans Herz legen.
-
11.01.2017, 09:31
AW: Hündin kastrieren lassen?
Dieses Buch zu lesen ist auf jeden Fall sinnvoll, Kastration kann sehr gravierende Auswirkungen haben und ist irreversibel. Auch wenn es natürlich trotzdem gemacht wird, das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt die Kastration ohne medizinische Indikation eigentlich nur zur Verhinderung unerwünschter Fortpflanzung und die ist in Deutschland heutzutage nun eigentlich wirklich beim Hund kein Grund mehr. Ich halte schon seit sehr langer Zeit intakte Hunde beiderlei Geschlechts zusammen, auch das geht mit ein bisschen gutem Willen problemlos. Wir reden schliesslich nur von 4-5 Tagen 1-2 x im Jahr
-
11.01.2017, 11:48
AW: Hündin kastrieren lassen?
Ich habe meine Hündin kurz vor der zweiten Läufigkeit kastrieren lassen. Für mich war klar, dass ich sie mindestens sterilisieren lasse... sicher ist sicher. Allerdings war ihre erste Läufigkeit dann "anstrengend" für uns beide. Sie hat schon Wochen vorher attraktiv für Rüden gerochen, ebenso danach. Sie hat drei Wochen durchgehend geblutet, nur mit minimalen Änderungen. Man konnte also auch nur schwer erkennen in welcher Phase sie sich aktuell befand.
Das größte Problem war aber die Abwehr der Rüden. Um fremde Hunde macht meine Hündin am liebsten einen Bogen. Allerdings war das in der Zeit die Schwierigkeit. Also begann sie sich zu wehren, ich konnte ihr wenig helfen dabei, hab es aber versucht. Und dieses Verhalten blieb auch noch nach der Läufigkeit. Wir haben lange gebraucht um das wieder einigermaßen hinzubekommen und arbeiten immer noch daran.
Wir hatten also mit der Läufigkeit so ca. 2 Monate Stress. Abgesehen natürlich von ihrer Verhaltensänderung, es ging schon in Richtung Aggression, die immer noch Schwierigkeiten macht.
Ihre Kastration ist jetzt fast vier Monate her und so langsam nimmt ihre Attraktivität ab.
Das war jetzt natürlich nur eine Kurzfassung.
Zur Ehrenrettung der Rüden: Die wirklich gut erzogenen Rüden haben meine Hündin nicht massiv bedrängt. Die haben eine Ansage von ihrem Halter bekommen und haben dann nur noch den Geruch mit etwas Abstand "genossen", auch wenn es ihnen sichtbar schwer fiel.
Das war interessant zu beobachten.
Ja, dann hätte ich sie auch nur sterilisieren lassen... oder es vielleicht auch ganz gelassen.
-
11.01.2017, 11:50
AW: Hündin kastrieren lassen?
Das würde mich interessieren.
Meine früheren Hunde waren Rüden und zwar keine hypersexuellen. Aber bei jeder läufigen, läufig werdenden, läufig gewesenen Hündin in der Umbegung waren sie sehr durch den Wind. Mit nächtlichem Jammern und Durchfällen, manche haben lang nichts gefressen (nicht die Goldens natürlich
).
Das ganze um die 6 Wochen Minimum und oft ohne die betreffenden Pheromon-Verbreiterinnen je getroffen zu haben. Schlimm waren natürlich die Begegnungen mit den superlecker duftenden Hündinnen, die zur Hauptspaziergehzeit mitten durch die Hundemassen des Stadtparks geführt wurden oder sich in die Hundegruppen mischten.
Abgehauen wären sie allerdings nie.
Bei meiner Angsthündin hätte ich gern eine Entscheidungsmöglichkeit gehabt. Aber sie war schonals Welpe in Rumänien kastriert worden - viel zu früh und das bei einem traumatisierten Hund (Deprivation)!Geändert von katelbach (11.01.2017 um 11:58 Uhr)
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
11.01.2017, 13:35
AW: Hündin kastrieren lassen?
Ich würde sie auf jeden Fall kastrieren lassen, vielleicht nicht gleich sofort.
Meine Terrier Hündin wurde letztes Jahr mit 14 Jahren operiert, weil sie oft kurz vor einer Entzündung stand und am Schluss die Läufigkeit nicht mehr aufhörte über Monate. Sie hatte standing Ausfluss, rötlich, weisslich. Ich hatte standing Angst.
Die OP war ein hohes Risiko, ich habe wochenlang nur geheult aber sie hat es gut geschafft, Nach der OP kam sie mir entgegen gelaufen, und nach einer Woche war sie wieder fit. Es war eine riesige Narbe (ich glaube bei jüngeren Hündinnen geht das heute mit einem kleinen Schnitt).
Meine Maus hat sich so gequält, das würde ich ihr nie wieder antun. Sie war schlapp, hatte Fieber usw. Und nun geht es ihr prima, sie wird dieses Jahr 15.
Ich habe den Eingriff in einer Klinik machen lassen, in der auch alle Mittel zur Verfügung stehen und in der die ganze OP über das Herz überwacht wurde, das haben die Tierärzte normalerweise nicht.
Alles Liebe und viel Gluck
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
-
11.01.2017, 13:57Inaktiver User
AW: Hündin kastrieren lassen?
@ Jagdhund:
Würdest du einem Hund mit gleicher Begründung auch Analdrüsen, Zähne oder Organe entfernen lassen?
Oder würdest du dir selbst präventiv die Gebärmutter entfernen lassen, weil eine Freundin oder Verwandte im Alter eine Gebärmutterentzündung hatte? Oder die Brüste, weil du dich vor Brustkrebs schützen willst?
-
11.01.2017, 14:18
AW: Hündin kastrieren lassen?
*lach* mich auch...
Wir hatten hier auch schon die Kombi Rüde/Hündin beide unkastriert und das war gelinde gesagt eine echte Katastrophe. Schon 2-3 Wochen vorher war die Hündin für Rüden sehr interessant, grundsätzlich kein größeres Thema, da sie sich durchsetzen und wehren kann, es macht ihr nicht so viel aus.
Die drei Wochen während ihrer Läufigkeit und mind. 1 Wo danach, war der Rüde eine einzige Heulboje
, er ist ihr nur am Rockzipfel geklebt und hat gewinselt. Als wir sie zum Gassigehen und nachts trennen mussten (wir konnten den Zeitpunkt nur vermuten, da Madame sehr gleichmäßig geblutet hat) hat er lautstark geheult und sie gefiepst (kein Kommentar zu unseren Terassenscheiben die beidseitig eine dauerhafte Nasendeko hatten). Manchmal war es urkomisch (ich hab zum Beweis für die Nachwelt tolle Videos von dieser Szenerie) aber unsere Nerven lagen echt blank.
Kurzum, das haben wir uns noch ein zweites Mal angetan, aber nachdem die Hündin dann auch noch ihren Zyklus von 6 auf 4 Monate verkürzt hat, war der Ofen aus. Da der Rüde später dazu kam und die Hündin bereits den Zeitpunkt einer (je nach Meinung) krebsvorbeugenden Kastration überschritten hatte (2 Jahre), wurde der Rüde kastriert (zumal kleinerer Eingriff).
Mit unserer früheren kastrierten Hündin hatten wir wenig Probleme durch die Kastration (außer leichte Inkontinenz). Bisher haben wir aber auch keine Probleme ohne diese (von o.g. mal abgesehen). Ich würde daher auch weiterhin mich nicht mehr für eine Kastration entscheiden und hoffe einfach, dass es auch im Alter zu keinen Problemen kommt. Falls doch, würde ich die Entscheidung bei der nä Hündin evtl nochmal überdenken, aber das bleibt abzuwarten.
-
11.01.2017, 14:18
AW: Hündin kastrieren lassen?
Nein, würde ich nicht. Ich sagte, ich würde es meiner Hündin nicht nochmal antun und es dazu kommen lassen.
Meiner Hündin geht es viel besser, aber die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen. Ich wollte auch keine Anweisungen geben, es wurde um Rat gefragt.
Ich schrieb auch, dass ICH es auf jeden Fall machen lassen würde. Dazu stehe ich auch.
Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, habe viele Meinungen von Tierärzten eingeholt, mich beraten lassen.
Und es geschah auch nicht aus Bequemlichkeit. 14 Jahre lang standen die Rüden sogar in unserem eingezäunten Garten. Ich wollte sie nie kastrieren lassen, obwohl die Tierärzte oft auf die Gefahr einer Gebärmutterentzündung hingewiesen haben. Aber für sie war es die falsche Entscheidung.
Deshalb musst du mich nicht gleich so angehen.Geändert von Jagdhund (11.01.2017 um 14:24 Uhr)
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
-
11.01.2017, 14:49
AW: Hündin kastrieren lassen?
Ich habe meine Huendin kastrieren lassen, einfach weil ich es nicht geschafft habe, waehrend der Laeufigkeit entsprechend auf sie aufzupassen. Selbst wenn sie an der Leine war, haben es noch die Rueden geschafft, auf sie loszugehen. Meine lieben Nachbarn haben ihre Hunde einfach nach draussen gelassen, es liefen immer 2 - 3 Hunde frei rum, wenn ich die Huendin nach draussen brachte. Und sie hatte dann Angst vor der geballten Aufmerksamkeit der Rueden und fuehlte sich total bedraengt. Es war eine Qual fuer sie, und es war nciht zu erwarten, dass die Nachbarn Vernunft annehmen.
Ich wollte absolut nicht züchten, warum auch.
Also Kastration und dann war der Friede wieder hergestellt.Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
Youtas
Das Schönste an mir bin ich.


Zitieren
