@Rezeptfrei: Deine Begriffe lassen etwas viel Raum für Interpretation...
Was verstehst du denn unter "Nähe anbieten", "kommentarlos hinnehmen"...
Was bedeutet es denn, wenn mein Hund A in seinem Bettchen schläft und sich mein Hund B irgendwann dazu legt obwohl sein Bett genau daneben steht und Hund A trotz der plötzlichen Enge nicht wegläuft, nur kurz mit der Rute wackelt, evtl. sich noch etwas in seine Richtung oder sich auf den Rücken dreht und weiter pennt trotz Zwangskuscheln mit Hund B? Gilt auch für die umgekehrte Reihenfolge A zu B ins Bett.
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07.01.2017, 14:23
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
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07.01.2017, 14:30
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
@TM
du schreibst, deine Hündin fand es doof... wie hat sie denn gezeigt, so wie poca's Hund oder anders?
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07.01.2017, 14:59Inaktiver User
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Wobei "kurz mal mit der rute wackeln" nicht zwingend heissen muss: "ich freue mich".
Sondern es kann auch heissen "ich bin genervt". Oder "ich bin beunruhigt".
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Schwanzwedeln beim Hund IMMER bedeuten würde, der Hund sei freudig aufgerecht und gut gelaunt.
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07.01.2017, 15:11
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Auch das Schwanzwackeln ist Situations- und Hundeabhängig mMn und kann man am besten einschätzen, wenn man den Hund lange kennt und Reaktionen in verschiedenen Situationen kennt.
Schwanzwackeln wenn Hund im Bett döst und ein anderer bekannter Mensch/Hund kommt dazu, ohne weitere "Fluchtreaktion", kann sicher auch nicht einfach so als "ich bin genervt" interpretiert werden. Da ich dauerwackelnde Hunde habe, sollte ich das schon unterscheiden können, wann es was bedeutet (bei meinen Hunden). Sonst müsste ich sie als dauergenervt in Therapie bringen ;))
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07.01.2017, 15:57Inaktiver User
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Nähe anbieten heißt, dass ich mich z.B. auf das Sofa setze und den Hunden verbal oder per Handzeichen zu verstehen gebe, dass sie sich neben mich legen können.
Kommentarlos hinnehmen heißt, dass der Hund nicht knurrt oder motzt, wenn er im Schlaf vom Menschen gestört wird.
Was dein Beispiel mit den Hunden anbelangt: Gerade die Kommunikation zwischen Hunden läuft so schnell und minimalistisch, dass sie dem menschlichen Auge sehr leicht entgeht. Dass Du keine Reaktion des liegenden Hundes siehst, bedeutet also lange nicht, dass es im Vorfeld keine Kommunikation zwischen den Hunden gab.
Wenn meine Hündin döst und mein Rüde sich dazulegen will, reagiert sie minimal und sogar ohne sich zu bewegen. Die Tasthaare, die vorher entspannt am Maul angelegt waren, spreizen sich ab, die Stellung von Ohren und Mundwinkel verändert sich einen Tick und schon weiß der Rüde, dass er nicht erwünscht ist und dreht ab. Ein Mensch, der das nicht erkennt, sieht in der vermeintlichen Regungslosigkeit vielleicht eine Einladung und deutet die anschließende Beschwichtigung als Zuneigung des Hundes.
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07.01.2017, 16:19
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Jetzt muss ich kurz überlegen, schließlich bin ich schon auf dem Weg der Besserung

Sie dreht den Kopf etwas weg, die Augen werden dezent größer und sie züngelt. Wenn's wirklich arg war bewegt sie sich leicht rückwärts. Sei es nur kurz der Kopf oder das Gewicht nach hinten verlagert. Zweiteres eher zu ahnen als zu sehen wenn sie liegtGrüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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07.01.2017, 16:43
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Leider aber auch bei Hundehaltern sehr verbreitet.
Eine Freundin hat seit Anfang letzten Jahres eine, jetzt achtjährige, Foxterrier-Hündin. Musste beim Vorbesitzer separiert werden, weil der Rest der Meute auf sie los ging. Ab und an hat aber irgendein Depp die Türen aufgelassen und die Kleine wurde wieder zerbissen. Das letzte Mal zwei Tage bevor meine Freundin sie holte.
Die Hündin findet fremde Hunde erst mal richtig blöd. Wird aber immer besser und sie kennt jetzt auch schon einige Hunde mit denen sie prima auskommt.
Gut, wir laufen in den Flußwiesen, extra 150-200m Abstand zum Weg weil dort zwei andere HH laufen. Mit den zwei kleinen der einen HH kommt sie klar, aber die zwei Aussies der anderen kennt sie nicht.
Die Aussies geben Gas und jagen sie bis zum oberen Weg, immerhin ließen sie sich dann endlich mal abrufen, ein paar Meter weiter ist die Straße. Ohne meine Anwesenheit wäre meine Freundin wahrscheinlich hysterisch geworden. Sie ist halt schon achtzig, hat nicht das beste Nervenkostüm und hängt sehr an dem Hund.
Gut, die Aussies weg, aber der Hund lies sich nicht ran rufen. Normalerweise steht sie beim ersten Pieps da. Nix, weniger als 100m waren nicht drin. Durch sorgfältige Routenauswahl kam sie dann irgendwann doch ran.
Dann kamen wieder die anderen zwei HH dazu, immerhin die Aussies angeleint. Ging sogar mit relativ knappem Abstand. Wurde dieser unterschritten ist Foxer allerdings ausgetickt. (Die Aussie-Halterin wollte unbedingt reinprügeln, dass ihre Hunde nichts tun.
Ja, tun sie auch nicht, aber so bekommt sie Foxer nicht überzeugt)
Jedenfalls meinte die andere HH "Kann nicht so schlimm sein, die wedelt ja mit dem Schwanz!"
War ich vorher der Meinung die beiden HH hätten einigermaßen Ahnung von Hunden, hat sich diese Meinung von beiden relativiert!
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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07.01.2017, 17:26
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Ich beobachte meine Hunde sehr genau, zudem sind wir 24/7 zusammen. Wenn der Rüde sich dazu legt, reagiert die Hündin nicht wirklich, maximal wird kurz ein Auge aufgemacht, um zu sehen wer da kommt oder eben das kurze Schwanzwackeln etc., weder Ohren noch Maul verändern sich, wenn sie gerade entspannt döst. Der Rüde legt sich daneben, er sollte wohl verstehen, wenn sie es nicht will, so schreibst du es ja auch. Wenn ich mich dazu lege, gibt es keinen Unterschied in der Reaktion, also kann ich es auch nicht so interpretieren, dass sie es nicht will, sonst müsste ich ja annehmen, dass selbst der Rüde die Hundesprache nicht beherrscht.
Ich verstehe einfach nicht, wieso man immer grundsätzlich davon ausgehen muss, dass der Hund zu einem kommen soll, wenn er was will und dass man selbst nicht hingeht sondern ihn nur einlädt zu kommen. Das ist mir viel zu allgemein, wie so vieles hier.
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07.01.2017, 17:41Inaktiver User
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Allgemein ist hier gar nichts.
Hier tragen Hundemenschen ihre Erfahrungen zusammen, und zwar ohne Absolutheitsanspruch. Wir können die Hunde nicht befragen, wir können nur beobachten, und aus diesen Beobachtungen Schlüsse ziehen. Diese können zutreffen - oder auch nicht.
Beschreibungen von Hundeverhalten sind kaum hilfreich, denn niemand kann wissen, welche Elemente wie gezeigt wurden, da ein Bericht eben subjektiv ist. Besser wäre, wenn man das Verhalten auf einem Video sehen könnte. Da wir das hier aber nicht können, sind sämtliche Anmerkungen spekulativ, und müssen das auch bleiben. Es obliegt letztlich den einzelnen Haltern, was sie aus den Vorschlägen, die hier eingebracht werden, für sich heraus ziehen.
Hundeverhalten ist im übrigen NIEMALS allgemein, sondern immer individuell.
Rezeptfrei hat darüber hinaus mit keiner Silbe erwähnt, dass es verboten sei, seinerseits auf den Hund zuzugehen und Kontaktangebote zu machen. Allerdings übersehen sehr viele Hundehalter, wenn ihr Tier ihnen mitteilt: Och weisste - momentan lieber nicht. Manchmal übersehen sie das sehr lange. Und in traurigen Fällen kommt es dann irgendwann zu einem Vorfall, der meist zu Lasten des Hundes ausgeht.
Wenn mehr Menschen ein Bewusstsein für die feine Kommunikation der Hunde entwickeln, passiert so etwas vielleicht seltener, und die Kommunikation insgesamt verbessert sich.
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07.01.2017, 17:53Inaktiver User
AW: Die Sprache des Hundes: Lernt, was Euer Hund Euch mit seinem Körper mitteilt!
Chironex hat bereits geantwortet, da kann ich mir meinen Text ja sparen.



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