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    Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Hallo, meine Golden Retriever Hündin ,, Mary" ,Gewicht 30 kg,
    (sie wird im Februar 2017) 13 Jahre alt, hat seit September 2016 Epilepsie.
    Ausgelöst durch ein Spot-on gegen Flöhe, 2 Tage später kamen die Anfälle. Sie war immer ein gesunder Hund und die Blutwerte ( Niere, Herz, Leber....) sind auch alle gut.
    Ich bin mit Impfungen, Entwurmungen und dem ganzen Chemie Dreck immer vorsichtig und mache nur das Nötigste ( z.B. Tollwut impfen, lasse Kot auf Würmer untersuchen...)
    Spot-on hat sie vielleicht 4x in ihrem Leben drauf bekommen, und das nur wegen Flöhen, da die in ihrem Fell sonst ja nicht wegzubekommen sind. Jetzt habe ich dafür, allerdings zu spät, Kieselgur gefunden. ( Ich habe 3 Hunde und eine Katze).
    Ich BARFE seit Jahren....
    Nun zu meinem Anliegen, Mary bekam im September Luminal 100 mg. Morgens eine halbe und abends eine halbe. Dann bekam sie wieder Anfälle, also bekam sie abends auf eine dreiviertel Tablette erhöht.
    Nun hatte sie vom 09.12.16 mittags bis 10.12.16 Morgens (ca. 10 Uhr) eine Serie von Anfällen. Alle ca. 3 Stunden.
    Also bin ich gestern wieder zum Tierarzt, dieser hat dann gesagt sie verträgt das Luminal nicht, da trotz Erhöhung wieder Anfälle kamen. Also hat er mir jetzt Primidon 250 mg und Keppra 250 mg mit gegeben. Davon soll sie jeweils 3x täglich eine bekommen, das sind
    1500 mg Epileptika. Ich finde das für zu viel. Ihr geht es nicht gut, mit den Luminal Tabletten hatte sie schon Probleme zu gehen, mit diesen hier ist es noch schlimmer. Durch ihr Alter hatte sie eh schon leichte Probleme mit Treppen ( wir haben nur 3 Stufen) oder langen Spaziergängen. Aber jetzt fällt sie beim Pippi machen um und macht das teils im Sitzen oder sogar im Liegen. Sie kommt dann fast nicht mehr hoch. Zudem ist sie nur noch am fiepsen, es muss ihr schlecht sein (hatte erbrochen) ganz zu schweigen vom Schwindel. Sie kann mir ja nicht sagen was alles weh tut, die Tabletten haben eben viele Nebenwirkungen.
    Ich will morgen nochmal zum TA und ihm sagen das ich die Dosis gerne auf 2x am Tag haben möchte. Finde ich immer noch viel. Er meinte gestern (Samstag) zu mir, dass wir jetzt voll dagegen gehen müssen, und wenn die Tabletten auch nicht helfen, wird sie aus den Anfällen nicht mehr raus kommen. Das wäre die letzte Chance. Ich will mein altes Mädchen jetzt auch nicht so mit Tabletten zu Dröhnen damit es ihr davon so schlecht geht. Das ist nicht Sinn der Sache.
    Wie viel mg bekommen andere Epi Hunde mit 30 kg?

    Über Erfahrungen würde ich mich freuen

    Liebe Grüße Bianca

  2. Inaktiver User

    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    ohje, das tut mir weh zu lesen........es ist immer schlimm, wenn man einem Tier nicht so recht helfen kann.....

    habe damit (noch) keine Erfahrungen- meine läuft sehr schlecht.....

    hoffe, Ihr findet die richtige Dosierung! LiebeeGRüße!

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Luminal und Primidon sind beides Barbiturate- da ist eine Umstellung nicht so sinnvoll. Levetiracetam ist ein gut wirksames und verträgliches Medikament. Bei Antiepileptika sollte man einen Plasmaspiel bestimmen- danach richtet sich dann die Dosis. Wenn das Levetiracetam greift kann man das Primidon reduzieren. Man sollte aber ohne Not die Dosis nicht schlagartig ändern - Schwankungen des Plasmaspiegels können Anfälle provozieren. Und Du brauchst Geduld- eine antiepileptische Einstellung braucht Zeit und die Nebenwirkungen der Medikamente werden besser. Ich habe zwar keinen Hund mit Epilepsie behandele aber Zweibeiner mit der Erkrankung.

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Das tut mir sehr leid. Meiner hatte damals mit 2 Jahren auch epileptische Anfälle bekommen und war mit Luminal bestens eingestellt. Er ist mittlerweile 11
    Anfangs kann es aber durchaus sein, dass dein Hund durch die neuen Medikamente apathisch wird, es muss erst ein gewisser Spiegel im Blut erreicht werden, dann bessert sich das in der Regel. Hoffentlich ist es bei deinem auch bald besser.

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Danke für die lieben Worte.
    Der Luminal Spiegel im Blut wurde getestet. Er war gut, lag aber mehr im unteren Bereich. Es wäre also Luft nach oben gewesen. Ja ich weiß das es Zeit braucht bis die Nebenwirkungen besser werden, war beim Luminal auch. Sie bekommt diese Medikamente ja nun schon 3,5 Monate. Aber ich finde den Sprung von 125 mg pro Tag auf 1500 mg pro Tag echt viel.
    Sie ist total neben der Spur, reagiert und hört als garnicht, wenn man was zu ihr sagt.

  6. VIP

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Es gibt ein in unserem Fach zugelassenes Nichtbarbiturat, Handelsname Pexion, Wirkstoff Imepitoin.

    Ich kenne eine Reihe guter Erfahhrungen damit, bei meiner eigenen Epileptikerin war es nicht so toll, sie fährt gut mit 2 x 75 mg Luminal.


    Es gibt Rassedispositionen, d..h. bei einer Reihe von Rassen und deren Mischlingen sind echte Epilepsien häufig (meine Patientin ist auch ein Golden). Meist fangen bei den echten Epilepsien die Anfälle beim jüngeren Hund an, so bis zum 4./5. Lebensjahr. Es gibt natürlich auch m,al einen Krankheitsbeginn im höheren Alter.
    Beim älteren/alten Hund sind es oft Grunderkrankungen, die zu Anfällen führen, z.B. Erkrankungen der Leber, der Nieren, Insulin bildende Tumoren im Pankreas (epileptiforme Anfälle im Unterzucker), bei älteren Patienten kann es auch an der Durchblutung des Gehirns direkt oder an Herzerkrankungen liegen ... Bei der erfolgreichen Behandlung von solchen Grunderkrankungen verschwinden diese sekundären Anfälle.

    Jeder Patient ist anders und nicht jeder Tierarzt ist neurologisch fit. Ich würde Dir raten, eine Klinik aufzusuchen, in der es einen Neurologen gibt oder in der zumindest sich jemand schwerpunktmäßig mit Neurologie befasst. Zum Beispiel ist es wichtig, eine komplette neurologische Diagnostik zu betreiben, d.h. man muss erst einmal alle organischen oder toxischen Ursachen, Schädel-Hirn-Trauma oder Raumforderungen im Gehirn ausschließen und schauen, ob es sich um eine echte Epilepsie handelt.

    Spot-ons verursachen keine echte Epilepsie. In seltenen Fällen können sie beim Epileptiker zu vermehrten/verstärkten Anfällen führen. Beim Nicht-Epileptiker passiert da im Allgemeinen nichts, außer die Mittel werden abgeleckt (so einen Patienten hatte ich mal, wir haben das erst herausbekommen, als die Anfälle längst Geschichte waren) oder es liegt eine strake Empfindlichkeit vor. Die Anfälle bleiben aber in solchen Fällen nicht auf Dauer.
    Es gibt auch Gendefekte (im MDR1-Gen). Hat Deine Hündin früher schon auf Narkosen, Medikamente, bestimmte Antiparasitika unerwartete Reaktionen gezeigt?

    Wenn der Hund mein Patient wäre, würde ich sofort zum Neurologen überweisen. Die klären alles ab und stellen gegebenenfalls neu ein. Der Besitzer muss natürlich mitspielen.

    Wurde bei Deiner Hündin eigentlich jemals ein Phenobarbitalspiegel bestimmt, nachdem sie auf Luminal eingestellt wurde? Man muss schauen, ob man Blutkonzentrationen im therapeutischen Bereich erreicht und anhand des Blutspiegels (und des klinischen Bildes) die Dosis anpassen.

    Die Diagnose Epilepsie sollte man, zumal wenn Anfälle erstmalig beim alten Patienten auftreten, erst nach Ausschluss aller anderen Möglichkeiten stellen.
    Also: großes Blutbild, Leber (unbedingt auch Ammoniak kontrollieren!), Niere, Schilddrüse (auch wichtig!), kardiologische Untersuchung, Sonografie des Bauchraums, ...

    ______________________

    Die Schmerzen, die du vermutest, kommen derfinitiv nicht vom Barbiturat, das liest sich schwer nach Arthrose. Hier sofort und in ausreichender Dosierung mit Entzündungshemmern/Schmerzmitteln (ggf. untert Magenschutz) einzugreifen, ist ein Akt des Tierschutzes. Ausreichend schmerztechnisch versorgt, werden viele Arthrose-/Spondylose-Patienten auch wieder fröhlicher und diesseitiger. Schmerzmittel sparen zu wollen, ist nicht zu verantworten, da das die Lebensqualität extrem vermindert.

    Möglicherweise bricht sie auch hinten weg, weil sie eine Degeneration des Rückenmarks har, was bei alten Hunden in dieser Größe - und eben auch beim Golden - nicht selten ist. Mein Oller hatte das auch, so ab 14 (auch ein Golden). Es ist relativ leicht anhand eingeschränkter Stellreflexe zu überprüfen: wenn man die Hinterextremität auf den Fußrücken stell, korrigiert der gesunde Hund das sofort, der mit einem neurologischen Schaden im versorgenden Bereich des Rückenmarks korrigert - wenn überhaupt - verzögert.

    Wenn Du möchtest, kann ich mal schauen, ob es Adresslisten von Veterinär-Neurologen gibt. Ich kenne spontan nur die in meiner Stadt und Umgebung.

    Alles Gute.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
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  7. VIP

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Zitat Zitat von Pebbles77 Beitrag anzeigen
    Aber ich finde den Sprung von 125 mg pro Tag auf 1500 mg pro Tag echt viel.
    Wobei Du die Dosierungen nicht vergleichen kannst. Hängt ja von den Halbwertszeiten ab und der metabolisierung/Ausscheidung.

    Wenn einen Anwendung für 3-mal täglich definiert ist, dann soll man die Dosis übrigens nicht auf 2-mal täglich verteilen. Die Halbwertszeit ist kürzer und man bekommt da keinen gleichbleibenden Wirkstoffspiegel hin, sondern er fällt immer wieder unter die therapeutische Konzentration. Statt ein Plateau erhält man eine Sinuskurve.
    Geändert von katelbach (11.12.2016 um 23:12 Uhr)
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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Ein großes Blutbild wurde gemacht und laut TA sieht alles gut aus. Ich hatte nämlich an Nieren Probleme gedacht, da ihre Mama das auch hatte. Aber die seien gut. Auch Leber usw. Sie hatte nie Empfindlichkeiten bei Arzneimittel gezeigt, eine Narkose hatte sie noch nie. Vom Spot-on fielen ihr am Nacken die Haare aus, war wie weggeätzt :(.
    Sie fiepst weil es ihr von den Medikamenten nicht gut geht, dass mit dem laufen ist von den Medis, war beim Luminal auch so. Sie kann dann nicht mehr richtig laufen. Das hatte sich dann wieder gegeben, als der TA sagte, ich solle ihr von dreiviertel morgens und abends, auf eine halbe morgens und abends gehen. Ihr ist schlecht und was noch alles, sie kann es mir nicht sagen. Das hat sie erst alles seit den Tabletten. Schmerzen wie Kopfweh sind auch Nebenwirkungen. Ich würde meinen Hund nicht mit Schmerzen von einer Arthrose rum laufen lassen, da schau ich schon.
    Vor der Epilepsie konnte sie auch keinen Marathon mehr laufen, aber für ihr Alter war das noch gut.
    Die 3 Treppen waren nach einem LANGEN Spaziergang etwas schwerer geworden.
    Das mit dem Fußrücken stellen macht sie seit den Tabletten auch, aber das war vorher nicht.

    Es wurde der Spiegel vom Luminal im Blut gemacht, wie gesagt es war im soll Bereich.

  9. VIP

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    AW: Medikation für Hund mit Epilepsie, seit September 2016

    Ammmoniak wäre noch ein wichtiger Parameter, dito ein vollständiges Leberprofil. Und ein komplettes Schilddrüsenprofil, nicht nur T4.

    Antiepileptika sind zentral wirksame Substanzen, sonst würden sie nicht auf die Anfälle/Anfallshäufigkeit wirken. Sie könen dämpfend aufs Gehirn wirken.
    Meist kann man man mit einer akribischen Einstellung, dem Probieren mehrerer Wirkstoffe und einem sehr geregelten Leben für den Patienten einen ganz guten Erfolg erzielen. Manchmal grenzt das jedoch an Detektivarbeit. Umso wichtger ist es, alle anderen Möglichkeiten auszuschließen. Wenn es keine echte Epilepsie ist, sondern sekundäre Anfälle vorligen, braucht man i. A. keine Antiepileptikas, wenn das Grundproblem behandelt ist.

    Was in der jetzigen Phase noch wichtig ist: ein Tagebuch. Allgemeinzustand, Appetit, Verhalten, Anfälle (Art der Anfälle, Uhrzeit, Situation ...) etc. Manchmal kann man ein Muster erkennen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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