Ein schreckliches WE!
Unsere Katze (14 Jahre) hatte vor Weihn. schon Probleme:nchts fressen/trinken, 1 Tag nur erbrochen, dann Tierarzt. Der hat dann nach Tasten gemeint, Tumor mandarinengroß. OP geht nicht, weil außer dickem Bauch nur noch Haut u. Knochen.
Hat Aufbauspritzen bekommen, weil sie zu Weihn. nicht eingeschläfert werden sollte (Tierarzt).
Ging ihr bis vorgestern ganz gut. Verhält sich, außer Schwäche, wie immer. Findet Katzenklo, aber frißt u. trinkt nichts, egal was ich ihr anbiete.
Tochter kam am WE u. meinte ich wäre gemein, man könnte Katze doch operieren lassen (Tumor), die ist doch noch fit usw. usw.
Bleibt mir keine andere Wahl außer einschläfern?
Ich weiß ja, dass Ihr die ganze Situation nicht kennt, aber ein paar Meinungen hätte ich gerne mal gehört.
Ich kann nicht mit Katze zum E...bring es einfach nicht fertig.
Danke fash
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15.01.2007, 10:24
muss ich sie wirklich einschläfern lassen
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15.01.2007, 10:48
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Hallo fash - kann gut mit Dir mitfühlen. Und ich kann auch die Reaktion Deiner Tochter verstehen. Bloß - wenn der Tierarzt schon sagt der Tumor sei nicht operabel dann gibt's da auch nix zu tun.
Ich würde deshalb aber mein Tier dennoch nicht einschläfern lassen. Sondern es bis zu seinem natürlichen Tod liebevoll pflegen.
Auch ein todkrankes Tier selbst wenn es unter schlimmen Schmerzen leidet hängt bis zu seinem letzten Atemzug am Leben. Wenn es selbst - oder die Natur - nicht mehr um sein Leben kämpfen kann dann stirbt es.
Wenn wir es einschläfern um sein Leiden zu verkürzen denken wir menschlich. Wir verkürzen unser Leiden weil wir es nicht ertragen können unser geliebtes Tier leiden zu sehen. Das Tier bittet uns nicht um "Erlösung" wie ein schwerst leidender Mensch.
Meinem jetzt knapp 13jährigen Kater habe ich vor genau einem Jahr einen schon recht großen Hauttumor entfernen lassen. War nicht ganz billig. Aber der Tiger ist immer noch topfit und frisst und säuft gut und ist noch viel anhänglicher geworden auch wenn er von der Statur her bloß ein halbes Hemd ist. Jetzt kommt die Geschwulst wieder und auch an der Stirn spüren wir was. Es ärgert mich jetzt dass wir beim letzten Eingriff keine Histologie haben machen lassen und jetzt nicht wissen ob der entfernte Tumor bösartig war. Wenn und solange die Tierärztin aber die Entfernung empfiehlt und der Alte weiterhin so gut drauf ist werde ich es sicher wieder machen lassen.Wer etwas verhindern will sucht nach Gründen. Wer etwas erreichen will sucht nach Wegen.
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15.01.2007, 11:58
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Liebe Fash,
vielleicht irre ich mich ja total, aber ich höre unterschwellig ein wenig heraus, dass Du nicht so sehr viel Vertrauen zu dem Tierarzt hast.
Ist das so?
Wenn ja, würde ich unbedingt noch einmal zu einem anderen TA gehen. Entweder sagt er Dir das gleiche - dann fällt es Dir aber vielleicht leichter, zu akzeptieren, dass eine OP nicht möglich ist.
Oder er ist der Meinung, es kann doch noch etwas getan werden.
Das mit dem Einschläfern ist wirklich eine Gratwanderung. Ich bin der Meinung, so lange ein Tier offensichtlich noch Lust und Freude am Leben hat, sollte man auf keinen Fall einschläfern. Erst dann, wenn es große Schmerzen hat. Wie gesagt, es ist eine Gratwanderung...
Fühl Dich jedenfalls mal ganz lieb gedrückt, Du Arme.
Ganz lieben Gruß,
Atis.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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15.01.2007, 12:14
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Liebe fash,
...wie traurig
!Ich würde auch erst die Meinung eines zweiten Tierarztes einholen...ich habe im Laufe meiner "Katzenbesitzerlaufbahn" mehr als einmal erlebt,dass ein zweiter Tierarzt eine ganz andere Diagnose gestellt hat als der erste
.Jetzt haben wir einen erfahrenen,kompetenten,sehr netten Tierarzt gefunden...
Wünsche Euch alles Liebe und hoffentlich noch mal Gute Besserung!!"Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks
(Gustave Flaubert)
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15.01.2007, 12:20
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Liebe Fash,
auch von mir ... lass dich ganz fest drücken!
Ich weiß genau, wie du dich gerade fühlst, denn mein Paulchen ist auch seit Anfang Dezember sehr krank gewesen. Die Tierärztin, bei der ich anfangs war, zu der hatte ich dann irgendwann völlig das Vertrauen verloren, deshalb sind wir dann zu einem anderen TA gegangen ... von diesen Menschen, die dort in dieser Tierklinik arbeiten könnten sich 99% der Menschenärzte und Menschenpfleger eine Scheibe abschneiden, denn die Liebe zu den Tieren kam jedesmal rüber.
Es war ein einziges Auf und Ab, das wir leider im Endeffekt verloren haben... Paul war Katzenaids positiv getestet worden und er hatte Leukose... das waren definitiv Todesurteile. Wir haben gekämpft und solange ich gemerkt habe, dass meine kleine Fellnase gekämpft hat, habe ich mit ihm gekämpft.... letzte Woche Donnerstag war es dann soweit... Paul hat aufgegeben, er hat sich sanft verabschiedet von mir... am Abend vor der endgültigen Diagnose, als er wieder mal 40,9 Fieber hatte, gehustet hat und das Näschen total angeschwollen war und beim Tierarzt, als ich ihn streicheln wollte, hat er mich gebissen... als wollte er mir sagen "lass mich los"... du wirst es merken, wenn deine Kleine nicht mehr will... wie Atis schreibt, "es ist eine Gradwanderung" ...
Vielleicht gibt's ja einen Tierarzt, zu dem du das Vertrauen hast, der die Operation versucht... hat sie schon Metastasen?
sei nochmal gedrückt von Turtle, die gerade wieder weinend vor ihrem PC sitzt
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15.01.2007, 12:29
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
och Mensch...
jetzt kommen mir auch die Tränen...obwohl es schon 6 Monate her ist,dass unser Karlsson tot im Flur lag(wahrscheinlich war`s FIP)...
"Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks
(Gustave Flaubert)
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15.01.2007, 14:30Inaktiver User
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Hallo,
tut mir leid, was ihr durchmachen müsst......
Auch ich rate dir immer zu einer zweiten tierärztlichen Meinung........
Liebe Grüße Peppi
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15.01.2007, 16:43
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Liebe Fash,
auch meine Mini - noch nicht mal fünf Jahre alt - hat mehrere Tumore. Sie hatte vor einigen Monaten einen, der entfernt wurde. Und mindestens fünf sind mittlerweile nachgewachsen. Und ich werde mich in wenigen Wochen von ihr verabschieden müssen. Mir graut jetzt schon vor dem Tag.
Allerdings frisst sie noch, sie spielt, Katze Nummer drei kriegt Watschen, sie putzt Katze Nummer zwei, sie geht aufs Kisterl. Aber: sie wird immer dünner, die Tumore immer größer.
Und ich denke mir, wenn eine Katze das Fressen und Trinken einstellt, wird das einen Grund haben. Vielleicht will sie nicht mehr. Verlass Dich auf Dein Gefühl. Ich werde das bei meiner Mini auch machen.
Wenn ich das Gefühl habe, dass sie leidet, werde ich das nicht zulassen. Das hat sie sich nicht verdient. Ich werde mir die Augen aus dem Kopf heulen - gemeinsam mit meinem Mann und der Tierärztin, einer Freundin von mir. Und der Countdown läuft...
LG Sabine
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17.01.2007, 11:16
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Danke für Eure Anteilnahme!
Gestern war die Tierärztin nochmal bei uns und hat sich die Katze angesehen.Meinte Tumor ist größer geworden.Katze machte in dem Moment einen aufgeweckten Eindruck u. zu meinem großen Erleichterung gibt es noch Aufschub....
Es ist eine Gemeinschaftspraxis u. 3! Tierärzte haben sie sich angesehen u. waren der Meinung, dass sie OP nicht überstehen wird. Sie ist (außer Bauch) nur Haut u. Knochen.
Versuche sie mit Allem zu füttern, was sie sonst liebte, aber sie rührt nichts davon an u. trinken tut sie auch nicht.
Sitz nur auf Sessel u schaut mir nach.Immer wenn ich Zeit habe wird sie nat. gestreichelt u. liebkost...
LGF
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17.01.2007, 12:22
AW: muss ich sie wirklich einschläfern lassen
Und ich denke mir, wenn eine Katze das Fressen und Trinken einstellt, wird das einen Grund haben. Vielleicht will sie nicht mehr. Verlass Dich auf Dein Gefühl. Ich werde das bei meiner Mini auch machen.
Wenn ich das Gefühl habe, dass sie leidet, werde ich das nicht zulassen. Das hat sie sich nicht verdient.
Liebe Fash,
dem oben geschriebenen kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Wenn ein Tier seine Nahrung verweigert, dann sollte man den Zeitpunkt als gekommen sehen, es zu erlösen. Als Tierhalter sind wir für unsere Tiere verantwortlich es nicht leiden zu lassen, wenn dem so ist. Ich bin, wenn die Zeit gekommen ist, absolut dafür hier der Natur 'nachzuhelfen'. Ich könnte es mir nie verzeihen, meine Katze vor meinen Augen verhungern/verdursten zu lassen.
Bei Katzen ist das mit dem Schmerzen aushalten sowieso eine Sache für sich. Unser sehr krankes Katerchen muß starke Schmerzen gehabt haben, meinte die Tierärztin, aber man sah/merkte es ihm nicht an.
Es gibt nie den RICHTIGEN Zeitpunkt für eine Erlösung aber wirst an einen Punkt kommen, wo es Dir absolut richtig erscheint, diese Form des Leben-Beendens zu wählen.
Ganz viel Kraft wünsche ich Dir. Ich weiss was Du durchmachst.Lieben Gruss, kruemelchen93


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