Hallo Ihr Lieben,
ich hätte gerne einen 2. Hund - meine Hündin (Labi-Mix) ist fast
3 Jahre alt. Relativ gut erzogen und folgsam (..räusper..)
und liebt eigentlich alle Hunde.
Seitens der privaten Umgebung gibts auch keine Probleme.
Der 2. Hund soll allerdings irgendetwas kleines sein - also ca. 40 cm gross und unter 1 Jahr alt.
Ausschlaggebend ist natürlich auch, dass die Beiden sich von Anfang an mögen.
Soweit das Vorfeld. Meine Frage an Euch erfahrene Hundebesitzer,
ist nun, wie sieht die Realität aus, wenn ihr mit den Hunden spazieren geht (an der Leine und auch ohne), wie ist es wenn andere Hunde kommen.
Was sollte noch beachtet werden.
Wie ist es grundsätzlich mit der Eifersucht. Und die Erziehung. (Hundeschule mit 2 Hunden?)
Und ganz konkret würdet Ihr Euch nochmals einen 2. Hund überhaupt zulegen.
Spricht mehr dafür oder dagegen?
Ich danke Euch schon mal
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05.01.2007, 23:09
Zweiter Hund - pro und kontra
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05.01.2007, 23:48
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Hallo,
also. Wir haben auch 2 Hundis. Eine fast 14 jährige Hündin und ein bald 4jährigen Rüden. Beides Pudelmischlinge. Wir haben zuerst versucht (2xmal) unsere Hündin mit einer anderen Hündin zu vergesllschaften. Unsre "alte" ist sehr folgsam, und gut sozialiesiert, aber es gab massive Probleme in der Unterordnung der Zweithündin. Meine "alte" wollte Chefin bleiben.
Dann haben wir unseren "Mozart" dazu genommen. Obwohl ich eigentlich keinen Rüden wollte. Da war er 10 Wochen alt. Und- Die beiden sind bis heute ein Herz und eine Seele. Er läßt sie Chefin sein, und ist ganz smart. Wobei er eh immer ein ruhiger, vorsichtiger Hund war.Er erehrt sie, und sie gibt ihm jetzt im Alter immer mehr Aufgaben ab. (zb. an der Tür anschlagen) ist ihr zu ansträngend geworden).
Also ich würde immer wieder 2 Hunde halten. Allerdings nur Pärchen. Und der Ersthung muß gut folgen, weil der zweite sich vorrerst an den ersten alles absieht (Welpe auf jeden Fall).
Gassi ist einfacher und spannender, weil beide zusammen spielen usw. Leinentechnisch geht es bei uns gut. Ist nur ne Sache der Übung
Es gibt ein gutes Buch. Heißt glaub ich "Zweithund". Kann ich nur empfehlen.
Gruß Schattentraum
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06.01.2007, 00:22Inaktiver User
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Wir haben drei Hunde. Zuerst den Rüden, jetzt fast 9 Jahre, dann die erste Hündin (7) und seit einem Jahr noch eine zweite Hündin (ca. 10 Jahre alt).
Sie haben sich auf neutralem Boden kennengelernt und alles hat ohne größere Verwerfungen geklappt. Allerdings war der Rüde schon sehr gut erzogen, die Hündin später auch und jetzt alle drei (alle sind büro- und restaurantfähig).
Mit dreien an der Leine war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit ein bisschen Übung geht alles.
Und: mit dreien macht es noch mehr Spaß als mit zweien
(findet unser Kater (12) auch
).
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06.01.2007, 10:19Inaktiver User
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Wir haben ebenfalls zwei ( weibl.) Hunde- mit einem Altersunterschied von mehr als 7 Jahren.
Die Jüngere betet die "Große" regelrecht an. Sobald der älteren Hündin das quirlige Ding zu anstrengend wird, zieht sie sich zurück, da gibt es keinerlei Reibungen.
Als die jüngere außerplanmäßig zu uns kam ( auf dem Müll gefunden), war die Große nach einigen Wochen des erstaunten Abwartens ( " und, wann werden wir diese Nervensäge wieder los, sacht doch ma!" stand in großen Buchstaben auf ihrer Stirn geschrieben) sehr anhänglich und hat z.B. mittels Vordrängeln klar gemacht, wer in dem hiesigen Rudel der erste Hund ist.
Wir achten immer darauf, daß die ältere der beiden als erstes ihr Futter und ihre Leckereien bekommt und wahren so die Hierarchie.
Erleichternd war und ist allerdings, daß die ältere Hündin ein ausgesprochen gutmütiges Tier ist und die jüngere ein sehr unterwürfiger Hund. Sie hat noch nie versucht, in der herrschenden Hierarchie einen weiter vorn gelegenen Platz zu "erstreiten".
Ach ja, beide sind seit frühester Jugend kastriert und liefern sich sicher auch deswegen keine rudelinternen Rivalitäten- von wegen Läufigkeit.
Nie wieder mit weniger als zwei Hunden!
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06.01.2007, 21:24Inaktiver User
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Unser älterer Rüde war 7, als wir den jüngeren ca. 3jährig fanden. (Wir hatten ohnehin schon überlegt, evtl. eine Hündin dazu zu holen.) Im Garten und auf Spaziergängen gab es von Anfang an keine Probleme, wobei unser Senior auch sehr sozial und überhaupt nicht futterneidisch war (er ist vor einem Jahr gestorben), er hat uns ständig verhungerte Hunde angeschleppt. Aufpassen mussten wir nur im Haus - der Jüngere hätte sooo gerne beim Älteren angekuschelt, aber sobald er in die Nähe der Decke kam, wurde geknurrt. Nach einem halben Jahr berührten sich die Pfoten erstmals im Schlaf. Wir haben streng darauf geachtet, dass die Rangfolge eingehalten wurde (zuerst füttern, zuerst durch die Tür gehen lassen etc.), aber gleich viel beschmust. Bei den ersten Auflehnungsversuchen wurde der Jüngere kastriert, danach wurde er wieder friedlich.
Der Jüngere hat irrsinnig viel vom anderen abgeschaut, und nach unserem Umzug auf ein größeres Grundstück wurden ihm auch Aufgaben abgegeben, vor allem als der Senior taub wurde. Der Jüngere wurde zuletzt zum Bodyguard gegen andere Hunde, als der Senior wackelig auf den Beinen war.
Wir würden sofort wieder einen 2. Hund dazunehmen, wenn wir wüssten, wohin wir im Sommer ziehen - es hat unserem Senior so offensichtlich gut getan!
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06.01.2007, 22:31
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Kurz und knapp:
2 Hunde sind schöner, aufregender und herrlicher als nur einer. Sie spiegeln einander, Du kannst sie so schön beobachten und vergleichen. Ich sag immer: wenn mal einer nicht kann, ist der andere da, zum Schmusen oder Reden oder Fellputzen.
2 Hunde sind viel anstrengender. Du musst immer einen 360 Grad Blick haben und wenn Du grad nach vorne schaust, weil der eine einen Hund anbasht, musst Du gleichzeitig nach hinten schauen, wo der andere gerade die Einkaufstüten der Nachbarin inspiziert. Du brauchst immer einen Babysitter für 2 gleichzeitig und wenn Du nicht in einer festen Partnerschaft bist und ein Mann erfährt dass Du 2 Hunde hast, zieht er eine Flunsch...Die erste Frage, wirklich immer die erste ist: und was machst Du, wenn Du mal verreist?
Einer läuft immer so mit, der quetscht sich schon mal unter den Tisch im Restaurant, bei Freunden, oder ins enge Kombiteil, 2 brauchen viel mehr Platz und liegen immer im Weg. Also klares Argument für 2+X Hunde.
Wenn ich mal einen Mann gefunden habe, der das freudig mitmacht, geh ich ins Tierheim und hole mir einen dritten.
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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07.01.2007, 11:11
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Vielen Dank für Euere Antworten.
Ich habe jetzt nur noch eine Frage: wie sieht es mit dem Grössenunterschied aus? Der (evtl.) neue Hund ist auch ausgewachsen massiv kleiner. Also vielleicht 35 cm Höhe gegen
70 (?) cm und 6-7 kg gegen ca. 35-40kg.
Sehr Ihr da irgendwelche Probleme?
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07.01.2007, 12:44Inaktiver User
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Wenn die sich sympathisch sind und die Rangordnung bis auf kleinere Quengeleien klar ist, dann ist das weder von der Größe noch vom Gewicht ein Problem.
Der beste Freund meiner Hündin (Husky-Mix mit *schäm* momentan 26 kg, ja ja die Weihnachtsfeiertage bei der Blutwurst-Oma...) wiegt zwischen 7 und 8 kg und das war noch nie ein Problem. Wenn sie zu grobmotorisch wurde (was schon gerne mal bei dem Trampel passiert, aber ohne böse Absicht), dann hat er halt gemeckert und gut war's.
Der andere Kumpel des Kleinen, der leider nicht mehr lebt, war ein Rotti-Mix mit stattlichen 40 kg und auch das war kein Thema. Wenn Blacky mal wieder die Pfote über den Kleinen legte und dieser mittig bis zum Fußboden durchhing (
ein Bild für die Götter!), dann wurde halt wieder geschimpft und gut war's.
LG
Estrella
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07.01.2007, 18:22Inaktiver User
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Huhu,
ich würde immer wieder nur 2 Hunde haben wollen.....
Das ist einfach herrlich, ein Team zu sehen..... Auch wenn ich, wie üblich mit meinen ganzen Bekannten von der Hundewiese unterwegs bin, siehst du meine zwei eigentlich grundsätzlich zusammen abhängen.......
Zu Hause haben sie sich lieb, einer vermisst den anderen......
Das ganze hatte allerdings auch schwierigere Zeiten.... Als sie noch jünger waren....
Die Dobi war zickig, mit einem enormen Jagdtrieb versehen und unser Labbi ging auf Rüden los.......
Soviele Arme und Augen hatte ich manchmal nicht... Für mich wäre daher immer die Voraussetzung, dass beide Hunde friedlich und gut sozialisiert sind.....
Während a. (Dobi) versuchte ihren Jagdtrieb durchzupeitschen, hatte b. (Labbi) nix besseres zu tun, als sich jedem anderen Hund an den Hals zu werfen.....
Da hats viel Zeit gebraucht, auch viele etliche Spaziergänge mit jedem Hund einzeln, um das vernüftig hinzukriegen, so dass beide, auch zusammen, zuverlässig hören......
Einer puscht den anderen hoch, sie treten automatisch als Rudel auf, damit sind sie doppelt so stark.....
Wenn du immer der erklärte Chef ;-) des Minirudels bist, gibts keine Probleme.....
Was bei mir die Sache allerdings sehr erschwert hat:
Die Hunde sind gleichalt.... D.h. ich hatte zwei Rabauken von jeweils 6 Monaten an den Leinen hängen.....
Das entfällt ja bei dir. Dein Labbi ist ja schon gut erzogen.....
Mein Samstag und ein Wochentag ist vollständig der Hundeschule gewidmet.... Ist Aki fertig, muss ich eine Stunde später mit Sam auf den Platz.....
Die Hunde sind mein Hobby...... deswegen machts mir nichts aus, sondern Freude.......
Oft habe ich das Vorurteil gehört, dass zwei so aufeinander fixiert sind, dass sie sich nicht mehr um ihren Menschen kümmern.....
Das ist quatsch.... Sie zanken sich höchstens abends um die Poolposition neben mir auf der Couch....
Ich denke, dass die Größe nicht wirklich ausschlaggebend ist....
Beide gehen mit kleineren Hunden tendenziell vorsichtig um.....
Wir überlegen am dritten Hund..... Da könnten wir uns neben den zwei großen schon sowas hier vorstellen, vielleicht auch ein bisschen älter
http://i62.photobucket.com/albums/h8.../Lumix6041.jpg
Grüße
PeppiGeändert von Inaktiver User (07.01.2007 um 18:39 Uhr)
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07.01.2007, 18:30
AW: Zweiter Hund - pro und kontra
Hallo
wir haben zwei Cocker-Damen- eine eine 3 und eine 2 Jahre alt. Wir haben uns damals bewusst entschieden zwei relativ gleichgroße Hunde zunehmen, da die ältere sehr unsicher ist. Wir wollten nicht, dass der neue Hund körperlich überlegen ist und sie unterbuttert. Auch bei den meisten Bekannten verfügen die Hunde über ähnliche Voraussetzungen. Im Grunde hängt es wahrscheinlich an deinem Ersthund: wie verhält sie sich kleineren Hunden gegenüber? Rennt sie sie um? Ist sie dominant? Spielt sie fair?
Und du musst dich drauf einstellen, dass du wahrscheinlich einen Teil der guten Erziehung wieder aufarbeiten musst. Die bringen sich gegenseitig auf einen Haufen dummer Ideen. Zumindest gilt das für unsere beiden, die wirklich den Schalk im Nacken haben. Aber trotzdem rate ich jedem zu einem zweiten Hund! Doppelt soviel Spaß!!!
Lotta


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