Nein, das Problem beim Weimaraner sind nicht die Vermehrer (die findet man wohl eher bei leichter verkäuflichen Hunden), sondern die Hobbyzüchter. Entweder wird nur ein Wurf gemacht (damit die Hündin "mal geworfen hat") oder sie finden Gefallen daran und machen mehrere Würfe, weils ja sooo schöne Hunde sind. Im Grunde sind das schon "ordentliche" Züchter, mit Zuchtpapieren (aber nicht VDH) und dem Willen, die Hunde ordentlich groß zu ziehen und an entsprechende Personen abzugeben. Aber es gibt nicht genug fähige Abnehmer. Es sind immer wieder schwarze Schafe dabei, die einen guten erfahrenen Eindruck machen und letztlich völlige Nieten sind. Auch Jäger, die züchten klagen darüber, dass es immer schwerer wird, geeignete Plätze zu finden.
Es geht daher nicht darum, ob es ein ordentlicher Züchter ist, vielmehr sollte die Zucht solcher Hunde von vornherein begrenzt werden. Hat natürlich die Kehrseite, dass in einem solchen Fall es immer wieder Idioten gibt, die gerade dann so einen Hund wollen und ihn illegal beschaffen (wie Wildtiere).
Um zum Thema zurück zu kommen: nein, ich mag es nicht, wenn meine Hunde ungefragt angetatscht werden. Aber bei zwei großen Hunden, kommt es eh nicht so häufig vor ;))
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12.09.2016, 12:32
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
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12.09.2016, 12:53Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Ungefragt würde ich auch keinen Hund streicheln.
Selbst Hunde die ich kenne, bzw. die Hundehalter werden von mir vorher gefragt.
Besonders gerne streichel ich die Uraltmopshundedame "Lady". Wer weiß wie lange noch?
Bisschen OT: Gestern lag mein Katzenmädchen auf dem Fensterbrett von aussen (EG) und döste in der Sonne.
Da kam eine Hand übern Sims und streichelte Mitzi. ICH wusste was kommt. Ein kurzes Fauchen. Die Frau dran die sagte:" Was hast du denn, schlechte Laune?". Und sie streichelte nochmal.
Tja, was ist wohl passiert.
Die Hand hatte auf einmal einen oder mehrere lange Kratzer.
Ich hielt mich im HG und dachte nur:" Selber Schuld, was grabbelst du auch Mitzi ungefragt an."
OT: Ende
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12.09.2016, 13:02Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Nein, sind es nicht. Ordentliche Züchter gehören einem ordentlichen Verband innerhalb des VDH an. Ordentliche Züchter lassen eine Hündin nicht "mal so" werfen, damit sie einen Wurf gehabt hat. Ordentliche Züchter halten sich an Regeln, und verkaufen dann auch mit ordentlichen Papieren.Im Grunde sind das schon "ordentliche" Züchter, mit Zuchtpapieren (aber nicht VDH)
Ein Hobbyzüchter, der so agiert, wie Du es beschreibst, ist kein Züchter, bei dem ein verantwortungsbewusster Mensch einen Hund kaufen sollte.
Es ist so simpel: Hunde werden auf Halde produziert und weggeworfen, weil Menschen auch hier gemäss Grundsatz: Hauptsache haben, Hauptsache billig! handeln.
Wo keine Nachfrage, da sehr schnell auch kein Markt.
Sämtliche Geschwister des Wurfs des Jungspunds - und es sind bei RRs normalerweise stets Würfe von 10 - 15 Welpen - haben ein GUTES Zuhause gefunden. Allen geht es gut, und es sind ordentliche Hunde geworden. Unsere Züchterin haben wir aber aucht mit Bedacht gewählt, und SIE hat ihrerseits durchaus Bewerber abgelehnt, sehr zum Ärger übrigens dieser Menschen.
Ich bin sicher, dass ein weniger verantwortungsbewusster "Hobbyzüchter" oder Vermehrer ihnen gern einen Hund verkaufte.
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12.09.2016, 13:23Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Übrigens ich habe es aufgegeben mich aufzuregen.
Über diese lapidaren Vorfälle wie z.B. " Zu Hüüüülfe mein Hund wird einfach gestreichelt ".
Warum?
Weil es, habe ich einen sozial total verträglichen Hund, einfach überflüssig ist sich darüber aufzuregen. Habe ich keinen so verträglichen Hund und irgendwer kommt daher, streichelt einfach und "Biss" - na dann ist er wohl selber Schuld. Sollte es dann Ärger geben aber dann Vorsicht vor dem Halter"
Außerdem kommt das auch nicht oft vor - dieses Fremdstreicheln.
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12.09.2016, 13:40
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
nur dass es eben auch Rasseverbände außerhalb des VDH gibt, ebenfalls anerkannte Zuchtverbände. Ein VDH Züchter darf Weimaraner überhaupt nicht an Nichtjäger verkaufen. Dennoch gibt es ohne Ende Weimaraner mit Papieren bei denen die Hunde mindestens 1.200 Euro aufwärts kosten, aber eben von anderen Zuchtverbänden. Das hat weder was mit "auf Halde" noch mit "billig" zu tun. Und auch diese Züchter lehnen Bewerber ab und wollen nur das Beste. Und dennoch findet sich plötzlich so ein Hund auf dem online Tiermarkt wieder. Dagegen ist kein Züchter gefeit, egal mit welchen Papieren er züchtet. Die Käufer denken, sie sind verantwortungsvoll und gehen extra zu Züchtern mit Papieren und dennoch kann ihnen der Hund über den Kopf wachsen oder er braucht doch mehr Zeit als anfangs gedacht. Und was glaubst du, wie viel gelogen wird, wenn es um solche Hunde geht. Das kann ein Züchter gar nicht zu 100% aussortieren. Meine Hunde sind eben genau solche Hunde von solchen ach so vernünftigen Menschen von Züchtern mit Papieren, die plötzlich nicht mehr gewollt werden und nicht vermittelbar sind. Da wurde der Züchter gar nicht darüber informiert, dass der Hund zwischendurch weiterverkauft wurde. Ich bleibe dabei, die Zucht müsste begrenzt werden. Selbst mit den besten Absichten, das Beste für meine Hunde zu wollen, würde ich niemals auf die Idee kommen selbst zu züchten.
Aber wie auch immer, letztlich ging es mir anfangs ja nur darum, dass man es nicht verhindern kann, dass gewisse Hunderassen, die viel Zeit und Training brauchen, abgegeben werden und dass eben nicht jede Rasse nur in einen Haushalt abgegeben werden kann, der genau das passende Tätigkeitsfeld bietet, so wie du dir das vorstellst (Jäger, Schäfer, Polizei, Suchtrupps etc.). Dann lieber auch an einen Anfänger vermitteln, der bereit ist und die Möglichkeit hat, solchen Hunden gerecht zu werden. Dann sehe ich die Problematik wirklich eher bei Traumahunden o.ä., die wohl ausschließlich an erfahrene Hundehalter vermittelt gehören.
Und gerade die RR findet man zuhauf in "normalen" Haushalten wieder.Geändert von Alpenmohn (12.09.2016 um 13:49 Uhr)
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12.09.2016, 13:50Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Ich wollt's ja so direkt nicht schreiben...

Tatsächlich bin ich inzwischen froh über jede positive Reaktion auf meine Hunde, und wer sich an ihnen freut und nicht ihre bloße Existenz als Zumutung betrachtet wie so viele Leute heute, der darf sie auch gern streicheln.
Dass jemand ungefragt einen unwilligen Hund begrapscht erleb ich persönlich nie, meine zwei die das nicht wollen gehen zu niemandem hin, und der dritte ist ein Kampfschmuser, der sich fremden Leuten aber nur nach Ermunterung nähert.
Wenn Kinder alle anfassen wollen ruf ich sie her und stelle den Kontakt her, ich mach ja alles damit Kinder nicht in dem Glauben aufwachsen, ein Hund hätte nichts anderes im Sinn als sich auf sie zu stürzen.
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12.09.2016, 13:53Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen

Und wie so oft wiederhole ich mich hier gerne: für mich gibt es durchaus "Anfängerhunde", und man kann das grob auch an der Rasse festmachen - und diese Anfängerhunde gibt es durchaus auch im Tierschutz.
Dass jeder Hund erzieherische Struktur, Auslauf und Sozialkontakt braucht ist für mich kein Gegensatz dazu, dass es Hunde gibt die tatsächlich ohne weitere Ansprüche einfach in der Familie mitlaufen, wenn obiges gegeben ist.
Ein Jagdterrier der mit normalem Gassigehen und Familienleben ausgelastet ist ist für mich daher die Ausnahme, ein Mops eher die Regel.
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12.09.2016, 14:01Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Ich habe vor einigen Monaten selbst einen Jagdhund gesucht (und schließlich auch gefunden). Bei allen Züchtern, die im VDH gezüchtet haben oder einem Verband innerhalb des VDH angeschlossen waren, waren Klauseln für diesen Fall (Vorkaufsrecht) enthalten.
Ebenso haben sämtliche Züchter, die ich besucht habe, Kontakt zu den Käufern ihrer Welpen und sind darüber informiert, wie es den Hunden geht und ob es Probleme gibt. Genau deshalb landen "Rückläufer" wieder bei ihnen und nicht auf ebay & Co.
Mein Züchter hat alle seine Welpen nach wie vor "im Blick" und steht sofort parat, wenn es irgendwelche Probleme mit den Hunden gibt- und sei es, dass er angeboten hat, mich mitten in der Nacht in die Tierklinik zu begleiten, weil mein Hund sich einen üblen Magen- Darm- Virus eingefangen hat.
Genau das unterscheidet für mich einen seriösen Züchter von einem Vermehrer und zumindest bei meinem ist noch kein einziger Welpe "verschütt" gegangen.
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12.09.2016, 14:40
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Wie gesagt, Glückwunsch an alle mit guten Erfahrungen. Meine Freundin hat einen Jagdhund über eine Tiervermittlung übernommen und nachträglich auch Zuchtpapiere erhalten (war bei der Übernahme zunächst gar nicht bekannt). Daraufhin hat sie die Züchterin kontaktiert, die über die ersten 6 Monate mit dem Erstbesitzer in Kontakt stand (er hat Bilder geschickt, telefoniert etc), danach ist der Kontakt abgebrochen, er war unter der alten Adresse nicht mehr erreichbar. Heraus kam, dass der Hund in den folgenden 6 Monaten zweimal als Deckrüde verkauft wurde und dann abgegeben wurde.
Was bringt dem Züchter da das Vorkaufsrecht (das er natürlich gehabt hätte)? Was bringt ihm, der Wille, mit dem Käufer in Kontakt zu bleiben? Nix. Und auch meine Hunde haben ähnliche Geschichten. Man kann es nie ausschließen und darüber sollte sich jeder, der Hunde züchtet sehr bewusst sein.



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