Die Frage sollte anders formuliert werden: nervt es den Hund, wenn er gestreichelt wird?
Antworten gibt es reichlich hier; gute Antworten. Was mich zusätzlich nervt, ist die Respektlosigkeit dem HH gegenüber. Es passiert nicht selten, dass mein Hund von Fremden betatscht wird ohne dass ich auch nur mit einer Geste beachtet werde. Ich bin definitiv nicht da! Aber ich zeige den Eindringlingen sehr schnell, dass ich sehr wohl da bin; und zwar richtig da!!
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10.09.2016, 10:31Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
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10.09.2016, 10:40
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Naja ... Die Tierheime in unserer Gegend hier haben eigentlich hauptsächlich nur noch "Problem"hunde. Rassen, die in unserem Bundesland gar nicht vermittelt werden dürfen (Listenhunde - viele Kangals ...) oder Wanderpokale, die schon öfter zurückgegeben wurden, beschlagnahmte Tiere aus Hoarding etc. Nix für Unerfahrene.
Ich stoße mit meiner Traumapatientin, zwar nicht aus dem Tierheim, aber Tierschutzhund, immer wieder an Grenzen. "Nachprägen" geht nur bis zu einem gewissen Grad. Vieles wusste ich trotz jahrzehntelanger Hundeerfahrung einfach nicht, da alle meine Hunde vor ihr gut aufgewachsen sind und vertrauensvoll in die Welt schauten.
Und, das ist jetzt zwar ein bissl OT: Viele Menschen, die sich einen Hund wünschen, wissen weder, welche Verantwortung sie für 10 oder 15 Jahre haben, noch was überhaupt auf sie zukommt.
Ich plädiere deswegen seit ewigen Zeiten dafür, dass jemand, der noch nie einen Hund hatte, ein paar Theoriestunden macht und kynologisches Basiswissen erwirbt. Quasi sowas wie einen Sachkundenachweis.
Und zwar bevor ein Hund da ist. Erst dann sollte man auf die Suche nach einem Hund gehen, der zu einem passt.
Engagierte Hundeschulen bieten das auch an, denke ich.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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12.09.2016, 09:16
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Allerdings. Man sollte sich schon vorher informieren, welche Rassen als „Anfängerhund“ überhaupt sinnvoll sind.
Unsere Tierheime hier warnen bereits auf der Internetseite, wenn ein bestimmter Hund nicht für Anfänger geeignet ist und ich finde, das kann man von denen auch erwarten. Bringt ja keinem was, auch dem Hund nicht, wenn er nachher doch wieder abgegeben wird oder sogar eingeschläfert wird, weil der Halter überfordert war.
Meiner Meinung nach sollte das auch verlangt werden, wenn Leute Kinder kriegen… Da wäre es sogar noch wichtiger. Aber OT
Ist denn der Theorienachweis in D nicht Pflicht?
Hier ist sowohl Theorie als auch Praxis Pflicht.
Ich hätte das auch gemacht, wenn es nicht zwingend gewesen wäre. Da habe ich sehr viel gelernt. Liebe TE, das würde ich dir auf jeden Fall empfehlen!
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12.09.2016, 09:16
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Allerdings. Man sollte sich schon vorher informieren, welche Rassen als „Anfängerhund“ überhaupt sinnvoll sind.
Unsere Tierheime hier warnen bereits auf der Internetseite, wenn ein bestimmter Hund nicht für Anfänger geeignet ist und ich finde, das kann man von denen auch erwarten. Bringt ja keinem was, auch dem Hund nicht, wenn er nachher doch wieder abgegeben wird oder sogar eingeschläfert wird, weil der Halter überfordert war.
Meiner Meinung nach sollte das auch verlangt werden, wenn Leute Kinder kriegen… Da wäre es sogar noch wichtiger. Aber OT
Ist denn der Theorienachweis in D nicht Pflicht?
Hier ist sowohl Theorie als auch Praxis Pflicht.
Ich hätte das auch gemacht, wenn es nicht zwingend gewesen wäre. Da habe ich sehr viel gelernt. Liebe TE, das würde ich dir auf jeden Fall empfehlen!
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12.09.2016, 10:35Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Das sehe ich anders.
Es gibt keine Anfängerhunde.
JEDER Hund braucht Menschen, die bereit sind, sich mit seinen Bedürfnissen zu befassen. Das gilt für den Mops ebenso wie für den Dackel, den Rottweiler, den RR, den Labrador oder einen Mix.
Es gibt Rassen, die per se nicht abgegeben werden dürfen, wenn sie nicht ein Arbeitsfeld bei ihrer neuen Familie haben. Das gilt für Herdenschutzhunde, Hüte-, und viele Jagdhunderassen ebenso wie für Rassen wie Malinois beispielsweise, die wunderbare Diensthunde sein, Ottonormalverbraucher aber schnell überfordern können.
Erfreulicherweise gibt es immer noch viele gute Züchter, die einen Weimaraner oder Deutsch Drahthaar oder einen Westfalen-Terrier beispielsweise niemals an Nichtjäger abgeben würden.
Das hat aber mit "Anfänger" nichts zu tun.
Es gibt Hundeanfänger, die dank ihrer Begeisterung, ihrer Motivation und ihrer Freude am Hund ganz tolle Hundemenschen werden. Sie sind bereit, schon vor Anschaffung zu lernen, sich zu informieren, sie lernen mit und von ihren Hunden, und scheuen sich nicht, auf Trainerhilfe zurück zu greifen.
Davon kann manch "alter Hase", der "schon immer Hunde hält", aber bei genauerer Betrachtung so gut wie nichts über Hunde weiss, sich oft eine Scheibe abschneiden.
Tierheim-Hunde sind tatsächlich sehr häufig nichts für Anfänger. Leider werden aber gerade diese Hunde von den vielen unseriösen (oder massiv überforderten) Organisationen häufig in ungeeignete Haushalte abgegeben.Unsere Tierheime hier warnen bereits auf der Internetseite, wenn ein bestimmter Hund nicht für Anfänger geeignet ist und ich finde, das kann man von denen auch erwarten. Bringt ja keinem was, auch dem Hund nicht, wenn er nachher doch wieder abgegeben wird oder sogar eingeschläfert wird, weil der Halter überfordert war.
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12.09.2016, 10:53
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
…also für Nicht-Anfänger gibt es bestimmte Hunde?
Du kannst doch nicht bestreiten (und schreibst es ja indirekt selbst), dass es für einen Neuling Sinn macht, sich eine Rasse auszuwählen, die eine gewisse Unerfahrenheit in der Erziehung verzeiht. Und die hat man einfach als Anfänger, da kann man noch so viele Bücher lesen oder sonst wie sich informieren. Und natürlich entbindet einen das nicht von der Verantwortung, das Tier artgerecht zu halten und sorgfältig zu erziehen.
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12.09.2016, 10:54
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
... aber wir kommen jetzt extrem vom Thema ab, ich glaub, die Frage ist beantwortet...
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12.09.2016, 11:03
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Hier sollte man aber bitte auch bedenken, wieviele Jagdhunde eben doch in Nichtjägerhand abgegeben werden, die dann nach spätestens 1-1,5 Jahren im Tierheim landen, weil sie zu schwierig werden. An Jäger werden diese Hunde nicht vermittelt, da ein Jäger nur Jagdhunde mit entsprechenden Zuchtpapieren nimmt.
Und wenn diese Hunde dann abgegeben werden, sind sie garantiert nichts für Anfänger.
Wir haben als Nichtjäger zurzeit zwei Jagdhunde, beides Abgabehunde. Beide bekommen eine entsprechende Ausbildung als Jagdhunde in Nichtjägerhand und vermutlich mehr zeitliche Ausmerksamkeit als so mancher Hund bei einem Jäger. Noch dazu, dass viele Jäger ihre Hunde immer noch im Zwinger halten.
Dennoch begegnet man ständig Vorurteilen, da viele der Meinung sind, solche Hunde gehören nur zu einem Jäger und man sollte sich keinen Modehund anschaffen oder hätte diese nur angeschafft, weil es Modehunde sind.
Aber wenn kein Jäger diese Abgabehunde will, wer nimmt sie denn dann? Sind sie dann in einem entsprechenden erfahrenen Zuhause nicht wenigstens gut aufgehoben? Ich würde mir wünschen, dass man nicht erstmal schief angeschaut wird, weil man solche Hunde hat. Jedesmal muss ich mich rechtfertigen und erklären, dass ich zwar kein Jäger bin aber dennoch in der Lage den Hunden eine entsprechende Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen.
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12.09.2016, 11:58Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Es gibt für viele Nicht-Anfänger gar keine Hunde. Weil schlicht die Bereitschaft für einen Hund gar nicht da ist.
Und es gibt Rassen, die nur für ganz bestimmte Personenkreise (Jäger, Polizei und Schutzdienst, Schäfer / Landwirte mit Viehbestand, der gehütet oder geschützt werden muss) geeignet sind. Menschen, die diesen Personenkreisen nicht angehören, sollten diese Hunde nicht führen, Punkt. Und zwar völlig wurscht ob Anfänger oder alter Hase.
Nein, das schreibe ich ausdrücklich NICHT.
Du kannst doch nicht bestreiten (und schreibst es ja indirekt selbst), dass es für einen Neuling Sinn macht, sich eine Rasse auszuwählen, die eine gewisse Unerfahrenheit in der Erziehung verzeiht.
Der RR beispielsweise ist ein sehr anspruchsvoller Hund, der seine Menschen extrem fordern kann, vor allem in den ersten vier Jahren - so lange dauert es nämlich, bis er erwachsen ist.
Es gibt dennoch RR Anfänger, die mit diesen Hunden ganz toll leben und arbeiten - eben weil sie sich reinknien und bereit sind zu lernen, und sich entsprechende Schützenhilfe zu holen.
Auf der anderen Seite gibt es "versierte" Hundemenschen, die mit der Rasse scheitern, und - meist die Rüden - nach 1 - 1,5 Jahren abgeben.
Das hat mit Anfänger oder Nichtanfänger überhaupt nichts zu tun.
Es gibt darüber hinaus meines Erachtens keine "einfache" Hunderasse. ALLE Hunde haben Bedürfnisse, und kein Hund läuft einfach nur so mit.
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12.09.2016, 12:02Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Das Problem ist doch hausgemacht.
Ein ordentlicher Züchter dieser Rassen gibt nur an ausgewählte Personen ab.
Bei den übrigen handelt es sich um Vermehrer. Die züchten natürlich auch nicht bedarfsorientiert, sondern nach Mode - siehe Weimaraner.
Ein vernünftiger Mensch, der sich vorab ausreichend informiert, kauft nicht beim Vermehrer.
Dass Jäger nicht automatisch gut mit ihren Hunden umgehen, ist bekannt. Es gibt gute Hundeführer unter den Jägern, aber eben auch Knalltüten. Wie überall.



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