Das war bei unserem Dackel auch so - jeder hat eine Narbe, und zwar nicht nur ne kleine, von ihm. Die Größte meine Schwester, rechts neben dem Auge und untem am Kinn. Beinahe wäre sie blind geworden. Sie war damals 3 Jahre, als er ihr wie im Video oben ins Gesicht gebissen hat, als sie ihm "Tschüss" sagen wollte und in die Hocke ging. Die Tierärzte sagten uns - er war unser erster Hund - kam vom Bauernhof, wir keine Ahnung, war das schwächste Glied im Rudel und hatte eine gebrochene Rute als Welpe: dass ggf. die Nerven vom gebrochenen Schwanz ins Gehirn gingen ......
Er hat auch noch meine Freundin damals gebissen - er war so unberechenbar. Er war total lieb, von jetzt auf nachher hat er aber zugebissen. Ganz schlimm. Meine Eltern haben sich damals dann entschieden, nachdem dies mit meiner Schwester war, ihn einzuschläfern. Grauenhaft war das. Alle haben nur tagelang geheult.
Aber das Andenken an ihn habe ich auch heute noch - eine tiefe Narbe an meinem Handrücken, wo er mir unvermittelt seinen Eckzahn ganz tief reingehauen hat, da war ich glaub so 6 Jahre alt.
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09.09.2016, 19:23Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
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09.09.2016, 19:30
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Danke für das Video! Ich fand es jetzt auch nicht super offensichtlich und absehbar und hab es mir jetzt ein paar Mal angeschaut. Mit den Erklärungen von Rezeptfrei zusammen macht das aber schon großen Sinn. Unsicher bin ich mir dennoch, ob ich das so erkannt hätte, wenn ich selbst der Streichelnde gewesen wäre.
Super Thread, zeigt mir, dass ich mich auf jeden Fall noch sehr sehr intensiv mit Hundeverhalten beschäftigen muss, bevor ich irgendwann einen zu mir nehme (was sowieso erst in einigen Jahren der Fall sein wird, wenn genügend Platz und ein großer Garten da sind).
Schönen Abend euch.
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09.09.2016, 19:38Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
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09.09.2016, 19:45Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Schau dir solche Videos in Zeitlupe an (also Pause drücken und den virtuellen Regler selbst langsam vor- und zurückfahren). Du kannst die Signale in Echtzeit nicht so klar und präzise erkennen. Wenn du ein geübtes Auge hast, entwickelst du aber ein Bauchgefühl, weil du markantes Verhalten erkennst und sehr schnell einsortieren kannst.
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09.09.2016, 21:47Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Ein ganz entscheidender Punkt, der auch häufig ursächlich ist, wenn Familienhunde Kinder beissen - die Erwachsenen der Familie haben in den meisten Fällen versäumt, gute Führer zu sein, und beispielsweise den Hund vor den Kindern zu schützen.
Im Rudel ist eine der Aufgaben aller erwachsenen Hunde die Erziehung des Nachwuchses. Wenn im Sozialverband (Familie mit Hund) also Mensch aus der Sicht des Hundes seinen Erziehungsauftrag vernachlässigt - und das kann schon darin bestehen, dass er einen erwachsenen Hund mit einem Kind allein lässt, ohne dem Kind klare Verhaltensregeln zum Umgang mit dem Hund zu geben - so ist der Hund in der Pflicht, und wird das Kind im Fall des Falles maßregeln. Da Hunde das nicht mit Worten tun können, benutzen sie ihren Körper. Und wenn kleine Kinder dann nicht in der Lage sind, Signale richtig zu deuten, kann es zu Beißvorfällen kommen. Die eigentlich Versagenden - die Eltern, die ihrer Verantwortung nicht nachgekommen sind, oft weil sie überhaupt nicht verstehen (wollen), dass es IHR Job ist, den Familienhund vor übergriffigen Kindern zu schützen, und dass Hunde viele Übergriffe eben NICHT toll finden, verstehen die Welt nicht mehr, und ausbaden muss es meist der Hund.
Wird ein Hund nicht ordentlich geführt (und damit meine ich: beschützt, angeleitet, mit klaren Regeln und Grenzen artgerecht gehalten), sind solche Vorfälle wie im Video immer möglich. Und zwar ganz egal ob es sich um einen Jagdgebrauchs-, einen Familien-, oder einen Polizeihund handelt.
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09.09.2016, 22:08Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
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09.09.2016, 22:24
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Ja! Wir hatten einen verhaltensauffälligen Dackel. Wenn Fremde so auf den zukamen, konnte es passieren, daß er bellte wie ein Irrer, oder schnappte, wenn sie sich besonders blöd anstellten.
Immer fragen, und immer Zeit nehmen. Keine drive-by-Streichler initiieren. Wenn ein Hund freundlich und interessiert ist, halte ich ihm nach kurzem Augenkontakt mit dem Besitzer ("ist das OK?") die Hand hin, damit er schnuppern kann. Das verbale "darf ich ihn anfassen?" kommt dann, wenn der Hund mehr Kontakt will.
Wenn jemand einen sehr knuffigen Hund hat, ist er vielleicht wirklich genervt, daß er nicht mal die Straße runtergehen kann, ohne das alle den Hund anfassen wollen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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09.09.2016, 22:36
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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09.09.2016, 23:28
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Naja, so krass ist es nun auch wieder nicht. Man lernt auch einiges, wenn man dann das Tier daheim hat. Pass einfach auf, wenn du dir einen aus dem Tierheim nimmst, da gibt es manchmal welche, die traumatisiert sind. Ein gutes Tierheim wird dir das aber sagen und dir nur einen "Anfängerhund" geben. Und dann kannst du ja mit ihm in die Hundeschule, um den richtigen Umgang und ein paar wichtige "Befehle" zu lernen.
Uns haben sie im Hundekurs ganz klar gesagt, niemals nie kleine Kinder mit dem Hund allein lassen! Die Kinder wissen nicht, was sie tun. Der Hund wird sich wehren.
Ich fand das früher so krass, wie manche Freundinnen mit ihren Hunden umgingen. Wie mit einem Plüschtier.
Sehr guter Link, danke dafür!
Nö, ich find das eigentlich immer ganz süss, wobei ganz so schlimm ist es bei mir nicht. Eher so, dass der Hund gern auf andere zugeht und die freuen sich dann (sonst würde ich sie sofort wegnehmen, vor allem bei Kindern bin ich vorsichtig)
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10.09.2016, 09:29Inaktiver User
AW: Eine Frage an Hundeherrchen/frauchen
Das sehe ich anders.
Hunde sind ja zu einem Großteil schon lange keine Haus- und Hofhunde mehr, sondern Familienmitglieder, die aktiv am täglichen Leben teilnehmen. Und an diesem Punkt trägt ein Hundehalter heute deutlich mehr Verantwortung für seinen Hund und natürlich auch für seine Umwelt und muss seinen Hund einschätzen, verstehen und ebenso sicher wie vorausschauend führen können. Dieses Thema ist ja ein sehr gutes Beispiel dafür.
Hundehalter, die das nicht können, empfinde ich als ziemliche Plage. Das sind oftmals die typischen "Das hat er ja noch nie gemacht!", "Der tut nix", "Die regeln das unter sich"- Halter, mit denen es im Alltag immer wieder Probleme gibt, weil ihre Vierbeiner Radfahrer, Jogger, andere Hunde(-halter) oder Menschen nerven, die einfach nicht mit fremden Hunden konfrontiert werden wollen, oder andere Hunde im Freilauf mobbt.
Man muss aus dem Thema sicher keine Religion machen, aber je mehr man von einem Hund fordert, desto mehr muss man auch wissen und investieren. Einen Hund, der z.B. im Restaurant ruhig in Anwesenheit anderer Hunde unter dem Tisch liegt, gelassen bleibt, wenn Radfahrer an ihm vorbeifahren oder kreischende Kinder in seiner Anwesenheit spielen, andere Hunde vorbeilaufen lässt, ohne sich keifend in die Leine zu hängen, fremde Menschen nicht mit seinen Matschpfoten anspringt oder sich deeskalierend abwendet, wenn er keinen Kontakt will, bedeutet eine Menge Arbeit. Besonders, weil der Trend zu Moderassen geht, die zwar schön aussehen, deren Eigenschaften dem Dasein als Familien- und Begleithund aber im Wege stehen.



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