chironex_fleckeri,
99 % Zustimmung, das ist ein Posting, in dem ich mich gut wiederfinden kann. Aber eine vegane oder vegetarische Lebensweise ist noch kein -ismus und schon gar kein Dogma. Es ist ein Behelf. Solange die Menschheit den von Dir beschriebenen Respekt nicht mal im Ansatz aufbringt, finde ich es gut, dass es Gegengewichte gibt. (IVielleicht haben wir in der Schule auch zuviel Dialektik durchgenommen und das hat sich bei mir eingebrannt :-) )
Denn: Ein Einzelner kann diese Art von Respekt zurzeit nicht praktizieren. Es haut einfach nicht hin, man müsste sehr sehr viele sehr sehr faule Kompromisse machen. Oder sich selbst, um den Bogen zum Thema zurück zu schlagen, Schweine halten und sie auch selbst um die Ecke bringen. Vegan oder vegetarisch zu leben, ist nur eine Art der Verweigerung, des teilweisen Aussteigens aus einem inhumanen System, bei dem eben jeglicher Respekt vor den Mitgeschöpfen fehlt. Ich sehe leider nicht, wie man das anders zumindest für sich selbst lösen könnte.
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01.09.2016, 09:47
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
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01.09.2016, 10:14
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Danke fuer Deine Antwort.
Wie gesagt glaube ich nicht, dass es vordergruendig um "niedlich" geht, bzw. dass der Ausdruck nur unzureichend abdeckt, was - vielleicht auch von Deinen Bekannten - eigentlich gemeint ist. Zunaechst mal ist ja ein Pferd nicht "niedlich" in dem Sinne; und dann ist es, wie Du selbst erlebst, subjektiv voellig unterschiedlich, welche Tiere als "niedlich" bzw. "schoen", "angenehm" oder eben als "Haustier" / "Gefaehrte" empfunden werden.
Welche Tiere vornehmlich als Haustier/Gefaehrte empfunden werden, ist eine kulturelle Praegung. Ausserdem glaube ich, dass man eher ein klassisches Nutztier fuer sich persoenlich den Haustieren/Gefaehrten zuordnet (z.B. Schweine) als umgekehrt.
Ich habe zumindest noch nie jemanden sagen hoeren, dass er/sie eine Beziehung zu Schweinen haette, aber kein Problem damit, Hunde zu essen.Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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01.09.2016, 11:22Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Für mich ist das kein anderes Thema sondern das gehört einfach mit dazu. Ich kann doch nicht gegen Fleischkonsum sein, aber gleichzeitig Haustiere absolut nicht artgerecht halten.
Mitleid mit Nutztieren würde bedeuten, dass ich in letzter Konsequenz kein Fleisch mehr esse. Der Mensch ist aber nunmal ein Allesesser. Sicher finde ich vieles in der Nutztierhaltung nicht gut. Ich kann es aber nicht ändern.
Ok ich kann mir teures Bio-Fleisch leisten und damit schon einen gewissen Beitrag leisten. Wobei immer die Frage ist wie bio das ist und bio auch nichts mit wirklich artgerechter Haltung zu tun hat, weil auch hier der Profit seinen Einzug gehalten hat.
Aber was ist mit den Menschen die sich das nicht leisten können?
Und, wie andere schon geschrieben haben, Pflanzen leben auch und haben in gewisser Weise auch ein Anrecht auf aartgerechte Haltung.
Danke für den Hinweis auf die Haustiere. Haustierhaltung ist in vielen Fällen nichts anderes als ein Konzentrationslager für Tiere. Eigentlich sogar schlimmer, denn viele Tiere müssen bis an ihr Lebensende leiden und werden nicht durch einen Schlachtprozess sozusagen "begnadigt". <- Man beachte bitte die Anführungszeichen.
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01.09.2016, 11:41Inaktiver User
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01.09.2016, 11:52Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Ich mag übel und unglaubwürdig sein, aber ich habe auch etwas Mühe, mir vorzustellen, womit die Katze eines Veganers/einer Veganerin gefüttert wird, wenn nicht mit Fleisch? Aber ich zweifle nicht daran, dass es eine GANZ einleuchtende Erklärung für die doofen Fleischesser gibt, weshalb für eine Katze andere Tiere getötet werden dürfen und müssen, und die Katze sich von Fleisch ernähren muss und darf.
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01.09.2016, 11:58Inaktiver User
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01.09.2016, 12:24
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Sachliche Antwort auf deine Frage: ja Katzen müssen tatsächlich Fleisch essen, weil sie sonst krank werden. Sie brauchen einen bestimmten Stoff (Taurin), der nur in Fleisch drin ist.
Der Mensch hingegen KANN auch ohne Fleisch und andere tierische Stoffe überleben - ob gut und ob er das will ist die andere Frage.
Deswegen ist es kein Widerspruch, wenn der Veganer seine Katze artgerecht ernährt, so dass sie überleben kann.
Die andere Frage ist, ob ein Veganer eine Katze überhaupt halten dürfte, da es sich ja auch um eine Ausnutzung eines Tieres für eigene Zwecke handelt, denn die Katze wird in der Regel hauptsächlich zum eigenen Wohlbefinden gehalten - eher selten heute zur Mäusejagd, obwohl das natürlich für den Veganer zum Schutze seiner Getreidevorräte schon wieder sinnvoll wäre .... aber ich schweife ab.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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01.09.2016, 12:37Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Ich dachte mir, dass dies die Erklärung ist und theoretisch leuchtet sie mir auch ein. Praktisch jedoch gar nicht, und trotz sicherlich ausgefeiltem Argumentarium, weshalb es völlig logisch und sinnvoll und moralisch völlig einwandfrei ist für einen Veganer, eine Katze zu halten und ihr Fleisch zu füttern, halte ich dies für inkonsequent und absurd. Oder, um im Sprech zu bleiben: für übel und unglaubwürdig.
Aber ich möchte hier keine Diskussion über Veganertum und Missionierungsdrang anzetteln. Ich fand nur die Vorstellung, dass ein Veganer seiner Katze seelenruhig Fleischfutter (Schlachtabfälle von sicherlich nicht artgerecht gehaltenen Tieren) kauft und das gut findet, regelrecht absurd. Tatsächlich stößt man, wenn man die veganen Ideen konsequent durchhalten möchte, relativ rasch mal an Grenzen. Leider wird das von den Veganern aber meist nicht anerkannt, sondern es werden gewundene Erklärungen gesucht, weshalb das inkonsequente Verhalten im konkreten Fall eben doch total ok ist, und weshalb Menschen, deren Moralempfinden das stört, übel und unglaubwürdig sind.
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01.09.2016, 12:42
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Die bösen Buben in der Schule haben immer versucht, ob sie die Mädchen zum Kotzen bringen konnten, wenn sie, nachdem das Mädchen ein Würstchen gegessen hatte, sagten, "das war übrigens von [Name des Pferdemetzgers]". Manchmal klappte es, manchmal kriegten sie Schläge...
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Ich denke, wenn Hunde nicht hüteten und Wache hielte, hätten wir keine Hunde, wenn Katzen nicht Mäuse fingen, keine Katzen, wenn Pferde so undomstizierbar wären wie Zebras, keine Pferde, wenn Rinder nicht Milch gäben und eßbar wären, keine Rinder, und wenn Schweine nicht mit verhältnismäßig geringem Aufwand viel Fleisch ansetzen würden, das gut schmeckt, keine Schweine. Es gefällt mir, daß wir Tiere haben, auch wenn sie für uns arbeiten und wir manche von ihnen essen. Deswegen will ich aber auch, daß sie auf eine Art leben, die mir gefällt und wo ich nicht, wie die kleinen Mädchen auf den Schulhof, das Kotzen kriege.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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01.09.2016, 12:43Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Er KANN auch sterben, nämlich dann, wenn noch andere Einschränkungen auftauchen und es so zu erheblichen Mangelzuständen kommt. Und viele die eben vegan leben, tun dies einfach, ohne sich über die Kompensation von Defiziten durch das fehlende Fleisch zu informieren. Vegan leben heißt ja nicht einfach nur Fleisch etc., wegzulassen, sondern auch dafür zu sorgen, dass man unter veganen Regeln die Inhaltsstoffe trotzdem bekommt, die normalerweise über den Fleischkonsum rein kommen. Und wundern sich dann über Mangelzustände.
Bei Vegetariern ist das einfacher als bei Veganern.
Und meiner Meinung nach sollte ein Veganer keine Haustiere halten, insofern er keine wirklich artgerechte Haltung betreiben kann, weil er damit seinem gesamten Konzept widerspricht und sich unglaubwürdig macht. Also Inkonsequenz hoch 10.
Vegan leben ist auch keine artgerechte Ernährung für den Menschen weil der Mensch als Allesesser konzipiert ist. Wenn es ethische Gedanken etc. nicht gäbe, käme kaum wer auf die Idee, gegen die artgerechte, von der Natur aus vorgesehene Ernährung zu verstoßen. Das hat nichts mit Überleben zu tun.Geändert von Inaktiver User (01.09.2016 um 12:49 Uhr)


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