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01.09.2016, 08:20Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
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01.09.2016, 08:22Inaktiver User
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01.09.2016, 08:29
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Ich denke gerade einfach viel über dieses Thema nach, warum wir manche Tiere ohne größere Gewissensbisse essen und bei manchen solche Skrupel haben.
Im Bekanntenkreis hatten wir diese Diskussion mal wieder am letzten Wochenende. „Nein Pferde oder Kaninchen würde ich nie essen – die sind doch so niedlich.“
Generell bin ich kein Vegetarier, aber auf dem besten Wege dahin. Was ich noch an Fleisch esse (wenig, zumindest im Bundesdurchschnitt) kaufe ich im Hofladen eines Bauern. Die Tiere haben dort Auslauf und es geht ihnen (verglichen mit der hier üblichen Tierhaltung) gut. Dennoch habe ich ob Ihres Endes nachwievor ein schlechtes Gewissen und möchte es im Grunde nicht. Daher werde ich es wohl mal vegetarisch probieren. Es sollte aber auch nicht um das Thema „ist es richtig Fleisch zu essen“ gehen, sondern um das Werten von Tieren.
Ich hätte das Beispiel natürlich viel offener gestalten und auch Rinder, Hühner oder andere Nutztiere einbeziehen können. Schweine habe ich daher gewählt, da ich gerade diese Tiere sehr mag und bei ihnen umso weniger nachvollziehen kann, warum sie von vielen so gering geschätzt und gleichgültig gesehen werden. – Wie ich gerade feststellen muss, ist ja irgendwie auch das schon wieder eine Wertung.
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01.09.2016, 08:35Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Danke für deine Antwort, Bergmann.

Mach wie du meinst. Nie jemanden missionieren, dass bringt nichts, hab ich oft festgestellt.
Jeder muss selber darauf kommen was gut für einen selber ist.
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01.09.2016, 08:39Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Oft wird man von Fleischessern "angegriffen" oder missverstanden. Oder es wird sich über einen lustig gemacht.
Da braucht man ein dickes Fell.
DAS hab ich mir wachsen lassen.
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01.09.2016, 09:16
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Ja. Oder es wird behauptet, dass man, wenn man schon Mitleid mit Schweinen und anderen Tieren hat, auch Mitleid mit Pflanzen haben müsste. Wenn man sich auf dieses Argument einlässt und zB anführt, dass auf dem Umweg über Nutztiere viel mehr Pflanzen dran glauben müssen, gilt man als missionarisch.
Und dann gibt es noch die, die einen gern mal darauf hinweisen, dass man ja letzten Endes inkonsequent sei, wenn man sich zB Katzen halte. Das sei ja auch eine unzulässige Gewichtung. Katz niedlich - Katzenfleischfuttertier (Schwein kommt ja in KaFu nicht vor) nicht niedlich und daher nicht mitleidswürdig? Warum man dann überhaupt Vegetarier/Veganer sei? Da müsse man sich dann aber auch bitteschön keine Katze halten, sondern eher ein Kaninchen. Vegetarier und Katzenhaltung - ganz übel und unglaubwürdig. (und GANZ leicht zu entkräften, aber es nervt!!!)
Wenn man mich nach meinem Lieblingstier fragte, würde ich spontan sagen: Schwein. Danach Esel. Und danach Katz. Mein Kater weiß das aber nicht (und seine drei Vorgänger haben es auch nie erfahren). Er wird bei mir gut gehalten und liebgehabt, als sei er eine große dicke fette rosa Sau mit Ringelschwänzchen und verschmitzten Äuglein. Das alles hat er nicht. Aber dafür ein schmusigeres Fell :-)
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01.09.2016, 09:19Inaktiver User
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01.09.2016, 09:23Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Es geht doch darum, was mit Haustieren wirklich ab geht. Eine Katze die z.B. in der Wohnung eingesperrt wird, hat doch kein artgerechtes Leben.
Ein Hund, der in einer Großstadt lebt und noch nicht einmal frei von der Leine laufen darf, ist auch nicht artgerecht gehalten.
Einerseits sich über Fleischkonsum aufzuregen, andererseits aber Haustiere nicht artgerecht halten ist schon sehr makaber. Nicht viele können Haustiere artgerecht halten, weil sie aufgrund ihrer Wohnsituation garnicht die Möglichkeiten haben, aber trotzdem tun sie es. Das ist in meinen Augen lebenslange Folter für die Tiere.
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01.09.2016, 09:30Inaktiver User
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Der ganze Ansatz ist verfehlt.
Natürlich fühlen Pflanzen. Sie atmen. Sie entwickeln Abwehrstrategien. Sie haben einen Stoffwechsel. Es sind Lebewesen wie wir.
Dasselbe gilt für Insekten. Für Fische. Vögel. Andere Säugetiere.
ALLE müssen aber essen um leben zu können. Was ein Lebewesen braucht ist unterschiedlich - es gibt Herbivoren, Carnivoren, Omnivoren. Nicht jeder Stoffwechsel kann sich an jede Kost anpassen.
Entscheidend ist doch, dass man respektvoll und achtsam isst - wenn ein Raubtier etwas erlegt, um damit sein Überleben zu sichern, ist weder die Jagd noch das Töten "schön". Aber zuvor hatte das Wildtier vermutlich ein gutes, artgerechtes Leben.
Wir dagegen haben durch unsere scheinbare Überlegenheit Kreisläufe so verändert, dass von Achtsamkeit und Respekt keine Rede mehr sein kann. Wir scheuen nicht davor zurück, selbst Pflanzen so zu verändern, dass sie - und das ist die Ironie der Geschichte, letztlich auch für uns schädlich werden. Wir haben Massentierhaltung erfunden - Konzentrationslager für Tiere, von der Geburt bis zur Schlachtung. Wir haben längst schon jedes Augenmaß verloren. Und das gilt im übrigen analog für viele Haustiere. Auch diese angeblich so geliebten Hausgenossen führen oft ein elendes, wenig artgerechtes Leben.
DAS liesse sich ändern. Nicht über Veganismus, Vegetarismus und andere, eher dogmatisch ausgerichtete Ansätze, sondern über einen RESPEKTVOLLEN Umgang mit Ressourcen der Erde, unserer Umwelt, Tieren, Pflanzen, und ja, auch Menschen.
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01.09.2016, 09:38
AW: Kein bzw. nur wenig Mitleid mit Schweinen?
Ja. Aber die nicht artgerechte Haltung von Haustieren ist ein völlig anderes Thema. Nicht artgerecht gehalten werden leider viele Haustiere. Sowohl von fleischessenden Menschen als auch von Vegetariern. Was genau möchtest Du denn mit Deinem Posting im Zusammenhang mit der Frage, ob Nutztieren Mitleid gebührt, sagen?



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