@Mitternachtsblau, der Nachbar meiner Mutter stammt leider auch von solch einem Bauernhof. Bei unseren Verwandten wurden damals Gänse lebendig gerupft, Hühner in Legebatterien gehalten, und sein Vater hat noch bis vor kurzem Schweine in engen Boxen ohne Bewegungsfreiheit gehalten.
Das liegt doch nicht "in der Natur der Dinge"; wer Tiere hält, ist doch verpflichtet, sie so zu halten, dass sie nicht leiden.
Da kann man sich doch nicht ständig darauf berufen, dass "man das schon immer so gemacht hat". Das finde das schlechteste Argument überhaupt.
Leider ist per Gesetz vieles erlaubt, was dennoch Tierquälerei ist. Und wie ich schon geschrieben habe, bei den Veterinärämtern stößt man auch manchmal auf taube Ohren. Ob ein Tier leidet oder nicht, interessiert die Behörden manchmal einen Dreck.
Wenn Chelonia gleich das Veterinäramt verständigt hätte, ich wette, da wären Vorwürfe gekommen wie "Warum hast du denn nicht zuerst mit der Bäuerin geredet, bevor du zum Veterinäramt rennst?"
@Chelonia, du machst das genau richtig. Finde ich total super, dass du dir Gedanken um die armen Tiere machst.
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Ergebnis 11 bis 20 von 65
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20.07.2016, 10:30
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
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20.07.2016, 10:39Inaktiver User
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
Hallo und danke an euch, die ihr mir bis jetzt hier geantwortet habt. Jede Antwort ist hilfreich für mich. Danke besonders hier an ereS für das Raussuchen der Gesetzestexte - mit sowas habe ich mich noch nie beschäftigt und ich sehe, dass da in Bezug auf die Tierhaltung noch viel zu verbessern wäre.
Ähnlich wie twix und Gitta stehe ich dann etwas hilflos vor der Realität und wäre gerne manchmal so radikal wie Vienna und finde aber auch Tiffanys Aussage sehr nachvollziehbar.
Die Faktenlage ist so, dass ich leider keine anderen Kunden kenne - wir kaufen immer wegen Arbeitszeiten so ein, dass wir ganz kurz vor knapp dort ankommen und quasi schon die Auslagen weggeräumt werden oder bestellen telefonisch vor und holen dann unsere Einkäufe nur noch ab und meistens macht dies mein Mann noch alleine. Freunde und Verwndte hinschicken kann ich natürlich mal versuchen, sehe aber nicht viel Hoffnung darin, da der Hof echt weit außerhalb liegt und wir kaum Freunde haben, die ein Auto haben und unsere verwandten sind a) spärlich und b) weit über 80 und c) kaufen ohnehin woanders ein.
Dies nur zur Erklärung.
Wenn ich in die Gesetzestexte schaue, bin ich sogar noch im Unrecht - die Auflagen, die für Kaninchen gelten, werden ja alle eingehalten. Was nicht heißt, dass ich das begrüße oder richtig finde, sondern nur, dass ich auf der Ebene wenig Handhabe besitze.
Und "ausflippen" und die Tiere "retten", so wie Vienna das machen würde - na klar, ein bißchen Robin Hood, ein bißchen PETA - alles prima, nur: ich habe keinen Platz für Kaninchen, nicht mal übergangsweise. Und die nächsten Viecher für den Stall stehen doch dann auch schon in den Startlöchern - für jedes Tier, das man retttet, kommt ein anderes nach, das kenne ich schon aus anderen Zusammenhängen. Und die armen Viehers einfach freilassen kann es ja wohl nicht sein - die wären in nullkommanix überfahren, da der Hof nah an einer Ausfallstrasse liegt und gleichzeitig von der anderen Seite kommt der Fuchs, angelockt von den (übrigens hervorragend gehaltenen - wirklich wahr!) Hühnern.
ich denke, ich werde einfach nochmal insistieren, wenn wir das nächste Mal dort sind.
Es ist aber auch so, dass mir jedes Tierleid, und sei es noch so klein (Leid und Tier) unendlich leid tut. Je älter ich werde, desto schlimmer wird das - ich kann inzwischen nicht mal mehr eine Fliege töten, die sich in meine Wohnung verirrt hat. Ich bin gegen Wespenstiche allergisch und habe mir antrainiert, bei Wespenumschwirrung ruhig zu bleiben - ein Verhalten, welches mir diametral widerspricht. Ich ekelte mich viele jahre extrem vor Spinnen - ich habe mich nachgerade gezwungen, das auszuhalten, da ich sie nicht mehr umbringen konnte und wollte.
Jeder blutige Klumpen auf der Autobahn versetzt mir nur im Vorbeifahren schon einen Stich und beschert mir einen Moment der Trauer. ich bin da hochemotional und manchmal leide ich darunter, aber ich empfinde mein Leid an der Stelle als richtig!
Ich bin froh, dass manche hier genauso drauf sind und mich wenigstens verstehen. Und dabei das eine oder andere Tier "retten".
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20.07.2016, 10:39
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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20.07.2016, 10:42Inaktiver User
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20.07.2016, 10:44
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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20.07.2016, 10:44Inaktiver User
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
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20.07.2016, 10:47
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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20.07.2016, 10:48
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20.07.2016, 10:52Inaktiver User
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20.07.2016, 10:59
AW: Was tun mit völlig uneinsichtigen Leuten?
Nein, das findet wohl niemand - wenn es denn so war.
Aber die Bäuerin sieht es nicht als vergammeltes Trinkwasser an und wer hier im RECHT ist - das wissen wir ja zunächst mal gar nicht. Da gibts subjektiv gesehen unterschiedliche Wahrnehmungen im Leben.
Und die Bäuerin darauf ansprechen ist völlig in Ordnung - aber in Erwägung zu ziehen, da eigenhändig einzugreifen, weil man selbst eben anderer Ansicht ist?!Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde


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