Na klar kannst Du ihn alleine lassen. Wenn ihm langweilig wird, fällt ihm sicher was Lustiges ein.
Und um Dir doch noch ein bisschen das vertraute Gefühl eines Katzenforums zu geben: Auch bei einer Freigängerkatze spricht nichts gegen eine Zweitkatze. Ich bin - das muss ich erklärend hinzufügen - ein ausgesprochener Befürworter von Zweitkatzen.
Viel Freude mit dem neuen Herr und Gebieter in Deinem Leben.![]()
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10.07.2016, 12:35Inaktiver User
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
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11.07.2016, 07:33
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Natürlich ist eine zweite Katze optimal.
Zum Thema Alleine lassen: ich hatte vor zwei Jahren Katzenbabies:
Zu meinem großen Erstaunen hat die Katzenmutter ihre Babies ab der zweiten Woche schon mal eine zeitlang allein gelassen, kam aber sofort angeflitzt, wenn ein Ton aus der Kiste kam oder wir zulange uns an der Kiste zu schaffen gemacht haben
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Als die Kinder 4 Wochen alt waren, musste die Katzenmutter notfallmäßig in die Tierklinik, die Kinder hatten schon angefangen, selber zu fressen, ich war erstaunt, wie problemlos das ging. Sie haben nicht nach ihrer Mama gejammert, sich aber riesig gefreut, als sie zwei Tage später wieder da war
Das erste Katzenkind ist bereits mit 8 Wochen in seine neue Familie gekommen: eine Familie weiter weg hatte ihn sich ausgesucht, ich hatte in der Gegend zu tun und hatte ihn mitgenommen. Meine Tierärztin hatte das befürwortet. Da war ich erstaunt, dass die Katzenmutter ihn nicht vermisst hat
In der neuen Familie, katzenerfahren und mit zwei weiteren Katzen, gab es keine Probleme, ich hatte noch fast ein Jahr lang Mailkontakt.
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11.07.2016, 09:44
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Und hier auch noch ein "Lass ihn ruhig schon mal alleine" von einer weiteren Dosenöffnerin
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Vor allem, wenn Du nur mal eben zum Einkaufen fährst, sollte das kein Problem sein.
Ich habe selbst noch kein Kitten gehabt, aber eine Bekannte ist im Katzenschutz tätig, die hat schon mehrere Würfe mit und ohne Mama bei sich gehabt und saß auch da nicht permanent am Körbchen. Allerdings hatte sie ein Katzenzimmer, da war dann die Tür zu und im Zimmer nix Gefährliches, wo die Kleines hätten runterfallen oder sich strangulieren können.Alles zu seiner Zeit.
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11.07.2016, 10:47Inaktiver User
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Na dann danke ich euch hier schon mal und arbeite an etwas mehr Gelassenheit 😉
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14.07.2016, 13:52
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Ganz entspannt bleiben!
Diese deutsche Tierforen sind in meinen Augen oft ziemlich radikal. Ich finde das gruselig, vor allem, wie alle wirklich in Grund und Boden fertig gemacht werden, die anders denken oder gar andere Erfahrungen gemacht haben. Die müssen alle lügen und sind per se Tierquäler.
Bleib da besser draußen, wenn du eh dazu neigst, ein bisschen zu sehr zu glucken.
Ich bin relativ aktiv in einer amerikanisch-kanadischen Tierschutz-Community, die haben da teilweise sehr viel entspanntere Ansichten. Da fragt man sich dann doch, warum die deutschen Communities meinen, dass alle "Andersdenkenden" am besten auf dem Scheiterhaufen verbrannt gehören.
(Und damit will ich nicht sagen, dass ich bei den dortigen Ansichten nicht auch ab und zu mal die Augen verdrehe
Die tendieren nämlich zum Beispiel dazu, sich ganz ausgeprägt als Eltern ihrer sehr vermenschlichten Tiere zu sehen, bei jedem querliegenden Pups in die Tierklinik zu rennen und dort ist Freigang quasi Tierquälerei und absolut zu verurteilen.)
Dort habe ich zum Beispiel gelernt (quasi hautnah an mehreren Beispielen), dass ein junges Tier auch mit einem älteren ganz problemlos vergesellschaftet werden kann, und beide enorm davon profitieren. In deutschen Foren wird man dafür oft gelyncht, das würde ja für beide nur Leid verursachen, die könnten ja nichts miteinander anfangen, man müsse IMMER zwei Katzen ungefähr gleichen Alters nehmen, egal wieviele man schon hat...
Ab davon: Denk doch einfach nochmal gut drüber nach, ob du dir nicht doch noch ein zweites Kitten dazuholen willst.
Vor allem, weil die beiden sich dann wunderbar auch miteinander beschäftigen können. Grade und vor allem dann, wenn du mal wegmusst. Die beiden haben Gesellschaft, und du hättest kein schlechtes Gewissen, dass du das "Baby" alleinelassen musst. Zudem machen erfahrungsgemäß zwei Kitten weniger Stress als eins, weil die ihre Flausen oft aneinander auslassen, und nicht am Menschen oder der Einrichtung
Wenn du gute Günde hattest, nur eins zu nehmen, dann ignorier den letzten Absatz einfach, dann hast du ja schon drüber nachgedacht.
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15.07.2016, 07:23Inaktiver User
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
@Viera
Danke für deine Worte;-)
Ja, es ist wirklich erschreckend was man da so zu lesen bekommt...
Vor einigen Tagen bemerkte ich dass er in unser Bett ans Fussende gepieselt hatte😣
Ich hatte schon ein paar Tage den Verdacht, geruchstechnisch hatte sich was verändert im Schlafzimmer... 🙄
Hatte aber nichts gefunden, war der Meinung er hätte auf den Teppich gemacht...
Also alles abgezogen, (zum Glück haben wir Matratzenschoner) Enzymreiniger drauf, den ganzen Vormittag gewaschen. ..
Und dann bin ich ins Netz um mich zu informieren 😮...aber ich hätte es ja wissen müssen...😉
Bei dem Thema geht ja richtig die Post ab, Zitate wie :" Du Schwein hast es nicht anders verdient wenn du eine Katze alleine hast, sie sollte dir noch täglich ins Bett ka...n!!"
waren noch harmlos ...
Aber wenn man mal weiter schaut dann passiert das seltsamerweise auch mit zwei Katzen...Von denen es evtl. nur eine macht...komisch,ne?
Aber auch da ist die Lösung für die meisten ganz einfach, es ist einfach immer!! der Katzenbesitzer schuld....
Er/ sie hat immer irgendetwas gemacht das Missfallen beim Stubentiger ausgelöst hat und das arme Tier weiß sich ja nicht anders zu helfen...
Und er/sie soll Buße tun und sich am besten noch stündlich mit einer neunschwänzigen Katze selbst geißeln...
Mann oh mann...
Übrigens habe ich vor der Schlafzimmer Tür ein kleines Katzenklo aufgestellt...
und siehe da....😄
Der Weg ins Bad ist , wenn's pressiert, doch wohl noch etwas zu weit...😉
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15.07.2016, 08:36
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Oh je

Ich habe vier Katzen, gebe mir größte Mühe mit ihnen, spiele mit ihnen, einer von uns ist fast immer zu Hause,mein Mann ist berentet, wir haben einen Katzengarten gebaut, sie haben einen riesigen Dachboden zusätzlich zur Wohnung, 5 Katzenklos, die regelmäßig 2x täglich gereinigt werden - und trotzdem haben wir ab und zu, dass einer von den vieren irgendwo hinpinkelt.
Dein Katzenkind ist doch noch jung, vielleicht hat er entweder den Weg nicht geschafft oder sich beim Spielen vergessen? Das habe ich bei den Katzenbabies beobachtet: die haben zusammen auf dem Sofa gerauft und dabei kleine Pfützen hinterlassen.
Myrthenöl kann man dem Wischwasser zusetzen, das neutralisiert den Geruch.
Aktuell hat mir neulich jemand auf die Arbeitstasche gepinkelt und ich habe es erst im Zug bemerkt
und gestern habe ich unseren Kater, der eigentlich immer lieb und gut erzogen ist, in flagranti erwischt, wie er auf dem Dachboden auf ein herumliegendes Brett gepinkelt hat. Ein Stoffteil, was da lag, hatte ich gerade wegen Uringeruch entsorgt.
Ich frage mich auch, was habe ich falsch gemacht? In den Foren wird auch immer geschrieben, Katzen mögen keine Veränderung. Wenn es danach geht, müssten meine Tag und nacht irgendwo hin pinkeln, wir renovieren ein altes Haus und eigentlich ändert sich immer irgendetwas,
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15.07.2016, 10:53
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Hallo Pucki,
genau aus dem Grund habe ich mich aus allen Katzenforen wieder abgemeldet. Ich habe dort nicht geschrieben - das habe ich mich gar nicht getraut - sondern nur gelesen. Nach einigen Abenden lesen, kam ich mir vor, wie die letzte Tierquälerin, obwohl ich einem ausgesetztem Katzenkind eine Zukunft gegeben habe. (siehe Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht).
Hier habe ich wertvolle Hinweise bekommen. Leider lief die Suche nach einem passenden Jungkater nicht sehr erfolgreich, da ich niemand gefunden habe, der den Neuen im Fall der Fälle zurücknehmen würde.
Jetzt sind die Tierheime voll von jungen Katzen, aber mein Jungspund ist ja schon fast 10 Monate. Und - ob ich es nun will oder nicht - die Forenaussagen, dass man einem Halbstarken kein Kitten vorsetzt, haben mich doch negativ beeinflusst. Ich habe einfach zuviel Bammel, dass es nicht funktioniert. Und drei Katzen sind mir zuviel.
Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich eine zweite Katze dazu nehmen. Er ist noch so jung, da sollte das klappen. Ich hadere wirklich oft, dass es sich bei uns nicht ergeben hat. Aber Ende September werden wohl nicht so viele Kitten geboren und im Tierheim abgeliefert.
Alles Gute für Euch
rosen_stolz
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15.07.2016, 12:07Inaktiver User
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Wisst ihr was ich mir gerade überlegt hab?
Wieso wird eigentlich bei Hunden/Welpen nicht so ein Theater gemacht im Bezug auf "nur ein Tier"?
Gerade Hunde sind ja wohl mal 100% keine Einzelgänger und absolute Rudeltiere.
Wieso ist es denn da in Ordnung und bei einer Katze nicht? Vor allem wenn sie Freigänger wird?
Und beim Hund ist es kein Problem wenn er vom Menschen bespasst und bespielt wird, bei einer Katze schon?
Beim Hund kann man den Artgenossen ersetzen, bei einer Katze nicht?
Der Hund muss sogar "lernen " alleine zu bleiben, bei ner Katze ist das ein "Verbrechen"?
Hmm....
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15.07.2016, 12:25Inaktiver User
AW: Frage an erfahrenes Katzenpersonal ;-)
Der Fall ist anders. Hunde haben sich - das ist wissenschaftlich in letzter Zeit intensiv erforscht worden - dem Menschen viel mehr angepasst als Katzen. Hunde betrachten den Menschen viel mehr als eigenen Artgenossen, als Katzen dies je tun würden. Hunde haben auch die Menschenkommunikation viel besser erlernt als Katzen. Oder als Wölfe.
(z.B.: Hunde verstehen auf Anhieb, was die Geste "Fingerzeigen" bedeutet. Katzen nicht - und Wölfe interessanterweise ebenfalls nicht. Gleiches gilt für die Blickrichtung.)
Das Verhaltensrepetroire des Hundes hat sich während der langen Co-Evolution mit dem Menschen erheblich an den Menschen angepasst.
Es gab mal einen Versuch mit Schäferhundewelpen und Wolfswelpen, die beide von Hand von Menschen aufgezogen wurden (nicht miteinander, sondern einzeln). Sowohl Hunde- als auch Wolfswelpen hatten menschliche Ersatzmütter und kannten kein erwachsenes Exemplar ihrer eigenen Spezies.
Dann wurden die Welpen einer nach dem anderen mitten auf einen Teppich gesetzt, auf der einen Seite sass ein Mensch und auf der anderen Seite ein ultraruhiger erwachsener Schäferhund (für die Hundewelpen) bzw. ein ultrazahmer erwachsener Wolf (für die Wolfswelpen)
Die Hundewelpen krabbelten ausnahmslos zum Menschen, und nicht zur Schäferhündin. Die Wolfswelpen hingegen ausnahmslos zur Wölfin.
Obwohl Hunde- wie Wolfswelpen die absolut gleiche Sozialisation - nämlich auf den Menschen geprägt - erhalten hatten. Das wird als deutlicher Hinweis gewertet, dass bei Hunden die Prägung auf den Menschen unterdessen auch genetisch verankert ist, Hunde also den Menschen nicht als artfremd ansehen.
Bei Katzen ist das ü-ber-haupt nicht der Fall.


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