Dem schließ ich mich an.
Ich hatte auch erst den Hund, dann hab ich meine Kinder bekommen. Das klappte gut - aber ein Hund hat mir da gereicht. Viele geraten heute ja schon mit einem einzigen Baby an ihre Belastungsgrenze... Zwei Hunde an der Leine plus Kinderwagen (oder alle im Auto verstauen) - das ist schon anspruchsvoll!
Aktuell habe ich drei Hunde, ich hatte auch vorübergehend schon vier, plus Katze. Ich find es für die Hunde schöner, und auch entspannter, weil sie sich auch untereinander beschäftigen können - aber nur wenn alle friedlich und folgsam sind.
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Thema: 2ter Hund
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25.05.2016, 10:38Inaktiver User
AW: 2ter Hund
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25.05.2016, 10:55
AW: 2ter Hund
Liebe Rezeptfrei,
da bin ich ganz bei dir.
Wir hatten schon diverse Pflegehunde neben unserem "Inventar-Hund" und das ist nicht immer so harmonisch gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten. Unserer negatives Highlight war eine handfeste Beißerei, weil der Neue an der Rangordnung gerüttelt hat.
Liebe TE,
warte doch ab, bis ihr Nachwuchs bekommen habt. Solltet ihr nach einer Weile merken, dass dann noch Ressourcen vorhanden sind, könnt ihr euch doch immer noch um einen zweiten Hund bemühen.
Mal angenommen, ihr holt euch jetzt einen zweiten dazu und du wirst in einem der nächsten Zyklen schwanger. Nicht immer verläuft eine Schwangerschaft vollkommen problemlos. Und selbst wenn, wird es am Ende der Schwangerschaft mitunter sehr beschwerlich. Dann muss der neue Hund unter Umständen recht schnell wieder ausziehen, weil es doch zuviel wird. Ist das fair dem Hund gegenüber?
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25.05.2016, 11:03Inaktiver User
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25.05.2016, 11:59Inaktiver User
AW: 2ter Hund
In einem gewissen Rahmen finde ich Konflikte normal, wenn ein Zweithund einzieht. Durch den neuen Hund wird das bisher bestehende Gefüge auf den Kopf gestellt und die Hunde müssen sich sowohl miteinander arrangieren, als auch mit den Regeln, die mit dem Einzug des Zweithundes gelten. Für den Ersthund wird bestenfalls schon Vorarbeit geleistet, damit es keine zu große Umstellung für ihn gibt.
Manche Hunde sind sehr unkompliziert und kommen sich nicht ins Gehege, weil sie z.B. bei Ressourcen unterschiedliche Prioritäten setzen oder aufgrund Geschlecht und/ oder Alter völlig andere Interessen haben. Bei anderen Hunden gibt es Überschneidungen, die entsprechend mehr Management seitens des Menschen erfordern.
Ich denke, dass man sich dessen im Vorfeld bewusst sein sollte und entsprechende Klarheit über die Auswahl des Zweithundes (Rasse, Alter, Charakter, Geschlecht) und über die Probleme haben muss, die bei der Mehrhundehaltung entstehen können.
Der Spaß und die Freude kommen von ganz allein, wenn gute Vorarbeit geleistet wurde.
Die Idee, einen Pflegehund ins Haus zu holen, finde ich übrigens nicht gut. Wenn man sich als Pflegestelle bewirbt hat man keinen oder nur einen sehr begrenzten Einfluss darauf, was für einen Hund man bekommt. Die Möglichkeit, im Vorfeld gründlich auszuwählen und einen optimal passenden Hund zu finden, entfällt. Mehrhundehaltung ist eine ganz andere Hausnummer als die Haltung eines einzelnen Hundes. Ein erfahrener Mehrhundehalter wird es sicher schaffen, einen neuen Hund zügig zu integrieren, Konflikte zu erkennen und frühzeitig zu entschärfen. Als Neuling, der (und das ist nicht böse gemeint) noch recht rosige Vorstellungen von der Mehrhundehaltung hat, würde ich mir keinen Pflegehund ins Haus holen, kann so ein Testlauf ziemlich schnell in die Hose gehen... und zwar auf Kosten der Hunde.
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25.05.2016, 12:07
AW: 2ter Hund
@ Rezeptfrei: bin wieder ganz bei dir

Die Beißerei war übel und beide Hunde musste zum Zusammenflicken zum Tierarzt. Das war nicht abzusehen, weil uns der Charakter des Neuen anders beschrieben wurde bzw. er erst in der sicheren Umgebung sein volles Potential ausgepackt hat.
Ich arbeite für einen Tierschutzverein der Hunde vermittelt und wir haben sehr viele Pflegestellen. Unsere PS können sich die Hunde sehr wohl aussuchen, aber diese Auswahl basiert auf Bildern und Beschreibungen. Man weiß also nie (siehe oben), wie sich die Hunde im neuen Zuhause entwickeln. Hunde wurden schon als ausgesprochen sozial und verträglich vermittelt und haben im neuen Zuhause dann doch gezeigt, dass sie lieber alleine sein wollen. Umgekehrt hat auch schon der Ersthund genau diesen neuen Hund überhaupt nicht leiden können.
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25.05.2016, 12:13Inaktiver User
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25.05.2016, 12:20Inaktiver User
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25.05.2016, 20:20
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25.05.2016, 22:55
AW: 2ter Hund
Ich habe ein Hund und mit Baby war es schon manchmal anstrengend das Tier auszulasten, weil man mit Baby sowieso schon körperlich ziemlich gefordert ist. Aber das geht noch, weil man mit Säugling eh oft Spazieren geht. Andere Baustellen waren: Hund bellt das Kind wach. Oder Hund bellt mich wach, obwohl ich total gerädert war wegen dem Schlafmangel in den ersten Monaten. (Da bekommt man ganz schön Aggressionen!)
Problematisch wird es auch, wenn das Kind größer und mobiler ist und rumschreit, wenn es 30 Minuten im Kinderwagen sitzen soll, damit der Hund seinen Auslauf bekommt. Das geht an die Nerven. Dann muss man Hund und Kind immer beaufsichtigen. (Eher wegen des Kindes, weil diese natürlich Reaktionen vom Hund provozieren wollen.)
Seit dem die Kleine also ca. 1 Jahr alt ist, muss der Hund hier schon zurückstecken. (Zusätzlich dazu, dass natürlich auch lange Wanderungen wegfallen).
Viele Hunde spielen übrigens gut mit Artgenossen, wenn sie Gelegenheit haben, aber im "Rudel" wird viel selten getobt und gespielt. Also das gegenseitige Auslasten ist nicht garantiert.
Also, ich würde es mir nochmal überlegen mit dem Zweithund.
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26.05.2016, 13:18
AW: 2ter Hund
Ihr seid super!!
Wir haben uns gestern noch einmal ganz gründlich die Sache mit dem zweiten Hund überlegt und sind zum Schluss gekommen dass wir erst einmal warten.
Da es mir auch ganz ,ganz wichtig ist dass wir den 2ten Hund nicht wieder abgeben müssen weil es uns zu viel wird lassen wir noch ein bisschen Zeit verstreichen und schauen nächstes Jahr weiter.
Danke für die Denk-Hilfe 😘😚
ChilaAlles Liebe



In Anbetracht dieser Tatsache würde ich das Thema Zweithund hinten anstellen. Ein zweiter Hund, wenn alles gut und glatt läuft, was leider nicht immer der Fall ist, macht an sich kaum zusätzliche Arbeit. Aber wenn doch mal etwas sein sollte (Hund muss regelmäßig zum Tierarzt, weil er krank ist; einer der Hunde hat Durchfall; einer der Hunde braucht deutlich mehr Bewegung und/oder zusätzliche geistige Auslastung), dann hast du ruckzuck eine Doppelbelastung.
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