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    seltsame Begegnung

    Heute waren wir (mein Mann und ich) bei einem Ziegenhof, um den hausgemachten Käse zu kaufen. Es kam uns ein sehr hübscher Hund entgegen, mit hellblauen Augen und weiß - beigen Fell. Wir haben geklingelt, es kam dann eine Frau, wohl auch zuständig für den Verkauf, und ich sagte scherzhaft, dass ich gerne Käse hätte und diesen Hund . Sie guckte uns prüfend an und meinte, in gute Hände würde sie diesen Hund sofort abgeben. Sie wäre damals auf dem Welpen sitzen geblieben, weil sich herausstellte, dass dieser gehörlos ist.

    Im Laufe des Geplauders sagte sie, dass sie gelernte Schäferin sei und Hunde zu diesem Zweck trainiert hätte. Super, ich hab dann sofort nach Erziehungstipps gefragt. Z.B., wie ich meinem Hund beibringen könnte, nicht mehr zu jagen und ihn aus solchen Situationen zuverlässig abzurufen.

    Der absolut ultimative Tipp war, den Hund dann mal richtig zu verprügeln. Manchmal ginge es halt nicht anders. Und sie hätte auch schon einen Hund einschläfern lassen, der sich an Schafen vergangen hat, trotz Prügel.

    Und alternativ hat sie so ein Elektrodingsbums empfohlen, was Stromschläge abgibt, wenn der Hund nicht "funktioniert ".

    Ich war entsetzt. Gibt es wirklich Tierärzte, die deswegen ein gesundes Tier einschläfern ? Man könnte den Hund doch auch abgeben, ein anderes zu Hause suchen.

    Jedenfalls kann man diese Erziehungsratschläge wohl inne Tonne kloppen, und die Frage nach diesem hübschen Hund war auch eher scherzhaft gemeint. Wir haben schon einen (großen )Hund und 3 Katzen, und noch ein Hund würde unser Fassungsvermögen bzgl. Logistik (passendes Auto, Urlaub, laufende Kosten etc.) sprengen.

    Wäre diese Geschichte vor ca.1,5 Jahren passiert, bevor wir unseren bekamen, hätte ich die nette Bratze sofort mitgenommen.

    So ne blöde Olle, echt
    Geändert von chincat (18.05.2016 um 00:57 Uhr)

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    AW: seltsame Begegnung

    Es gibt echt Idioten auf dieser Welt.

    DEr Freu gehoeren saemtlich Tiere weggenommen.

    Weisst du was der Hund fuer eine Rasse war?

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    AW: seltsame Begegnung

    Nö, keine Ahnung. Eher auch so einer mit 7 Müttern und 7 Vätern Aber soooo hübsch. Und "gehorchen" kann sie schon auf Handzeichen. Ein total nettes Tier. Man merkt gar nicht, dass es behindert ist. Erst ein Jahr alt, es ist eine Hündin.
    Dieses Tier geht mir nicht mehr aus dem Kopf, und ich habe einen potenten Rüden. Mei, das gäbe hübsche Kinder Aber wer will die dann alle haben, wohin damit ? Nee nee, geht leider nicht.

  4. VIP

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    AW: seltsame Begegnung

    Zitat Zitat von chincat Beitrag anzeigen
    ein sehr hübscher Hund [...], mit hellblauen Augen und weiß - beigen Fell. [...] weil sich herausstellte, dass dieser gehörlos ist.
    Das kommt bei blauäugigen Hunden öfter vor.

    Der absolut ultimative Tipp war, den Hund dann mal richtig zu verprügeln. Manchmal ginge es halt nicht anders. Und sie hätte auch schon einen Hund einschläfern lassen, der sich an Schafen vergangen hat, trotz Prügel.

    Und alternativ hat sie so ein Elektrodingsbums empfohlen, was Stromschläge abgibt, wenn der Hund nicht "funktioniert ".

    Ich war entsetzt. Gibt es wirklich Tierärzte, die deswegen ein gesundes Tier einschläfern ?
    Da krieg ich die Wut

    Leider gibt es diese Halltung immer noch bei Leuten, für die Tiere einfach nur funktionieren müssen. Ich habe das bei Jägern gesehen, wo die Hunde total kaputt waren und aus Angst extremen kriecherischen Gehorsam zeigten.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es im ländlichen Umfeld, in dem auch heute noch Tiere im weitesten Sinne Produktionsmittel sind, noch Tierärzte gibt, die unter solchen Bedimbgumngen einen Hund einschläfern. Ich selbst kenne keine so tickenden Kollegen.

    Aber die Vermittlung eines zum Schafhüten trainierten Hundes, der Schafe reißt, wird sich auch schwierig gestalten, vor allem wenn er mit Angst und Schrecken trainiert wurde. Resozialisierung ist dann schwer.

    Eine Bekannte hat seit 2 Jahren einen solchen Hund aus dem Tierheim. Er ist etwas gehbehindert (Unfall?) und taugte nicht mehr zum Schafhüten, außerdem ist er sehr scheu und vermutlich aufgrund schlechter Prägung teils aggressiv. Und er jagt.
    Sie geht in der Morgendämmerung und abends mit ihm, um keinen anderen Hunden zu begegnen. Alle resozialisieungs- und Deeskalationstrainings waren erfolglos. Mittlerweile hat er wenigstens zu ihr ein bisschen Bindung aufgebaut.

    Zum Glück geht es auch anders: Hier zieht im Sommer immer ein Schäfer durch, der sehr gut mit seinen Hunden (und auch den Schafen) umgeht. Einmal waren die Welpen einer Hündin dabei, die Hundefamilie schlief nachts bei ihm im Wohnwagen und er zeigte sie uns, sie wurden auch beknuddelt. Einen Hund aus dem Wurf hat er selbst behalten und ausgebildet, es ist ein wachsamer und gut arbeitender Hund geworden und ist freundlich und vertrauensvoll.
    So etwas gibt mir immer Hoffnung.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: seltsame Begegnung

    Ich bekomme ehe die Wut, wenn ich höre, wie eine Hundehalterin eines großen Hundes ganz locker berichtet, dass sie den Hund ja leider nicht unter Kontrolle hat, ihn nicht zuverlässig abrufen kann und nicht am Jagen hindern kann. Aber das ist ja alles nicht schlimm, so lange sie den Hund nicht schlägt.

  6. Inaktiver User

    AW: seltsame Begegnung

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    ...
    Ich kann mir auch vorstellen, dass es im ländlichen Umfeld, in dem auch heute noch Tiere im weitesten Sinne Produktionsmittel sind, noch Tierärzte gibt, die unter solchen Bedimbgumngen einen Hund einschläfern. Ich selbst kenne keine so tickenden Kollegen. ...
    Auf die Gefahr hin, mich in die Nesseln zu setzen: Wenn ein Hund stark verhaltensauffällig, einerseits ängstlich und andererseits aggressiv ist, permanent eingesperrt werden muss, weil er sonst abhaut und Wildtiere reißt oder Schafe vergewaltigt, keinen Kontakt zu anderen Hunden haben kann, weil er sonst ausflippt... Muss der arme Hund das wirklich jahrelang durchstehen? Ist Einschläfern da nicht manchmal die bessere Lösung?

    Zugegeben, ich bin parteilich. Eine frühere Nachbarin war von dem Gedanken beseelt, die gequälten Hunde dieser Welt zu retten und beherbergen zu müssen. Mit dem Effekt, dass sich da ein Rudel verhaltensauffälliger Tiere in der kleinen Zweizimmerwohnung zerfleischt hat.

    Es gibt viele gutwillige Menschen, die sich gerne um Tiere kümmern möchten, aber die wenigsten sind wirklich kompetent genug, einen schwer verhaltensgestörten Hund zu resozialisieren. Der Hund leidet darunter. Ob er eingeschläfert wird, dürfte ihm effektiv völlig egal sein.

  7. VIP

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    AW: seltsame Begegnung

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Ich bekomme ehe die Wut, wenn ich höre, wie eine Hundehalterin eines großen Hundes ganz locker berichtet, dass sie den Hund ja leider nicht unter Kontrolle hat, ihn nicht zuverlässig abrufen kann und nicht am Jagen hindern kann. Aber das ist ja alles nicht schlimm, so lange sie den Hund nicht schlägt.
    Du weßt nicht, ob der Hund jagen "darf" oder ob er in Risikogebieten an der Leine ist.
    Meine Angsthündun (viel Windhund) würde, was für Angstpatienten typisch ist, auch jagen. Ich lasse sie aber an der Schlepp oder vermeide Hasen/Kaninchengebiete und arbeite parallel am Abruf in simulierten Jagd- Situationen. Vielleicht macht es die TE ja auch so.

    Mit Angsterzeugung arbeiten ist keine akzeptable Methode.
    Ganz abgesehen davon, dass Angsterzeugung unterirdisch ist, wird es bei einem selbstbelohnendem Verhalten wie dem Jagdverhalten absolut niox bringen, da allein durchs Hetzen Endorphine und andere Transmitter ausgeschüttet werden und an die entsprechenden Rezeptoren in den alten Hiranteilen binden. Ein bissl ähnlich wie Drogen.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

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    AW: seltsame Begegnung

    Schon irre, was mir unterstellt wird. Selbstverständlich lasse ich den Hund NICHT jagen, ist in entsprechenden Gebieten an der langen Leine, und natürlich habe ich den Hund "unter Kontrolle ", solange kein Kaninchen o.ä. in Sichtweite ist. Und in solchen Situationen : siehe Satz 1.

    zum Ausgleich sind wir oft auf einem eingezäunten, ausbruchssicheren Auslaufplatz, ca 7-8000 qm groß. Hier klappt das Abrufen einwandfrei, und auch zu Hause ohne Ablenkung durch Kleinvieh gehorcht er aufs Wort. Darüber hinaus habe ich nicht den Ehrgeiz, aus meinem Hund ein Zirkuspferd zu machen. Übrigens schläft und kuschelt er gerade mit 3 Katzen friedlich auf seinem Kissen.

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    AW: seltsame Begegnung

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Ich bekomme ehe die Wut, wenn ich höre, wie eine Hundehalterin eines großen Hundes ganz locker berichtet, dass sie den Hund ja leider nicht unter Kontrolle hat, ihn nicht zuverlässig abrufen kann und nicht am Jagen hindern kann. Aber das ist ja alles nicht schlimm, so lange sie den Hund nicht schlägt.
    Nun, ein Hundehalter, der seinen Hund nicht abrufen kann, lässt ihn an der Leine! Ggf. an der Schleppleine.
    Übrigens - nicht alle Hunde lassen sich abrufen - einen Husky kannst selbst Du wahrscheinlich auch nicht so trainieren, dass er bei Dir Fuss läuft - oder etwa doch?

  10. Inaktiver User

    AW: seltsame Begegnung

    Nur, wenn du ähnlich schnell und ausdauernd läufst wie der Husky...

    Es gibt vermutlich Hunde, denen lassen sich bestimmte Eigenheiten / Verhaltensmerkmale nicht abtrainieren, nicht mit allen guten Tricks der Welt. Vielleicht mit Prügel und Verängstigen, aber das ist inakzeptabel, da sind wir uns alle einig. Ich denke, man MUSS auch den Hund nicht zwingend zu einem Wesen, das in jedem Fall nach Schema X funktioniert, umprogrammieren. Aber man muss wissen, welche Wesensmerkmale der eigene Hund hat, die man eigentlich nicht haben möchte, und was man tun kann, um zu verhindern, dass der Hund diese Wesensmerkmale auslebt.
    Sprich: wenn man einen Jagdhund (oder einen Hund mit Jagdhundanteilen) hat, der nicht jagen soll (der aber als Rasse fürs Jagen gezüchtet wurde, dem man das also nicht einfach abtrainieren kann), dann nimmt man diesen Hund eben an die lange Schleppleine.

    Ich habe Chincat nicht so verstanden, dass sie ihren Hund jagen lässt. Sondern so, dass sie weiss, dass ihr Hund jagt, und somit etwas anderes dagegen unternimmt (aber trotzdem immer auf der Suche nach guten Tipps ist, wie man das Jagen vielleicht doch noch etwas abtrainieren könnte).

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