Heute muß ich mich mit einem Riesenproblem an euch wenden und ich hoffe, dß es Userinnen gibt, die mit helfen können.
Es geht um meinen Kater und meinen Hund. Der Kater ist 8 J., ein Norwegischer Waldkater, kam als Welpe zu mir, der Hund, ein Shih-Tzu, ist 12 J., wurde ausgesetzt und wir haben ihn im Alter von 4 J. bei uns aufgenommen, als der Kater 8 Mon. alt war. Der Kater ist sehr dominant und der Boss über unsere Katzengruppe. (1 Kater, und eine Katzendame).
Die beiden haben sich nie sonderlich geliebt, aber sie haben sich akzeptiert und es gab soweit keine Probleme.
Nun plötzlich ist das ganze eskaliert. Der Hund hat sich am Lieblingsplatz des Katers zu schaffen gemacht, daraufhin hat der Kater ihn attackiert. Diese Situation haben wir noch in den Griff bekommen und konnten wieder Ruhe in unser Zusammenleben bringen. (Ich habe den Platz des Katers in den "1.Stock" geräumt). Nun ist es aber wieder passiert. Es ging hierbei um den Lieblingsplatz des Katers auf unserer Terrasse. Wir waren nur einen Moment unaufmerksam. Der Hund ging auf die Terrasse und hat sich am Platz des Katers zu schaffen gemacht und der hat ihn sofort attackiert. Das heißt, er springt auf ihn rauf und verprügelt ihn.
Momentan ist die Situation so, daß der Hund Angst vor dem Kater hat. Der Kater wiederum beobachtet den Hund, wartet nur auf eine "falsche" Reaktion von diesem, um ihn gleich wieder zu verprügeln. Ich habe den Eindruck, daß er ständig auf dem Sprung ist.
Ich habe mit dem Kater eine sehr innige Beziehung und ich denke, daß hier auch die Eifersucht mitspielt. Um den Hund kümmert sich nun mein Mann, und ich beschäftige mich intensiv mit dem Kater und versuche wieder Struktur in den Tag zu bringen.
Mittlerweile bin ich total angespannt und mit meinen Nerven fast am Ende. Das ständige Aufpassen, immer im Hinterkopf zu haben, daß es wieder passieren könnte, macht mich fertig.
Vielleicht kann mir eine von euch hier einen Ratschlag geben, mir irgendwie mit Tipps helfen, oder mir sagen, daß ich vllt. etwas falsch mache.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: Kater attackiert Hund.
-
26.04.2016, 09:56
Kater attackiert Hund.
Hinfallen, Krone richten, weitergehen. 
-
26.04.2016, 10:09
AW: Kater attackiert Hund.
Du müsstest verhindern, dass der Hund an den Katerplatz geht. Er muss eine klare Ansage haben, dass die Katzenplätze/-kissen für ihn tabu sind.
Wenn aber bisher keine Probleme in der Richtung bestanden haben, würde ich den Kater untersuchen lassen. Oder denkst Du, dass es einen Vorfall gab, als die Tiere alleine waren?
-
26.04.2016, 10:21
AW: Kater attackiert Hund.
Daß der Hund nicht mehr an den Platz des Katers geht, haben wir schon gemacht.
Beim 1. Vorfall waren wir nicht dabei. Das heißt, daß es nur eine vermutung ist.
Katrer und Hund waren schon immer aufeinander eifersüchtig. Ich ha be aber immer versucht, meine Aufmerksamkeit und Zuneigung gerecht zu verteilen. Fast 8 Jahre lang hat es keine Probleme gegeben,
Im Februar war mein Mann im Krankenhaus, als er nach Hause kam ging es ihm psychisch (wegen seiner Herzerkrankung, die sich verschlimmert hat) nicht gut, mir natürlich auch nicht und ich war ziemlich nervös.
In dieser Zeit habe ich mich nicht so wie sonst üblich um die Tiere gekümmert.
Was mir Angst macht, ist die Tatsache, daß der Kater sich nicht mehr beruhigt. Er beobachtet den Hund, schlägt da bei zwischendurch auch mit dem Schwanz. Mir kommt es so vor, als wäre er kurz davor, ihn wieder zu attackieren.
Das ist es,was mich so fertig macht.
Feliway Stecker und Spray verwende ich übrigens schon.
Hinfallen, Krone richten, weitergehen. 
-
26.04.2016, 11:28
AW: Kater attackiert Hund.
Um das Problem etwas besser greifen zu können, fallen mir auf Anhieb ein paar Fragen ein. Hier mal, etwas unsortiert, wie sie mir in den Kopf kommen:
Hat es einen Grund, warum der Hund sich plötzlich an den Lieblingsplätzen des Katers zu schaffen macht? Nehme an, das ist was ganz neues?
Womit beschäftigt sich der Kater sonst so, wenn er nicht gerade den Hund beobachtet? Bzw. wie viel Zeit investiert der Kater jetzt in die Hundebeobachtung, im Vergleich zu vorher, und welche Aktivitäten vernachlässigt er dafür?
Lässt sich, als erste-Hilfe-Maßnahme, der Kater-Platz vor dem Hund sichern, z.B. durch ein Gitter o.ä., das der Kater, aber nicht der Hund passieren kann? Oder indem Du das Plätzchen etwas höher legst?
Hast Du eine Möglichkeit, die Tiere eine Weile komplett voneinander zu trennen, und anschließend nach der Auszeit die Vergesellschaftung neu aufzusetzen?
(Den Lieblingsplatz des Katers zu verlegen, war vielleicht nicht unbedingt eine gelungene "Lösung". Bei Katzen ist der Ort des Lieblingsplatzes imho von wesentlich höherer Bedeutung als das Möbelstück, Kissen,... , das sie dort besetzen. Kann es sein, dass Du ihm in seinen Augen evtl. sein Plätzchen zusätzlich gestört und die Situation für ihn noch verschlimmert hast, indem Du die "Unterlage" entfernt hast? )“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
-
26.04.2016, 11:34Inaktiver User
AW: Kater attackiert Hund.
Das hab ich auch gedacht.(Den Lieblingsplatz des Katers zu verlegen, war vielleicht nicht unbedingt eine gelungene "Lösung". Bei Katzen ist der Ort des Lieblingsplatzes imho von wesentlich höherer Bedeutung als das Möbelstück, Kissen,... , das sie dort besetzen. Kann es sein, dass Du ihm in seinen Augen evtl. sein Plätzchen zusätzlich gestört und die Situation für ihn noch verschlimmert hast, indem Du die "Unterlage" entfernt hast? )
Nicht der Kater bzw. sein Lieblingsplatz muss verschoben werden, sondern der Hund muss vom Platz des Katers ferngehalten werden.
So zynisch es klingt: vielleicht muss der Hund ein paar Mal Ohrfeigen kassieren, damit er kapiert, dass er sich vom Kater und seinen Plätzen fernhalten soll. Aus irgendeinem Grund scheint der Kater seine dominante Stellung gefährdet zu sehen und will die jetzt mit Nachdruck wieder kenntlich machen. Vielleicht ist zwischen den beiden mehr vorgefallen als "nur" ein Versuch des Hundes, sich den Lieblingsplatz des Katers anzueignen.
-
26.04.2016, 15:14
AW: Kater attackiert Hund.
Es gibt keinen Grund, daß der Hund das plötzlich macht und der Kater so aggressiv darauf reagiert. Zumindest aus meiner Sicht nicht.
Der Kater klebt seither ständig an mir. Wenn wir abends alle gemeinsam im Wohnzimmer sind, wird der Hund beobachtet. Zwischendurch ist er ganz entspannt und hält sich auch in anderen Räumen auf. Den Katerplatz habe ich bereits höher gelegt. Das Absperren ist nicht so einfach, da wir in einer Wohnung leben, wo noch dazu alle Räume offen sind, außer den Schlafzimmern.
Wenn ich die Tiere komplett trennen würde müßte ich ein Katzennetz durch die Wohnung spannen. Mir würde das nicht so viel ausmachen. Allerdings weiß ich nicht, wie der Kater reagiert, wenn er aus einem Teil seines Reviers ausgesperrt ist.
Genau da liegt mein Proiblem, daß ich eben so unsicher bin, ob etwas richtig oder falsch ist.
Hinfallen, Krone richten, weitergehen. 
-
26.04.2016, 15:34Inaktiver User
AW: Kater attackiert Hund.
Oh doch, für die Aggressivität des Katers gibt es einen Grund: der Hund hat das ( = sich am Katerlieblingsplatz zu schaffen machen) auf einmal gemacht. Offenbar vorher noch nicht. Vorher hat er diese Grenze respektiert. Die hat er jetzt überschritten und der Kater hat entsprechend darauf reagiert, weil er seine Intimsphäre, um das mal so zu nennen, verletzt sah und auch seine dominante Stellung. Und so lange er sich seiner Dominanz nicht wieder ganz sicher sein kann, so lange agiert er aggressiv.gibt keinen Grund, daß der Hund das plötzlich macht und der Kater so aggressiv darauf reagiert.
Das heisst, ihr müsst den Hund daran hindern, die Stellung des Katers herauszufordern, in seine Intimsphäre einzudringen. Der Hund müsste die dominante Stellung des Katers wieder akzeptieren, so wie er das offenbar bisher jahrelang getan hat, was auch für alle funktioniert zu haben scheint. Dann kann sich auch der Kater wieder entspannen, weil er sich nicht mehr herausgefordert fühlt.
Warum nun der Hund sich plötzlich am Platz des Katers zu schaffen gemacht hat, das ist tatsächlich unklar. 12jährig ist schon eher alt, kann sein, dass er altersbedingte Verhaltensänderungen zeigt.
-
26.04.2016, 15:44
AW: Kater attackiert Hund.
Wie wurden denn die beiden Situationen, in denen es zum Kampf kam, genau beendet? War es tatsächlich nötig, dem ein Ende zu setzen, sprich war es wirklich gefährlich für eins der Tiere? Wenn nicht, plädiere ich zumindest bei Kämpfen zwischen zwei Katzen dazu, die Tiere das alleine klären zu lassen. Je nach Größe und Charakter des Hundes, wäre das evtl. auch bei Katze - Hund möglich?
Wenn die Auseinandersetzung künstlich vom Menschen unterbrochen wird, besteht immer die Gefahr, dass der Konflikt nicht geklärt ist und weiter ungelöst in der Luft hängt, sich eher noch verfestigt, während das Problem durch den Kampf mit "natürlichem" Ende recht schnell geklärt worden wäre.
Mir fehlt allerdings die Hunde-Erfahrung, um sagen zu können, ob es tatsächlich ratsam ist, Hund - Katze - Kämpfe in manchen Situationen auch laufen zu lassen.
Unabhängig davon, weshalb genau der Kater mit dem Hund jetzt so überaus negative Verknüpfungen hat (das lässt sich wohl im Nachhinein nicht mehr klären), könntest Du versuchen, positive Dinge mit der Gegenwart des Hundes zu verknüpfen. Z.B. Leckerli, wenn der Hund ins Zimmer kommt, oder Bürsten, Spielen, was immer der Kater gerne mag, während Hund anwesend ist.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
-
26.04.2016, 16:46
AW: Kater attackiert Hund.
@horus
Du hast recht mit dem, was du hier geschrieben hast. Wir haben mittlerweile auch klare Grenzen gesetzt und die müssen vom Hund eingehalten werden.
@joker
Der Hund ist alt, herzkrank und auf einem Auge blind. Außerdem ist er viel kleiner als der Kater. Der Kater hat ihn dermaßen heftig attackiert, daß wir Angst bekamen. Ich weiß schon, daß ich damit die Autorität des Katers untergraben habe, indem ich eingegriffen habe. Aber was hätte ich sonst tun sollen? Ich konnte dabei nicht zusehen.
Ich frage mich, ob man dem Kater nicht auch beibringen kann, daß ihm beim Hund Grenzen gesetzt sind und er ihn nicht angreifen darf. Aus welchem Grund auch immer.
Hinfallen, Krone richten, weitergehen. 
-
26.04.2016, 17:14Inaktiver User
AW: Kater attackiert Hund.
Er hat ihn ja jahrelang nicht angegriffen. Nämlich so lange, wie der Hund seine (des Katers) dominante Stellung in allen Facetten akzeptiert hat. Die "Rangordnung" war klar, beide Tiere fühlten sich in ihrer Position sicher, es gab keine Unklarheiten und somit auch keine Verunsicherungen.
Irgendetwas hat bewirkt, dass der Hund die Stellung des Katers verletzt hat (durch "Übergriff" auf dessen Lieblingsplätze). Das hat beide verunsichert. Aus Sicht des Katers muss jetzt die Rangordnung wiederhergestellt werden.
WARUM das so ist (also warum der Hund plötzlich diesen "Übergriff" getan hat, ist die grosse Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass es das Alter ist. Auch Hunde können im Alter schusselig werden und Verhaltensänderungen zeigen. Sie können sogar Demenz entwickeln.
Es kann zusätzlich sein, dass sich der körperliche Zustand des Hundes in den letzten Wochen verschlechtert hat (ev. für euch noch nicht merkbar) und der Kater das merkt. Körperliche Schwäche bei einem rangniederen Tier kann bei einem ranghohen Tier Aggressionen auslösen, so paradox das klingt.
Die Idee von Joker find ich gut:
könntest Du versuchen, positive Dinge mit der Gegenwart des Hundes zu verknüpfen. Z.B. Leckerli, wenn der Hund ins Zimmer kommt, oder Bürsten, Spielen, was immer der Kater gerne mag, während Hund anwesend ist.


Zitieren