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  1. User Info Menu

    Hundeerziehung - Feinjustierung

    Hallo,

    ich möchte mich nicht extra in einem Hundeforum anmelden und hoffe daher, hier finden sich ein paar Hundehalter, mit denen ich mich austauschen kann. Und zwar haben wir drei Hunde (fast 7, 6 und 3 Jahre alt).
    Die Hunde sind soweit gut erzogen, aber ein paar Baustellen haben wir, vor denen ich nach einigen Jahren Training mittlerweile ratlos stehe. Ich versuche mich kurz zu fassen.

    Problem 1:
    Der Gassistart. Sobald ich die Leinen in die Hand nehme springt Hund Nr. 1 um mich rum wie ein Känguruh. Hund Nr. 2 fängt an zu fiepsen in einer Lautstärke dass Kommunikation fast unmöglich ist.
    Unser Gassistart läuft immer gleich ab. Ich schicke die Hunde in den Hof (zwischen Haustür und Hof ist eine Treppe), mach mich selbst fertig. Dann geh ich auch vor die Haustür und schick die Hunde die Treppe wieder runter (eigentlich sollen sie direkt unten im Hof warten, aber sobald ich mich drin anzieh belagern sie die Haustür)... Die Hunde müssen sich unten hinlegen, damit ich in Ruhe meine Stiefel anziehen kann. Dann geh ich die Treppe runter, leine an und wir gehen los sobald sie einigermaßen ruhig sind. Hund Nr. 1 schafft es dabei nicht sitzen zu bleiben. Er setzt sich auf Kommando sofort, steht aber fünf Sekunden später wieder und das kann ich zig Mal wiederholen. Er steht immer wieder auf. Beim Anleinen zappelt er, wodurch es erschwert wird.

    Hund Nr. 2 bleibt brav sitzen, schreit mir aber die Ohren voll vor lauter Erregung. Ablegen, warten, schimpfen hat alles keinen Erfolg gebracht. Ich habe es sogar mit Desensibilisierung versucht und ihn 10mal am Tag angeleint, aber er fiepst und schreit jedesmal. Sobald wir aus dem Hof sind ist der Spuk vorbei.

    Problem 2: Leine laufen
    Hund Nr. 1 und Nr. 2 halten die Leine die ersten 10 Minuten eines Spaziergangs immer gespannt. Nicht auf Zug. Danach dürfen sie freilaufen, beim Heimgehen gehen sie vernünftig an der Leine. Sie ziehen nicht, es ist wirklich gerade so stark, dass die Leine gespannt ist. Wenn ich ihre Namen sage oder leicht rucke springen sie sofort erschrocken neben mich. Nur um 5 Sekunden später wieder vorn zu laufen. Be a tree und Kehrtwendungen sind völlig ungeeignete Methoden für uns. Macht die Hunde nur noch mehr konfus als sie eh schon sind.

    Problem 3: Leinenaggression von Hund Nr. 3
    Der Hund wird hauptsächlich von meinem Mann erzogen und hört soweit auch gut. Aber ich finde er hat falsch gearbeitet was ihren Umgang mit anderen Hunden angeht. Sie ist sehr aggressiv und flippt besonders bei ihm ziemlich aus an der Leine. Wenn sie mit mir allein unterwegs ist ist es besser. Trotzdem möchte ich daran verstärkt arbeiten. Ich finde es muss möglich sein selbst Erzfeinde angeleint und kommentarlos zu passieren. Bisher hat mein Mann mit Strafe gearbeitet, was das Verhalten meiner Meinung nach verstärkt hat. Ich arbeite mit schönfüttern, was auch gut funktioniert, bei Erzfeinden, aber ein Balanceakt ist.

    Hat jemand ein paar Tipps für mich, die über Rüttermethoden hinausgehen?

    Es handelt sich um sehr triebstarke Hunde, Hund Nr. 3 stammt aus reiner Leistungszucht und verfügt über ein gutes Aggressionspotential, Hund Nr. 2 hat Nerven wie Seidenpapier hört aber sehr gut und Hund Nr. 1 ist ein kleiner Sturkopf, ansonsten aber unproblematisch.

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    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Zu dem Problem vor dem losgehen hilft es, das Ritual zig mal am Tag zu wiederholen, rausschicken, anziehen, hinsetzen usw., und dann aber einfach nicht raus gehen, sondern alles zurück :D das Problem ist hier die Erwartungshaltung, die gilt es zu durchbrechen. Ist lästig, dauert, aber funktioniert.
    Ähnlich auch bei dem ziehen an der Leine. In dem Fall würde ich jedes Mal, wenn die Leine auf Zug kommt, die Richtung wechseln. Dann lernen die Hunde schon, dass sie auf dich achten müssen und ziehen sich überhaupt nicht lohnt.

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    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Zitat Zitat von Willemke Beitrag anzeigen
    Zu dem Problem vor dem losgehen hilft es, das Ritual zig mal am Tag zu wiederholen, rausschicken, anziehen, hinsetzen usw., und dann aber einfach nicht raus gehen, sondern alles zurück :D das Problem ist hier die Erwartungshaltung, die gilt es zu durchbrechen. Ist lästig, dauert, aber funktioniert.
    Ähnlich auch bei dem ziehen an der Leine. In dem Fall würde ich jedes Mal, wenn die Leine auf Zug kommt, die Richtung wechseln. Dann lernen die Hunde schon, dass sie auf dich achten müssen und ziehen sich überhaupt nicht lohnt.
    Deinen Tipp zum Losgehen werde ich so nochmal ausprobieren. Ich hatte eigentlich auch die Hoffnung dass es irgendwann greift, aber die Hunde holen sich gegenseitig dermaßen hoch (mit jedem einzeln habe ich das Problem gar nicht).

    Beim Richtungswechsel ist das Problem, dass die beiden Hunde, die gerade gut an der Leine gehen mit umdrehen müssen und dadurch meiner Meinung nach verwirrt werden. Ich glaube das ist kontraproduktiv. Außerdem hat Nr. 2 so dünne Nerven dass er bei Aktionen wie Richtungswechsel oder einfach stehen bleiben anfängt zu fiepsen und jodeln *seufz*.

  4. Inaktiver User

    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Du kannst nicht mit drei Hunden gleichzeitig an deren Baustellen arbeiten, das wird nix, weil Du niemals die punktgenaue Konsequenz bringst, um eine sinnvolle Verknüpfung und damit ein Lernen gewünschten Verhaltens zu erreichen.
    Also:
    Einzeltraining mit NEUEN Kommandos, die bitte nie-nie-nie-niemals während eines solchen Chaos "verbrannt" werden, sondern erst angewandt werden, wenn ALLE Hunde sie kennen und sicher befolgen.
    Wie man ein Kommando verknüpft bzw. gewünschtes Verhalten trainiert, weißt Du sicher - ansonsten: Trainer suchen
    Und ja: Kann länger dauern und richtig Arbeit machen... schnelle Lösung gibt's leider nicht, aber: Lohnt sich.

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    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Hey,

    Einzeltraining ist leider nicht möglich, dazu fehlt mir die Zeit. Das würde den Hunden vom dringend benötigten Freilauf abgehen. Davon abgesehen, habe ich die Probleme mit den Hunden einzeln gar nicht. Keines davon. Weder das Losgehen, noch das Leinelaufen, noch an anderen Hunden vorbeigehen ist einzeln ein Thema. Das ist meiner Meinung nach ein Rudelding.

  6. Inaktiver User

    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Zitat Zitat von Asfaloth Beitrag anzeigen
    Einzeltraining ist leider nicht möglich, dazu fehlt mir die Zeit. Das würde den Hunden vom dringend benötigten Freilauf abgehen.
    Ein wirkliches Training fordert einen Hund ziemlich und lastet ihn wesentlich nachhaltiger aus als langer Freilauf.... aber gut.

    Zitat Zitat von Asfaloth Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen, habe ich die Probleme mit den Hunden einzeln gar nicht. Keines davon. Weder das Losgehen, noch das Leinelaufen, noch an anderen Hunden vorbeigehen ist einzeln ein Thema. Das ist meiner Meinung nach ein Rudelding.
    Dann hast Du zu viele Hunde
    Wenn Kommandos nicht mehr befolgt werden, wenn andere Hunde ins Spiel kommen, dann sitzt das Kommando nicht.
    Trainiere einzeln mit jedem Hund, wenn es die Probleme nur innerhalb einer Gruppe gibt, dann geh mit jedem einzeln in ein Gruppentraining und festige Deine Kommando da.

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    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Da ich selbst 4 Hunde habe, kommt mir einiges bekannt vor. Kauf dir das Buch Mehrhundehaltung von Clarissa v. Reinhardt, da findest du gute Tipps.

    Bei Leinenaggression ist Strafe kontraproduktiv. Hier muss dem Hund Sicherheit vermittelt werden in Form von "ich regle das" und das geht nur über Ruhe und lockere Leine.

    Um unnötigen Stress für mich als Hundehalter zu vermeiden, gehe ich wo andere nicht gehen. Oft weiche ich fremden Hunden aus, in dem ich ein paar Schritte ins Feld oder Wald gehe. Sämtliche Handlungen finden ruhig statt.

    Es bleibt nicht aus, mit den Hunden einzeln zu trainieren. Keine Zeit ist kein Argument, dann sollte man sich nicht mehr als einen Hund anschaffen. Ihr seid doch zu zweit, da lässt sich doch ein Zeitplan aufstellen.

    Letztendlich liegt es auch an der Rassewahl. Ich weis nicht welche Hunde du hast. 3 unserer Hunde sind Windhunde, dazu eine passende Hündin aus dem TS. Mehrhundehaltung erfordert gute Auswahl der passenden Hunde, damit alle was davon haben, Hund und Mensch.

    Es gibt auch Hundetrainer die sich auf Mehrhundehaltung spezialisiert haben. Einige Trainingsstunden zu Hause bringen mehr als mit der gesamten Meute in die Hundeschule zu fahren.

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    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Hallo Mary,

    danke für deine Antwort. Das Buch sehe ich mir gleich mal an. Bei den Hunden handelt es sich um einen kniehohen Jagdhundmix (das ist der Älteste, mit dem ich auch keine weiteren Probleme habe) und zwei Malinois. Der Ältere der Beiden hat dünne Nerven, hört aber beinahe perfekt (hat auch Begleithundprüfung abgelegt), der jüngere hört auch ganz passabel, ist aber sehr cholerisch. Ich weiß gar nicht, ob "Leinenaggression" dem Umstand so gut beschreibt. Ich kann mit dem Hund problemlos durch die Innenstadt laufen ohne dass er auf fremde Hunde reagiert. Aber wenn uns im eigenen Revier ein Hund begegnet mit dem er einen Konflikt hatte (und derer sind es viele, weil die Hunde nicht gut hören und ein Großteil schon mal unkontrolliert auf uns zugerannt ist) rastet er völlig aus. Du schreibst von Ruhe und Sicherheit. Klingt gut, wird er aber nicht registrieren. Ich bin ja schon froh, wenn er nicht in Rage rechts und links beißt ;-)

    Ausweichen - ja das mach ich auch. Aber immer ist es nicht möglich.

    Hundetrainer haben wir zur Verfügung, wir sind in einem Verein. Allerdings hat keiner dieser Trainer Erfahrung damit mehr als einen hochtriebigen Hund gleichzeitig zu führen. Davon abgesehen haben diese Trainer mit ihren eigenen Hunden größere Probleme als ich mit meinen Dreien. Und das obwohl es sich teilweise sogar um gewerbliche Trainer handelt. Ich bezweifle, dass es für meine spezielle Problematik leicht ist einen wirklich kompetenten Trainer zu finden.

    Einzeln trainieren geht im Moment wirklich nur gelegentlich, nicht täglich. Es war zum Zeitpunkt der Hundeanschaffungen nicht absehbar, wie sich meine berufliche Laufbahn bis jetzt entwickelt hat.

    Wie würdest du denn in diesen zwei Situationen reagieren?
    A. Du machst deine Hunde gassifertig. Alle sitzen brav, aber einer der Hunde fiepst und jodelt vor Aufregung.
    Ich habs mit abwarten versucht. Wollte losgehen, sobald er ruhig ist. Es wird aber mit jeder Minute nur schlimmer. Ich sahs da schon eine Dreiviertelstunde... Im Übrigen macht er das auch am Hundeplatz. Von Anfang bis Ende. Völlig egal wie lang es dauert, er hält nicht eine Sekunde die Klappe ;-)

    B. Du gehst mit deinen vier Hunden spazieren. Erzfeind xy kommt um die Ecke und einer der Hunde hängt geifernd mit gefletschten Zähnen, um sich beissend und nicht ansprechbar in der Leine? Ich denke, dieses Problem ist sehr schwer zu verstehen für Normalhundehalter, da nur wenige Hunde überhaupt über ein derartiges Aggressionspotential verfügen. Die meisten Hunde prollen halt ein bisschen. Unser Hund will für klare Verhältnisse sorgen und Hunde, die ihm quer kamen eliminieren. Bei fremden Hunden macht er das auch nicht. Nur bei Hunden, mit denen er schon mal ein Problem hatte oder die sich erdreisten ihn anzubellen.

  9. Inaktiver User

    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    A. Du machst deine Hunde gassifertig. Alle sitzen brav, aber einer der Hunde fiepst und jodelt vor Aufregung.
    Ich habs mit abwarten versucht. Wollte losgehen, sobald er ruhig ist. Es wird aber mit jeder Minute nur schlimmer. Ich sahs da schon eine Dreiviertelstunde... Im Übrigen macht er das auch am Hundeplatz. Von Anfang bis Ende. Völlig egal wie lang es dauert, er hält nicht eine Sekunde die Klappe ;-)
    Ich denke, dass Du keine andere Chance hast, als mit dem Hund alleine zu trainieren. Weder für dich noch für den Hund gibt es in der von dir beschriebenen Situation genug Ruhe, um zu arbeiten. Bei Stress ist das Hundehirn zudem nicht aufnahmefähig und es bleibt absolut nichts hängen.

    Ich würde an deiner Stelle mehrere Dinge tun. 1. mit konditionierter Entspannung arbeiten, 2. die Situation mit dem Hund einzeln trainieren, 3. mit dem einzelnen Hund in sämtlichen Situationen Ruhe trainieren (Futter, Spiel, Aufmerksamkeit erst auf Freigabe, wenn der Hund ruhig ist), 4. die Situation an sich verändern (Ort des Anleinens verlegen, Hunde alle auf ihre Plätze schicken, einzeln ran rufen, Halsband/ Geschirr anlegen, wieder auf den Platz schicken, Pause einlegen, ruhig zur Tür gehen, wieder Pause einlegen und erst raus, wenn alle Hunde ruhig sind) und 5. überprüfen, ob die Hunde geistig und körperlich ausreichend ausgelastet sind.

    B. Du gehst mit deinen vier Hunden spazieren. Erzfeind xy kommt um die Ecke und einer der Hunde hängt geifernd mit gefletschten Zähnen, um sich beissend und nicht ansprechbar in der Leine? Ich denke, dieses Problem ist sehr schwer zu verstehen für Normalhundehalter, da nur wenige Hunde überhaupt über ein derartiges Aggressionspotential verfügen. Die meisten Hunde prollen halt ein bisschen. Unser Hund will für klare Verhältnisse sorgen und Hunde, die ihm quer kamen eliminieren. Bei fremden Hunden macht er das auch nicht. Nur bei Hunden, mit denen er schon mal ein Problem hatte oder die sich erdreisten ihn anzubellen.
    Auch da wirst du einzeln trainieren und dem Hund erst einmal alleine klarmachen müssen, dass er gar nichts regelt, sondern ganz allein du. Wesentlich ist auch, dass du selbst in der Situation abschalten kannst. Wenn du mit einem „gleich kracht es wieder“ auf den Erzfeind zusteuerst, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch krachen.

    Ich finde es übrigens sehr kritisch, mit einem Hund dieser Größe, einem solchen Aggressionspotential und Erziehungsproblem und zusätzlich noch drei anderen Hunden zu laufen. Das ist, gestatte mir die klaren Worte, keine Feinjustierung mehr, sondern ziemlicher Mist und zudem gefährlich.
    An deiner Stelle würde ich den Hund zunächst mit einem Maulkorb sichern (der ebenfalls aufgebaut werden muss), dann einzeln mit ihm sowohl das lockere Vorbeilaufen neben dir, als auch Alternativverhalten (hinsetzen, Augenkontakt halten)bei Hundebegegnungen trainieren und erst dann mit allen Hunden weitertrainieren, wenn es einzeln 100%ig sitzt.

    Was Trainer und Zeit anbelangt:
    Wenn du in deinem Verein keinen geeigneten Trainer hast, dann such dir einen externen. Und wenn du die Zeit für das Einzeltraining nicht täglich hast, dann wirst du sie dir nehmen müssen und an anderer Stelle abstriche machen müssen.

    Damit, dass Mehrhundehaltung ein vielfaches an Zeitaufwand bedeutet, weil jeder Hund einzeln und alle gemeinsam erzogen und ausgelastet werden müssen, wird jeder konfrontiert, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Noch dazu hast du dir eine sehr anspruchsvolle und ziemlich flatterige Arbeitsrasse ausgesucht. Die Probleme, die du beschreibst, sind durch "schleifen lassen" bei der Grunderziehung entstanden. Wenn du die Baustellen jetzt nicht zügig in Angriff nimmst, steht dir richtiger Ärger ins Haus.

  10. User Info Menu

    AW: Hundeerziehung - Feinjustierung

    Danke auch dir für deine Antwort. Konditionierte Entspannung wäre eine Möglichkeit, aber der Hund ist schon arg fiepsig und mittlerweile knapp sechs Jahre alt. Ich befürchte, dass das Verhalten dermaßen einzementiert ist, dass ein Training monatelang dauern würde. Wenn ich mit ihm allein gehe fiepst er übrigens nicht wie ich oben geschrieben habe und ist allgemein viel konzentrierter. Ausnahme ist der Hundeplatz, wo er zwar gute Arbeit abliefert, aber eben immer verbal untermauert *räusper*.
    Die Auslastung ist im Moment zu wenig. Aber das hat mit dem Fiepsen meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Das hat er in den Phasen, in denen ich viel mehr mit ihm gemacht hat genauso gehalten. Das ist ja auch kein großes Problem, es ist einfach nur nervig, dass er immer die Gosch auf hat sobald was passiert...

    Auch da wirst du einzeln trainieren und dem Hund erst einmal alleine klarmachen müssen, dass er gar nichts regelt, sondern ganz allein du. Wesentlich ist auch, dass du selbst in der Situation abschalten kannst. Wenn du mit einem „gleich kracht es wieder“ auf den Erzfeind zusteuerst, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch krachen.
    Beim ersten Satz bin ich voll und ganz bei dir. Aber wie? Meine älteren Rüden hatten im Jugendalter auch eine "leinenaggressive" Phase, wo ihnen das Testosteron zu Kopf stieg. Da hat schönfuttern und ein kleiner Rüffel im richtigen Moment schnell zum Ergebnis geführt. Beim dritten Hund bin ich grad ratlos.

    Angespannt bin ich bei Hundebegegnungen eigentlich selten, bzw. nur, wenn ich sehe das Gegenüber hat seinen Hund nicht unter Kontrolle. Dann weiche ich wenn möglich aus. Wenn der andere Hund zuverlässig bei seinem Halter bleibt oder angeleint ist bin ich entspannt.

    Einen Maulkorb möchte ich nicht anschaffen. Wozu soll das gut sein? Der Hund lässt sich punktgenau abrufen. Ein Pfiff und er ist bei mir. Dann kann ich anleinen. Wenn er in Rage mich erwischen sollte ist das doch mein Risiko, Außenstehende sind nicht gefährdet.

    Eigentlich war mein Anspruch dass sich Hund 3 genauso verhält wie Hund 2. Wenn ich mit Hund 2 an pöbelnden Hunden vorbei geht blendet er diese völlig aus. Geht ihm am Arsch vorbei obwohl er sonst so ein nervöses Wrack ist. Ich kann ihn vor einem Zaun mit kläffenden Hunden ablegen, er zeigt keinerlei Reaktion. Auch ohne Leine.

    Mittlerweile bin ich der Meinung, dass das für Hund 3 illusorisch ist. Muss er das können? Er ist dominant (er ordnet sich meinem Mann und mir mittlerweile problemlos unter, gehorcht sehr gut). Das ist er zu recht, er hat ne Menge drauf, besteht nur aus Muskeln und Zähnen und geht davon aus, dass sich die Hundeumwelt unterzuordnen hat. Aus seiner Sicht zu recht, er ist nun mal der stärkste Hund in seinem Revier. Aus Menschensicht muss ich natürlich Sorge tragen, dass er eben nicht die Weltherrschaft der Hundewelt an sich reißt - schon klar. Aber ich muss auch keinen Duckmäuser aus einem Alphatier machen. Sprich, ich glaube, ich kann damit leben wenn er Aggression zeigt wenn ihm Aggression entgegen gebracht wird (wobei auch das nervig ist, aber ich finde nicht dass er es schlucken muss wenn ich so ein Tutnix über den Zaun hinweg angeifert). Aber bei Hunden, mit denen es mal vor Monaten einen Konflikt gab (wir hatten auch wirklich Pech, dass in einer sensiblen Entwicklungsphase jeder Idiot seinen Tutnix zu uns laufen lassen hat), die ihn jetzt aber in Ruhe lassen, soll er bitte auch kommentarlos vorbei gehen. Ohne dass ich ausweichen muss (geh ich drei Meter zur Seite und lass ihn gucken ohne dass ihm der andere Hund in den Rücken fallen kann gibt er auch Ruhe).

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