Hallo,
auf jeden Fall Zweitkatze.
Ich habe auch zwei Stubentiger. Meine Birma ist mittlerweile 18,5 Jahre alt und hat vor 5 Jahren ihren jüngeren Kumpel Hauskater verloren.
Wir haben eine Zweitkatze angeschafft, hier aber Fehler gemacht.
Es ist ein weisse Perser, auch eine Katze , leider taub und war wahrscheinlich zu früh von den Eltern weg, sie war nicht sozialisiert.
Beide zicken sich an, haben sich nie vertragen. Das wird auch nix mehr.
Es ist eher so eine Koexistrenz, trotzdem finde ich es tut beiden gut das die andere da ist.
viel Erfolg
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 64
-
11.02.2016, 20:29Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
-
11.02.2016, 21:21Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ich dachte auch mal so wie die Mehrheit hier und habe aber ganz schreckliche Erfahrungen gemacht mit 2 Wohnungskatzen, die nicht rauskonnten.
Jahrelang haben sie sich relativ gut verstanden, die eine hat die andere ziemlich dominiert, es war aber erträglich.
Irgendwas furchtbares ist passiert, was genau weiß ich nicht. Es gab wohl einige Faktoren von "älter werden", "Eifersucht" bis zu "Nachbar's Hund hat an der Terrassentür Angst und Schrecken verbreitet" und eines Tages konnten die beiden einfach nicht mehr zusammenleben. Die Kämpfe und Aggressionen wurden so schlimm, daß ich um das Leben der Unterlegenen echte Angst hatte. Da spritzte das Blut und der Urin - grauenhaft.
Ende vom Lied: wir mussten 5,5 Jahre lang die beiden getrennt im gleichen Haus halten. Es war eine schöne Quälerei für alle Beteiligten. Dann sind sie gestorben.
Ich selber bin von dieser Erfahrung nun dermaßen gebrannt, daß ich wahrscheinlich nie wieder 2 Katzen adoptieren würde, selbst wenn es erst so aussähe, als könnten sie miteinander.
-
11.02.2016, 22:13Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
O ja, es kann gewaltig schief gehen.
Wir hatten einen lieben Kater und einen weiteren lieben Kater, einen Coon. Der war sowas von friedlich und überhaupt nicht dominant, dennoch hat er in irgendeiner Weise Angst verbreitet. Wir konnten das nie nachvollziehen. Der andere hat sich nicht mehr aus einer Ecke getraut, aufs Sofa und in die Ecke gepinkelt. Wir wollten uns und den Tieren das nicht weiter antun und haben nach privater Suche ein liebes Menschenpaar gefunden, die den älteren Kater aufgenommen haben. Dies war ein paar Jahre später bei einer anderen Katze auch nötig, die ebenfalls Angst vor dem Coonie entwickelt hatte. Auch für die haben wir ein gutes neues Zuhause gefunden. Es ist für menschliche Augen und Sinne halt nicht immer nachvollziehbar, was sich da abspielt. Auch wenn es weder Hauen noch Stechen gibt, irgendwie war das Ganze mysteriös.
Im Grunde kann man es nur probieren. Meist klappt es ja auch, dass man nach relativ kurzer Zeit sehen kann, ob sich die Tiere tolerieren.
-
12.02.2016, 08:06
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Genau davor, was Beauty, Anemone und Phyllis berichten, habe ich Angst. Ich stelle es mir wirklich schlimm vor, allein mit zwei Katzen zu leben, die nicht oder nur notgedrungen miteinander auskommen. Dazu bin ich - ehrlich gesagt - auch zu egoistisch, um vielleicht mein Leben durch solche Probleme dominieren zu lassen.
Außerdem bin ich ein sehr emotionaler und verantwortungsbewusster Mensch und weiß schon jetzt, dass ich ein Riesenproblem damit hätte, eine zweite Katze aufzunehmen und diese, falls es wirklich nicht funktioniert, wieder abzugeben. Man übernimmt schon eine große Verantwortung, wenn man so ein kleines Wesen aus dem Tierheim zu sich holt.
Ich sehe das bei meinem kleinen Schnurrer. Ich habe noch nie eine so dankbare und anhängliche Katze erlebt. Ich denke, dass hat auch viel mit seinem sehr schweren Start ins Leben zu tun.
-
12.02.2016, 08:30Inaktiver User
-
12.02.2016, 10:24Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Echt, Sandra? Das find ich toll. Und da lohnt doch das Nachfragen!
-
12.02.2016, 13:03Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Dann lass es doch. Zweitkatzen sind nur dann sinnvoll, wenn die Tiere nicht raus dürfen.
In einem Haus lässt sich das ohnehin nicht durchhalten. Spätestes im Sommer wird dein Katerchen ganz neugierig raus marschieren. Draußen braucht er keine Zweitkatze mehr, dort ist für genügend Anregung gesorgt.
Wir haben zwar offiziell keine Zweitkatze, aber eine der Nachbarskatzen versucht seit Jahren, sich bei uns als als Zweitkatze zu etablieren. Unser eigener Kater toleriert sie zwar mittlerweile, aber es stört ihn, wenn sie mit im Haus ist. Er zieht sich dann oft in den obersten Raum unterm Dach zurück, um seine Ruhe zu haben. Wenn ich sie nicht abhalten würde, ihm zu folgen, würde sie auch dorthin gehen.
Sie lauert den ganzen Tag vor unserer Tür. Sobald man diese nur fünf cm aufmacht, ist sie drin. Man muss dazu sagen, dass sie eigentlich ein sehr freundliches und schmusiges Tier ist, das nie seine Krallen benutzt. Aber für unseren Kater ist es einfach nur Stress.
-
12.02.2016, 13:08
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Das würde ich differenzierter sehen. Wir haben zum Beispiel zwei nichtverwandte Kater, die sich aber in der Kindheit kennengelernt haben; sie waren in der gleichen Pflegestelle.
Sie sind Freigänger, aber aufeinander bezogen und tun sich sichtlich gut. Vor allem dem scheueren Kater gibt der mutigere Kumpel mehr Sicherheit im Gelände. Jeder hat seine Bereiche und sie vertragen sich gut, ohne ständig aufeinander zu hocken.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
-
12.02.2016, 13:11Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Puh, da haben einige unter Euch ja wirklich sehr üble Erfahrungen mit Zweitkatzen gemacht.
So schlimm war es bei uns mit den zwei Zicken nie, auch wenn ab und zu ganz ordentlich die Fetzen flogen.
Ein kleiner Riss im Ohr ist die einzige Folge des Zickenterrors der ersten Zeit.
-
12.02.2016, 16:01
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Also ich habe in den 25 Jahren Katzenhaltung als Erwachsene immer mindestens zwei Katzen gehabt, hier wurde ja zu Recht angemerkt, dass Siamesen und Orientalen besonders sozial und aufeinander bezogen sind, aber es waren auch andere Katzen dabei.
Und ich habe nur einmal eine scheiternde Vergesellschaftung erlebt, mein kleines braunes Monster, was sich mit seinen beiden eingesessenen Mitkatzen super verstanden hat war gegenüber der neuen sehr territorial und aggressiv, das wurde aber schon schnell klar.
Kleinkatz ist dann zu einer Freundin gezogen, von deren Katern der ältere gestorben war und der jüngere sichtbar trauerte. Die beiden haben sich gut aneinander gewöhnt, interagieren, schlafen aber auch nebeneinander- auch wenn Katerchen ein Hauskater ist und Lady eine Siamesin.
Ich denke, es kommt auch immer auf die jeweiligen Persönlichkeiten an und evtl auch auf von uns gar nicht einschätzbare Dinge wie Geruch- warum sollte das nur bei der menschlichen Partnerwahl von Bedeutung sein.


Zitieren
