Wenn du in einem Haus wohnst, wird es kaum möglich sein, den Kater auf Dauer vom Freigang abzuhalten.
Jetzt ist er noch zu klein, aber spätestens im Sommer, wenn Balkontüren etc. offen stehen, wird er raus gehen wollen.
Du schreibst, es gäbe bereits Katzen in der Nachbarschaft. In diesem Fall würde ich mir keine Zweitkatze anschaffen. Er sucht sich seine Spielgefährten selbst.
Wir haben in unserer Nachbarschaft sehr viele Katzen. Manche Besitzer meinten es gut und schafften sich ein Zweittier an. Die Folge ist, dass wir einen Teil dieser Katzen jetzt auf unserem Grundstück und sogar in unserem Haus haben. Eine davon versucht seit Jahren, sich bei uns als "Zweitkatze" einzuschmeicheln, aber unser eigener Kater ist davon nicht gerade begeistert.
Belaste deine Nachbarn nicht mit zwei Katzen, in einem Haus kann man eine Katze kaum einsperren. Man sollte es auch nicht. Gönn ihm den Freigang. Wenn er größer ist, er wird es genießen und er wird sich auch nicht einsam fühlen.
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10.02.2016, 17:29Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
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10.02.2016, 17:42
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ich habe ein ähnliches Problem, allerdings habe ich meine Katze schon seit vier Jahren und sie darf auch jederzeit raus, wenn sie möchte. Bei uns ist allerdings fast immer jemand zu Hause. NUR, von Oktober bis April mag sie fast gar nicht ins Freie - obwohl es in der Nachbarschaft massig Katzen gibt, die auch häufiger mal bei uns vorbeischauen oder einfach so durchs Grundstück laufen.
Im Frühling und Sommer ist sie dann oft mal draußen, nimmt aber so gar keinen Kontakt zu den Artgenossen auf. Sie ist auch sonst ein wenig eigen und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mit einer zweiten Katze klar käme - aber dennoch hab ich Angst, dass sie sich alleine fühlt - obwohl wir ja ständig da sind.
Hat zufällig jemand von euch einer "älterne" Katze (meine ist 5,5 Jahre) - eine andere vor die Nase gesetzt und das ist gut gegangen (oder eben auch nicht...).
Wenn meine noch so klein wäre, wie die der TE, wäre es für mich eigentlich keine Frage, noch ein Kätzchen zu holen (vielleicht auch erst mal auf Probe), aber so???
Ein Träumer hat vielleicht keinen Plan;
Aber ein Realist hat keine Visionen !!!
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10.02.2016, 18:38Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ja, hier.
Es ist, wie oben geschildert, anfangs überhaupt nicht gut gegangen und wir waren zwischendurch mal regelrecht verzweifelt, aber nie so sehr, dass wir ernsthaft daran dachten, den Neuzugang wieder ins Tierheim zurückzubringen.
Eben haben sie sich auch wieder gezofft. Es sind zwei Zicken - jede auf ihre Weise, das ging in der Konstellation MMF besser als jetzt mit MFF.
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11.02.2016, 08:26
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Hallo, liebe Katzenfreundinnen,
vielen Dank für Eure wertvollen Hinweise und Anregungen.
Die Empfehlungen sind ja eindeutig - entweder Zweitkatze oder Freigang. Ich habe das heute Nacht mal sacken lassen und denke, dass ich die Idee mit dem Freigang weiterverfolgen werde. Ich habe sogar schon eine Katzenklappe im Keller eingebaut.
Ich hatte vorletztes Jahr einen alten, herzkranken Kater adoptiert, der leider bei uns im Wald ausgesetzt wurde, weil den ursprünglichen Dosenöffern wohl die Tierarztkosten zu hoch waren. Da er tätowiert war, konnte ich sein Schicksal etwas nach verfolgen. Leider ist er letztes Jahr in meinem Armen verstorben :-((
Die Voraussetzungen für Freigang wären also da. Er soll im Sommer eh kastriert und gechipt werden und mal schauen, wie er sich dann draußen zurechtfindet. Sollte es mit den Nachbarkatzen doch Probleme geben, kann ich das Thema Zweitkatze später immer nochmal angehen.
Besonders die Katze meiner unmittelbaren Nachbarin ist sehr speziell. Sie ist eine spanische Straßenkatze und hat erst schräg gegenüber bei einer Familie gelebt, die als Pflegestelle für Hunde arbeitet und auch mal einen ganzen Wurf spanische Katzen (ich glaube 4 oder 5) aufgenommen hat. Zwei davon wurden innerhalb von zwei Jahren leider überfahren und eine Katze ist zu meiner Nachbarin gezogen. Seit sie dort lebt, zofft sie sich sogar mit ihrem Bruder und verjagt gnadenlos alles aus ihrer Nähe, was Fell und vier Beine hat. Da muss ich halt schauen, wie sich mein Kleiner da verhält. Nicht das er abwandert und sich ein neues Revier sucht ....
Liebe Grüße
rosen_stolz
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11.02.2016, 08:35
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Hallo Rosenstolz,
zur Zweitkatze erstmal nichts von mir, wohl aber zu dieser Nachbarkatze:
Im Freundeskreis lebt auch so eine, die die ganzen Nachbartiere dominiert und wirklich sehr! stark verletzt.
Ich saß letzten Sommer dabei, als die Katze meiner Freundin vor uns vom Dach des 2. Stocks auf die Terrasse fiel, weil sie dorthin vor Angst geklettert war.
Eine andere hat ein Auge verloren.
Du hast ja noch gut Zeit bis Deine raus soll und die würde ich nutzen um zu schauen, wie sich dieses Tier tatsächlich verhält oder ob es ev nicht ganz nso extrem istEs wird Zeit für eine neue Signatur
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11.02.2016, 12:12Inaktiver User
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11.02.2016, 12:51
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ich glaube auch, dass meine Nachbarin sich das ein bisschen anders vorgestellt hat. Sie hatten früher auch schon immer Katzen und dachte, wenn die Katze erst mal bei ihr wohnt, dass sie etwas häuslicher und schmusiger wird. Das ist leider nicht der Fall. Im Sommer war Sie manchmal tagelang auf Achse und ihre Chefin in größter Sorge, weil sie jedesmal dachte, die Katze wurde überfahren oder weggefangen.
Mal schauen, wie sich das dann beim Freigang von meinem Kleinen entwickelt. Hoffentlich wächst er bis dahin noch ein bisschen :-)
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11.02.2016, 12:56
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ich würde ihn schon mit 6 Monaten kastrieren lassen, da fangen manche schon an zu markieren und das will man nicht in der Wohnung haben.
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11.02.2016, 13:25Inaktiver User
AW: Zweitkatze ja oder nein - Denkanstöße gesucht
Ich würde nicht zuviel erwarten, von wegen Nachbarskatzen als Spielgefährten. Abgesehen von sehr dominanten RevierbewacherInnen, ist günstigstenfalls zu erwarten, dass sich die Nachbarn tolerieren. Die Reviergrenzen werden schon recht genau beachtet, meiner Erfahrung nach.
Wir haben seit 13 Jahren hier in der Wohnung diverse Katzen, meist 4. Es gab Todesfälle, durch Überfahren auch, aber das kann auch in ganz ruhigen Wohngebieten passieren. Unsere zwei überfahrenen "Freibeuter" waren ziemlich weit weg, als es passierte.
Zum Zusammenleben: ich würde es auch probieren mit einem Spielgefährten. Allerdings müssen da nicht zwangsläufig richtige Freundschaften entstehen. Fast alle unsere Katzen haben sich mehr oder weniger halt so toleriert. Mal ein Scheinangriff, spielerisch, mal Verfolgungsjagden, meist friedliches Begrüßen und abwechselndes Fressen aus dem bevorzugten Napf. Würde wer fehlen, es gäbe sicher keine Trauer. Ich finde diese Aussage, die ich mal gehört hab, sehr passend: Katzen sind gesellige Einzelgänger.
dennoch machts einfach mehr Spaß mit Zweien. Und was das (von wem weiß ich grad nicht) verlinkte Foto angeht, ganz allerliebst übrigens, das sind Siams und Orientalen, die sind bekannt dafür, dass sie sehr enge Beziehungen pflegen. Unser Balinese war auch so einer. Die anderen, diverse Coon/Halblanghaar/Mixe sind sich eigentlich selbst genug, sitzen aber oft im Sommer in schöner Eintracht draußen in der Sonne und bewachen ihr Revier. Fremdkatzen von nebenan werden misstrauisch beäugt und auch mal gerne angeknurrt.
DAs mit dem "Ausprobieren" geht glaub ich nicht einfach so mit probeweisem Ausleihen aus dem Tierheim. Ich kenne das nur so, dass man kaufen muss, also richtig mit Vertrag, und wenns nicht passt, hat man halt Pech gehabt. Eigentlich auch sinnvoll, Katzen sind ja nicht wie eine Bücherausleihe oder so.
Meiner Erfahrung nach, in den letzen Jahren, vertragen sich Kater untereinander und Katzen untereinander besser. Unsere Emmy faucht regelmäßig, wenn einer der Rabauken zu nah kommt. Die Herren verdrehen dann immer quasi die Augen und nehmens nicht ernst. So nach dem Motto: die Zicke schon wieder. Die andere Katze, Dena, wird nie angefaucht und sehr ausgiebig immer mit Nase an Nase begrüßt.
Aber da gibts sicher auch andere Erfahrungen.
Auch Familienmitglieder/Geschwister können mit höherem Lebensalter zu richtigen Feinden werden, auch schon erlebt.
Jaha, bin halt seit 20 Jahren Dosenöffnerin und könnte ganze Vorträge halten...
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11.02.2016, 18:09


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