Nun ja... gerade in den Rassezuchtvereinen, sei es Hund oder Katze, wird sehr häufig auch "eng gezüchtet", was nichts anderes heißt als Verwandschaftsverpaarungen, um gewünschte Rassemerkmale zu erhalten...
Nur mal ein Beispiel, dass Inzucht dort nicht unbedingt negativ gesehen wird:
Katzenzeitung - inbreeding
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18.01.2016, 16:37Inaktiver User
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
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18.01.2016, 17:51
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Dieser Denkansatz ist zu eindimensional und zu schlicht.
Verantwortungsvolle Züchter erhalten Rassen und bemühen sich, durch gute Auswahl der Elterntiere, die Rasse gesund zu halten und rassetypische Merkmale zu erhalten bzw. zu fördern.
Kaum ein engagierter Züchter - zumindest Hundezüchter - kann von der Zucht leben. Normalerweise sind bestenfalls die Kosten gedeckt.
Ich spreche von Züchtern, nicht von Vermehrern.
Nur gutgemeintes "Helfen" kann zu Auswüchsen führen, die den "geholfenen" Tieren eher schaden. Stichwort: Import alter und kranker Tiere aus dem Ausland. Auf Teufel komm raus alles retten, was sich hier nicht zurechtfindet und zudem krank ist, ist nicht unbedingt tierschutzgerecht. Ich habe einen "geretteten" Hund, ich weiß wovon ich spreche, Und sie ist nicht mal krank, sondern nur komplett gestört und wird nie ein normaler Hund sein. Ich liebe sie sehr, aber mein Leben ist dadurch sehr eingeschränkt.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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18.01.2016, 18:00
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Inline breeding wird praktiziert, auch bei gefährdeten Wildtieren.
Dabei wird aber sehr streng ausgewählt, vermutlich kommen Gentests zum Einsatz (für Krankheiten, die man schon testen kann). Die Züchter oder Zoologen, Tiergenetiker überlassen nix dem Zufall. Und immer noch geht relativ viel in die Hose, weil der Genpool so geschrumpft ist.Thank you for observing all safety precautions.
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sonst normale Userin
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18.01.2016, 18:18
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Ich habe nichts dagegen, dass Rassen erhalten werden, was natürlich nicht für so überzüchtete Rassen gilt, dass man schon von Qualzuchten sprechen kann.
Viel wichtiger finde ich es jedoch, dass zunächst einmal keine Katze oder Hund leiden muss, weil sie kein Zuhause hat. Ich denke an die vielen Streunerkatzen (und Hunde, dies vor allem in anderen Ländern), an Tiere, die im Tierheim unglücklich sind.
Und das ist doch auch eine Folge davon, dass es zu viele Tiere gibt. Es landen ja auch Rassekatzen bei den Tierschutzvereinen.
Die Tierschutzvereine oder auch Tasso wünschen sich schon lange eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigänger, wie es sie in anderen Ländern gibt, gerade weil sie nicht hinterherkommen. Wird abgelehnt, weil der Aufwand zu hoch ist. Klar, es ist viel einfacher, das Elend privaten, mitfühlenden Tierschützern zu überlassen.
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18.01.2016, 22:10
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Die Idee finde ich durchaus gut. Aber, wie willst du das kontrollieren? Und wie willst du Katzen Besitzern zuordnen? Dann müssten alle gechipt und registriert sein. Und auch wenn es diese Vorschrift gäbe, wäre das Katzenleid keinesfalls aus der Welt geschafft. Aber das ist im Grunde OT.
Du hast eine sehr klare Vorstellung davon, dass es bereits zu viele Katzen gibt und es deshalb keine weitere Zuchten geben sollte. Dem steht die Auffassung der Katzenbesitzer entgegen. Ihr werdet keinen Konsens finden. Was du tun kannst, hast du getan, du hast informiert. Der Rest liegt in der Verantwortung der Eigentümer.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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19.01.2016, 06:35
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Ich sehe das nicht aks OT an, das hängt meines Erachtens eng mit dem Thema zusammen.
So wie ich informiert bin, läuft es in den Ländern mit allgemeiner Kastrationspflicht wie z. B. in Österreich, Belgien so, dass die Freigänger gechipt und registriert sein müssen. Da gibt es durchaus Möglichkeiten. Es ist der Wille, der fehlt, und das Desinteresse. Tierleid ist unseren Volksvertretern einfach nicht wichtig genug.
Ich weiß keine andere tierschutzgerechte Möglichkeit, die Vermehrung und dadurch das Elend - vor allem das der Streunerkolonien - deutlich zu verringern.
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19.01.2016, 09:38Inaktiver User
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19.01.2016, 11:23
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
In Österreich wird die Kastration z. B. von Tierschutzvereinen überwacht. Überwachung ist durch die Behören wie Veterinärämter, Ordnungsämter möglich. Sinnvoll wäre es, wenn die Kastrationspflicht der Besitzerkatzen mit einer Registrierungspflicht einherginge.
Weiterhin finde ich es ganz wichig, dass die Menschen informiert werden und sich des Problems bewusst werden. Wenn jeder weiß, dass ab dem 5. Lebensmonat kastriert werden muss, dann wird schon mal jeder Tierarzt die Besitzer darauf hinweisen machen. Irgendwann wird das zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass es eine Ordnungsstrafe gibt, wenn jemand seine Katze nicht kastriert und frei laufen lässt. Das ist dann einfach so.
Das war bei der Gurtpflicht so, dass war beim Nichtraucherschutz so, zuerst ein Riesengeschrei, und heute bestreitet kaum einer mehr denn Sinn dieser Gesetze. Genauso wird es da auch laufen. Vielleicht bewegt sich auch schneller was, wenn immer mehr einzelne Gemeinden für sich eine Kastrationspflicht erlassen wie z. B. Paderborn.
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19.01.2016, 13:03
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Und wie willst du das machen? Wie weißt du, dass z. B. Frau Skirbifax eine Katze hat? Und auch wenn die jetzt mal draußen gesehen worden ist - wie viele Grautiger gibt es? Wie willst du beweisen, dass dieser Grautiger meiner ist? Ich behaupte, dass meine Katzen immer im Haus sind.
Gitta, die Regelung fände ich durchaus auch sinnvoll, nur ist mir nicht klar, wie das überwacht werden soll. Und eins kann ich dir sagen: Stünde jemand vom Tierschutzverein vor meiner Tür, der könnte lange warten, bis ich ihn einließe.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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19.01.2016, 13:26
AW: Wir wollen Babys von unseren Rassekatzen, bitte Daumen und Pfoten drücken
Es ist die einzige Möglichkeit, die Population zu dezimieren. Es ist mir schon klar, dass man trotz eines Kastrationsverbots nicht alle erwischt, weil es auch weiterhin immer verantwortungslose Tierhalter geben wird, wie in jedem Lebensbereich.
Aber es ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sobald z. B. jemand das erste Mal mit seiner Katze beim Tierarzt ist, und sie wird registriert, und der Besitzer wird über die Notwendigkeit der Kastration und der Verpflichtung dazu informiert, ist man doch schon ein Stück weiter.
Hierfür sind die Voraussetzungen natürlich Registrierungspflicht, Zusammenarbeit zwischen Tierschutz, Behörden und Tierärzten.
Selbst wenn nicht lückenlos überwacht werden kann, selbst wenn nicht sofort alle Eventualiäten abgedeckt sind, am Anfang kostet es viel Aufwand, der jedoch dann weniger werden wird, wenn die Kastration sich als etwas Selbstverständliches etabliert hat, wenn schon mal jeder weiß, bei Nichteinhaltung gibt es eine Ordnungsstrafe.
Und ich denke einfach mal ganz naiv: Einem großen Teil der Katzenbesitzer liegt das Wohl aller Katzen am Herzen; vielen ist das Elend einfach auch nicht bewusst, wenn man nicht gerade vor der Haustür mit armen Streunern zu tun hat. Da fehlt es teilweise auch an Information. Dass es immer Leute gibt, die keinen Millilmeter über ihren Tellerrand hinausschauen, lässt sich nicht vermeiden. Das heißt für mich aber auf keinen Fall, dass man - ich meine jetzt der Staat - nicht in der Pflicht ist, zunächst einmal die notwendigen gesetzlichen Regelungen zu schaffen.
Der Staat verlässt sich einfach darauf, dass private Tierschutzvereine sich auf eigene Kosten um die Streuner kümmern, sie füttern, ärztlich versorgen und kastrieren. Tierschutz ist als Staatsziel im Grundgesetz verankert, also geht er den Staat sehr viel an.
OT: Ich ziehe da eine Parallele zu der der Armut bspw. von Obdachlosen, die an die Tafeln oder Suppenküchen verwiesen werden. In beiden Fällen entzieht sich der Staat ganz schön seiner Verantwortung, denn "Gott sei Dank gibt es ja Private, die helfen." Weder die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei den Tafeln noch bei den Katzenhilfevereinen sind Deutschlands Großverdiener.



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