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    übers Gassi und bezahlen

    Hallo,

    mich beschäftigt schon ewig eine Sache, die ich mir nicht so recht erklären kann, vielleicht gibt es hier ja interessante Meinungen dazu.
    Und zwar geht es um das Gassigehen, banal gesagt.
    Ich komme vom Dorf und liebe (außer Spinnen, da habe ich traurigerweise eine Phobie) alle Tiere. Mein großes Ziel im Leben war auch eigentlich immer schon einen Hof mit verschiedenen Tieren zu halten und möglichst viel im Tierschutz zu helfen. Leider hatten meine Eltern trotz Haus und Grundstück nie wirklich Tiere, immer ein kleines Aquarium mit den typischen Guppys und Welsen und es hat ewig gedauert, bis ich mit meinen Geschwistern die geliebte Katze haben durfte. Ich bin daher immer gern reiten gegangen, erst Unterricht und dann beim Bauern im Dorf, wo man allerhand Tiere und Ställe versorgt und dann doch nicht wirklich reiten darf ^^ und durfte mit dem Hund eines älteres Ehepaars immer Gassi gehen. Das habe ich geliebt und bin riesen Strecken durch den Wald gelaufen, natürlich mit Leine und der Hund war gut erzogen. Aber es war für mich wie ein 6er im Lotto und ich habe von den Besitzern ab und an mal Schokolade oder einen Euro dafür bekommen, als Dankeschön. Allerdings hätte ich nie gesagt, ich gehe nur für Geld Gassi...

    Leider hatte ich dann, nachdem diese Hündin gestorben war und ich mit Ausbildung und allem viel unterwegs war nicht mehr so oft geklappt, nur mal wenn wir bei entfernteren Verwandten zu Besuch waren hatten die Gassi-frei in den Tagen :) Mittlerweile habe ich seit einem Jahr selbst eine Hündin. Sie ist eine ehemalige Straßenhündin aus Griechenland und man könnte sie auch locker als Angsthund bezeichnen. Zwar mein erster Hund, aber ich habe mir das immer zugetraut und noch keine Sekunde bereut. Ich hatte sie mir mit meinem nun ja Ex-Freund geholt, er hat mich im November vor die Wahl gestellt "Hund oder Wohnung" und nun kümmere ich mich allein um die kleine, aber es geht ganz gut. Meine Arbeitszeiten kann ich so anpassen, dass ich 1h Mittagspause mache und da Gassi gehe, damit sie nicht 4 Tage die Woche 8h allein sein muss (obwohl sie gut allein bleibt). Manchmal denke ich darüber nach, mir an einem Tag in der Woche oder so mal einen Gassigeher zu nehmen, aber da kommt dann das Verständnisproblem ^^

    Ich dachte immer, es gibt genug Menschen die gern einen Hund hätten und Hunde lieben und Gassi gehen wollen, aber bei denen es aus verschiedenen Gründen nicht geht. Diese Leute werden dann Gassigeher, eigentlich weil es Spaß macht. Warum verlangen dann alle Geld dafür??

    Ich würde sicherlich meinen Hund niemandem geben, der sich nicht gut kümmert und so weiter.. ich achte auf Versicherungsfragen und als sie einmal zur Urlaubspflege bei Freunden war, habe ich ein Heftchen angelegt, wo alles wichtige drin steht und einen Dreizeiler-Vertrag gemacht. Wenn ich unbedingt einen Gassigeher bräuchte, würde ich sicher gerne auch etwas bezahlen - aber jemand der des Hundes wegen gern mal das Tier "ausleihen" mag ist doch eigentlich besser, oder sehe ich da etwas völlig verkehrt?

    Ich hoffe ihr könnt mir folgen Wenn mein Hund nicht so ängstlich wäre, würde ich zB auch locker Tiere als Urlaubspflege nehmen (bei einer Freundin meiner Hündin konnten wir das auch schon machen) und da wöllte ich nicht unbedingt Geld für. Es geht ja ums Tier..

    Bin sehr auf eure Meinungen gespannt ;)
    Liebe Grüße von Elli

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Wenn ich von jemanden eine regelmäßige Dienstleistung erwarte, zahle ich selbstverständlich dafür. Wenn das Nachbarsmädchen meine Katzen gefüttert hat- was es sicher gerne gemacht -hat gab es natürlich etwas Geld oder einen Amazon Gutschein dafür. Es sei denn es ist so eine Tandemsache- jemand geht für Dich Gassi und Du gibt's dafür zB Mathenachhilfe. Wenn Du nichts fürs Gassigehen zahlen willst- Vllt gibts ja einen anderen Hundebesitzer und ihr nehmt dann abwechselnd beide Hunde.
    Aber ich würde nie erwarten jemand Fremdes tut mir häufiger einen Gefallen ohne Gegenleistung .
    Und wenn Du zahlst kannst Du auch eine gewisse Verbindlichkeit , die ja in so einem
    Fall auch wichtig ist, erwarten .
    Geändert von taggecko (30.12.2015 um 17:49 Uhr)

  3. VIP

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Ich würde meine Hunde niemandem anverrauen, der "sich mal nen Hund zum Gassigehen ausleihen will". Schon gar nicht meine Angsthündin.
    Ich erwarte von einer Hundebetreuung Professionalität, Kenntnisse und Zuverlässigkeit. Also jemanden, der auch im Notfall weiß, was zu tun ist (meine derzeitigen Hunde sind eine Epileptikerin und eine Hündin mit einer hochgradigen Angststörung). Kurz: jemanden, der tut, was ich will, und seinen Job gut macht. Dafür würde ich immer bezahlen. Den Hobby-Gassigehern würde ich nicht vertrauen, schon gar nicht mit meiner Angsthündin.

    Im Freundeskreis gab es mit meinen früheren Hunden Ausnahmen. Nachbarn (auch mit Hund) sprangen mal ein, wenn ich Fortbildung hatte, oder Freunde, als ich einmal eine schwere Grippe hatte. Aber das lief auf Gegenseitigkeit. Ich fuhr zu den Freunden und behandelte die Katze oder nahm den Nachbarshund mit auf die Runde.

    Ich habe meine früheren Hunde lieber für viel Geld in eine hochprofessionell geführte Hundepension gegeben als sie für 4 Wochen (ich musste ins Krankenhaus) einer empathischen und lieben, aber etwas schludrigen Freundin anzuvertrauen, die unbedingt mal einie Zeit mit den beiden leben wollte. Ich hätte keine ruhige Minute gehabt, da meine Freundin der Meinung war, jeder Hund dackelt hinter ihr her, auch wenn auf der anderen Straßenseite die Kaninchen sitzen ...
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Ich hab selber zwei Hunde und betreue trotzdem hin und wieder andere Hunde. Dafür nehme ich auch Geld.
    Klar, ich liebe Hunde und kümmer mich gern um sie, dennoch habe ich damit Arbeit und Einschränkungen.
    Fremde Hunde beim gassi dabei zu haben ist wesentlich anstrengender, als nur mit den eigenen zu gehen.
    Die gasthunde kann ich nicht einfach allein lassen und überall mit hin nehmen geht auch nicht mit jedem.
    Trotz Spaß daran ist es Arbeit, und für die nehm ich ein bisschen Geld.

  5. Inaktiver User

    AW: übers Gassi und bezahlen

    aus sicht einer gassigängerin sage ich auch, dass ich geld nähme, denn ich muss so "springen", wie es die hundehalter wünschen. also bin ich dienstleisterin und möchte eine entsprechende wertschätzung dafür.

    das gassigehen im tierheim war für mich hingegen eine win-win-situation: ich habe dort sehr viel gelernt, und die hundis, mit denen ich unterwegs war, hatten spaß.

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Hallo und gesundes neues Jahr ;)

    Danke für eure Antworten, jede Sicht ist für sich stimmig und ich würde euch allen irgendwie zustimmen ^^

    Ich suche ja keine Gassigeher und brauche auch nicht, wäre ich in der Not meinen Hund abgeben zu müssen auf Zeit oder müsste auf Grund von Umstellungen einen Gassigeher engagieren, würde ich mit einer guten Stange Geld dafür rechnen. Sobald es eine Dienstleistung ist, bezahlt man natürlich. Und wenn ich jemanden habe der vllt eine sehr gute Qualifizierung hat ist es auch logisch, dass es nicht nur ein kleiner Betrag ist. Aber ab wann ist das Gassigehen eine Dienstleistung, ich meine ich habe das immer als Hobby gesehen

    Was ich meine ist eher, dass es scheinbar nicht mehr üblich ist, dass jemand mit Begeisterung für Hunde und genügend Kenntnissen sich aus irgendeinem Grund keinen eigenen Hund holt und dafür dann zB den Hund der Freundin ausführen mag ohne jegliche Verpflichtung. Ok, wenn ich überlege hatte ich eine Freundin, die gern mal meine Hündin zum Joggen mitgenommen hätte (als Motivation nicht nach 500m umzudrehen) und das ist nur daran gescheitert, dass sie spontan umziehen musste. Sowas meine ich...

    Meine Cousinen zb würden sich auch liebend gern den Hund mal zum Gassi nehmen, aber ich gebe die kleine auch niemanden, wo ich mir nicht 150% sicher bin, dass ich sie heil wiederbekomme. Ich habe dagegen dem Hund der Nachbarn auch aus Spaß ein paar Dinge beigebracht und auch als ich noch keinen Hund hatte habe ich mich viel mit der Erziehung usw von Tieren beschäftigt. Daher durfte ich den Hund nehmen.. Gibt es solche "Deals unter Nachbarn" vielleicht gar nicht mehr oder nur im Dorf?

    Liebe Grüße,
    Elli

  7. Inaktiver User

    AW: übers Gassi und bezahlen

    doch, elli, die gibt es auch in der stadt
    meiner nachbarin habe ich eine weile auch immer mal ihre hundis ausgeführt. das war auch ganz problemlos von allen seiten und einfach nett, weil es nette, unkomplizierte hunde sind und wir menschen gut miteinander klar kamen. das hatte ich zb nicht als dienstleistung, sondern nur als spaß gesehen.

  8. Moderation

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Zitat Zitat von chazyElli Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer, es gibt genug Menschen die gern einen Hund hätten und Hunde lieben und Gassi gehen wollen, aber bei denen es aus verschiedenen Gründen nicht geht. Diese Leute werden dann Gassigeher, eigentlich weil es Spaß macht. Warum verlangen dann alle Geld dafür??
    Damit keine unaufgerechneten Gefallen und unerwünschten Verstrickungen entstehen. Sonst hat man ratzfatz die schönste Nachbarschaftsfehde am Hals, weil man in Emotionen, Erwartungen und ungeschriebenen sozialen Schuldscheinen handelt. Wenn du dem anderen ein Gefallen tust, daß er deinen Hund ausführen darf, tust du ihm einen doppelt so großen Gefallen, wenn der Hund doppelt so lange laufen soll? Wann wirst du diesen Gefallen einfordern? Welche Qualitätsanforderungen stellst du an jemandem, dem du einen Gefallen tust?

    Das ist die Rohrpost in Teufels Küche. Geld schafft klarer(re) Verhältnisse.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. User Info Menu

    AW: übers Gassi und bezahlen

    Zitat Zitat von chazyElli Beitrag anzeigen
    Meine Arbeitszeiten kann ich so anpassen, dass ich 1h Mittagspause mache und da Gassi gehe, damit sie nicht 4 Tage die Woche 8h allein sein muss (obwohl sie gut allein bleibt). Manchmal denke ich darüber nach, mir an einem Tag in der Woche oder so mal einen Gassigeher zu nehmen, aber da kommt dann das Verständnisproblem ^^

    Ich dachte immer, es gibt genug Menschen die gern einen Hund hätten und Hunde lieben und Gassi gehen wollen, aber bei denen es aus verschiedenen Gründen nicht geht. Diese Leute werden dann Gassigeher, eigentlich weil es Spaß macht. Warum verlangen dann alle Geld dafür??
    Nun ja - es gibt ja auch viele Leute, die Kinder mögen und auch diese nehmen Geld fürs Babysitten ...

    Ich sehe es so: Wenn ich z.B. regelmäßig um die Mittagszeit mit dem Hund Gassi gehen würde (und das dann quasi verpflichtend für mich wäre), würde ich dafür auch Geld nehmen. Ich würde ja dafür meine Tagesplanung anpassen müssen.

    Wenn ich hingegen aufgrund meiner Berufstätigkeit keinen eigenen Hund haben kann, aber z.B. am Wochenende gern ausgiebige Wanderungen unternehme, bei denen ich gern einen Hund mitnehmen würde, dann würde ich kein Geld nehmen.
    Das würde ich jedoch auch nur nach einer Kennenlernphase machen und nicht mit einem Angsthund. Letzterer sollte aus meiner Sicht besser von Profis betreut werden, das könnte ich mit "Normal-Hund-Erfahrungen" nicht leisten.

    So eine private win-win-Lösung findet sich nicht immer, denn sowohl Hund und Betreuer und auch Hundebesitzer und Betreuer müssen zueinander passen und "miteinander können".
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

  10. Moderation

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    AW: übers Gassi und bezahlen

    Zitat Zitat von rebellin Beitrag anzeigen
    Nun ja - es gibt ja auch viele Leute, die Kinder mögen und auch diese nehmen Geld fürs Babysitten ...
    Da sagst du was. Ich mag Computer, aber ich lasse mich für's Computer hüten bezahlen.
    Ich mag nicht gerne mit Kindern zu tun haben, dafür lasse ich mich *nicht* bezahlen, sondern das vermeide ich einfach soweit möglich.

    Lohn ist ja kein Schmerzensgeld.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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