Hallo,
ich machs mal ganz kurz:
meine Hündin wurde kürzlich unverschuldet in eine Beißerei verwickelt, genauer gesagt, ein anderer Hund kam auf sie zugeschossen und hat sie angegriffen, ohne dass sie dieses in irgendeiner Form provoziert hätte.
Die Folge war ein ca. 3,5 cm langer Riss im Ohr, der unter Vollnarkose genäht werden musste. Die Tierarztrechnung beläuft sich bisher auf 240 Euro, wozu noch die Nachsorge und das Fäden ziehen kommen. Die arme Maus trägt jetzt einen Kopfverband…
Die Adresse des anderen Hundehalters habe ich. Frage: ist dieser rechtlich für diese Kosten verantwortlich? Greift da die Haftpflicht des anderen, sofern er eine hat? Für mich sind mal eben rund 300 Euro TA-Kosten nämlich nicht so einfach zu wuppen, zumal ich, bzw. meine Hündin das Ganze nicht angezettelt hat.
LG
Sally
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
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18.12.2006, 14:50
Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
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18.12.2006, 20:15
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Also ich würde sagen, dass der andere Halter die Kosten MINDESTENS zur Hälfte, wenn nicht gar ganz tragen muss.
Und mal am Rande: Es wäre für mich als Halterin des beißenden Hundes auch eine Selbstverständlichkeit, mindestens die Hälfte zu tragen und je nach konkreter Situation auch alles.
Wurde das denn gar nicht direkt angesprochen?
Darf ich mal fragen, wie genau es ablief? Wo wart ihr? An der Leine oder nicht? War dort Anleinpflicht? Kennen die Hunde sich prinzipiell? Haben sie vorher schon gespielt an dem Tag? Hatte deine Hündin Ball/Futter oder sonst etwas, um was es ging bei dem Streit? Musste der andere Hund auch behandelt werden, sprich - hat deine Hündin sich gewehrt? Dafür, ob der andere Halter alles oder nur einen Teil zahlen muss, sind das ausschlaggebende Faktoren.
Ich hoffe, deiner Hündin geht es besser?
LG
NatalieUnd falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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18.12.2006, 22:03Inaktiver User
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Hallo Sally,
ja, ist ein Fall für die Haftpflicht des anderen........
Er müsste es abe auch genauso sehen wie du........
Ich würde ihm die Rechnung vorbeibringen.......
Aki wurde auf dem Hupla von einer RR-Hündin gebissen und musste unter Vollnarkose genäht werden.....
Die Haftpflicht des anderen Halters hat anstandslos gezahlt.....
Grüße Peppi
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19.12.2006, 11:07
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Hallo Murmeltier,
Zitat von murmeltier
aaaalso:
Ich bin, wie jeden Morgen mit Sheila (Schäferhund-Mix, ca. 45 cm Schulterhöhe) die Runde plus Ball Spielen gegangen. Bei Sheila ist es so, wenn sie den Ball hat, ist alles andere ausgeblendet. Sie interessiert sich für nichts und niemanden. Vorbeigehende Hunde werden schlichtweg ignoriert. So auch an diesem Morgen. Der andere Hund (ein Golden Retriever, also etwas größer und kräftiger) hat Sheila gesehen und ist ein paar Mal mitgelaufen, als ich den Ball warf. Sheila hat dies, wie gesagt und wie üblich, stumpf ignoriert. Als der Besitzer an mir vorbeiging, ist der Retriever dann auch mit ihm weiter mitgelaufen. Nach ca. 80 Metern schoss dieser aber wieder zurück und ist ohne Vorankündigung auf Sheila los und fing an, sich in ihr zu verbeißen. Das Ganze ist auf einer bekannten und beliebten Wiese passiert – keine Anleinpflicht. Klarer Fall von Ballneid. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Sheila keine Schuld trägt, da sie den R. nicht gereizt hat. Aus Hundesicht kann man Ignorieren sicher auch als Provokation sehen, aber da plädiere ich dann auch an den Besitzer, seinen Hund soweit im Blick und Griff zu haben. Der war aber schon zu weit weg, um den R. abrufen oder gar eingreifen zu können. Ich habe nach der Tel. gefragt, jedoch war an dem Tag auf den ersten Blick noch nicht so viel zu sehen. Es schien mit einem Pflaster auszureichen. Da habe ich mich jedoch getäuscht. Der Riss war länger als zuerst vermutet, denn bei jeder schnelleren Bewegung wie z.B. Schütteln fing es gleich an zu bluten und wollte gar nicht aufhören. Da bin ich dann natürlich zum TA. Der Retriever (übr. Auch ne Hündin) hat wohl auf gestrige telefonische Nachfrage beim Halter auch was abgekriegt, jedoch nicht so stark, dass ein TA konsultiert werden musste.
Der Halter wollte nun seine Haftpflicht mal anrufen. Gesträubt hat er sich nicht. Ich denke, von seiner Seite aus geht das i.O. Ich wollte mich auch nur mal grundsätzlich nach der Rechtslage oder Erfahrungen erkundigen. Bisher hatte ich derlei Vorkommnisse noch nicht.
Sheila geht es soweit gut, nur dieser Kopfverband, der das Ohr stabilisieren soll, ist äußerst lästig und macht ihr zu schaffen. Die arme Maus tut mir so leid. Mit Toben ist die nächsten Tage auch Essig, damit die Naht nicht belastet wird. DAS ist wohl die schlimmste Strafe überhaupt für sie. Aber sie wird es überleben.
Vielen Dank erstmal.
LG
Sally
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19.12.2006, 15:51Inaktiver User
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Haftpflichtversicherung des anderen Hundehalters, würde ich sagen.
Meine Privatmeinung ist die: wenns mühsam wird, lasse ich es und bin froh, daß nix schlimmeres passiert ist.
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19.12.2006, 16:54
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
sicher, das Wichtigste ist, dass es den Hunden, vor allem meinem
,gut geht.
Aber momentan tun diese knapp 300 Euro mir so richtig weh und dass nicht, weil Weihnachten ist.
Wenn schon ne Haftpflicht, dann soll sie auch genutzt werden (können).Geändert von Sally1974 (19.12.2006 um 16:54 Uhr) Grund: Wort vergessen
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19.12.2006, 20:56
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Es zahlt aber keine normale Haftpflicht, nur wenn er eine spezielle Hundehalterhaftpflicht abgeschlossen hat und das hat LEIDER längst nicht jeder (ich würde das ja verpflichtend wie eine KFZ-Haftpflicht für jeden Hundehalter machen).
Im Gegensatz zu Katzen sind Hunde in 99% der Haftpflichtversicherungen explizit ausgeschlossen!Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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20.12.2006, 08:20Inaktiver User
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Ich dachte, das sei jetzt bereits Pflicht. *verwirrtbin*
Zitat von murmeltier
@Sally1974
Ich hoffe, Deinem Hund geht es bald besser
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20.12.2006, 08:22Inaktiver User
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
Ich hab Hund und Pferd in meine Haushaltshaftpflicht einschließen lassen - klingt zwar witzig, ging aber problemlos.
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20.12.2006, 11:55
AW: Hund in Beißerei verwickelt. Wer muss TA-Kosten übernehmen?
ich bin bisher einfach davon ausgegangen, dass es sich um eine Hundehaftpflichtversicherung handelt. Sowas sollte doch für Hundehalter "eigentlich" selbstverständlich sein?!?! Von einer Pflicht weiß ich jetzt nichts, ich weiß nur, dass Pferde versichert sein müssen, auf jeden Fall, wenn man sie in einem Pensionsstall unterbringen möchte. Dass man Pferd und Hund in eine "normale" Haftpflicht mit einbeziehen kann, ist mir jetzt auch neu, kann mir aber vorstellen, dass einige Versicherer ihr Angebot diesbezüglich ausgebaut haben.
Sheila geht schon wieder prächtig, vor allem seit der blöde Kopfverband endlich weg ist. Den fand sie vielleicht doof....
Ich leite die Genesungswünsche weiter...


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