Ich bin's schon wieder
Vor gut 2 Wochen hatte mein Mops eine ziemlich heftige Krebs-OP. Man kann eigentlich sagen, dass seine rechte hintere Popobacke fast weggeschnitten wurde und die Haut straff kurz vor dem After und der Scheide wieder zugenäht wurde. Mein Hund hat sicher noch Schmerzen. Schmerzmittel sollte ich nur 1,5 Wochen geben.
Letzte Woche ist mir die Mops-Dame - nach dem wirklich gemächlichen Gassi-Gehen und eher kühler Außentemperatur - im Hof einfach umgekippt und war kurz weg. Die Tierärztin konnte an Herz und Lunge nichts feststellen und meinte, ich soll sie weiter schonen.
Des weitern beobachte ich, dass sie nicht gut schlucken kann. Vielleicht die Nachwirkungen der Intubation? Bei Möpsen dauert das lange, meint meine Ärztin.
Kurzum: Der Hund mag kaum laufen (verständlich) und frisst so gut wie gar nichts. Und wenn, dann nur aus meiner Hand. Sogar das sonst heißgeliebte Hühnchen wird stehen gelassen oder das sonst so heiß umkämpfte Katzenfutter. Mit Hundefutter (ich habe schon Nassfutter Happy Dog und Rinti probiert) muss ich gar nicht erst kommen. Das verschmäht sie komplett.
Die Mops-Oma wird im Dezember 10 Jahre alt. Kann es sein, dass ein alter Hund einfach länger braucht, bis er sich von einer OP erholt hat?
Habt Ihr eine Idee, wie ich ihren Appetit steigern könnte? Was kann ich ihr anbieten? Oder soll ich ihr einfach noch Zeit lassen? Ein paar Happen frisst sie ja aus der Hand. Bin etwas ratlos.
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Ergebnis 1 bis 9 von 9
Thema: Rekonvaleszenz nach OP
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15.09.2015, 13:00
Rekonvaleszenz nach OP
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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15.09.2015, 13:27
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Ein hochkalorisches Päppelzeug ist Bioserin, ich kenn es zwar nur von Katzen, aber vielleicht äußert sich ja Katelbach noch dazu. Und ich würde der Mopsdame eventuell doch noch Schmerzmittel geben, Schmerzen senken auch den Apetit.
Eine große OP mit anschließend Schmerzmittel kann natürlich auch eine Magenschleimhautentzündung machen, evtl TA mal dazu befragen. Die Wunde heilt gut? Hat der Hund Fieber?
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15.09.2015, 13:34
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Wunde heilt sehr gut. Fieber wurde letzte Woche keins gemessen. Ich war nach ihrem Zusammenbruch direkt beim Tierarzt.taggecko: Die Wunde heilt gut? Hat der Hund Fieber?
Wegen der Magenschleimhaut rät der TA von einer weiteren Schmerzmittelgabe ab. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass es ihr mit Schmerzmittel besser ging.
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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15.09.2015, 14:03
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Bisoerin ist super, hochreines Eiweiß, das den Körper nicht belastet, kann man auch mit
abgekühlter Brühe mischen Schmerzen können ganz klar den Appetit erheblich reduzieren, gerade bei Hunden.Da würde eine vorsichtige Schmerztherapie- eventuell mit Magenschutz- ggf.was bringen.
Hand füttern, zwecks "Anfüttern" ist hilfreich, eventuell mal etwas "Exotisches" wie Rinderherz,in kleine Stückchen geschnitten anbieten. Nutrical-Paste o.ä. regt auch den Appetit an, meine Katze hat nach Zahn-OP vor 3 Jahren fast eine Woche davon "gelebt", wurde dann schnell wieder fit.
Und : ganz klar wird ein älterer Hund länger benötigen als ein "Jungspund", ist bei Menschen ja ähnlich.
Ich wünsche gute Besserung !
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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15.09.2015, 14:23
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Ich habe nur Angst, dass Rinderherz, gebratenes Hühnchen etc. auf Dauer keine ausgewogene Mahlzeit darstellt.gezeitenfrau: ...eventuell mal etwas "Exotisches" wie Rinderherz,in kleine Stückchen geschnitten anbieten. Nutrical-Paste o.ä. regt auch den Appetit an...
Wir gehen jetzt in die dritte Woche und der Hund frisst einfach zu wenig. Das schwächt sie natürlich noch mehr.
Es kann vielleicht wirklich sein, dass der Gaumen durch die Intubation noch schmerzt (hoffentlich nicht verletzt wurde) und sie deshalb nicht schlucken möchte bzw. sich schwer tut.
Ich probiere mal die Nutrical Paste.
Danke an euch
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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16.09.2015, 11:13
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Ach, wenn es sich um ein paar Tage oder wenige Wochen handelt, dann ist es wichtiger, dass der Patient überhaupt frisst. Mangelnde Ausgewogenheit macht sich sooo schnell nicht bemerkbar. Wenn keine Leber- und oder Niereninsuffizienz vorliegt, geht das schon mal. Langfristig müsste man vielleicht den hohen Phosphorgehalt von Herz und Muskelfleisch ausgleichen.
Es wird übrigens empfohlen, Fleisch besser gekocht als gebraten zu füttern. Oder am besten roh (nach vorherigem Einfrieren), fein gewolft und mit püriertem Gemüse plus evtl. einem kleinen Anteil Kohlenhydrate (Reis, Amaranth oder mal eine gekochte Kartoffel). Plus bestimmte Öle, und Zusätze.
Schmekt den meisten sehr!
Wenn Du die Roh-Rationen nicht selbst mischen magst: man kann auch Rohfutter fertig zusammengestellt tiefgefroren kaufen. Ich kann Versender raussuchen, wenn es Dich interessiert.
Hat man sich schon mal das Gaumensegel angeschaut? Daran muss der Tubus ja vorbei und bei manchen Hunden (chondrodystrophe Rassen) ist es oft relativ groß. Möglicherweise besteht da noch eine Schwellung oder Mini-Verletzung, die auch den Schluckakt unangenehm macht.
edit: Schmerzmittel: Frag mal nach Magenschutz. Omeprazol, Famotidin, manchmal reicht auch die Gabe eines Beutels wie Maaloxan. Andererseits sollte nach fast 3 Wochen nach OP die Schmerzsituation nicht mehr so dramatisch sein.
Und nicht zu sehr bemitleiden und verwöhnen. Möglichst normal und alltäglich mit der Patientin umgehen. (Leichter gesagt, ich weiß ...
) Hundehirne verknüpfen irre schnell.
Geändert von katelbach (16.09.2015 um 11:18 Uhr) Grund: ergänzt
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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17.09.2015, 08:05
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Nein. Da kommt man so einfach nicht dran bei meiner Mops-Frau. Ich glaube aber, dass da "der Hund begraben liegt". Meine Tierärztin hat schon öfters erwähnt, dass diese Rassen sich schwerer von der Intubation erholen.katelbach: Hat man sich schon mal das Gaumensegel angeschaut? Daran muss der Tubus ja vorbei und bei manchen Hunden (chondrodystrophe Rassen) ist es oft relativ groß. Möglicherweise besteht da noch eine Schwellung oder Mini-Verletzung, die auch den Schluckakt unangenehm macht.
Gestern habe ich mit lecker Cäsar
angefüttert und seitdem macht sie sich wieder zaghaft über ihr Trockenfutter her. Vielleicht geht es bergauf. Hoffentlich.
Am Montag werden es drei Wochen. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass es meiner Dame auch ein bisserl gefällt, so umsorgt zu werden. Aber seit sie in Ohnmacht gefallen ist, bin ich super sensibel. Mein Mann beschwert sich schonedit: Schmerzmittel: Frag mal nach Magenschutz. Omeprazol, Famotidin, manchmal reicht auch die Gabe eines Beutels wie Maaloxan. Andererseits sollte nach fast 3 Wochen nach OP die Schmerzsituation nicht mehr so dramatisch sein.
Und nicht zu sehr bemitleiden und verwöhnen. Möglichst normal und alltäglich mit der Patientin umgehen. (Leichter gesagt, ich weiß ... ) Hundehirne verknüpfen irre schnell.
Heute müsste die Nutrical Paste kommen. Ein wenig verwöhnen darf ich ja noch...
Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...
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17.09.2015, 09:58Inaktiver User
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Merkwürdige entscheidung. Es gibt doch Magenschutzpräparate die man sicher auch beim Hund geben kann. Würde ich auf jeden Fall vorziehen als das Tier Schmerzen leiden zu lassen. Das so eine OP an den Kräften zehrt ist doch verständlich. Glaubst du du wärest nach 14 Tagen wieder fit? Gib dem Tier doch einfach Zeit.
Ich finde es schon positiv das er überhaupt frisst. Ist doch kein wunder das der Apetit fehlt. Aber das Tier verhungert schon nicht. Magert vielleicht ein wenig ab aber das holt er auch wieder auf wenn es ihm besser geht.
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17.09.2015, 10:19
AW: Rekonvaleszenz nach OP
Normalerweise gibt man PPI (Omeprazol), Famotidon (H2-Antihistaminikum wie Ranitidin) oder 30 bis 60 Minuten vor Gabe des Schmerzmittels z.B. Maaloxan.
Weitere Möglichkeiten sind, ein bissl mit den Schmerzmitteln zu spielen, Wirkstoff wechseln, Coxibe zu versuchen, mal Novalgin (aber nicht dauerhaft), bei starken Schmerzen Opioide zu geben ...
Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass Frau Mops bei ungestörter Wundheilung nach so langer Zeit noch starke Schmerzen hat. Wenn ich mir anschau, was Hunde oder Katzen mit Polytrauma oder schweren Bauch-OPs nach 3 oder 4 Tagen schon wieder alles veranstalten ...
[[Das betüddeln mögen sie schon gern. Auch die Versuche, nur das Oberleckerste anzubieten. Sie sind schon auch kleine Ratten - meine wenigstens. Die Privilegien, die wir ihnen im Krankheitsfall einräumen, sind ganz schnell im Hirn verdrahtet und schwer wieder zurückzunehmen. Ich hab meinen Ollen
recht verwöhnt, als er sehr krank war: alle 2 Stunden Leckereien angeboten, mehrfach am Tag und Abend eine kleine Runde gehen ... Als er nach Wochen wieder gesund war, forderte er das alles ein.]]
@gartenzwergin
Feuchtest Du das TF an? Für den Fall, dass im Rachenbereich noch Reizungen bestehen, ist das sinnvoll.Thank you for observing all safety precautions.
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