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  1. Inaktiver User

    AW: Katze - Verunischerung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Und ab sofort gibt es Leckerli immer dann, wenn er sich von der klingenden Dose anlocken lässt.
    Gute Idee! Du kannst auch gleich ein Clicker-Training daraus machen, einerseits ist der Kater dann auch jetzt ein wenig beschäftigt, denn nur drinnen wird´s ihm ohne Spielkamerad auch sonst leicht fad, auf der anderen Seite ist später das Geräusch vom Clicker draußen noch weiter zu hören, als das von einer Dose, meine zumindest ich.

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    AW: Katze - Verunischerung

    Setz dir eine Frist von einem Vierteljahr oder einem halben Jahr (was auch immer sich richtig anfühlt). Erst dann entscheidest du, ob das Zusammenleben dauerhaft sein soll. Damit nimmst du den Druck raus, jetzt schon wissen zu 'müssen', ob die Entscheidung für den Kater richtig war. Oft ist es dieser Entscheidungszwang, der unglücklich macht. Mit einer Frist kannst du in Ruhe sehen, wie du dich auf Dauer mit dem neuen 'Lebenspartner' fühlst.
    Natürlich lebt es sich mit Tier anders. Du gibst einige Freiheiten auf und dein Leben dreht sich nicht mehr nur um dich. Vielleicht macht dir das nach einiger Zeit aber gar nichts mehr aus.
    Man kann nie so dumm denken, wie's mal kommt.
    (Oma einer Freundin)

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    AW: Katze - Verunischerung

    Danke für Eure hilfreichen Gedanken.
    Meine Entscheidung steht auch, dass nun ersteinmal gemeinsame Wochen und Sich-Aneinander-Gewöhnen anstehen, dann darf er nach etwa 4-6 Wochen erstmals raus. Wenn wir uns wiederum daran gewöhnt haben, kann ich ja sehen, ob dieses Fremdheitsgefühl noch immer da ist. Aber jetzt ist es wirklich zu früh, um irgend etwas rückgängig zu machen...
    Mit dem "Wegnehmen" ist das Gefühl gemeint, dass gerade nichts mehr so zu sein scheint wie noch vor drei Tagen. Die Wohnung, die ich so liebe, sieht anders aus, die Katze ist immer da und will verstanden werden, meine Fenster und Balkontür müssen zu bleiben, ich denke die ganze Zeit an sie, das ist einfach alles sehr anders. Meine Aufmerksamkeit gilt jetzt (fast) ganz ihr, denke und tue gerade kaum etwas anderes. Das meine ich... Vielleicht sollte ich mich einfach selbst dazu zwingen, mich meinem bisherigen Alltag zu widmen... Gott sei Dank habe ich diese Woche Urlaub. ;-)

  4. Inaktiver User

    AW: Katze - Verunischerung

    Meine Geschichte ist eine andere, aber Deiner nicht unähnlich, vielleicht hilft sie Dir.

    Einer unserer Kater wurde Anfang des Jahres ganz plötzlich sehr krank und musste innerhalb von zwei Wochen erlöst werden. Es ging alles rasend schnell.

    Wenige Tage nach seinem Tod waren wir in dem Tierheim, aus dem wir ihn seinerzeit zu uns geholt haben. In einem der Katzenzimmer schaute ich plötzlich in zwei große Augen, da saß sie, "unsere" Katze. Wir hatten zwar keinerlei Absichten mit dem Tierheim-Besuch verfolgt, aber es war alles klar, auch zwischen meinem Mann und mir, nur ein Blick, Nicken.

    Zwei Wochen später sollte sie bei uns einziehen (sie musste noch in Quarantäne bleiben) und schon auf der Heimfahrt überkam mich auf einmal das Gefühl, einen Riesenfehler gemacht zu haben. Das Gefühl verstärkte sich nach wenigen Tagen - nachdem wir die Katzenzusammenführung gemacht hatten und sie sich überhaupt nicht mit unserer anderen Katze vertrug. Dem Kater war sie egal und sie ihm. Aber mit der vorhandenen Katze herrschte Krieg. Und der ging von ihr aus.

    Ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass das ein guter Grund sei, sie wieder zurückzubringen, ganz unterschwellig verspürte ich Erleichterung bei dem Gedanken. Ich musste mir eingestehen, dass ich sie plötzlich irgendwie nicht mehr mochte. Sie brachte alles durcheinander.

    Vorher herrschte große Harmonie zwischen den Katzen, es war alles bestens, gemeinsames Spielen, Schmusen, gegenseitiges Putzen und jetzt das.

    Wir haben sie natürlich nicht zurückgebracht. Ich habe es geschafft, die beiden Katzen miteinander vertraut zu machen, sie spielen inzwischen sogar miteinander Fangen. Und ich habe sie aufgepäppelt, sie ist jetzt nicht mehr so mager, hat ein schönes Fell. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen in der Zwischenzeit.

    Mein Problem war ein anderes als Deines (wir hatten uns zu wenig Zeit für die Trauer gelassen, die hat mich nämlich ca. zwei Wochen nach dem Tod unseres Katers mit einer Wucht eingeholt, mit der ich nicht gerechnet hatte), aber meine Gefühle der Katze gegenüber waren ähnliche wie Deine.

    Für Dich ist es eine Veränderung (das war es für mich auch - noch dazu in eine ungute Richtung) und ich denke, Du musst Euch einfach Zeit lassen, Euch besser kennenzulernen und aneinander zu gewöhnen.

    Und dem Tipp mit der Zweitkatze möchte ich mich ganz unbedingt, trotz Freigang, anschließen.

    Viel Glück!
    Geändert von Inaktiver User (27.08.2015 um 12:04 Uhr)

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    AW: Katze - Verunischerung

    Hallo theaju,

    mir ging es vor etwas ueber zwei Jahren aehnlich als ich meine beiden Katzen aus dem Tierheim bei mir aufgenommen habe. Ich hatte vorher auch eine Weile darueber nachgedacht, mich recht umfassend informiert und alles gut vorbereitet. Die Katzen waren auch recht unkompliziert (wobei das Katerchen schon etwas zurueckhaltend und sehr schreckhaft war). Und trotzdem habe ich mich in den ersten Tagen bis Wochen doch etwas verunsichert und irritiert gefuehlt. Genau wie Du, weil ich einerseits oft das Gefuehl hatte, ich verstehe meine Katzen einfach nicht, und andererseits weil es eben auch eine Veraenderung im Leben mit sich bringt - man muss immer noch an jemand anderen denken, kann nicht mehr ganz spontan wegfahren usw. Aber inzwischen kann ich meine Katzen gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken

    Daher gib Dir einfach etwas Zeit und gestehe Dir zu, Dich an diese Veraenderung in Deinem Leben gewoehnen zu muessen.

    So ganz verstehe ich meine Katzen bis heute nicht - aber das macht sie nicht weniger liebenswert.

    Viele Gruesse, Bjoernbaer

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    AW: Katze - Verunischerung

    Morcheeba,
    Deine Geschichte hilft mir. Entscheidend ist in ihr für mich die Beschreibung des Gefühls: die Katze bringt alles durcheinander. Darum beschleichen einen zumindest Anflüge einer Antipathie. Was zunächst absurd erscheint, andererseits bringen Veränderungen eben auch unterschiedlichste Gefühle mit sich, auch wenn die Veränderung an sich positiv ist. ;-)
    Danke Dir!

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    AW: Katze - Verunischerung

    Was du erlebst, habe ich mit unserem Rentner auch erlebt - kein Grund zu Panik.

    Womit ich allerdings immer vorsichtig bin und das nicht blind unterschreiben möchte, ist der Tip mit der Zweitkatze.

    Wir haben mittlerweile 6 Katzen, zugegeben nicht ganz freiwillig, aber die 6 gucken sich mit dem H.... nicht an. Wenn sie sich begegnen, dann gibts nur Zank oder Geknurre. Sie wollen schlicht und einfach nichts miteinander zu tun haben. Gegen ein Pärchen, das sich versteht und miteinander vielleicht schon aufgewachsen ist, ist nichts zu sagen. Aber es kann sich auch als Illusion herausstellen, eine Zweitkatze anzuschaffen, in der Hoffnung damit einen Spielkameraden für Katze 1 gefunden zu haben.

    Die Katze, mit der ich aufgewachsen bin, hat keine andere Katze neben sich geduldet. Sie verschlief den Tag und hat die Möglichkeit, nach draußen zu gehen, ignoriert.

    Es kommt wirklich sehr auf die einzelne Katze an, bei pauschalen Urteilen wäre ich vorsichtig.

    Viel Freude mit deinem Neuzugang! Und fröhliches Zusammenwachsen!

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    AW: Katze - Verunischerung

    Ja, das mit dem Verstehen ist eine Herausforderung - die zumindest teilweise sicherlich auch eine bleiben wird.
    Mein Freund meinte gestern: Was glaubst Du, wie seltsam die Katze Dein Verhalten erst einmal finden wird?! Vor allem nach den Monaten im Tierheim (seit April musste das Katerchen dort ausharren), jeden Tag gehen Menschen ein und aus, alles ist voller Artgenossen etc... Das stimmt sicherlich auch...

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    AW: Katze - Verunischerung

    Ja, vom Tierheim aus hieß es auch: Bedingt mit Artgenossen verträglich. Freundschaft mit einer anderen Katze hat er dort wohl nicht geschlossen...
    Ich muss wirklich seinen Charakter erst einmal kennen lernen... Finde ich gut, dass Du rätst, vor pauschalen Urteilen auf der Hut zu sein.

  10. Inaktiver User

    AW: Katze - Verunischerung

    Fenster und Türen unbedingt geschlossen lassen während der Wochen der Eingewöhnung hat mich zugegebenermaßen auch jedes Mal sehr gestört, aber nun ja, muss sein, geht nicht anders und endet auch bald wieder.

    Gute Idee, dich wieder mehr deinem Alltag zu widmen. Ganztags nur um den Kater kreiseln musst du nun wirklich nicht - allerdings die erste Zeit, solange er nicht Freigänger ist, dich doch mehr kümmern bzw. ihn auch beschäftigen, weil es sonst wirklich langweilig für ihn ist. Im übrigen scheint er doch ein total unkomplizierter Fall zu sein.

    Dem Tipp mit der Zweitkatze kann auch ich mich nur anschließen. Katzengesellschaft ist eben doch etwas anderes, als die Gesellschaft von uns Menschen. Hinzu kommt, dass sie sich auch bestens untereinander beschäftigen, bei meinen 2 Katern und 2 Katzen könnte ich manchmal eher sagen "hat mal einer Zeit für MICH", da ist nur einer der Kater die zuverlässige Schmusebacke

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