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  1. User Info Menu

    Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Liebe Bri,

    schon als ich die Tierärztin heute auf dem AB hatte, ahnte ich nichts Gutes.

    Unser 9,5jähriger Mops hat einen Mastzellentumor (Feinnadelaspiration) an einer Stelle (Bein), die sehr schlecht zu operieren ist und dem Hund nach der OP erhebliche Beschwerden bereiten könnte - bis hin zum Verlust der Lauffähigkeit. After und Scheide sind auch unmittelbar in der Nähe.
    Die 2-3 cm gesundes Gewebe, die auf jeden Fall noch mit weggeschnitten werden müssen, gehen an dieser Stelle auf keinen Fall. Chemo und Bestrahlung würden sich anschließen. Ob sich schon Metastasen gebildet haben, weiß ich noch nicht. Meine Hündin hat schon seit einiger Zeit ein verfärbtes Fell unterhalb des Maules und vor zwei Wochen habe ich entdeckt, dass die Stelle feucht war - Blut im Speichel?
    Das Geschwür (Tumor), welches ich im Juni das erste Mal registriert habe, wächst und ist mittlerweile Tischtennisball groß. Es liegt unter der Haut und fällt auf den ersten Blick nicht auf.

    Noch geht es meiner Mopsdame gut und sie scheint keine Schmerzen zu haben. Aber das kann in ein paar Wochen wohl auch anders aussehen.

    Ich bin nun total ratlos, weiß nicht, was ich machen soll. War bei zwei Ärzten. Der erste sagt, auf keinen Fall operieren, das geht so oder so nach hinten los (der hat auch noch nicht auf Krebs getestet, sondern ging zu 90 Prozent von einem Lipom aus) und die andere sagt, ich könnte es probieren... morgen gehe ich noch einmal zu dieser Ärztin.

    Bei uns in der Nähe gibt es eine top Klinik. Da war ich bisher noch nicht vorstellig.

    Eins möchte ich auf jeden Fall vermeiden: Meinen Hund Schmerzen auszusetzen plus diesem Prozedere mit Bestrahlung und Chemo... und am Ende alles für die Katz.

    Wie weit kann man bei einem fast 10jährigen Tier gehen? Was würdet Ihr machen?
    Eine Garantie kann mir keiner geben, aber wie groß sollte eurer Meinung nach die Chance auf Heilung bei einer OP sein? Was ist, wenn mein Mops nach der OP mehr Probleme hat als vorher?

    Ist so eine Klinik "ehrlich" oder will die auch nur Geld verdienen? Ums Geld geht es mir nicht, ich habe für solche Fälle Geld gespart... zum Glück.

    Fragen über Fragen. Ich bin verwirrt und traurig. Habe Angst vor der nächsten Zeit. Mein Mops gehört zur Familie und ist wie ein Kind für mich und wie eine Schwester für meine Kinder. Hört sich doof an, ist aber so
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Chemotherapie wird von Hunden und Katzen viel besser vertragen als von Menschen, denen fallen zB auch nicht die Haare aus. Und eine Palliative Bestrahlung- also nicht unbedingt um dem Tumor den Garaus zu machen aber zur Schmerztherapie oder um den Knochen zu stabilisieren sind oft nur wenige Bestrahlungen. Wohnst Du denn in der Nähe einer tiermedizinischen Hochschule?
    Onkologie ist schon recht speziell wenn es über die Operation herausgeht und der durchschnittliche Tierarzt hat damit sicher eher weniger Erfahrung.

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    Ist so eine Klinik "ehrlich" oder will die auch nur Geld verdienen?
    Gibt solche und solche... Ich kenne eine, die definitiv jede OP gemacht haben, egal, wie die Aussichten waren. Eben des Geldes wegen.
    Was sagt denn der Tierarzt deines Vertrauens? Also der, zu dem du üblicherweise gehst?

    Am wichtigsten für die Entscheidung wäre natürlich zu wissen, ob sich Metastasen gebildet haben. Wurde denn schon geröntgt?

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    Mein Mops gehört zur Familie und ist wie ein Kind für mich und wie eine Schwester für meine Kinder. Hört sich doof an, ist aber so
    Nö, das gehört so.

    Schreckliche Sache, das tut mir leid zu lesen.

    Für mich hab ich das so gelöst, dass ich bei meinen Tieren alles quasi "mechanische" machen lassen, egal ob Spondylose mit 12 oder jetzt eben eine Hüft-OP mit 7, für teuer Geld natürlich, weiß jeder.

    Bei Krebs bin ich - bis jetzt und in der Theorie - bis jetzt der Auffassung, dass ich nicht viel intervenieren würde, sondern schauen, dass das Tier noch Lebensqualität hat bis zum Schluß. Da ist mein Glaube einfach begrenzt dass das wirklich viel hilft, oft ist das nur ein Abschied auf Raten (was ja auch schon was ist, ich weiß, wenn man die gemeinsame Zeit verlängern kann) - aber ich hätt einfach Sorgen, das Tier dadurch zu quälen, nur weil ich nicht loslassen kann.

    Keine leichte Entscheidung, ich weiß. Ich würd auf meinen Bauch hören - und darauf was mein Tier mit vermittelt. Man spürt doch, ob es trotzdem noch gut drauf ist oder nicht.

    Alles Gute für euch!!!

  5. VIP

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Gaerenzwergin,

    das tut mir Leid!

    Bei Mastzelltumoren hängt das Vorgehen vom Differenzierungsgrad (Grading) und natürlich von der Ausbreitung ab.
    Ich verlinke Dir mal eine Information für Patientenbesitzer von der Onkologie unserer tierärztlichen Fakultät.
    Da steht alles, was man wissen muss, um zu einer Entscheidung zu kommen. Trotzdem ist die Entscheidung nie einfach. Ich könnte auch nicht aus der hohlen Hand raus sagen, was ich tun würde.

    Auf jeden Fall rate ich Dir zu einer Klinik, ob universitär oder privat ist eher zweitrangig, die über onkologische Expertise verfügt.
    Die Münchner Uniklinik, die Hleintierklinik der Uni Zürich, die Tierklinik Hofheim, eine oder zwei große Kliniken bei München, eine Spezialeinrichtung in Hamburg ... mehr fallen mir spontan nicht ein.

    Ich wünsche Euch eine gute Entscheidung!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Keine leichte Entscheidung, ich weiß. Ich würd auf meinen Bauch hören - und darauf was mein Tier mit vermittelt. Man spürt doch, ob es trotzdem noch gut drauf ist oder nicht.
    Im Moment ist die Mopsfrau noch gut drauf. Wobei Möpse unglaublich leidensfähig sein können. Aber soweit alles noch im grünen Bereich mit Verdauung, Fressen etc.

    Für uns kommt die Klinik in Hofheim in Frage. Hat da jemand schon Erfahrung gemacht?

    Ich weiß, dass es ein Abschied auf Raten sein wird. Meinen Hund durch die ganze Prozedur gehen zu lassen... für ein halbes Jahr oder Jahr? Ich weiß nicht. Spielt auch viel Egoismus beim Menschen mit. Denke ich zumindest
    Mal schauen, was die Ärztin morgen sagt. Sie war bei der Gewebsflüssigkeitsentnahme nicht in der Praxis und hat den den Tumor noch nicht gesehen. Ihre Vertretung meinte auch zuerst, dass es sich mit fast hundertprozentiger Sicherheit um eine gutartige Fettgeschwulst handelt. Leider nein.

    Ich habe Vertrauen zur Entscheidung der Tierärztin und hoffe, dass sie mir morgen einen Rat geben kann.

    Der erste Arzt war ein Bekannter von uns, der bei solchen Dingen oft zu entspannt ist und uns erstmal beruhigen wollte. Gut, so hat er mir zumindest zwei Monate gegeben, in denen das Geschwulst zwar da war, ich aber noch nicht wusste, dass es bösartig ist. Leider ist es in der Zeit etwas gewachsen, was eine OP noch schwerer macht.

    @ Danke katelbach für den Link.

    Danke euch für die Antworten.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  7. VIP

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Ich weiß, dass Hofheim einen guten Ruf hat, und ich kenne einiges an Literatur von Kessler und Mitarbeitern. Ich kenne auch den Kleintier-Onkologie-Wälzer von Kessler. Know-how ist sicher vorhanden.

    Es ist eine Sch***-Situation, auch weil es, wie Du schreibst, eine ungünstige Lokalisation ist.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Ich bin mit meinem Kater wegen eines Gehörgangstumors von Stuttgart nach Hofheim gefahren, der dort endoskopisch operiert wurde. War sehr zufrieden, wobei sie wohl dort mehrheitlich Hunde behandeln. So sah es im Wartezimmer aus und sie meinten dann, ich solle den Kater vom springen abhalten.
    Die sind sicher eine führende Adresse für Onkologie und einen Beratungstermin würde ich dort einholen, gerade wenn Du aus der Gegend bist.

  9. User Info Menu

    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Danke

    Sitze im Büro und muss ständig die Tränen unterdrücken. Seit der Mops bei uns ist habe ich Angst vor diesem Verlust. Ich hätte mich so sehr über ein paar Jahre mehr mit der kleinen Dame gefreut.

    Heute habe ich den Termin bei meiner Tierärztin und am Dienstag in Hofheim. Auf die Diagnose in Hofheim bin ich sehr gespannt. Habe kein gutes Gefühl und hoffe auf eine ehrliche Einschätzung. Sollten sich schon Metastasen gebildet haben, ist die Sache - zumindest für mich - klar.

    Hauptsache, der Hund muss nicht unnötig leiden. Das ist das Allerwichtigste.
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Mops ist doch viel zu jung, um zu sterben...!?

    Das tut mir leid - ich hab auch schon einige Tiere gehen lassen müssen und es ist immer schlimm.

    Ja nicht leiden lassen und unnötige Operationen vermeiden.... ich wollte nicht so weit gehen und meinem Tier etwa Chemo oder Bestrahlung antun - DAS geht für mich schon bei Menschen ganz schlecht, einem Tier würde ich das nie antun wollen...

    Ich drück dir die Daumen. Aber 9,5 Jahre sind schon ein hohes Alter für einen Mops..

    Unser Benjie, ein Malteser war 15...Himmel das ist drei Jahre her und ich muss gleich heulen wenn ich das hier schreibe....

    Für uns gibt's es nun keine Haustiere mehr - mehr ertrage ich einfach nicht.

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