Zecken mögen kein Schwarzkümmelöl. Wird doch in letzter Zeit so angepriesen.
Kriegt man ziemlich billig in jedem türkischen Laden.
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23.07.2017, 15:46
AW: Tödliches Zeckenmittel für Hunde??
Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
Ich bin die, die ich bin.
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23.07.2017, 16:29
AW: Tödliches Zeckenmittel für Hunde??
Ein MDR1-Defekt kann nicht durch das Spot-on oder durch sonst etwas ausgelöst werden.
Man erbt ihn, genauso wie blaue Augen.
Es handelt sich um einen rezessiven Erbgang, das heißt, es beide Elternteile müssen Überträger des mutierte Gens sein. Wenn beide Eltern nur ein mutiertes Gen treagen, wirkt sich der Defekt nicht aus, sie haben keinerlei Probleme mit Medikamenten.
Sie können aber den Defekt auf iher Nachkommen übertragen: falls sich zwei mutierte Gene kombinieren, dann ist beim Nachkommen der Defekt manifest. Mit derselben Wahrscheinlichkeit gibt es die Kombination zweier nicht mutierte Gene und die Nachkommen sind gesund und können den Defekt auch nicht vererben. Und bei der statistisch wahrscheinlicheren Kombination eines mutierten und eines nicht mutierten Gens ... siehe oben.
Es ist traurig, aber tatsächlich merkt man den MDR1-Defekt bei dafür untypischen Rassen erst bei Komplikationen, weil kaum einer unserer Patientenbesitzer einen teuren Test möchte. Testen könnte man.
Ich habe in meinen aktiven Zeiten als Tierärztin genau einen Fall mit schwereren Komplikationen als Hautreizungen oder lokalisiertem Haarausfall erlebt. Das war ein Welpe, dessen Mutter entfloht wurde. Derr Welpe war der letzte, der abgegeben wurde und hat den ganzen Tag an der Mutterhündin rumgebissen und damit das Floh-Spot-on oral aufgenommen. Er hatte ein paar Krampfanfälle.
Ich bin, da ich zwei Hunde habe, die sehr körperlich spielen, extrem restriktiv mit der Anwendung von Spot-ons. Dummerweise ist meine Epileptikerin Zeckenmagnet. Ich muss das Risiko einer zeckenübetragenen Anaplasmose oder einer ähnlichen schweren Erkrankung gegen das geringere Risiko einer unerwünschten Wirkung abwägen. Find ich auch schwierig, zumal ich einen Hund hatte, der Anaplasmose hatte und sehr schwer krank war. Eine Zeckenstich reicht ja.
Leider habe ich mit Kokosöl, Kokosflocken, Schwarzkümmelöl etc. keinerlei Efolg gehabt, ebenso wie meine Spaziergeh-Kumpels.
Knoblauch in größeren Mengen meide ich, da er für viele Hunde auch giftig sein kann.
PS: Die Links, die Du oben eingestellt hast, behandeln nicht nur Spot-ons, sondern auch orale Depot-Formulierunmgen. Das ind zwei Paar Stiefel, die nahezu jeden, der wenig Ahnung von der Materie und von der Medizin überhaupt hat, verwirren können.Geändert von katelbach (23.07.2017 um 16:40 Uhr) Grund: PS ergänzt
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14.08.2017, 22:48
AW: Tödliches Zeckenmittel für Hunde??
In 2014 hatten wir Flohbefall im gesamten Haus. Ich befand mich zu der Zeit für längere Zeit im Krankenhaus. Als ich zu Hause ankam, fiel mir sofort die Kratzer sind unserer kleinen Bolonka-Hündin auf. Mein Mann hat einfach nicht gesehen, dass sie voll von Flöhen war. Auch unsere schwarze Pudel-Hündin und unsere schwarze Katze waren befallen. Den Grund für den Flohbefall hatte ich schnell raus, wir hatten Igel im Garten.
Ich war immer ein Gegner von chemischen Flohschutzmitteln. Im Haus musste ich Vernebler aufstellen. Beim Tierarzt bekam ich dann auch das Bravecto. Seitdem bekommen meine Hunde das Mittel, denn ich möchte nie wieder Flohbefall im Haus haben. Meinen Hunden macht das Mittel - optisch betrachtet - nichts. Auch sonst haben sie sich nicht verändert, und Blutuntersuchungen waren unauffällig. Ich könnte es mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
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25.08.2017, 14:18
AW: Tödliches Zeckenmittel für Hunde??
In den ersten Jahren, die ich mit meinem Hund verbracht habe, habe ich keine Zeckenprophlaxe gegeben. Wir waren allerdings meistens in Gegenden unterwegs, in denen es mit den Zecken nicht so schlimm ist.
Inzwischen halte ich mich viel auf dem Land auf und hier ist es mit den Zecken die Hölle, ich klaube nach jedem Spaziergang 10-20 von meinem Hund runter. Ich gebe inzwischen, nach aufmerksamem Lesen von Studien und auch persönlichen Erfahrungsberichten, das zweite Jahr Bravecto. Die Katzen haben es dieses Jahr zum ersten Mal bekommen.
Ob man das Mittel verabreicht, sollte man sich gründlich überlegen. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es für uns im Vergleich zu regelmäßigem starkem Zeckenbefall, die weniger üble Alternative ist. Nebenwirkungen sind bislang keine bemerkbar.


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