Wenn Du sicher gehen willst, übernimm doch eine Gassi-Patenschaft für einen Hund aus dem Tierheim. Dann könnt Ihr Euch erstmal ion aller Ruhe kennenlernen. Meine Dicke habe ich übrigens vor fünf Jahren in Spanien von der Strasse aufgenommen. Die war auch doll traumatisiert. Mit viel Liebe und Geduld ist heute ein ganz toller Hund aus ihr geworden. Wichtig ist für mich, dass ich niemals einen Hund beim Züchter kaufen würde. Die Tierheime sind voll.
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17.09.2015, 15:18
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
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08.10.2015, 14:29
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
So, gestern haben wir, unter anderem, unser Zweimonatiges "gefeiert" und ich wollte Euch mal ein Update geben.
Klar, dass noch nicht alles zu 100% läuft, aber es ist sehr schön mitanzusehen, wie der Kleine nach und nach auftaut, zu spielen beginnt, sicherer wird.
Einige Baustellen werden so geschlossen, dafür tun sich andere auf: Er entwickelt einen Jagdinstinkt und flitzt Eidechsen, Vögel und Katzen nach. Er beginnt an der Leine zu pöbeln (kamy, da musste ich an Dich denken
), interessanterweise nicht bei allen Hunden, ich beobachte noch welche Faktoren es auslösen...
Er hat mein Leben "auf den Kopf gestellt", aber ich will ihn nicht missen, diesen kleinen verschmusten Knopf. Einmal daneben setzen, den warmen, weichen Bauch streicheln oder sich die Hand lecken lassen und die Welt ist wieder in Ordnung
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08.10.2015, 18:22
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Bei vielen Auslandshunden ist es ja so, dass sie mit "Spazierengehen um des Spazierengehens Willen" nichts anfangen können. Meine Angsthündin, die jetzt schon über 4 Jahre bei mir ist und sich wirklich gut macht - wenn auch langsam, hat draußen nur Interesse am Mäusfabngen (was sie leider nahezu perfekt beherrscht). Ansonsten ist sie immer in Habachtstellung, ob sie flüchten muss oder sie ist von jetzt auf gleich im Jagdfieber, wenn sie etwas rennen sieht. Sie würde auch kleine Hunde jagen, kehrt aber um, wenn sie die vermeintliche Beute als Hund erkennt.
Jagen, Hetzen ist selbstbelohnend und die Verhaltens-Fachfrau sagte, dass gerade ängstliche Hunde, Hunde aus schlechter Herkunft etc. nur so ihre belohnungssysteme füttern können (vereinfacht gesagt). Beim gut geprägten Hund, also einem, der in seiner Kindheit viele positive Erfahrungen machen durfte, läuft das nicht so eingleisig ab.
Meine pöbelt auch ab und zu. Und zwar pöbelt sie ausschließlich Hunde an, die schon auf Entfernung Unsicherheit zeigen. Also nur solche, die noch unsicherer sind als sie selbst. Mobbing. Ihr Pech, dass ich das auch sehe und sie ablenke oder sitzen lasse oder einen Bogen gehe.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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14.10.2015, 09:46
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Ah, katelbach, genau, das hatte ich schon mal gehört. Danke für die Auffrischung

Ich hab noch nicht ganz rausgefunden, welche Hunde meiner anpöbelt, bin da noch nicht ganz durchgestiegen. Was mir schon aufgefallen ist: Meiner lässt sich zwar beschnuppern, aber er selber schnuppert nicht wirklich bei anderen...
Was ich auch bemerkt habe ist, das viele Hunde nichts von der Theorie wissen, dass sie angeblich nicht frontal auf andere Hunde zugehen. Hatte mal gelesen, dass dies unter Hunden eigentlich unhöflich sei und von gut sozialisierten Hunden nicht gemacht wird. Tja, entweder laufen hier fast nur schlecht sozialisierte Hunde rum oder die Theorie ist eben nur Theorie.
Sonst kann ich im Grossen und Ganzen aber weitere Fortschritte sehen, er läuft immer besser an der Leine (da muss ich an meiner Konsequenz arbeiten
) und er lässt sich besser/einfacher von Essensresten weglocken. Naja, Rückfälle gibt es immer, wie gestern bei den Abfallsäcken vor dem Restaurant, puh, dieses Gejaule und Gewinsle
Aber gut, wenn man bedenkt, dass er bei einer Mülldeponie gefunden wurde, vielleicht wurden da "alte Erinnerungen" wach.
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14.10.2015, 11:21
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Kann ich nur bestätigen, allerdings fängt es an, besser zu werden (hat aber lang gebraucht!)
Er geht jetzt auch in der Gruppe mit-daran wäre noch vor einem Jahr nicht zu denken gewesen!
Allerdings ein großer Unterschied: in fremder Gruppe mitgehen oder einem Hund beim Gassi draussen zu begegnen...da muß man überwiegend noch vorrausschauend handeln.
Wie würden sich denn Hunde höflich begegenen, wenn sie sich aber "eigentlich " auf dem Weg entgegen kommen??
(wenn nicht frontal!)Es wird Zeit für eine neue Signatur
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14.10.2015, 11:57
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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14.10.2015, 13:27
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Einen Bogen schlagenWie würden sich denn Hunde höflich begegenen, wenn sie sich aber "eigentlich " auf dem Weg entgegen kommen??
(wenn nicht frontal!)
Und nein, die Wege sind hier bei uns nicht so schmal, als dass man sich nicht aus dem Weg gehen könnte. Das passiert auch, wenn ich mit meinem abseits gehe, ihn absitzen lasse und abwarte, der andere Hund also ohne Probleme an uns vorbei gehen könnte. Aber viele wollen ja "nur nett grüssen"
Ich versuche schon darauf zu achten. Eben weil ich das Gefühl habe, je frontaler die ankommen, desto eher pöbelt mein Hund.Meistens schlagen sie einen Bogen, der kann aber so minimal ausfallen, dass man den gar nicht bemerkt, wenn man nicht verstärkt darauf achtet.
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14.10.2015, 13:47
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Same here!
Die Prinzessin geht jetzt manchmal etwas abseits aber ohne wirklich weit weglaufen zu wollen, mit oder besser "am" Rudel einer perfekten und aufmerksamen Dogsitterin ein Stück. Toll! Seit unsere coole Zweithündin da ist (der es jetzt wieder gut geht!), ist sie noch etwas sicherer geworden - innerhalb ihrer Möglichkeiten natürlich.Thank you for observing all safety precautions.
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14.10.2015, 13:54
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Ihr beide habt eben das gleiche Buch gelesen. ;-))
Wobei ich das ernster meine, als es klingt, denn vollkommen unbewusst überträgst du deine Erwartungshaltung "da kommt ein Hund frontal - gleich pöbelt meiner" auch auf deinen Hund. Das ist kein Vorwurf, aber kann so funktionieren.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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14.10.2015, 14:12
AW: Ein Hund aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz
Was immer sinnvoll ist: Wenn sich 2 Leute mit je einem angeleinten Hund begenen, solle man so gehen, dass die Menschen aneinander vorbeigehe, nicht die Hunde. Also den Hund ggf. auf die abgewandte Seite wechseln lassen.
Leider wissen das viele nicht.
Mich ärgern im Moment wieder "der will nur spielen". Meine eine Hündin ist frisch operiert, trägt deutlich sichtbar einen grünen Body und geht an der relativ kurzen Leine. Die lassen ihre Hunde auf sie zustürmen, sie bringt sich fast um vor Begeisterung, weil ihr so langweilig ist, und die Fremdhundebesitzer rühren keinen Finger.
Jeder, der mal den Hauch eines Trainings hatte, hat doch gelernt, dass ein Hund an der Leine erst nach kurzer Verständighung mit dem Menschen Kontakt haben soll. Es gibt sogar einen Kampagne dazu: "der gelbe Hund".Thank you for observing all safety precautions.
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