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  1. VIP

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum nur darauf beschränken? Züchter sind da auch nicht sorgfältiger. Jedenfalls nicht alle. Und da auch nicht alle Auslandstiere Problemtiere sind, sollte man schon ganz allgemein auf Hundekauf abstellen - denn Sorgfalt sollte in jedem Fall geboten sein, egal woher der Hund kommt.
    Gute Züchter extrem sorgfältig und sehr wählerisch, wem sie ihre Welpen geben. Alles *edit* andere sind Vermehrer.

    Natürlich sind nicht alle Auslandstiere Problemtiere, aber viele, wahrscheinlich die Mehrheit, bringen psychische Schäden und Sozialisationsdefizite mit und finden sich hierzulande oft über Jahre nicht zurecht. Oder nie.
    Sie bleiben ängstlich, nicht belastbar, haben erhöhte Stresshormon-Level und gestörte Neurotransmitterflüssse.
    Wenn ein künftiger Hundebesitzer das weiß und bereit ist, kontinuierlich mit dem Tier zu arbeiten und soweit es geht eine Art "Nachreifung" anzustreben bzw. mithilfe von Gegenkonditionierung und beständigem Lernen belastende und kontraproduktive Verknüpfungen im Gehirn zu löschen, ist das toll.

    Aber das Bewusstsein dafür muss da sein und geweckt werden. Es ist Aufgabe der Vermittler, die künftigen Besitzer darauf hinzuweisen.

    Ganz wichtig ist es auch, zu wissen, dass Einbrüche in der psychischen Stabilität schubweise auftreten können: regelmäßig um die Pubertät, auch wenn die Hunde als Welpen ganz "normal" wirkten. Und dass auch später durch Mini-Mini-Vorfälle wie ein bestimmtes geräusch zur falschen zet am falschen Ort ein Trauma - eine Verknüpfung - reaktiviert werden kann.

    Die Fachtierärzte für Verhaltenskunde/-therapie haben einen Riesen-Zulauf, ganz oft wegen Angststörungen, seit soviele Hunde aus den vor allem südosteuropäischen Tierheimen in D leben.
    Geändert von katelbach (03.05.2015 um 22:04 Uhr) Grund: berichtigt, weil oft hin- und herformuliert
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Liebe Mitschreiberinnen (und Mitschreiber? Ich glaube, wir sind hier eine rein weibliche community, mit Ausnahme des Dackels )

    Ihr seht, ich kann schon wieder (mässige) Witze machen.

    Jetzt ist unser Dackel seit ein paar Tagen bei den Freunden, und es läuft offenbar super: Meine Freundin fühlt sich selbst "ruhiger" und hat das Gefühl, dass unser Dackel ihnen allen gut tut. Ihr Mann hat endlich einen energiegeladenen und ausdauernden Wanderkollegen. Der (bisher recht einsame und verschlossene) Junge ist glücklich über seinen neuen Freund, pflegt ihn, sorgt sich um ihn (so wie es die Mädchen nie getan haben), erzählt ihm jeden Abend eine Geschichte. Die Hunde in der Umgebung haben "the new kid on the block" gut aufgenommen. Die depressive Hündin meiner Freunde ging zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder mit spazieren!!! Und unser Dackelchen scheint selbst viel ruhiger zu sein: endlich hat er eine Aufgabe; endlich gehört er "richtig" zu einem Rudel - hier hatte er beides nicht. Vom "Problemhund" zum "Problem-Lösungs-Hund"...Bin sehr froh, und das hilft mir, loszulassen (natürlich fehlt er mir schon; aber ich weiss und spüre, dass er es dort besser hat).

    Das mit den Gassiwegen... - stimmt, die sollte ich in nächster Zeit meiden. Habe ich heute morgen beim Joggen gemerkt: Tat mir nicht so gut. Und ich werd' ihn auf längere Zeit nicht besuchen; er soll sich gut eingewöhnen können.

    Hier in der Familie gab es - dank des langen Wochenendes - viele und auch gute Gespräche (teils je zu zweit, teils zusammen). Wir haben alle zusammen einen langen Ausflug in die Stadt unternommen, bis am Abend. Ich hab' den Mädchen erzählt, wie schlimm für mich die letzten Monate gewesen waren, und wie alleine ich mich gefühlt habe. Auch, dass ich sehr enttäuscht von ihnen war und auch noch bin, und dass ich Zeit brauchen werde.

    Die Mädchen haben dann immerhin eingeräumt, dass sie den Hund wirklich allein gelassen und sich nicht genug um ihn gekümmert haben. Haben alle drei den Freunden e-mails geschrieben.

    Die Kinder haben mir erzählt, dass aus ihrer Sicht war der Hund "schuld" daran, dass ich mich immer mehr von ihnen entfernt habe, und deshalb hatten sie beschlossen, ihn nicht mehr zu mögen und sich nicht mehr um ihn zu kümmern. Dass er - ein Hund !!! Ein Tier!!! Kein Mensch!!! - nichts dafür konnte, war ihnen nicht klar. Aber ja, es ist ein Lehrstück für uns alle, und das hab' ich auch gesagt: Offener werden, ehrlich sein, und wenn es Probleme gibt, etwas tun. Vor allem, dass sich alle daran beteiligen, wenn das Familienleben betroffen ist (das ging v.a. an die Adresse meines Mannes). Die Erfahrung zeigt ja auch, dass es Lösungen gibt, und dass es weiter geht.

    Im Weiteren wurde dann auch klar, dass wir wahrscheinlich eine zu umtriebige Familie für Haustiere sind (oft unterwegs; viele aushäusige Aktivitäten; umfangreiches Schul- und Berufsprogramm....). Konsens am Schluss: Allenfalls ein Aquarium....- und selbst das erst nach einer längeren Pause.

    So ganz kommen die Ladies aber jetzt nicht davon: Ursprünglich war geplant gewesen, dass sie nach ihren Geburtstagen jeweils zwei Freundinnen zum Übernachten einladen dürfen. Das fällt nun flach. Auch die Geburtstagsgeschenke werden weniger üppig ausfallen als ursprünglich gedacht, und in nächster Zeit gibt's abends auch kein Vorlesen mit Mama - ich brauche diese Zeit für mich, um wieder aufzutanken...

    Nein, ich bin nicht mehr böse. Es sind Kinder. Ja. Aber eine Nach-Denk-Pause für sie und eine Atem-Pause für mich braucht es auf jeden Fall.


    Euch allen nochmals vielen, vielen Dank. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Alles Liebe für Euch,
    Eure sonnengold

  3. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Äh ... bitte, bitte kein Aquarium!!!

    Das macht sehr, sehr viel Arbeit, wenn du nicht dauernd tote Fische haben willst. Auch Fische sind KEIN Spielzeug, das unbeachtet in der Ecke stehen kann, wenn niemand Lust drauf hat!

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Hallo, schorle_di_mela,

    klar. Ich hätte schreiben sollen: "ein Aquarium mit Plastik-Goldfischen". Keine Angst, ich bin wachsam

    Für mich kommen allenfalls erst wieder Tiere ins Haus, wenn die Damen (weitgehend) flügge geworden sind.

    Viele Grüsse,
    sonnengold

  5. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen


  6. gesperrt

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Äh ... bitte, bitte kein Aquarium!!!

    Das macht sehr, sehr viel Arbeit, wenn du nicht dauernd tote Fische haben willst. Auch Fische sind KEIN Spielzeug, das unbeachtet in der Ecke stehen kann, wenn niemand Lust drauf hat!
    Dem kann ich nur beipflichten! Außerdem geht es auf die Stromrechnung.

    Das mit den kleineren Geburtstagsgeschenken finde ich nickelig. Ein Hund, der nicht mehr bei euch wohnt, spart doch auch.^^

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Hallo Sonnengold,
    ich finde es sehr gut wie du damit umgehst. Die Mädels müssen wissen/lernen, dass nicht alles ohne Konsequenzen läuft.
    Gruss
    Meagan

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Hallo Sonnengold,
    es ist schön zu lesen, wie sich alles entwickelt hat, auch innerhalb eurer Familie.
    Dass die Mädchen jetzt auch die Konsequenz spüren, finde ich auch sehr gut. Ein Hund ist kein Spielzeug, das man ins Eck wirft, wenn es uninteressant geworden ist.
    Ich denke, sie werden es verstanden haben. Glückwunsch..
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Liebe Mitschreiber/innen zu diesem Thema,

    wie versprochen, wollte ich Euch erzählen, wie es weitergegangen ist.

    Dackelchen lebt jetzt seit fast zwei Monaten bei seiner neuen Familie, es geht ihm sehr gut, er fühlt sich wohl und scheint sehr viel ausgeglichener zu sein als bei uns - immer noch derselbe Turbo, aber viel weniger aggressiv. Die alte Hündin scheint sehr verjüngt zu sein durch seine Präsenz. Der kleine Junge liest ihm immer noch Geschichten vor und spielt täglich mit ihm. Für unsere Freunde ist es, als sei er schon immer bei ihnen gewesen...

    Wir haben jetzt das Tierheim gebeten, uns die Erlaubnis zu geben, dass er nun auch "offiziell" zu unseren Freunden kommen darf.

    Ich habe Dackelchen nicht besucht, bekomme aber von unseren Freunden sehr oft Nachrichten und auch Bilder. Auf denen sieht er gut und fröhlich aus.

    Es war die richtige Entscheidung, den Vorschlag der Freunde anzunehmen.

    Euch allen noch einmal herzlichen Dank für die Unterstützung in einer schwierigen und auch schweren Zeit.

    Alles Liebe,
    Eure Sonnengold

  10. Moderation

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Danke für das update und schön, dass es ihm da so gut geht.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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