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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Hallo,
    ich denke, fuer den Hund ist es die beste Loesung, er war bestimmt nicht sonderlich gluecklich in deiner Familie und die Familie nicht mit ihm.

    Ich halte seit ewig Hunde und auch andere Tiere, und ich habe es mir zur Regel gemacht, nur die Tiere aufzunehmen, wo ich weiss, dass ich die Pflege und Unterhaltung allein gestemmt kriege, denn auf Kinder ist in dieser Hinsicht so gar kein Verlass. Da sind deine Kinder kein Einzelfall.

    Ueberhaupt ist es meiner Meinung nach so, dass Kinder nie fuer Hunde verantwortlich sein sollten, sie machen einfach zu viele Dinge, die die Erziehung der Hunde stoert, sie haben nicht die Erfahrung, sich als im Rudel ueber den Hund stehend zu verhalten, sie koennten ihn falsch anpacken und der Hund koennte zuschnappen. Ich denk noch daran, wie meine Tochter sich jedesmal schlapp gelacht hat, wenn der Welpe Schuhe zerkaut hat, ja und richtig geraten, er machte es als erwachsener Hund immer noch und schleppt die kaputten Schuhe stolz zu meiner Tochter.

    Zum Schutz von Kindern und Hunden sollte immer eine Aufsicht da sein, wenn Kinder und Hunde zusammen sind.
    Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
    Youtas

    Das Schönste an mir bin ich.

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Liebe Gigaset1959, Sternenfliegerin, schorle_di_mela, Katelbach, Meagan, Rezeptfrei, mariarosa, BiggieS, Promethea71, youtas,

    VIELEN Dank an Euch alle fuer Eure schnellen, verständnisvollen und kompetenten Antworten !

    Ihr habt mich getröstet, Ihr macht mir Mut und Ihr helft mir, loszulassen, damit unser Ex-Jäger eine schöne und erfüllte Zukunft hat. MERCI.

    Hoffentlich lebt er sich schnell und gut ein, und, nein, ich werde ihn (erstmal) nicht besuchen, damit er sich gut einfinden kann in seiner neuen Welt. Die Freunde werden uns Bescheid geben, wie es ihm geht...

    Was die Kinder betrifft:
    Ich bin völlig einverstanden damit, dass die Formel "Kinder+Haustier=Verantwortung" nicht aufgeht. Bis auf Ausnahmen nicht aufgehen kann, weil Kinder zu sehr im Moment leben, zu unstet sind, als dass sie die jahrelange Verantwortung für ein Haustier auch nur teilweise übernehmen könnten.

    Was mich einfach sehr traurig macht, ist dieser Mangel an Empathie. Da werde ich eine Zeitlang brauchen, um das zu verarbeiten. Klar, Kinder sind sprunghaft (und präpubertierende und pubertäre Mädchen gleich doppelt), aber einfach abhaken kann ich das nicht.

    Wenn jetzt (vielleicht) der Katzenjammer kommt, dann müssen sie selbst mit ihm klarkommen. Mutti wird sie hier nicht trösten. Und das Thema "Verantwortungsbewusstsein", das kommt auf jeden Fall dran - sobald ich selbst wieder mehr Kraft und Ruhe habe.

    Ihr habt Recht, es ist alles andere als optimal gelaufen;ich musste viel Lehrgeld zahlen (am Ende wohl nicht nur ich), leider auch der Dackel, obwohl der gar nichts dafür kann, und ich bin meinen Freunden so dankbar, dass sie mir angeboten haben, unseren Hund aufzunehmen.

    Was übrigens ganz eigenartig war: ich hatte vorhin nie einen Hund gehabt, aber dann gefiel es mir auf einmal. Bin also sozusagen auf den Hund gekommen, vor allem mochte ich die Spaziergänge, die Auszeiten, die ganz andere Art der Kommunikation, das Beobachten eines anderen Lebewesens...

    Ich berichte gerne in einiger Zeit nochmal, wie sich alles entwickelt hat.

    Nochmals ganz liebe Grüsse und vielen Dank
    An Euch alle

    von
    Sonnengold

  3. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Sonnengold Beitrag anzeigen
    Was mich einfach sehr traurig macht, ist dieser Mangel an Empathie. Da werde ich eine Zeitlang brauchen, um das zu verarbeiten. Klar, Kinder sind sprunghaft (und präpubertierende und pubertäre Mädchen gleich doppelt), aber einfach abhaken kann ich das nicht.
    Sonnengold,

    dein Mann war dem Hund gegenüber scheinbar neutral, dich hat er teilweise so wütend gemacht, dass du ihn angeschrien hast. Zudem sind deine Kinder wohl von der falschen Vorstellung ausgegangen, dass ihr euch ein lebendiges, willenloses Kuscheltier ins Haus holt.
    Klar ist es schlimm, dass die Kinder so reagieren. Aber es gab auch m.E. einige Umstände, die diese Reaktion begünstigt haben.

    Gruß
    Rezeptfrei

  4. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Ich denke auch, dass du eine sehr gute Entscheidung getroffen hast, die letztendlich für alle Involvierten das beste ist.

    Kinder sind meist nicht in der Lage, grundlegende Konsequenzen wirklich richtig einzuschätzen. Eigentlich völlig normal so ein Vorgang. Ich habe mich immer konsequent gegen ein Tier gewehrt, weil mir klar war, dass es ähnlich wie bei dir laufen würde.

    Sei froh, dass du so eine gute Unterbringungsmöglichkeit für deinen Hund gefunden hast. Du kannst ihn bestimmt besuchen dort. Sicher wird er dir fehlen, aber unter den Umständen ist die Abgabe siocher der beste Weg.

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Liebe Rezeptfrei und bittersweet 0403

    ja, das seh' ich rückblickend auch so: wir Erwachsenen haben im Vorfeld nicht offen genug miteinander gesprochen. Einmal "Ja" und einmal "Neutral", das reichte nicht. Vor allem auch in unserer Haltung den Kindern gegenüber. Ein ziemliches Lehrstück; hoffentlich für den Hund ohne Folgen.

    Eine letzte Frage noch: Ich habe von mehreren Hunde-Erfahrenen gehört, dass sich Hunde in der Regel gut und innerhalb weniger Wochen in eine neue Umgebung eingewöhnen (Ausnahmen gibt es wohl auch). Könnt Ihr das bestätigen?

    Viele Grüsse und Danke,
    Sonnengold

    Gute Nacht

  6. VIP

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Sonnengold Beitrag anzeigen
    Eine letzte Frage noch: Ich habe von mehreren Hunde-Erfahrenen gehört, dass sich Hunde in der Regel gut und innerhalb weniger Wochen in eine neue Umgebung eingewöhnen (Ausnahmen gibt es wohl auch). Könnt Ihr das bestätigen?
    JA. Kommt aber auf den Hund an.

    Ich habe seit eineinhalb Wochen eine Zweithündin, die sich hier schon sehr zuhause fühlt. Sie ist eine Scheidungswaise und offenbar hatte sie eine gute Prägungszeit.

    Auch meine vor 2 Jahren gestorbene alte Hündin war second hand. Ihre Menschen wollten sie nicht mehr. Sie ging problemlos mit, gehörte von Anfang an dazu.

    Beide "Gebrauchten! waren Goldens. Die tun sich im Allgemeinen mit sowas leichter. Meine Olle und mein Oller waren sogar ganz entspannt, als sie mal länger in die Hundepension mussten, weil ich ins Krankenhaus musste.

    Aber letzten Endes kommt es immer auf den Hund an.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  7. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Sonnengold Beitrag anzeigen
    Eine letzte Frage noch: Ich habe von mehreren Hunde-Erfahrenen gehört, dass sich Hunde in der Regel gut und innerhalb weniger Wochen in eine neue Umgebung eingewöhnen (Ausnahmen gibt es wohl auch). Könnt Ihr das bestätigen?
    Wenn sich das Umfeld und die Rahmenbedingungen aus Sicht des Hundes verbessern: ja. Die Erfahrung hast du ja selbst schon gemacht, als du den Hund aus dem Tierheim geholt hast. Meine Hunde waren, bis auf die jetzige, alle aus "zweiter Hand" und sind sehr schnell bei mir angekommen. Wenn dein Hund sich beim ersten Kennenlernen mit den neuen Besitzern schon so wohlgefühlt hat, würde ich mir über die Eingewöhnungsphase keinen Kopf machen.

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    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Zitat Zitat von Sonnengold Beitrag anzeigen

    Eine letzte Frage noch: Ich habe von mehreren Hunde-Erfahrenen gehört, dass sich Hunde in der Regel gut und innerhalb weniger Wochen in eine neue Umgebung eingewöhnen (Ausnahmen gibt es wohl auch). Könnt Ihr das bestätigen?
    Das kommt tatsächlich sehr auf den Hund an.
    Meine erste Hündin, ein Dalmatinermix, hat immer furchtbar gelitten ohne mich, ich war ihre Welt.
    Eine Trennung hätte ihr sicher mindestens mittelfristig schwer aufs Gemüt geschlagen.

    Jetzt haben wir zwei (jagdlich ambitionierte) Dackelmädels, kleine Sportausführung- völlig anderes Kaliber.
    Das ist nichtmal die gleiche Spezies, denke ich manchmal *ggg*
    Um es mal in einem Satz zusammenzufassen:
    Meine große Hundedame hat sechzehn Jahre lang geguckt, wo ich bin,
    jetzt gucke ich seit sechs Jahren, wo der Dackel ist!!!

    Ich gebe mich da auch keiner Illusion hin- die Dackeline verfolgt sehr eigene Interessen und wäre bei entsprechender Bespaßung, Versorgung und Aufmerksamkeit nach 24 Stunden genauso natur-happy wie sie es jetzt ist *schnüff*
    Nicht falsch verstehen- ich glaub die liebt mich schon, und zwar recht stürmisch.
    Die liebt aber auch meinen Schwiegervater! Und meine Freundin!! Und meine andere Freundin und besoners die Eltern von meiner anderen Freundin!!
    Da jumpt sie regelmäßig einfach ins Auto, manchmal nehmen sie sie dann spontan für nen Nachmittag mit ( "hat der Hund ja so entschieden") und wie selbstverständlich wird dort wie selbstverständlich der Wohnraum inkl. Sofa annektiert und nach ner meist ausgiebigen, vorherigen Erlebnistour selig geratzt.
    Ich denke auch nicht, dass sie spontan das fressen einstellen oder das winseln anfangen würde, käme sie nicht mehr zu mir zurück.
    Unsere andere Hündin ist zwar nicht ganz so extravertiert in ihrem Verhalten, lässt sich aber auch gern "mieten", wir geben die Hunde oft zum Spaß ab, einfach weil sie sehr einnehmend sind, man mit ihnen auch als "Fremder" viel anfangen kann und die Hunde begeistert von neuem Input, Abwechslung und fünf Stunden Bauchikraulen sind, so als Ehrengast;)

    Für einen Dackel dieses Schlages ist der Mensch doch eher Erfüllungsgehilfe, ich sag's wie es ist.
    Wer Action bietet, der hat schon gewonnen. Alles Opportunisten*lol*

    Ich schätze auch deinen so ein, dass er sich da ohne größere Schwierigkeiten umstellen kann, sei unbesorgt

    Die Unbeteiligtheit und Unbetroffenheit deiner Kinder finde ich allerdings auch ziemlich traurig... :(
    Geändert von Spooks (29.04.2015 um 00:13 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Sollte der Hund jetzt (hoffentlich glücklich) woanders landen, dann würde ich an Deiner Stelle rigoros ein Ersatzhaustier ablehnen und das auch vor dem Auszug des Hundes kommunizieren an die Töchter-Bande.

    Nicht, dass die dann ankommen mit "können wir nicht alternativ eine Katze nehmen, die braucht nicht so viel tägliche Gassizeit und Aufmerksamkeit und ist trotzdem als Kuscheltier da...".

    Oder Du akzeptierst den Hund, weil Du ihn wirklich liebgewonnen hast, als allein Deinen Hund, unabhängig von den anderen Familienmitgliedern, und trägst dann auch die Hauptverantwortung - aber genießt auch die persönliche Bezogenheit des Tiers auf Dich.

  10. Inaktiver User

    AW: Muss mich vom Hund trennen

    Hallo Sonnengold, da bist du in die klassische "Aber Mama, wir machen doch aaaaaallllllleeeeeessss......" Falle getappt. Sei nicht allzu enttäuscht von deinen Kindern, sie sind deswegen keine schlechten Menschen. Sie haben sich was anderes vorgestellt, das kommt öfter vor, als du denkst. Ob bei Hamstern, Mäuse, Meerschweinchen oder halt Hunde und Katzen - oft wird versprochen, was das Zeug hält und dann macht Mama den Käfig sauber...

    Meine Freundin ist in der gleichen Situation wie du, allerdings hat man da mit der Zeit mit bekommen, dass dieses "der Hund wurde für die Kinder angeschafft" nicht so wirklich stimmt. Der Hund ist dort das vierte Kind das sie vielleicht gerne nochmal gehabt hätte.

    Auch ein kleiner "Arbeiter" der sich ins Haus geholt wurde, ein Hyperaktives Tier, das keine Ruhe gibt. Die Kinder am Anfang Feuer und Flamme, aber die Dauerverpflichtung war dann doch zu viel. Es wurde gedroht mit abschaffen des Hundes, der Mann war von Anfang an dagegen und hat konsequent seine Beteiligung an der Pflege abgelehnt und zieht das auch durch, selbst wenn seine Frau krank ist und nicht Gassi gehen kann.

    Ich hätte das so nicht gemacht, jetzt muss sie damit leben. Bei jedem Urlaub werden Bekannte und Verwandte gefragt, ob sie den Hund nicht nehmen können, in eine Hundepension soll er nämlich nicht, weil dér da ja keinen Famlienanschluss hat. Wir haben ihn mal genommen für zwei Wochen, es war sehr anstrengend und ich weiß, warum ich keinen Hund möchte. Er hat hier genau das gemacht, was auch bei sich zu Hause abgeht: Die frau im Haus ist die Bezugsperson, was für mich hieß, dass er selbst als ich aufs Klo bin mit wollte bzw. so lange vor der Tür saß, bis ich wieder draußen war, danach kam mein Sohn in der Rangliste, mein Mann wurde fast komplett ignoriert.

    Was den kleinen Kerl aber wohl aus dem Trott gebracht hatte war, dass mein Mann meistens mit ihm raus ist Gassi gehen, mein Mann macht sowas gerne, er wollte eigentlich auch mal einen Hund (nicht so ne Fußhupe, sondern was Richtiges!Großes!Schweres!) Ich habe mich damals dagegen gesträubt, ich hätte keine Lust darauf gehabt, immer bei Wind und Wetter raus zu müssen, kein Ausschlafen, weil da ein Tier versorgt werden muss und vielleicht rumwinselt, weil es gerade dringend ist.

    Ich selbst habe meinen Mann drei Jahre lang bearbeitet, dass wir uns eine Katze aus dem Tierschutz ins Haus holen - ohne sein OK hätte ich das aber auch nicht gemacht, ich finde, da sollten zumindest die Erwachsenen zusammen dahinter stehen. Zumal mein Mann kein Katzenfan war, er fand die "Viecher arrogant und blöd"

    Der Grund zur Anschaffung war auch unser Sohn, der konnte mit den Katzen einer Freundin sehr gut umgehen. Haben wir gemacht, der erste, der die Hand geleckt bekam und betanzt wurde war mein Mann und wenn "seine" Katze bei ihm kuschelt ist Glückseligkeit angesagt... Die wusste anscheinend ganz genau, dass sie ihm zeigen musste, dass es die richtige Entscheidung war.

    Allerdings hat sie sich sehr an uns Alle geklemmt, verteilt ihre Liebe und Aufmerksamkeit ziemlich gerecht und das einzige Bett, in dem sie schlafen darf, ist das unseres Sohnes - da hat sie aber auch am meisten Platz und ihn stört es nicht (ich mag sie nicht an meinem Gesicht liegen haben, mich macht das kirre)

    Wie hier aber schon angeraten wurde, würde ich auch kein Ersatzhaustier anschaffen, so weit müssen es die Kinder lernen, dass ein Tier keine Wegwerfware oder beliebig austauchbar sein sollte, nur weil gerade was nicht passt. Dem Hundchen wünsche ich, dass er bei der nächsten Station dann auch bleiben darf, das hätte er verdient, wenn er schon so gebeutelt war...

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