Ach ja, ist die Kautablette nur gegen Zecken, oder auch gegen Flöhe?
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Thema: Zecken
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09.05.2015, 00:04
AW: Zecken
Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut. Augustinus
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09.05.2015, 07:29
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09.05.2015, 08:45Inaktiver User
AW: Zecken
Ich habe einen Flatcoated Retriever. Er hatte bereits im letzten Jahr Bravecto und dieses Jahr habe ich ihm wieder eine gegeben. Bei ihm hat es 100%ig gewirkt. Allerdings haben wir hier sehr wenig Zecken. Der Kater bringt ohne irgendeinen Schutz maximal 2-3mal jährlich eine mit. Mit dem Hund bin ich aber ja auch an anderen Orten unterwegs und durch das schwarze Fell finde ich krabbelnde Zecken nie. Immer erst wenn sie angedockt sind und schon eine gewisse Größe haben, fallen sie mir auf.
poca
Allerdings habe ich vor kurzem gelesen, dass Bravecto nicht bei epileptischen Hunden gegeben werden soll oder vielleicht sogar Epilepsie auslöst/fördert? Vielleicht wissen die Fachleute hier mehr darüber.
Ein etwas ungutes Gefühl habe ich, weil das Mittel ja noch nicht so lange auf dem Markt ist und man vielleicht noch nicht sicher sagen kann, wie die Langzeitauswirkungen sind.
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09.05.2015, 09:32Inaktiver User
AW: Zecken
man kann sich informieren.
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09.05.2015, 11:30
AW: Zecken
@poca
Ist Dein Flat diagnostiziert oder fragst Du aus Interesse?
Ist gerade mein Thema, weil meine Zweithündin laut Vorbesitzer Epileptikerin ist. Ich habe mich kürzlich mit einer Vet-Neurologie-Prof. darüber unterhalten, weil meine "Neue" hier im Zeckenland ja auch dringend geschützt werden muss, zumal es hier schon Fälle von Anaplasmose bei nie verreisten Hunden gab. ((Mein Oller war einer der ersten und er war schwer krank.]]
Es gibt Berichte über die Auslösung eines Anfalls beim Epileptiker durch Antiparasitika. Ganz Eindeutiges ist nicht zu finden, das liegt vermutlich auch daran, dass so etwas normalerweise zuhause auftritt und an den behandelnden TA gemeldet wird, der diese Information dann interpretiert und weitergibt (Sender-Empfänger-Problematik).
"Gemacht" werden kann eine genuine idiopathische (genetische wie z.B. bei den Retriever-Rassen) Epilepsie im eigentlichen Sinne nicht.
Symptomatische Epilepsien sind quasi Begleitsymptome z. B. bei Herz-Kreislauf-Problemen, Vergiftungen (Schneckenkorn! oder bei Nieren-/Leberfunktionsstörungen mit mangelnder "Entgiftungs"funktion der Organe, Schädel-Hirn-Trauma etc.).
Vor allem bei nicht sachgemäßer Anwendung von Antiparasitika (orale Aufnahme von Spot-on-Präparaten) kann es möglicherweise zu Krampfanfällen kommen, ähnlich wie bei der oralen Aufnahme von Pflanzenschutzmitteln. Kann man dann als symptomatische Epilepise klassifizieren.
Es können einige Faktoren beitragen, falls der Zusammenhang Medikament-Anfall wirklich besteht:
- vorbestehende Epilepsie
- tatsächlich eine direkte Wirkung (Beeinflussung von Neurotransmittern) des Präparats bei sachgemäßer Anwendung
- individuelle Empfindlichkeit
- Stress durch Tierarztbesuch/Manipulation beim Auftragen
- akrobatischer Hund, der kratzt und sich dann wieder die Pfoten leckt, oder einer, der mit der Schnauze doch an die Auftragstellen kommt
- Mensch streichelt zu früh und stellt den Kontakt zur oralen Aufnahme über die Hand her
- Mehrhundehaushalt, alle werden gelichzeitig behandelt aber nicht lange genug getrennt, um oralen Kontakt zu vermeiden
- dito Spielkumpels draußen ... um nur einige Möglichkeiten zu nennen
Ich habe das SPC (Summary of Product Characteristics, die Basisinformation für Verordner mit den zulassungsrelevanten Informationen/Unterlagen) gelesen. Es scheint zwar ein ziemlich sicherer Wirkstoff bei gesunden Hunden zu sein. Es wurden beim Welpen ich glaube bei 3-facher und beim erwachsenen Hund bei 5-facher Überdosierung keine dramatischen unerwünschten Wirkungen gefunden.
Jedoch sind Anfälle im Zusammenhang mit Bravecto und NexGard und den anderen oralen Antiparasitika berichtet. Es gibt Meldungen bei der European Medicines Agency (EMA). Betroffen gewesen sollen Hunde mit vorberichtlich bekannter Epilepsie. In USA gibt es bei NexGard auch den Hinweis, es nicht bei Hunden mit bekanntem Anfallsleiden anzuwenden.
Meine Hunde bekommen keine orale Variante. Die Epileptikerin sowieso nicht.
Ich finde auch, die Erfahrungen damit sind noch sehr kurz, deshalb warte ich ab, was sich mit der Zeit so ergibt. Ich bin aber überhaupt keine Freundin von den Langzeit-Präparaten, auch nicht bei Antibiotika oder Schmerzmitteln. Denn: was mal drin ist, ist drin.
Zudem hilft es mir nix, wenn die Zecke nach ein paar Stunden tot ist, beim Stich aber schon Virus abgibt. FSME, das gelegentlich auch mal beim Hund zu einer schweren Infektion führen kann, wird gleich nach dem Anstechen abgegeben. Borrelien erst später, ich glaube innerhalb von 20 Stunden ungefähr (sie wndern aus dem Verdauunstrakt der Zecke in den Wirt). Wie es mit den Babesien, Anaplasma, Ehrlichien etc. und Zeckentoxinen in zeitlicher Hinsicht aussieht, weiß ich nicht.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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09.05.2015, 14:40Inaktiver User
AW: Zecken
Nein, Katelbach, er ist nicht diagnostiziert. Ich tu mich nur generell eher schwer mit Medikamenten. Ich selber greife am liebsten auf Homöopathika zurück, aber das reicht ja in dem Fall nicht zuverlässig.
Für den Zeckenschutz möchte ich aus einem bestimmten Grund nicht auf Halsbänder/Spot-on zurückgreifen. Einölen finde ich auch eher ungünstig, weil ich denke, dass dann Staub und Dreck schneller im Fell hängenbleibt.
poca
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09.05.2015, 15:20Inaktiver User
AW: Zecken
Poca, dann probier's doch mal mit dem Schwarzkümmelöl. Ich geb meinem Hund, einem Beagle, täglich 8-10 Tropfen davon ins Futter. Zecken mögen den Geruch nicht und gehen gar nicht erst an ihn dran. Im letzten Jahr hat das gut geklappt. Er hatte nicht eine Zecke.
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09.05.2015, 16:07
AW: Zecken
Beim gesunden ok.
Schwarzkümmel-Öl enthält viel Gamma-Linolensäure.
Epileptikern wird geraten, sich mit ihrem Neurologen zu beraten, bzw. höhere Dosen Leinöl, Schwarzkümmelöl, Hanföl etc. zu meiden da Omega-3-Fettsäuren im Verdacht stehen, die Krampfschwelle herabzusetzen.
PS: Bierhefe bzw. B12 sollen den Hautgeruch für zumindest Insekten unangenehm machen. Meine Mutter ist, als sie hohe B12-Dosen bekam, komplett von Mücken verschont worden.
Bei Arachniden wiß ich es nicht.Geändert von katelbach (09.05.2015 um 16:10 Uhr) Grund: PS ergänzt
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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09.05.2015, 16:19
AW: Zecken
Die Wahl der Zeckenbekämpfungsmethode kann man nicht über einen Kamm scheren, sie hängt stark ab:
- von der individuellen Beliebtheit des Wirts
- von der Infektionssituation
In einer Gegend, in der es schon dokumentierte Fälle von vektorübertragenen Infektionen gibt bzw. Errger in Zecken gefunden wurden, oder in Gegenden, in der sich derzeit Auwaldzecken breit machen, die Krankheiten übertragen, die wir bis vor ein paar Jahren nur als Reisekrankheiten kannten, geht möglichst lückenlose Sicherheit vor Sanftheit.
Wenn ein hohes Risiko vorliegt, wird man ein paar Stunden Übelkeit oder Speicheln oder auch eventuell eine loakle Reaktion mit Haarausfall oder Hautrötung in Kauf nehmen.
Bei niedrigem Infektionsrisiko kann man eher auf sanftere, aber vielleicht weniger sichere Methoden zurückgreifen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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09.05.2015, 18:56Inaktiver User


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