Oh doch, ich bin mir da sehr sicher. Von meinen fast 58 Jahren lebe ich fast 52 mit großen Hunden und ich hatte beruflich mit Hunden zu tun, als ich praktisch gearbeitet habe.
Der Hund per se ist nie bissig in dem Sinne, wie Menschen es verstehen, sondern er verteidigt Ressourcen. "Bissig" wird er durch kräftiges Zutun des Menschen. Die Auslandshunde haben allen Grund zum Misstrauen. Wir, unsere Spezies, hat das zu verantworten. Dabei sind die meisten auch nicht bissig, sondern haben eher Angststörungen.
Das Gros ist so unaggressiv, dass sie sich von Menschen misshandeln lassen. Zum Beispiel gibt es immer wieder Fälle, wo Menschen streunenden Hunden Knallkörper mit Tabe an die Schnauze binden und diese zünden. Manche lassen sich sogar noch trotz dieser schweren Verletzungen anfassen.
Speziell Hunde sind über Jahrrtausende domestiziert und hben ein enges Verhältnis zum Menschen entwickelt um zu überleben. Aggressivität ist da evolutionstechnisch kontraproduktiv.
Welpen beißen in alles, was sich ihnen bietet. Das ist aber nicht bissig im Sinn von gefährlich oder aggressiv. Man muss ihnen vermitteln, dass das nicht geht und sich vorsehen.
Dass ein Hund ohne Vorwarnung, d.h. ohne zu drohen, auf einen menschn losgeht, ist selten. Und es ist erlernt: durch Erfahrung, oft mit Schmerzen. Drohen gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire und Drohen ist zu respektieren.
Übrigens habe ich, leider weiß ich nicht mer wo, gelesen, dass der prozentuale Anteil "bissiger" Hunde an der Gesamt-Hundepopulation direkt proportional zur Verringerung des "Abrichtens" abgenommen hat. Vio, weißt Du noch, wo das stand?
Deshalb: Jeder in eine gute Hundeschule und nicht auf einen der übriggebliebenen Abrichteplätze! Sachkundenachweis! Oft reicht die Theorie schon, weil viele zwar einen (Mode-)Fiffi wollen, aber soviel Ahnung vom Wesen eines Caniden haben wie das Schwein vom Uhrwerk.
Antworten
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Thema: Furchtbar
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14.03.2015, 20:00
AW: Furchtbar
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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14.03.2015, 20:02
AW: Furchtbar
Thank you for observing all safety precautions.
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Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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14.03.2015, 20:06Inaktiver User
AW: Furchtbar
Sorry ichkannauchanders,
wenn es dir passiert wäre, hättest du nicht mehr geschmunzelt. Ja es hat geblutet und die Nase ist auch ein empfindliches Organ. Und es war unangenehm. Ja, ich habe bei paar Freunde übernachtet, wir waren mehrere im Bett sitzend und haben eine Runde gequatscht und der Hund dürfte mit...und der war recht verzogen, es hat nicht lange gedauert, es war ne Sache von paar Sekunden, und so kleine Zähne hatte er auch nicht. Für mich wars unangenehm und ich muss nicht ein zweites Mal haben. Meinem Bekannte war es peinlich, weil es der Hund seiner Freundin war, und die Freundin war recht verzogen, wie der Hund halt.
Sowas ist nicht gastfreundlich und sollte unten normale Umstände auch nicht passieren.
Und doch, Hunde gehören an der Leine, wenn Menschen und/oder Kinder in der Nähe sind, ohne wenn und aber.
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14.03.2015, 20:06Inaktiver User
AW: Furchtbar
Vorab:
Ich werde den Vorfall, um den es geht, nicht beurteilen, denn dafür habe ich schlicht zu wenig Informationen - so wie jede und jeder von uns. Das Meiste, was über den Verlauf des Zwischenfalls geschrieben wurde, ist Spekulation.
Weiter: ich habe selbst keinen Hund und hatte nie einen. Ich kann aber hervorragend mit Hunden (und sie mit mir) - ich kann aus irgendwelchen Gründen hervorragend mit allen Tieren, insbesondere mit Wildtieren. Ich jogge bzw. laufe mehrmals die Woche und hatte noch nie, ich wiederhole: nie! einen Zwischenfall mit einem Hund (oder mit seinem Halter).
Ich schreibe hier aus Joggersicht, um vielleicht ein wenig anschaulich zu machen, was aus Sicht eines Läufers in einer solchen Situation passieren kann:
Wenn ich laufe, dann laufe ich. Das heisst, ich trabe nicht ein wenig herum, sondern ich renne. Relativ schnell. Das verkürzt schon mal die Wahrnehmungs- und Reaktionsspanne. In der Dämmerung sowieso.
Da blickt man als Läufer nicht rechts und links, sondern hat genug damit zu tun, ständig die paar Meter direkt vor vor sich selbst mit den Augen quasi zu scannen, um nicht zu stolpern - insbesondere bei höherem Tempo.
Der Rest, also rechts und links schräg vorne, ist weit gehend ausgeblendet. Da sieht man oft nicht mal Menschen weit im Voraus - und erst recht keine kleinen Tiere. Ist so - für jemanden, der selber die Erfahrung, wie es ist, in der Dämmerung schnell zu laufen, noch nicht gemacht hat, vielleicht schwierig nachvollziehbar, ist aber wirklich so: in dieser Situation sieht ein schneller Jogger gerade mal die paar Meter direkt vor sich auf dem Weg, und sonst nicht viel bis gar nichts.
Hat man vielleicht noch Musik auf den Ohren - was ich persönlich nicht mache, aber viele Jogger laufen mit Musik - dann hört man über der Musik, dem eigenen Atem und dem Pulsschlag echt nichts anderes mehr. Auch kein Gekläffe und kein Rufen. Wenn sich ein Läufer in ein "Flow" gelaufen hat, was bei schnellem Laufen schon mal passiert, ist er hochkonzentriert auf sich selbst und hört auch ohne Musik von seiner Umgebung nicht viel.
Ich bin in einer solchen Situation tatsächlich schon mal über ein Eichhörnchen gestolpert, einmal über eine Katze und einmal über einen Fuchs. Allen Drei ist nichts passiert, ich hab sie nicht getroffen - aber sie haben mich zu Fall gebracht. In allen drei Fällen hatte ich absolut keine Chance, die Tiere vorher zu bemerken, es ging viel zu schnell. Ähnliche Zwischenfälle mit winzigen Hunden hatte ich bisher zum Glück noch nie, vor allem deshalb, weil ich nicht dort laufe, wo Halter mit winzigen Hunden normalerweise unterwegs sind.
(Dass mich winzige Hunde an einer Flexileine urplötzlich hinter parkierten Autos oder anderen Sichtblockern hervor quer über eine Quartierstrasse schiessend schon zu Fall gebracht haben, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs war, ist eine andere Geschichte ...)
Das aus Sicht einer Läuferin, wie solche unglücklichen Situationen tatsächlich zustanden kommen können.
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14.03.2015, 20:12Inaktiver User
AW: Furchtbar
Mein Reden

Dass das zu Konflikten führen kann, ist auch klar. Nur die Brutalität, die hier unterstellt wurde, halte ich für totalen Quatsch.
Ika
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14.03.2015, 20:18
AW: Furchtbar
Ja klar tut das weh! Und wie.
Mich hat der Rotzlöffel von Freunden in meinen Zinken gebissen.
Hatte im Ober- und Unterkiefer je zwei Schneiodezähne (wie alt sind Kinder da?), ich wurde gedrängt das Kind auf den Arm zu
nehmen ... Der patschte mir mit den kleinen Händchen im Gesicht rum bis ich kurz zum Schutz die Augen schloss. In der Sekunde biss das kleine Kannibalenmonster mir mit den 4 Hauern in meien Nasenrücken. Ich hatte tagelang eine geschwollene Nase.
Aber auch der hat sich zu einem passablen jungen Mann von jetzt Ende 20 entwickelt und beißt nicht mehr.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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14.03.2015, 20:19
AW: Furchtbar
Gehbehinderte und Kleinkinder befinden sich dann und dort wo ich laufe eigentlich nicht.
Ich bleibe für Blindenhunde (fast) stehen. Alle anderen Hunde sollten mit mir klarkommen. So schnell bin ich nicht. Blindenhunde sind gut erkennbar und gut erzogen.
Was zu Flow, Herzschlag und Musik beim Training noch dazu kommen kann ist ein Tunnelblick durch Sauerstoffmangel.
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14.03.2015, 20:19Inaktiver User
AW: Furchtbar
Doch, Violetta, da hätte ich geschmunzelt, und es wäre mir erst gar nicht passiert, weil ich Hundeerfahren bin und mir der Hund erst gar nicht so nah ans Gesicht gekommen wäre. Dass das für dich eine mistige Sache ist, verstehe ich.
Der Welpe hätte natürlich beaufsichtigt gehört, keine Frage.
Mit deiner restriktiven Leinenmeinung kommst du bei mir sehr feindselig und unsympathisch an.
Denk ein bisschen weiter: an der Leine lernt ein Hund nichts, und kann dich genauso anspringen oder dir sonstwie zu nahe kommen, denn auch dann muss die Leine korrekt eingesetzt werden.
Sozialisierung und Beschäftigung heisst das Zauberwort...
Hunde haben keine Hände, so wie wir. Die benutzen ihre Zähne als Tast- und Erkundungswerkzeuge und können (und müssen) lernen, das zu dosieren, bzw. auch, wo das erlaubt ist, und wo nicht.
Hätte der Welpe dich gebissen, hätte das anders ausgesehen.
Möchtest du nicht wenigstens versuchen, dein Vorurteil zu hinterfragen?
Ika
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14.03.2015, 20:21
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14.03.2015, 20:24Inaktiver User
AW: Furchtbar
Stimmt Ebayfan. Ist es auch. Diese Propaganda ist irgendwie überzogen...oder keine Ahnung was hier verfolgt wird. Es sind halt Tiere, und die Hundebesitzer vergessen das mit der Zeit. Die sind halt in der Nähe von Menschen, aber keine Menschen, und die Instinkte bleiben halt Instinkte, da kann man sagen was man will.
Es ist ja toll, was Leute, die sich mit Hunde beschäftigen, tun, oder versuchen, aber auch sie dürfen nicht vergessen, dass Tiere Tiere bleiben. Das hat auch der Hundeexperte Martin Rüther gesagt. Der hats drauf.


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