Hallo,
bei meiner 11jährigen Mischlingshünding stelle ich seit rund 2 Monaten Hautveränderung an der Nase fest. Zunächst dachten wir, sie hat sich im Garten einen von der Katze auf die Nase geben lassen, weil sie plötzlich eine rote Stelle auf der Nase hatte. Mir kamen allerdings Zweifel, weil die Stelle kreisrund, ca. 1-Euro-Stück gross war und keinerlei Kratzspuren aufwies. Es bildete sich dann eine dunkle, dicke Kruste. Die ging größtenteils wieder weg, aber es bleiben Krusten, wie Pickel, an wechselnden Stellen. Und die Haare sind auch nie nachgewachsen, ganz im Gegenteil. Ich meine, der Haarverlust weitet sich aus.
Der Tierarzt misst dem ganzen keine Bedeutung bei. Sie hatte wegen einer Ohrenentzündung Pantolog mitbekommen, das ich auch auf die betroffene Stelle auf der Nase tun sollte. Dadurch ist es aber nicht besser geworden.
Kennt das eine von euch? Was könnte das sein? Ich lade mal ein Bild hoch und hoffe, man kann etwas erkennen...
http://img3.fotos-hochladen.net/thum...lf7m_thumb.jpg
http://img3.fotos-hochladen.net/thum...h6wg_thumb.jpg
Vielen Dank!
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Thema: Hundenase Hautveränderung
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24.01.2015, 11:20
Hundenase Hautveränderung
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24.01.2015, 21:02
AW: Hundenase Hautveränderung
Hola muchacha,
Deine Bilder sind leider sehr klein.
Hmmm ... Schwierig, ohne den Hund vor sich zu haben.
Hat Deine Hündin vorher schon mal etwas ähnliches gezeigt? Kommt sie aus Süd- oder Südosteuropa bzw. war sie dort?
Erstes Auftreten einer Laishmaniose in dem Alter ist zwar unwahrscheinlich, aber ...
Ist das Allgemeinbefinden sonst gut? Ist nur die behaarte Haut des Nasenrückens betroffen oder auch gab es auch Veränderungen am Nasenschwamm. Gab es einen Zecken-/Insektenstich, eine Verletzung mit evtl. Einspießung? Gelenkbeschwerden, Anzeichen für Entzündung? Juckreiz? Gibt es eine Untersuchung auf Milben (Hautgeschabsel)? Wie ist die Haut um die Augen?
Allergien?
Möglicherweise würde ich zu einer Hautstanze raten, um etwas in der Hand zu haben. Hautsachen werden ja oft bis zum Exzess ohne Diagnostik mit allen möglichen Salben - von antibaktriell über antimykostisch und mit Cortison - vorbehandlet.
Der Kollege hält das ganze für unspektakulär. Was könnte seiner Meinung nach dahinterstecken?
Ein Tipp: Es gibt inzwischen Tierärzte mit Zusatzbezeichnung Dermatologie.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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25.01.2015, 09:21
AW: Hundenase Hautveränderung
Hallo katelbach,
vielen Dank für deine Antwort. Mir ist klar, dass eine Ferndiagnose nicht drin ist, und ich plane sie nächste Woche bei einem anderen TA vorzustellen. Mal sehen, ob ich einen finde, der auf Demagogie spezialisiert ist. Wird es im Ruhrgebiet doch irgendwo geben... Trotzdem freue ich mich, hier schon einmal vorfühlen zu können.
Sie kommt in der Tat aus Spanien und ist seit drei Jahren in Deutschland bei uns. Auf Leishmaniose wurde sie in Spanien negativ getestet. Natürlich könnte sie sich theoretisch in dem Zeitraum zwischen Tests und Abreise infiziert haben.
Das Allgemeinbefinden ist gut. Zecken/Insektenstiche negativ. Gelenkbeschwerden dem Alter entsprechend, würde ich sagen. Es zeigen sich Ansätze von Arthrose, aber nichts Akutes.
Juckreiz ja, sie kratzt sich sehr viel, aber der TA hält es eher für eine Übersprungshandlung oder Angewohnheit, da die Haut weder Rötungen noch Milbenbefall aufweist. Da sie, als ich ihn nach der Nase fragte, wieder eine Ohrenentzündung hatte, meinte er etwas von Immunschwäche. Die häufigen Ohrenentzündungen kommt anscheinend durch eine Verletzung des Trommelfells.
Allergien wurden nicht getestet bisher.
Mir kommt es so vor, als sei die Haut unmittelbar an den Augenlidern auch betroffen, da sie dort auch etwas Fell verloren hat. Das kam früher schon mal vor, hatte sich aber wieder erledigt.
Weitere Hautuntersuchungen gab es nicht. Ich merke schon, wir sollten da ansetzen?
http://fs2.directupload.net/images/150125/uhkkxn4k.jpgGeändert von muchacha_Do (25.01.2015 um 09:31 Uhr)
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25.01.2015, 11:09
AW: Hundenase Hautveränderung
Hier bei der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie gibt es eine Arztsuche (auch nach PLZ oder Ort bzw. Bundesland möglich).
Ich würde den Leish-Test auf jeden Fall wiederholen. Ein Tests allein ist nicht 100% sicher. Die Kombination Nase und Augenumgebung ... Wie sieht es mit den Pfoten aus?
Mit den Milben ist es auch so eine Sache. Es gibt Milbe, die unterirdisch leben (Grabmilben). Sie werden schon von der Hündin beim Saugen an die Saugwelpen übertragen und "brechen aus", wenn die Abwehr schlecht ist. Die Läsionen werden dann leicht durch Hautbakterien superinfiziert.
Hat Deine Hündin vor den ersten Symptomen Cortison bekommen, hat sie einen Morbus Cushing bzw. ein Cushing Syndrom, eine Malabsorption mit ungenügender Nährstoffaufnahme, hatte sie eine Infektion, eine OP, Stress ... Irgendetwas, das die Abwehr beeinträchtigt?
Aus der Ferne gesprochen: Ich würde das alles abklopfen, ein Blutbild inklusive Leish-Test machen, ein Geschabsel auf Demodex-Milben untersuchen (lassen), eine Hautbiopsie einschicken ... Oder den Patienten gleich zum Dermatologen überweisen. Ohne sorgfältige Diagnostik ist das "Fischen im Trüben". Ernste Erkrankungen (auch evtl. ein Lupus, auch wenn es sich nicht unbedingt danach anhört) müssen unverzüglich ausgeschlossen werden. Auch der generalisierte Juckreiz muss abgeklärt werden.
Viel Glück, gute Besserung für deinen Hund - und sag Bescheid, was rauskam.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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25.01.2015, 15:18
AW: Hundenase Hautveränderung
Die Pfoten sehen okay aus. Die Veränderungen kamen für mich aus heiterem Himmel, ich kann rückblickend keine Ursache erkennen. Sie zeigt keine weiteren Krankheitssymptome oder hat eine pathologische Vorgeschichte, soweit wir wissen. Aber ein älterer Hund aus dem Ausland kann natürlich eine Wundertüte sein, in jeder Hinsicht. Ach so, eine OP hatte sie im letzten Mai, da war sie gebissen worden und musste an der Flanke zusammengenäht werden. Aber das war beim Auftreten der ersten Symptome schon 6 Monate her...
Was mir noch einfällt: sie ist sehr dünn und hat in den letzten Monaten auch nur schwer zugenommen, trotzdem sie frisst wie ein Scheunendrescher. Nun gut, wahrscheinlich hat ein Galgo in ihrem Stammbaum mitgemischt, aber zwischenzeitlich machte es mir doch Sorgen. Ich habe den TA drauf angesprochen, jedesmal, wenn wir dort waren, aber er meinte nur, sie sei eben ein sehr schlanker Hund. Solange vorne alles rein geht und hinten normal wieder raus käme. Keine Ahnung, ob das relevant ist.
In Sachen Stress: wir sind im Oktober umgezogen. Das war auf jeden Fall stressig für alle Beteiligten. Aber mittlerweile hat sie sich gut eingelebt.
Auf jeden Fall vielen lieben Dank für deine Hilfe. Deine Beiträge sind immer sehr interessant, und helfen auch mir als meist stillem Mitleser.
Ich habe mir über die Homepage vom DGVD eine Praxis in unserer Gegend raus gesucht und werde mit deinen Vorschlägen dort vorstellig werden. Ich melde mich danach wieder.
Schönen Sonntag noch!
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25.01.2015, 16:23
AW: Hundenase Hautveränderung
Gern geschehen!

Wenn sie sehr viel frisst und nicht zunimmt, ist das auch nicht normal.
Ich kenne auch dickliche Galgos.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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28.01.2015, 10:34
AW: Hundenase Hautveränderung
Hallo katelbach,
die Laboruntersuchung der Krusten hat ergeben, dass sie nicht durch Bakterien oder Milben oder so zustande kommen. Es sind auch keine anderen Stellen am Körper betroffen. Möglich, dass es eine Alterserscheinung ist. Ich habe etwas zum Desinfizieren mitbekommen, und soll abwarten. Wenn es schlimmer wird, muss eine Hautbiopsie gemacht werden.
ABER sie hält den Hund für zu dünn angesichts der Tatsache, dass sie viel isst. Das würde sie auf jeden Fall abklären lassen (Blut, Urin, Leishmaniosetest – genau, wie du vorgeschlagen hattest). Auch das Ohr macht ihr Sorgen, sie meinte, dass da „was wächst“, aber eine genaue Untersuchung geht nur unter Narkose, da sie zu schmerzhaft für den Hund ist. Aber das wäre nur sinnvoll, wenn die anderen Sachen abgeklärt wurden, quasi von innen nach außen untersuchen. Sie sagt, sie kann sich auch täuschen, und da ist gar nichts, aber man sollte nachschauen.
Dafür suche ich mir aber einen neuen Haus-Tierarzt bei uns in der Nähe.
fürs Daumendrücken!


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