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  1. User Info Menu

    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn du magst, schicke ich dir dazu eine PN.
    Gerne!
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Gerne!
    Mich würde dein Experiment auch interessieren.

  3. Inaktiver User

    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen

    Naja, momentan habe ich einfach Druck, weil zwar unser Zusammenleben sehr gut klappt, aber unser Drausen leben nicht so, wie ich mir das wünsche, für sie und für mich. .
    Ich kann deine Laune sehr gut nachvollziehen; man könnte ausrasten! Aaaaber bitte nie vergessen: der Hund kann es nicht besser. Er will uns nicht ärgern. Er sucht für sich das einzig Mögliche aus seinem Repertoire; das, was er gelernt hat. Er ist unsicher, wird eventuell aggressiv. Er weiß nicht, was DU willst.


    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Aber ich habe ein Problem schon erkannt, immerhin das brachte das Training, sie beachtet mich zu wenig draussen. Bzw. wendet sich nicht an mich.
    Wenn wir Menschen uns für unsere Hunde nicht interessant machen, sucht sich der Hund für sich was interessantes. Logisch, oder? Wir müssen immer interessanter sein als Jagdobjekte, und das erfordert einiges von uns. Klar sollen und dürfen unsere Hunde schnüffeln, Stöcke beissen etc.; aber sobald sie unsere Aufmerksamkeit verlieren, müssen wir sie zu uns zurück holen. In unsere Welt.

  4. Inaktiver User

    AW: Antijagdtraining

    Fallbeispiel:

    Hundehalter hat Probleme mit dem Rückruf; ich treffe mich mit ihm und seinem Hund und beobachte die beiden. Mensch, von Natur aus extrem introvertiert, ruft seinen Hund mit teilnahmsloser Stimme. Hund pfeift sich einen drauf und macht sein Ding. Warum sollte er auch kommen? Was erwartet ihn? In der Stimme des Hundehalters klingen Ungeduld, Vorwurf und Unsicherheit durch; alles Gründe, warum der Hund nicht gehorcht. Aber was hat der Hund falsch gemacht? Erst mal nichts; er reagiert auf die Stimme (=Stimmung) seines Menschen. Kein Hund begibt sich freiwillig in unsicheres Terrain. Das verbietet ihm sein Naturell.

    Ich rufe den Hund mit freudiger Stimme, lobe ihn, sobald er sich in meine Richtung bewegt; belohne ihn mit Leckerli und Streicheleinheiten. Hund hört aufs Wort, folgt mir, klebt an meiner Seite. Ich kommuniziere mit ihm, gebe ihm klare Linien/Anweisungen, beschäftige ihn etc. Er ließ sich sogar abrufen, als er zu spielenden Artgenossen ausbüchsen wollte. Ich habe mich für ihn interessant gemacht, ihn gefordert, mit ihm gespielt.

    Am Ende des Trainings trennten sich unsere Wege; Hundchen (er ist 7 Monaten jung) zerrte in meine Richtung, wollte bei mir bleiben. Das war für mich einerseits eine schöne Bestätigung; andererseits tat es mir für den Halter leid. Aber ich hoffe, er lernt daraus.

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    AW: Antijagdtraining

    @ Katelbach:

    Ich bin da furchtbar naiv und hatte auch noch nie sowas wie Deine Angsthündin, auch noch nie einen Windhund, immer aber war über 40 Jahre hinweg einer von stets zwei Hunden ein Jagdhund, meist jedoch ohne Jagdambition, oder sie haben einfach so gut gefolgt...

    Meine Idee (schimpf mich töricht) für Deine Angstwindhündin: Vielleicht regelmäßiges Rennstreckentraining? Neu konditionieren auf den Rennstreckenkunsthasen? Nur auf der Rennstrecke hetzen lassen und sie lernt das, dass sie dort hetzen darf und nur dort?

    Im wilden Westen Münchens gibt es glaub ich eine Windhundrennbahn, mit individuellen Trainingszeiten, wo auch Deine Hündin vielleicht nicht voll eingeschüchtert würde von anderen Hunden?

    Mag auch eine wirklich blöde Idee sein, aber Pferde sind auf Rennstrecken zu konditionieren (da wissen sie, worum es geht) und bleiben außerhalb derer voll kontrollierbar, wieso nicht auch Windhunde?

    Bitte nicht zu sehr auf mich draufhauen mit meiner Theorie, hatte noch nie einen unkontrollierbaren jagenden Hund und auch die stets nur trainingshalber gerittenen oder gefahrenen Rennpferde wussten ganz genau, worum es geht auf oder abseits der Bahn...

  6. Inaktiver User

    AW: Antijagdtraining

    Darf ich meine Frage von vor ein paar Seiten noch mal wiederholen oder gehörte sie auch zu den in diesem Strang unerwünschten Äußerungen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und das ist überhaupt der Punkt: Wie reagiere ich, wenn es passiert ist? Wenn er nach einer kurzen Hetze wieder zurück kommt bzw. erst recht, wenn er ein Tier erwischt hat? Jede Hatz belohnt ja schon aus sich selber, aber was kann ich tun, um die Belohnung nicht noch versehentlich zu verstärken, wenn ich es schon nicht verhindern konnte?poca
    Im Moment mache ich es so, dass ich ihn mehr oder weniger wortlos anleine und er den Rest der Runde an der Leine bleibt. Ich würde ihn aus bestimmten Gründen aber ungern dauerhaft nur an der Leine laufen lassen.

    poca

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    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann deine Laune sehr gut nachvollziehen; man könnte ausrasten!
    Oh lala, nein, ausrasten ist nicht mein Ding.

    Ich bin sehr liebevoll mit meiner Malihündin. Wenn sie etwas macht, was ziemlich blöd ist, sage ich laut: nein, lass das. Oder auch Hey!

    Ich bin dann nicht sauer auf sie, oder werde auch sonst nicht laut. Deutlich ja, aber nicht laut während des Gassi.
    Geändert von Lukulla (22.11.2014 um 23:58 Uhr)
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    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darf ich meine Frage von vor ein paar Seiten noch mal wiederholen oder gehörte sie auch zu den in diesem Strang unerwünschten Äußerungen?

    Das gehört in den Strang und ist Thema des Stranges.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie reagiere ich, wenn es passiert ist? Wenn er nach einer kurzen Hetze wieder zurück kommt bzw. erst recht, wenn er ein Tier erwischt hat? Jede Hatz belohnt ja schon aus sich selber, aber was kann ich tun, um die Belohnung nicht noch versehentlich zu verstärken, wenn es schon nicht verhindern konnte?

    poca
    Meine Hündin ist mir ein paar Mal abgehauen. Wenn sie von selbst wieder kam, war ich so erleichtert, auch wenn es nur wenige Minuten waren, dass ich sie genauso in Empfang nahm und angeleint habe und weiter gegangen bin. Also letztlich kein Kommentar.

    Natürlich habe ich sie untersucht und genau angeschaut, ob was ist.

    Einmal ist mir sie abgehauen, obwohl sie gerade ins Auto springen sollte, und ist über die Strasse! ab in den Park, wo es Kaninchen gibt. Da war ich sauer und hilflos. Ich blockte den Eingang, der auf eine grosse Strasse führt, wo sie in Gefahr wäre, da dort ein Auto hinter dem nächsten rast.

    Dort wollte ich sie abfangen. Null Chance.

    Also habe ich mit Herzklopfen den Stand aufgegeben und bin ihr hinterher. Das hat eine Weile gedauert. Irgendwann war ich ihr so nahe, dass ich anfing, sie eindringlich zu rufen. Mit Namen und hierher. GsD war dann da ein Zaun, durch den das Karnikel durch ist und sie konnte nicht so schnell ein Loch oder den Weg darüber finden und ich stand vor ihr und habe sie gestellt. Da war ich sauer. Trotzdem war ich ruhig und habe sie gelobt, dass sie sich anfassen und anleinen liess.

    Ein anderes Mal ist sie mir obwohl schon fast zuhause über die Strasse in den Park abgehauen. Da bin ich hinterher und habe sie sozusagen auf frischer Tat erwischt, stand neben ihr und habe sie gepackt und auf den Boden gerungen und gesagt: mach das nie wieder. (ob das jetzt lehrbuchmässig klug ist, brauchen wir nicht zu diskutieren, ich wollte ihr zeigen, dass ich megasauer bin und sie Mist gebaut hat)

    Für mich sind das 2 unterschiedliche Situationen: einmal kommt der Hund freiwillig zu mir zurück (egal was er getan hat) das andere Mal entdecke ich den Hund, während er etwas macht, was er nicht darf.

    Also auch, wenn sie mir abgehauen ist, um an Kaninchen Bauten zu schnüffeln und dann noch einer Spur nachzugehen, in dem Moment, wo sie wieder in meine Nähe kam, war ich ruhig und habe sie dort gerufen: komm her, hierher und Sitz. Und dann habe ich sie angeleint und gelobt.

    So hat sie gelernt, dass sie immer zu mir zurück kann, egal, was vorher war.
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  9. VIP

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    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    @ Katelbach:

    Ich bin da furchtbar naiv und hatte auch noch nie sowas wie Deine Angsthündin, auch noch nie einen Windhund, immer aber war über 40 Jahre hinweg einer von stets zwei Hunden ein Jagdhund, meist jedoch ohne Jagdambition, oder sie haben einfach so gut gefolgt...

    Meine Idee (schimpf mich töricht) für Deine Angstwindhündin: Vielleicht regelmäßiges Rennstreckentraining? Neu konditionieren auf den Rennstreckenkunsthasen? Nur auf der Rennstrecke hetzen lassen und sie lernt das, dass sie dort hetzen darf und nur dort?

    Im wilden Westen Münchens gibt es glaub ich eine Windhundrennbahn, mit individuellen Trainingszeiten, wo auch Deine Hündin vielleicht nicht voll eingeschüchtert würde von anderen Hunden?
    Ich halte das für eine sehr gute Idee und habe das seit einiger Zeit im Hinterkopf. Ich arbeite gerade daran, sie mit einem sehr überschaubaren Tagesablauf sicherer zu kriegen. Dann möchte ich sie unbedingt rennen lassen. Momentan gehen wir jeden Tag dieselben Wege, möglichst zur selben Zeit. Das tut ihr gut und es macht ihr Spaß. [[Früher wollte ich ihr viel bieten, habe Ausflüge gemacht, sie mit zu Freunden und ins Café genommen. Blöde Idee. Hat dazu geführt, dass sie sich versteckt hat, wenn ich die Schuhe anzog.]]


    Im Moment haben wir ein Rennritual: Ich durchquere morgens hin und zurück ein relativ großes, weitgehend eingezäuntes Areal. Am Rückweg lasse ich sie absitzen und gehe ans andere Ende und rufe sie dann ab. Sie rast dann wie auf der Rennbahn auf mich zu (das Bremsen klappt nicht immer ), setzt sich vor mich und dann gibt es Nassfutter oder gekochtes Hackfleisch aus dem Jackpot (ein Teil ihrer Tagesration). Sie wartet schon drauf. Nur: Für sie ist Jagen auch die Auffüllung des Belohnungssystems. Im Moment noch funktioniert das noch nur in der gewohnten Umgebung und wenn keine anderen Hunde oder Menschen dabei sind, aber ich bin zuversichtlich.

    Ich bin schon am Suchen, wann die Rennbahn mal für einen einzigen Hund buchbar ist. Sie muss aber noch für die ganze Maschinerie sicherer werden.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
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    AW: Antijagdtraining

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Moment mache ich es so, dass ich ihn mehr oder weniger wortlos anleine und er den Rest der Runde an der Leine bleibt. Ich würde ihn aus bestimmten Gründen aber ungern dauerhaft nur an der Leine laufen lassen.
    Ich mache das genauso, nur: Meine Hündin geht in vielen Situationen deutlich entspannter und stressfreier an der Leine als ohne. Wier kann ich ihr zeigen, dass das Verhalten unerwünscht war?
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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