Und nicht nur die Laufpositionen wechseln, sondern auch die Aufgabenverteilung. Im Wolfsrudel, wohl bemerkt.
Damit will ich nicht sagen, dass Maxx meine Aufgaben übernehmen darf; mich an die Leine nimmt oder so
Wobei, bei gewissen Mensch-Hunde-Spaziergespannen weiss ich manchmal wirklich nicht sicher, wer denn jetzt wen an der Leine führt ...
Und bezüglich der Aufgabenverteilung im Wolfsrudel - interessant finde ich dies gerade auch bezüglich des Jagdverhaltens. Man kann bei Wolfsrudeln beobachten, dass es bei weitem nicht immer eines der Alphatiere ist, das eine Jagd anreisst. Sondern das kann jedes Tier des Rudels sein. Aber es ist dann in den meisten Fällen das Verhalten der Alphatiere, das entscheidet, ob die angerissene Jagd durchgezogen oder abgebrochen wird. Diesbezüglich scheinen sich alle Tiere wiederum eindeutig an ihrem "Nukleus" zu orientieren.
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Thema: Antijagdtraining
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26.11.2014, 15:40Inaktiver User
AW: Antijagdtraining
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26.11.2014, 15:43
AW: Antijagdtraining
B.i.t.c.h.
Babe in total control of herself

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26.11.2014, 15:48Inaktiver User
AW: Antijagdtraining
Monsterpueppi,
das Leben ist kein Wunschkonzert, und wenn andere Bücher über das Training mit der Schlepp schreiben, kannst Du Dir vielleicht ausmalen, wieviel Aufwand es ist, jemandem, der zudem noch ein völlig anderes Grundverständnis hat - siehe präferierte Trainer - hier virtuell und mit Worten zu vermitteln, worum es gehen könnte. Wer in einem Forum schreibt, muss damit rechnen, Rückmeldungen zu bekommen, die ihm nicht behagen.
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26.11.2014, 15:59
AW: Antijagdtraining
Es gibt nun mal viele Wege und Erziehungsmethoden. Und es gibt zig Experten auf dem Gebiet der Hundeerziehung. Jeder nimmt daraus das mit was zu ihm passt. Man kann einfach nicht ALLE Methoden anwenden. Man beginnt mit der einen. Kommt man damit nicht weiter, probiert man sich weiter aus.
Es hat doch keiner sich vor Anschaffung eines Haustiers ALLE Bücher und Filme über JEDEN Trainer, Verhaltensforscher oder Ratgeber durchgelesen und angesehen und daraus das Nonplusultra gefunden. Wenn das so wäre, gäbe es diesen und zig andere Stränge nicht.
Mein Weg ist nun mal gerade der, dass ich mich als Rudelführer sehe und so lange ich meinem Hund im freien Gelände nicht vertraue, bzw. die Bindung vielleicht noch nicht so groß ist oder Kommandos noch nicht zu 200% sitzen, dann muss mein Hund hinten gehe. An der Leine. Für mich bedeutet Leinenführigkeit das Fundament für alle weiteren Freiheiten die ich dem Hund peu à peu geben kann.
Ein Hund der vorne läuft, entscheidet auch häufig Situationen, weil er als erstes mit dem Reiz von vorne konfrontiert wird und das möchte ich nicht. ICH treffe die Entscheidungen. Wenn der Hund sofort auf sein Abrufkommando zum Herrchen kommt, dann ist das gut, dann kann der Hundeführer immer noch entscheiden. So lange das bei uns eben nicht klappt, möchte ich nicht in solche Situationen kommen.
Und arbeiten tut man nicht nur auf Spaziergängen, sondern im ganzen Tagesablauf. Zu Hause, bei der Fütterung, wenn Besuch kommt, im Auto, beim Tierarzt. Ich habe meine Hunde fast immer bei mir. Sie lerne doch also auch in anderen Situationen.
Ich renne nicht im Stechschritt durch den Wald und ziehe meine Hunde hinter mir her. Wir gehen in verschiedenen Tempi. Da ist durchaus Zeit zum schnuppern und trödeln. Außerdem mache ich nicht nur große Runden, sondern auch 3 kleinere Runden am Tag, die genau dafür da sind: Schnuppern, Zeitung lesen, bummeln. Und wer sagt, dass meine Hunde während unserer Runde permanent Kommandos zu befolgen haben? Im Gegenteil: Ich habe eher gefragt, wie ihr es macht, dass ihr z. B. 2 Stunden durchgehen im „Arbeitsmodus“ seid. Ja, jetzt nicht gleich wieder das Nudelholz rausholen. Ich weiß, dass du nicht 2 Stunden arbeitest, mir fällt nur gerade kein passenderes Wort ein, sondern mit deinen Hunden die Welt entdeckst.
Zitat von Inaktiver User
Und noch mal: Meine Hündin lief auch schon ein paar Wochen im Wald ohne Leine. Sie schaut ganz oft nach mir. Kommt auch, wenn ich sie rufe. Ich habe sie jetzt fast 6 Monate und wir haben schon richtig viel erreicht. Der letzte Spaziergang wo sie erst hinter dem Pferd und dann hinter dem Eichhörnchen herlief, hat mein Vertrauen einfach wieder etwas geschmälert. Was schade ist. Aber dann müssen wir mit dem Training eben wieder ein, zwei, drei Schritte zurückgehen. Das macht aber nix, denn auch wenn es Arbeit bedeutet, ist es Arbeit die Spaß macht.B.i.t.c.h.
Babe in total control of herself

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26.11.2014, 16:02
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26.11.2014, 16:17
AW: Antijagdtraining
So mache ich das auch.
Die wenigen Jagdausflüge, die meine Angsttante hatte, haben mir gezeigt, dass trotz intensiver Bindung und trotzdem sie sich in allen anderen Fällen an mir orientiert und 1a abrufbar ist, noch andere Aspekte für sie wichtig sind: Jagd, Wälzen, Flucht. Und dann ist sie blind und taub für alles.
Ohne den davonrennenden Hasen würde sie sich niemals freiwillig soweit entfernen. Beim Spielen mit anderen Hunden nutzt sie den Radius gar nie aus, wenn ich jemanden treffe und begrüße, setzt sie sich vor/auf meine Füße. Aber wehe, es bewegt sich was ...
Mein Vertrauen ist auch ein wenig geschmälert, seit ich sehe, dass im Jagdfall der Abruf nicht sitzt. Deshalb ist sie im Karnickel-/Hasenland an der 10 -Meter-Leine. Sie geht voraus und soll das auch, aber bei der geringsten Änderung im Spiel ihrer Fledermausohren heißt es "zurück!" und im positiven Fall gibt es Lob und Belohnung (die sie in dieser Situation meist aber nicht nimmt).
Das ist sie übrigens. Typische Ohrenstellung.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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26.11.2014, 16:26
AW: Antijagdtraining
B.i.t.c.h.
Babe in total control of herself

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26.11.2014, 16:27Inaktiver User
AW: Antijagdtraining
Ich denke, dass ich eine Menge Konstruktives beitrage, aber es gibt eben Grenzen.
Du kannst übrigens kein Rudelführer sein, Monsterpueppi. Menschen und Hunde bilden kein Rudel, sondern einen Sozialverband. Du bist weder Alpha, noch Rudelführer. Du bist Mensch, der Führungsaufgaben wahrnehmen und ausfüllen muss, damit Dein Hund sich Dir entspannt anvertrauen kann.
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26.11.2014, 16:28
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26.11.2014, 16:33Inaktiver User
AW: Antijagdtraining
Ui, katelbach - das ist eine Körpersprache wie aus dem Lehrbuch!
Ich finde es ganz normal, dass passionierte Jäger solche "Ausrutscher" haben. Es ist ihre Natur, und wir können dagegen nicht antrainieren. Die meisten Hundeführer, die ich kenne, bei denen der Rückruf ihrer Aussage nach zu 100 % sitzt, sind entweder Jäger, und die bieten ihren Hunden ja einen fantastischen Raum, ihrer Passion zu frönen, d.h. sie kommen eigentlich viel seltener in den Konflikt, den nichtjagende Hundemenschen mit ihren passionierten Jägern haben.
Die andere Gruppe ist eine eher traurige Angelegenheit. Man kann Hunde durchaus zu einem Kadavergehorsam trainieren, der keinen Raum für eigene Impulse lässt. Ob diese Hunde dann aber wirklich noch so etwas wie Lebensfreude, Neugier auf Umweltreize haben, lasse ich mal dahin gestellt. Meine Beobachtungen in Sachen Körpersprache sagen mir eher, dass es nicht so ist.
Ich würde meinen Rackern keine 100% attestieren. Und deshalb ist bei mir die Schlepp immer mit dabei. Sobald ich sehe, dass sich der Tonus im Wald ändert, gehe ich daher auf Nummer sicher, und die Schlepp kommt an den Hund.


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