Hallo,
hat jemand Erfahrung zu dem Thema Epilepsie beim Hund. Mein kleiner Hund - 6J. alt hat seit einem halben Jahr diese
Anfälle. Der Tierarzt hat ihn auf entsprechende Medikamente eingestellt - aber es wird eher immer schlimmer.
Ich habe schon nach entsprechenden Foren gegoogelt, aber nichts wirkliches gefunden.
Es wäre absolut toll jemanden zum Erfahrungsaustausch zu finden.
LG
Scannie
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Ergebnis 1 bis 10 von 12
Thema: Epilepsie beim Hund
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21.10.2014, 21:55
Epilepsie beim Hund
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21.10.2014, 22:00Inaktiver User
AW: Epilepsie beim Hund
Hallo Scannie,
welche Medikamente bekommt dein Hund denn? Luminal? Pexion? Ist nach der Ursache gesucht worden? Schreibst du ein Anfallstagebuch?
Liebe Grüße
Rezeptfrei
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21.10.2014, 22:25
AW: Epilepsie beim Hund
Ist ein Serumspiegel des Medikaments abgenommen worden?
Ich kenne mich mit Epilepsie aus, allerdings bei den Unbefellten.
Wie sehen denn die Anfälle aus? Was wurde untersucht?
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21.10.2014, 22:33
AW: Epilepsie beim Hund
Er bekommt Pexion - 2x 200g - eine Tagebuch schreibe ich auch. Untersucht wurde er vieles - keine Bluterkrankung, keine Borreliose und noch anderes. Für mich ist auffallend, dass in letzter Zeit die Anfälle über 2 Tage gehen - das heisst wenn er heute morgen früh einen hat bekommt er morgen früh wieder einen ...
Die Anfälle sind, soweit ich es mitbekomme kurz - max. 2 min. er uriniert und kotet dann und ist aber in relativer kurzer zeit wieder fit.
Merke ich, dass er hyperaufgedreht ist gebe ich ihm schon mal Rescouretröphchen - was aber auch nicht wirklich hilft.
Auffallend ist auch, wenn ich "Stress" habe -oder Unruhe in sein gewohntes Umfeld eintritt die Anfälle sich häufen.
Nur ich kann ihm die Ruhe nicht immer bieten - so gern ich es wollte. Zu unserer Familie gehört noch eine grosse Labbi-Dame, die ihn damals adoptierte - die reagiert überhaupt nicht auf seine Anfälle - obwohl sie sonst immer darauf bedacht ist, dass alles in Ordnung ist.
LG
Scannie
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21.10.2014, 23:17
AW: Epilepsie beim Hund
Wer behandelt Deinen Hund? Ein "normaler Wald- und Wiesen"-Tierarzt odert ein Spezialist für Neurologie in einer Klinik? Ich würde Dir den letzteren empfehlen. Unser Fach ist heute in etwa genauso komplex wie die Humanmedizin: mit Spezialisierungen und detailliertem Fachwissen, das einer allein niemals alles haben kann.
Dass die Anfallsfrequenz zunimmt, wenn Stressoren einwirken, passt zur Epilepsie. Deiner Beschreibung nach hat der Hund eine echte Epilepsie, keine sog. epileptiformen Anfälle.
Was war vor einem halben Jahr? Kannst Du den Anfallsbeginn an irgendetwas festmachen? Spot on? Besonderer Stress? ...
Was ist Dein Hund für eine Rasse? Kurzkopf? Ist er/sie kastriert oder nicht? Schilddrüse, Diabetes?
Hat er auch schon Luminal bekommen? Das wirkt auch nicht immer100-pro, aber immerhin gibt es jahrzehntelange (gute) Erfahrungen damit.
Pexion kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, ich bin noch Valium- und Luminal- sozialisiert.
Wo wohnst Du? Vielleicht kenne ich jemanden mit neurologoscher Expertise in Deiner Gegend.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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22.10.2014, 00:00
AW: Epilepsie beim Hund
Pexion - Wirkstoff Imepitoin ist ein partieller GABA Rezeptoragonist und soll in der Wirkung vergleichbar mit Luminal- Phenobarbital bei geringerer Nebenwirkungsrate sein. Eine Spiegelbestimmung ist wohl nicht möglich.
http://www.hundkatzepferd.com/archiv...und-Katze.html
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...jvp.12151/full
Es wäre aber auch mit Phenobarbital kombinierbar.
Die Anfälle sind von der Beschreibung her schon sehr epilepsiverdächtig.
Ich würde auch einen Tierarzt mit neurologischer Kompetenz aufsuchen, man kann medikamentös einiges machen aber die Einstellung eines Epilepsiepatienten ist oft etwas knifflig.
PS ich hoffe die Links sind ok, sind ja links zu Journals , nicht direkt kommerziell.Geändert von katelbach (22.10.2014 um 07:26 Uhr) Grund: Links repariert
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22.10.2014, 10:36Inaktiver User
AW: Epilepsie beim Hund
Hallo Scannie,
ich habe meinen inzwischen (nicht an Epilepsie) verstorbenen Hund mit Pexion behandelt. Mir sind dabei zwei Dinge aufgefallen:
Wenn ich Pexion in einem zeitlich zu geringen Abstand mit Herz- und Durchblutungsmedikamenten (u.a. Vetmedin und Karsivan) verabreicht habe, hat es nicht mehr gewirkt und mein Hund bekam Anfälle.
Zudem musste ich in der ersten Zeit peinlich genau darauf achten, dass mein Hund zweimal täglich um exakt die gleiche Uhrzeit sein Medikament bekam. Habe ich die Zeit auch nur um 20 min nach hinten rausgeschoben, hatte mein Hund sofort einen Anfall.
Nach einigen Monaten traten auch Anfälle auf, wenn ich Pexion pünktlich verabreicht habe. Ich musste immer höher dosieren, bis die Maximaldosis erreicht war. Da Luminal im Vorfeld nicht den gewünschten Erfolg zeigte, war die einzige Alternative, eine Stunde vor der geplanten Verabreichung von Pexion Diazepam zur Überbrückung bis zum Einnahmezeitpunkt zu geben.
Wirklich zufriedenstellend war die Gabe von Pexion daher nicht. Allerdings ist mein Hund erst im Alter von 16 Jahren an Epilepsie erkrankt und das war nicht seine einzige gesundheitliche Baustelle. Auf große Untersuchungen habe ich damals aufgrund seines hohen Alters verzichtet, zumal die Anfälle bis zum Schluss recht leicht und relativ selten auftraten.
Gruß Rezeptfrei
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22.10.2014, 11:38
AW: Epilepsie beim Hund
Eine Bekannte hat einen Hund, der darunter litt.
Sie bekam ihn schon mit der Diagnose und anfangs hatte er viele Anfälle.
Sie ist dann u.a beim Heilpraktiker gewesen und hat ihren Alltag stark auf den Hund zugeschnitten.
Blieben die Anfälle aus.
Als es dann umständehalber stressiger wurde, kamen sie wieder.
Nun sorgt sie für Dauerruhe und er hat seit 2 Jahren keinen Anfall mehr gehabt.
ER braucht keine Medikamente-Wenn ich das nicht so direkt mitbekommen würdem hätt ichs nicht geglaubtEs wird Zeit für eine neue Signatur
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22.10.2014, 19:15
AW: Epilepsie beim Hund
Hallo Ihr Alle,
schon mal vielen Dank für Eure Antworten - in jeder war ein passendes Indiz.
Nun mal zu meinem Hund: er ist ein Pudel-Mix (sehr viel Pudel), ca. 15 kg, 6,5J., kastriert und aus einem Tierheim in Frankreich.
Er kam im Alter von 3 Monaten in das Th und als er 1 J. alt war kam er zu uns.
Sein Naturell ist (sehr) hyperaktiv, Action, rennen und Autofahren, dann fressen und dann alles bitte wieder von vorne ...
und immer Frauchen im Auge behalten.
Allerdings war er immer äusserst schreckhaft - eine leere Wasserflasche, eine Zeitung in der Hand und der Kleine verschwindet
sofort im äussersten Winkel der Wohnung. Selbst spielerisch konnte ich ihm diese Angst nie abgewöhnen.
Der erste Anfall kam vor ca. 6 Monaten - aus heiterem Himmel - abends nach der Fütterung lag er im Körbchen und plötzlich ging es los. Am nächsten Tag wieder - logischerweise war das am WE.
Am Montag beim TA Blutuntersuchungen und Tests - dessen eigener Hund hatte auch die Anfälle und er selbst wusste wohl
auch nicht was er raten konnte - ausser diesen Tabletten.
Er sagte auch wir können noch jede Menge Tests durchführen, ob es etwas bringt und das behandelt werden kann sei fraglich
und die Kosten können ins uferlose gehen. (Und wir haben schon an die 1000€ dafür ausgegeben).
Der 1. Anfall lag wirklich in der Zeit als die Trennung vom Lebenspartner sich ankündigte....
und sie kamen von da an in unterschiedlichen Abständen - zum Glück nie lange max. ca. 2 Min. - wenn ich sie mit bekam...
Was mir seither auch auffiel - ich allerdings für einen Tick von ihm hielt - wenn wir Gassi gehen wollen und ich mich fertig mache bekommt er Niesanfälle.
Das mit dem Stress stimmt 100% - nur kann ich ihm den nicht abnehmen - er muss manchmal länger allein bleiben ...
oder bleibt bei Freunden ...
Ich wohne übrigens in Düsseldorf und es wäre toll wenn jemand einen TA kennt der darauf spezialisiert ist.
Aber viel wichtiger sind mir Eure Erfahrungen und daher schon mal vielen Dank für alle Tipps, Ratschläge und Erklärungen.
LG
Scannie
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22.10.2014, 19:49
AW: Epilepsie beim Hund
Scannie,
ich lebe weit weg von Düsseldorf, aber ich recherchiere mal und ich frage auch Kollegen hier, ob sie Kliniken kennen (außerhalb von Kliniken wird es schwer sein, einen Kollegen mit Spezialisierung auf Neurologie zu finden, denke ich).
Wenn ich was weiß, dann schicke ich Dir eine PN.
Übrigens: Bei Angsthunden ist durch Probleme im Hirn ziemlich viel durcheinander. Möglicherweise kann siech das auch in diese Richtung auswirken, eventuell über eine globale hormonelle Imbalanz. Habt Ihr eigentlich ein Schilddrüsenprofil gemacht?
edit: Ich sehe gerade, dass die Tierklinik Neandertal eine eigene Epilepsie-Sprechstunde anbietet.
In Köln gibt es tatsächlich eine niedergelassene Neurologin (vetneuro.de)
In Düsseldorf: fachtieraztpraxis-duesseldorf.de
Wenn Du googlest: "Tierklinik Düsseldorf Neurologie", findest Du noch KlinikenGeändert von katelbach (22.10.2014 um 20:01 Uhr) Grund: ergänzt
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin


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