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  1. VIP

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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gehe immer davon aus, dass das jedem Halter bewusst ist. Man informiert sich ja über die Kynologie, wenn man Hunde an seiner Seite hat.

    Sowas liest man eher nur in der einschlägigen Literatur über Angsthunde bzw. auf den Seiten über Angsthunde. War mir trotz 50 Jahren mit Hunden plus Tierärztin ehrlich gesagt auch nicht bewusst, bis ich mit einem Angsthund zu tun bekam.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  2. Inaktiver User

    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen

    Erst mal: Ein gutes neues Jahr!
    Wie haben es Eure Tiere überstanden?
    Dir auch ein gutes neues Jahr!

    Maxx um Punkt null Uhr!

    Julekatze saß an ihrem Futternapf und ließ es sich schmecken.
    Geändert von Inaktiver User (01.01.2015 um 16:27 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Erst mal allen hier ein gutes neues Jahr 2015 :-)..hoffe, alle Angsthunde haben es gut überstanden...und ihre Menschen auch..

    Es war das erste Sylvester ohne unsere Hunde-Oma und unsere mittlere, die an Sylvester immer schier durchgedreht ist ...
    Kira und Siva haben das Geknalle gestern ziemlich cool weggesteckt, wobei es der kleinen Kira doch lieber war, auf der Couch unter die Decke zu kriechen (nur das Schwänzchen guckte noch raus)... Siva - und Jungspund - interessierte das Geböllere und Geknalle absolut nicht - sie schlief auf der Kaminbank.

    Aber...meine Liese, die jahrelang zuvor nicht die geringste Angst gezeigt hat, zitterte, speichelte, war extrem unruhig...sie hatte einfach richtig Muffe :-(.. Ich verstehe das nicht: all die Jahre vorher so cool - und jetzt auf einmal fast so schlimm wie einst die Mittlere....was ist denn da los? DAP-Spray hat nichts genutzt, Rescue-Tropfen auch nicht...
    Ich frage mich, ob ich mich anders verhalten habe....aber ich finde nichts..

    Zum Glück hat sie sich längst wieder eingefangen...

  4. Inaktiver User

    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Ruby, das ist auf die Entfernung schwer zu beurteilen. Beobachte sie in den nächsten Tag, inwieweit sie wann und wo Angst zeigt. Vielleicht entdeckst du Zusammenhänge, die dir bis dato nicht bewusst waren.

  5. VIP

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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber...meine Liese, die jahrelang zuvor nicht die geringste Angst gezeigt hat, zitterte, speichelte, war extrem unruhig...sie hatte einfach richtig Muffe :-(.. Ich verstehe das nicht: all die Jahre vorher so cool - und jetzt auf einmal fast so schlimm wie einst die Mittlere....was ist denn da los? DAP-Spray hat nichts genutzt, Rescue-Tropfen auch nicht...
    Ich frage mich, ob ich mich anders verhalten habe....aber ich finde nichts..

    Zum Glück hat sie sich längst wieder eingefangen...
    Hatte die Liese nicht schon mal was mit Angst und Speicheln?

    Überleg Dir auch mal das ZenDog-Shirt.

    DAP wirkt normalerweise nicht ad hoc, soweit ich weiß.
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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Gutes neues Jahr Euch allen!

    Meine hat die Knallerei gut überstanden. Sie hat die Ohren nach hinten gelegt und angestrengt geschaut und ich tat so, als wäre das normal. () Das ging ganz gut.

    Während der Böllerei hörte ich zudem laut Klassik, das hat beruhigt.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  7. VIP

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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Ich hole den Strang mal wieder hoch.

    Meine Ängstliche hat im letzten Jahr Fortschritte gemacht.

    Jetzt aber geht sie richtug zurück in alte Verhaltensmuster. Ich vermute, das hatte seinen Auslöser kurz vor Weihnachten, als nachmittags irgendwelche Vollidioten schon ein paar Nöller abfeuern mussten. Meine Hündin rannte beim Spaziergang wie von Furien gejagt weg. Sie kehrte dann zwar um, aber seitdem ist sie wieder deutlich instabiler.

    Dann kam die ganze Peri-Jahreswechsel-Ballerei bis Mitte Januar, was die Situation nicht gerade verbessert hat. Sie wollte auch nicht mehr Gassi gehen, ging am Abend kaum noch aufs Hunde-Sofa (ich vermute, wegen der Spiegelungen) und verließ nachts beim geringsten schussartigen Geräusch von draußen oder bei Sturm ihren Korb in meinem Schlafzimmer unter dem Dach und ging in das Bad im unteren Stockwerk oder unter den Küchentisch. Parallel dazu hat sie wieder verstärkt versucht, auf die Jagd zu gehen.

    Spielen mit meiner anderen Hündin hatte sie zu der Zeit auch aufgegeben, oder wenn es eine Art Spiel gab, dann war es schnell ein bisschen aggressiv von ihrer Seite.

    Das alles hat sich wieder ein bisschen normalisiert, leider nur ein bissschen. Gestern ist sie wieder auf die Flucht gegangen, sie hörte ein metallisches Scheppern weiter weg und rannte auf kürzestem Weg Richtung Auto. Zum Glück weitab von jeglicher befahrener Straße, aber trotzdem. Irgendwann setzt bei ihr dann das Hirn wieder ein und sie kommt zu mir zurück. ich muss sie dann aber anleinen, weil sie nicht mehr weiter will.

    Meine Frage an die Angsthunde-Menschen hier: Kennt Ihr solche Rückschritte auch?
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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Mit Hunden habe ich leider keine Erfahrung, kenne sowas aber von Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung. Jetzt kannst Du mit dem Hund kein EMDR machen, aber zur Reizabschirmung würde ich mit einem SSRI reingehen oder den evtl etwas hochziehen. Ist sie soweit, dass Du mit ihr clickern könntest oder gibt es noch nichts, was sie als Belohnung empfinden würde.

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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Meine Frage an die Angsthunde-Menschen hier: Kennt Ihr solche Rückschritte auch?
    Solche brutalen Zäsuren nicht, aber das Aufflackern von eigentlich schon überwunden geglaubten Ängsten.

    Und ich weiss nicht, was das auslöst.

    Treppen laufen ist so ein Ding. Am Anfang ging das nur an der Wand lang, egal, was im Weg stand. Im Miethaus legte sie sich in jede Türöffnung. Mit viel Geduld haben wir geübt und sie lief dann auch mal mitten auf der Treppe. Ungern, aber es klappte, vor allem wenn wir vom Gassi kamen.

    Aber dann wenn irgendwas ist, und ich weiss nicht genau was, andere Menschen im Flur, oder ungewohnte Gegenstände, geht es nur an der Wand lang. Ziehe ich meine Hündin mehr in die Mitte, sträubt sie sich.

    Aggressives Spiel und Jagen ist bei meiner auch da. Als ob sie der andere Hund nach einer kurzen Weile nur noch nervt und sie ihn eher wegmoppen möchte. Jagen ist wohl eine Übersprungshandlung?

    Normalerweise spielen wir in der Wohnung mit dem Ball. Wir haben einen ganz tollen, den Chuckit, der fliegt und rollt wesentlich weiter als andere und dreht sich um sich selbst. Damit kann ich ihre Aufmerksamkeit bekommen und schön Impulskontrolle üben. Das macht sie gut. Allerdings macht sie schnell Pause.

    Neulich flog das Ding an den grossen Stand-Spiegel im Flur, der knallte gegen die Gegenwand.

    Seitdem hat sie Angst, wenn wir spielen wollen, sie rennt nicht mehr nach. Manchmal fängt sie an, und wenn ich etwas bestimmtes sage, hört sie sofort auf. Und ich weiss nicht, was für ein Wort das ist. Offensichtlich habe ich neulich auch so etwas im Affekt gesagt, als der Ball an den Spiegel flog. ?

    Das heisst, sie ist geht noch und immer wieder in Vermeidung aus Angst.
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    Kari Bremnes

  10. VIP

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    AW: Austausch für Menschen mit Angsthunden

    @taggecko

    Sie hat schon fast 2 Jahre Clomipramin, das ich seit Juli sehr langsam ausschleiche. Es ist für Hunde zugelassen. In zwischen bin von einer Ausgangsdosis von 90 mg/d auf 50 mg/d. Durch die Rohfütterung sollte sie auch noch eine Extraportion Tryptophan abbekommen.

    Zum Klickern bin ich zu langsam, es klappt besser mit einem Markerwort.

    Ihre Belohnungssysteme funktionieren nicht besonders. Unter Stress interessiert sie gar nix, sonst nimmt sie gnädig Leckerli. Ich glaube weniger wegen der Leckerli, sondern weil es konditioniert ist.

    Ein bisschen kann ich sie manchmal aber rausholen, wenn ich sie balancieren, klettern oder durch die Sprossen einer liegenden Leiter tänzeln lasse. Hat man ja immer dabei Aber eigentlich ist alles, was sie interessiert, die Jagd.

    Die Verhaltenskollegin sagt, dass die Angsthunde nahezu alle jagen. Selbstbelohnendes Verhalten. Schon beim Mäuseln ist sie absolut abgedreht und nicht mehr ansprechbar. 2000 lightyears from home. Alles andere ist ihr fremd: Spielzeug etc. ist in der wichtigen Phase nicht vorgekommen. Als Mensch würde sie wahrscheinlich zum Dealer an der Ecke gehen oder ritzen. Manchmal zeigt sie auch Leckstereotypien.
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