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    Ein ... Mops ???

    Da ich nicht so die Freundin von Hundeforen bin, poste ich meine Frage zunächst mal hier. Viellleicht gibt es ja auch in der Bri die eine oder andere Mopshalterin, mit der ich mich über diese doch etwas *hüstel* spezielle Rasse austauschen kann. Der Sachverhalt ist folgender: unsere Famiienhündin (mittelgroße Irgendwas-Promenadenmischung) starb vor einem halben Jahr im gesegneten Alter von fast 15 Jahren und eigentlich wollten wir keinen Hund mehr. Aber seit einiger Zeit betteln und quengeln die Kinder, sie möchten unbedingt wieder einen Hund.
    Nun gibt es im Bekanntenkreis aktuell einen Scheidungsfall und ihr vierjähriger Mopsrüde wird abgegeben, da sich die Besitzer nicht mehr um ihn kümmern können. Ich kenne den Hund. Er ist absolut kinder- und menschenfreundlich, versteht sich auch mit Katzen und sämtlichem Kleingetier gut (was für uns ein wichtiges Kriterium ist, da wir hier eine Menagerie beherbergen), ist nicht übergewichtig und atmet halbwegs normal. Allerdings scheint er unerziehbar zu sein. Das heißt: er kennt und "kann" zwar die gängigen Kommandos, befolgt sie aber nur, wenn ihm danach ist. Und meistens ist ihm nicht danach. Die Besitzer sagen, das sei halt so bei Möpsen, die wären nur etwas für Individualisten, die keinen bedingungslosen Gehorsam von einem Hund erwarten. So weit so gut, damit kann ich leben. Und ich muß zugeben, die Rasse hat was, so einen ganz eigenen Charme, obwohl ich ihn gewöhnungsbedürftig finde.
    Die Kinder sind hellauf begeistert von ihm. Und wir müssen uns bald entscheiden, da bei beiden Geschiedenen ab Oktober Vollzeitarbeit auf dem Plan steht und der Hund dann ins Tierheim muß. Was meint ihr ?

  2. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Die Herzensentscheidung ist bereits gefallen

    Oder?

    Fröhliche Grüße,
    Ika

  3. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Ich fand Möpschen fürchterlich,bis ich einen kennengelernt habe was soll ich sagen...hinreissend.Mein Tierarzt meint allerdings,dass ein Mops viel Geld kosten kann und er riet mir eher davon ab mir einen zuzulegen.
    Zwischenzeitlich werden ja auch schon wieder Möpschen gezüchtet die wieder Nase haben
    Was die Erziehung angeht,kann ich nicht genau sagen wie die sich verhalten,aber ich weiss,dass da vorne ist wo ich stehe und demzufolge muss mir ein Hund gehorchen.Es geht nix über gut erzogene Hunde und wenn ich einen treffe wenn ich unterwegs bin *lobe* ich die Halterin immer.
    Es gibt dermassen viele Hundehalter die "unerziehbare" Hunde haben und das ist auch ein Grund warum ich mir keinen mehr zugelegt habe nachdem meine hübsche nicht mehr war.

  4. VIP

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    AW: Ein ... Mops ???

    Abgesehen davon, dass ich keinen Hund möchte, zu dem ich mich bücken muss, finde ich Möpse Klasse - abgesehen von den Qualzuchten natürlich. Ich kenne einige sehr gut erzogene Möpse, die weder betteln, noch andere Menschen und Hunde belästigen oder kläffen und nicht von selbst aufs Sofa springen. Meine Angsthündin hat einen coolen, temperamentvollen "Rennmops" zum Kumpel, der pflügt durch die Pampa, muss beim Trailen "Vermisste" suchen und er apportiert.

    Dass man sie nicht erziehen kann, halte ich für eine beliebte Ausrede bei Mops- und anderen Kleinhundebesitzern. Denn der Mops ist ein Image-Hund. In den Städten zeitweise très chic, schnell ins Täschchen gesteckt, wenn eine schwierige Situation naht, und viel in der Shopping Mall Gassi. Das sit natürlich vollkommen daneben.

    Bedingungsloser Gehorsam ist etwas aus vergangenen Tagen bzw. aus dem martialischen Schäferhundverein mit Hetzarm. Ein Hund muss wissen, wer das Sagen hat. Hunde mögen das auch, das gibt Sicherheit. Der Hund muss auch wissen, dass er sich in Krisensituationen auf seinen Menschen verlassen kann und weder sich noch ihn verteidigen muss.
    Sich zum Affen machen mit 25-mal Fuß-Sitz-Auf-Platz ..., wie das in manchen Vereinen unter Gehorsam läuft, das muss er nicht.

    Da Dein Mops in spe wahrscheinlich von seinen Individualisten gnadenlos verzogen ist, braucht es eine Weile konsequentes Üben, aber das sollte möglich sein.

    Dass Möpse teuer sind, möchte so nicht bestätigen. Es gibt so viele Hunderassen, die zu bestimmten Krankheiten neigen ... Es stimmt schon, dass die Kurzköpfe tendenziell mehr Probleme haben, aber das betrifft nicht nur den Mops und es muss auch nicht bei jedem Kurzkopf so sein. Ich kenne jedenfalls Mops-Methusalems.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Ein ... Mops ???

    Ins Täschchen stecken ist nicht. Das ist ein relativ großer Mopsmann, der fast 10 Kilo auf die Waage bringt, obwohl er wie gesagt kein Übergewicht hat. Ich würde ihn als robust, kräftig und muskulös bezeichnen, also kein Schoßhündchen. Und in Shopping Malls treiben wir uns eher selten herum. Ich würde ihn ja lieber so lassen, wie er ist, anstatt an ihm herumzuerziehen, für konsequentes Üben fehlt mir auch die Zeit. Aufs Sofa und ins Bett dürfte er bei uns sowieso, unsere Hündin hat auch immer bei den Kindern im Bett geschlafen, manchmal auch bei uns, am Fußende finde ich das völlig ok. Für andere Hunde interessiert er sich nur, wenn sie weiblichen Geschlechts sind, und das nur mäßig (obwohl er nicht kastriert ist). Er fährt eher auf Menschen ab, besonders auf Kinder. Insofern wäre er als neuer Familienhund ideal. Aber er ist wirklich extrem eigensinnig und stur wie ein Esel. Und es heißt doch überall, die seien eben so.

  6. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Zitat Zitat von Ligeia Beitrag anzeigen
    Die Besitzer sagen, das sei halt so bei Möpsen, die wären nur etwas für Individualisten, die keinen bedingungslosen Gehorsam von einem Hund erwarten.
    Ich schätze, der betreffende Mops steht einfach im Rudel zu weit oben, als dass er Gehorchen nötig hätte. Man muss halt Zeit und Energie in die Erziehung investieren, und das hundelebenlang - aber das können dir andere User hier viel, viel besser erklären als ich.

    Nimm ihn, wenn du dir die Arbeit (und die Gesundheitsprobleme) zutraust - für entsprechend verantwortungsbewusste Kinder ist ein Mops mMn ein prima Gefährte.

  7. gesperrt

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    AW: Ein ... Mops ???

    Irgendwie hast du dich schon entschieden. Du wirst kaum noch mit angucken können, dass er ins Tierheim kommt :-)
    Erziehen kannst du ihn sicher noch, aber das ist Arbeit und alle sollten an einem Strang ziehen. Ist oft nicht so einfach, wenn man Kinder hat.

    Was Möpse betrifft, so finde ich diese Zuchten einfach nur schrecklich und Tierquälerei, naja und schön finde ich sie auch nicht. Früher hatte der Mops auch nicht diese fürchterliche, eingedötschte Nase sondern eine normale durch die er Luft bekam. Keine Ahnung, warum sie den armen Tieren so etwas hässliches hingezüchtet haben.
    Heute findet man allerdings auch Züchter, die wieder mit normaler Nase züchten, u. nennen sie Retro-Möpse. Die können wenigstens normal atmen.

    Hier bei uns laufen regelmäßig Leute mit Möpsen vorbei. Keiner von denen atmet normal. Die hört man schon, da sind sie noch gar nicht bei uns vor dem Haus, sonder noch 20 Meter oder mehr entfernt.
    Bei einem dachte ich echt mal, der würde jeden Moment kollabieren, das war ganz schrecklich. Ich kann auch nicht verstehen, wie man solche Zuchten unterstützt und diese armen Hunde kauft.

  8. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Zitat Zitat von Ligeia Beitrag anzeigen
    Ich würde ihn ja lieber so lassen, wie er ist, anstatt an ihm herumzuerziehen, für konsequentes Üben fehlt mir auch die Zeit.
    Wenn es niemand anderen in der Familie gibt, der das übernehmen will/kann, dann lass es.

    Im Tierheim wird er vermutlich nicht lang bleiben, Möpse sind nach wie vor "in" und die Tierheimleute achten dann hoffentlich darauf, dass er zu jemandem kommt, bei dem er nicht einfach nur mitlaufen soll, sondern die entsprechend benötigte Zuwendung bekommt.

  9. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Zitat Zitat von Ligeia Beitrag anzeigen
    Ich würde ihn ja lieber so lassen, wie er ist, anstatt an ihm herumzuerziehen, für konsequentes Üben fehlt mir auch die Zeit.
    Dann lass ihn doch auch so...

    Ich weiß, ich mach mich damit nicht beliebt - wo heute alle Welt schwört, perfekt erzogene Hunde zu haben...

    Ich hab auch keine perfekt erzogenen Kinder, und ich hab auch einen Hund, der auch fast keine Kommandos kennt. Er ist klein, bleibt automatisch immer in meiner Nähe, interessiert sich nicht für Radfahrer und Jogger, kommt mit allen Hunden aus - mir reicht das.

    Solange ein Hund niemand belästigt und sich und andere nicht gefährdet finde ich das völlig in Ordnung.

    Ich glaub auch, du wirst nicht zusehen wie er ins Tierheim kommt, oder? Ich finde, das klingt nach einem tollen neuen Familienmitglied. Und, sei mal ehrlich: ein Leben ohne Hund ist doch total doof...

  10. Inaktiver User

    AW: Ein ... Mops ???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und die Tierheimleute achten dann hoffentlich darauf, dass er zu jemandem kommt, bei dem er nicht einfach nur mitlaufen soll, sondern die entsprechend benötigte Zuwendung bekommt.
    Ich denke, die bekommt er auch bei der TE.
    Dieser Hype um intellektuelle Auslastung und explizite Beschäftigung von Hunden ist für mich nicht immer nachvollziehbar, das ist für mich oft das gleiche wie Kleinkinder die chinesisch lernen sollen und dient oft mehr den Interessen der Halter (oder der Eltern). Man kann es auch übertreiben.

    Ich kenne natürlich Hunde, die das brauchen - und andere, speziell eben Begleithunderassen - brauchen nichts als viel Auslauf und ansonsten Familienleben um glücklich und zufrieden zu sein.

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