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  1. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    "Die Meinungen in meiner Umgebung, auch von katzenerfahrenen Leuten, sind so unterschiedlich"

    Nun, die Meinungen sind unterschiedlich, weil unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden.

    Wir haben jetzt das 3. Katzenpaar. Wenn wir uns von einer Katzen haben verabschieden müssen, habe ich immer wieder nach relativ kurzer Zeit eine weitere Katze/Kater ins Haus geholt. Die Neuankömmling-Katzen waren nie gleichaltrig. Bei uns hat es immer geklappt, wir hatten nie Probleme. Im Gegenteil, der Neuankömmling hat immer von der Älteren gelernt, z.B. über Nacht in Küche und Hausarbeitsraum (ca.35qm), oder das Ein-über-den anderen Tag Kämmen, bestimmte Rituale eben.

    Das erste Katzenpaar, eine Siamesin und ein Perser, haben sich im wahrsten Sinne "gekloppt" wie die Kesselflicker - sagt man doch so. Aber es gab auch immer wieder ruhige, verträgliche lange Pausen.

    Die nächsten haben sich zwar auch nicht gerade geliebt, aber sie haben sich akzeptiert und toleriert. Auch mit unseren Hunden, die wir nach und nach dazunahmen.

    Bei dem dritten aktuellen Katzenpaar, sie lieben sich gerade auch nicht, aber sie respektieren sich. Sie sind 7 Jahre auseinander. Bei dem 7-jährigen Kater habe ich allerdings auch den Eindruck, dass es alleine mit ihm ging. Er beobachtet sie eifersüchtig und macht ihr ihren Schlafplatz, wo auch immer streitig. Er beobachtet auch, wenn sie zuerst gebürstet wird. Am nächsten Tag springt er als erster hoch, wo sie normalerweise gebürstet werden. Aber so ist es auch immer umgekehrt. Halt, wie kleine Kinder.

    Es sind allerdings reine Wohnungskatzen. Versuche es, und mache Dir nicht soviel einen "Kopp". Ich schätze, auch Katzenkinder haben einen Welpenschutz bei den erwachsenen Katzen, die vielleicht nur eine "schnelle" Pfote haben, wenn sie die Kleinen respektlos finden.

  2. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen
    Hallo Violine,

    ja, genau das ist es, was mich so unsicher sein lässt. Charlie scheint Simba nicht zu vermissen.
    Hast du denn das Gefühl, dass es auch ok ist, wenn Jule mal längere Zeit allein ist? Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich denke, Charlie könnte sich langweilen. Oder vielleicht ist es aber auch nur MEIN Denken, mein Gewissen welches ich beruhigen möchte..
    Jule ist mittlerweile 14 Jahre alt; d.h. sie schläft oder döst die meiste Zeit. Auch wenn ich zuhause bin. Von daher habe ich kein schlechtes Gewissen. Würde ihr etwas Grundlegendes fehlen, würde sie mir das zeigen. So gut kenne ich sie.

  3. User Info Menu

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Zitat Zitat von elsa68 Beitrag anzeigen

    Weiß jemand, ob es besser ist, eine Katze oder einen Kater zu nehmen oder ist der Charakter des Tieres wichtiger?
    Bei uns war es bisher so, dass die Kombination Kater + Kater die einfachste war.

    Wäre ich in deiner Situation, würde ich wahrscheinlich nach einem sozialen Wohnungskater suchen, etwa im gleichen Alter, der charakterlich zu deinem passen könnte. Wenn deiner z.B. verspielt und wild ist, also keinen ruhigen, schüchternen Typen dazu usw. Muss natürlich nicht klappen, die Chancen stehen meiner Meinung nach dann aber recht gut (nach der Anfangszeit. In der braucht man als Mensch natürlich meistens erstmal viel Geduld und gute Nerven ).

    Solltest du dich für eine weitere Katze/Kater entscheiden, könntest du z.B. mal beim Katzenschutz deiner Stadt schauen. Die Pflegestellen können in der Regel gute Auskünfte über Charakter und Sozialverhalten ihrer Schützlinge geben und auch entsprechend beraten. In Katzenforen finden sich zudem oft Seiten mit sogenannten 'Notfellen', über die ebenfalls gut Auskunft gegeben wird. Oder natürlich im Tierheim schauen. Auch ein Blick in den Auslandstierschutz kann sich lohnen. Dort sitzen sehr, sehr viele, häufig außergewöhnlich soziale Tiere.

  4. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie geniesst ihren Status als Single-Katze sichtlich, so dass ich ihr keine neue Katze zumuten möchte.
    Meine frühere Katze war auch heilfroh, als ihre 'Gefährtin' starb, man sah sie förmlich den Schampus entkorken. Sie waren allerdings keine Freundinnen, sondern lebten so nebeneinander her.

    Sie war dann jahrelang Einzelkatze, womit sie offensichtlich kein Problem hatte. Als ich einen Kater dazu holte, war es auch ok, als der starb holten wir 2 junge Katzen, und das war - nach dem ersten Entsetzen - auch ok. Sie mutierte für die kleine Katze dann sogar zur Mutti, mit stolzen 16 Jahren.

    Kurzum: Es ging alles.

    Ich finde 2 Katzen aber prinzipiell doch besser. Ich würde ihm auch einen etwas jüngeren Kater oder Katze dazu holen. Katze fände ich fast besser, wenn er bisher durch einen älteren Kater dominiert wurde.

    Wobei bei unserem Pärchen die kleinere, halb so schwere, jüngere Katze die Hosen anhat.

  5. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Zitat Zitat von RomiaSophia Beitrag anzeigen
    Auch ein Blick in den Auslandstierschutz kann sich lohnen. Dort sitzen sehr, sehr viele, häufig außergewöhnlich soziale Tiere.
    Das kann ich bestätigen. Als ich unsere Spanierin dazu holte, gab es überhaupt kein Gezicke, nicht mal eine Sekunde lang. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

    In unserem Kater verliebte sie sich auf den ersten Blick und hopste begeistert auf ihn zu. Kater war 5 min irritiert, dann aber auch angetan von dem Neuzugang.

    Unsere dann schon steinalte Katze (19) hat den Neuzugang gelangweilt zur Kenntnis genommen. Gezicke gabs auch nicht.

    Wenn das eine Option sein sollte google mal nach ALBA, Katzen, Madrid, die Homepage ist auf Deutsch. Die Katzen sind tippitoppi tiermedizinisch versorgt und gepflegt, eine so durchgecheckte und durchgeimpfte Katze habe ich im deutschen Tierschutz noch nie bekommen. Von daher kann ich diese Organisation jedem nur ans Herz legen.

    Sie bringen jeden Monat eine Fuhre ehemaliger Straßenkatzen nach Deutschland, die dann von deutschen Helfern weitervermittelt werden.

    Hunde gibt's übrigens auch.

  6. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Ich würde keine neue Katze dazu holen.
    Gerade wenn dein Charlie eine reine Wohnungskatze ist, wird er jedes andere Tier als Eindringling in sein Revier empfinden.

    Er kann ja nicht ausweichen. Und wenn du den ganzen Tag weg bist, kannst du die Situation auch nicht kontrollieren oder eingreifen, falls es nicht klappen sollte.
    Ich würde dieses Risiko auf keinen Fall eingehen. Auch Katzen werden mit zunehmendem Alter ruhiger und eigenbrötlerischer.

  7. gesperrt

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    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Elsa ist pro Tag 11 Stunden außer Haus. Da fände ich es ziemlicht traurig, wenn die Katze so lange alleine bleiben muss. Gerade als Wohnungskatze finde ich das ziemlich trostlos.

    Ich würde es auf jeden Fall ausprobieren. Eine ältere, ruhige, nicht dominante Katze dazu holen und die erste Zeit separieren.

  8. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Wenn Charlie die neue Katze aber nicht mag, sind 11 Stunden mit einem ungeliebten Eindringling schlimmer als 11 Stunden alleine.

    Ich sehe bei unserem Kater, einem Freigänger, wie das aussehen kann: Draußen gibt es jede Menge andere Katzen und er akzeptiert es problemlos, dass er den Garten mit ihnen teilen muss.
    Eine der Nachbarskatzen aber versucht schon die ganze Zeit, auch bei uns im Haus aufgenommen zu werden. Unser Kater hat draußen überhaupt kein Problem mit ihr, aber er kann es gar nicht leiden, wenn sie in unser Haus kommt. Man sieht ihm so richtig an, wie unangenehm ihm das ist. Entweder geht er dann selbst raus oder er zieht sich in andere Bereiche des Hauses zurück, wo sie nicht hin kommt.

    Charlie hätte diese Möglichkeit nicht, er wäre die ganze Zeit mit der anderen Katze zusammen eingesperrt.

  9. Inaktiver User

    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    Unser Zweitkater ist auch ein Spanier und ungemein unkompliziert.
    Der Erstkater, der sonst immer äußerst ungehalten auf andere Katzen reagiert, wurde durch ihn sozusagen sozialisiert. Die beiden gehen zwar dennoch meist getrennte Wege oder hacken auch mal aufeinander ein, aber im Großen und Ganzen funktioniert das.

    Man weiß nicht so wirklich, was in den Miezeköppen vor sich geht, auch wenn sie völlig indifferent wirken. Es gibt natürlich reine Einzelkatzen. So einen hatte ich selbst mal. Aber das scheint mir doch deutlich die Minderheit zu sein. Gegen eine - in deinem Fall - eher ruhige, gestandene Zweitkatze spricht sicherlich auch nichts.

  10. Moderation

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    AW: Neue Katze nach Tod der alten Katze?

    visual, ich bin davon überzeugt, dass man Freigängerkatzen keinesfalls mit Wohungskatzen vergleichen kann. Dennoch erleben auch wir bei unseren Freigängern gerade im Winter, wenn es kalt ist (und Katze schon aus Prinzip im Haus bleibt), dass sie sich langweilen. Da ist dann neben vermehrten Rauf- und Jagdspielen auch intensiveres Klickertraining usw. angesagt.

    Wie gesagt, ob neue Katze oder nicht, ist nicht mit Ja oder Nein zu beantworten. Allerdings ist eine 8-jährige Katzen noch nicht sehr alt. Wenn man sich die Lebenserwartung einer Katze vor Augen hält, wäre das noch eine lange, lange Zeit der Einsamkeit.
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