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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Einzelkatzenhaltung ist grausam, Kitten alleine zu halten, fast schon Tierquälerei.
    Katzen sind allerdings Einzelgaenger, die auch in freier Wildbahn nicht in Gruppen leben. Man kann Katzen natuerlich trotzdem zu zweit halten. Manche moegen aber keine Artenossen und dann kloppen sie sich so lange, bis eine von beiden hin ist.

    Das groesste Problem bei jeder Form von Haustierhaltung ist, dass die Tiere sich langweilen. Ist ja auch logisch. Draussen hat die Katze viel zu entdecken, wenn sie durch ihr Revier streift. Das ist normalerweise groesser und vor allem abwechslungsreicher als eine Wohnung. Da kann man der Mieze auch noch so viel Spielzeug hinlegen, das ist alles keine Ersatz fuer richtige Freiheit.

    Das mit der Glocke ist richtig. Leider sind Menschen so veranlagt, dass sie sich permanent mit Laerm umgeben und sich darum nicht mehr vorstellen koennen, dass ein Haustier das vielleicht nicht so toll findet.

  2. Moderation

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Katzen sind allerdings Einzelgaenger, die auch in freier Wildbahn nicht in Gruppen leben. Man kann Katzen natuerlich trotzdem zu zweit halten. Manche moegen aber keine Artenossen und dann kloppen sie sich so lange, bis eine von beiden hin ist.
    Also gerade in größeren Städten in südlichen Ländern habe ich schon oft Katzen, die niemandem gehören, in Gruppen gesehen. Je nach dem, wie das Futterangebot ist, sammeln sich natürlich mehrere Tiere an bestimmten Stellen und arrangieren sich dann offenbar auch.

    Vicky Halls hat in einem ihrer Bücher ebenfalls erwähnt, dass wild lebende Katzen in Gruppen leben, die sich um die weiblichen (Mutter-) Tiere bilden. Männlich Tiere leben räumlich gesehen dann eher am Rand der Gruppe, sobald sie erwachsen werden. Kater haben ja auch ein größeres Territorium, bewegen sich also schon deswegen weiter vom Kern der Gruppe weg.

    Klar gibt es auch bei Katzen Tiere, die sich besser oder weniger gut verstehen. Aber dass dabei eine Katze einer anderen ans Leben ging, davon habe ich noch nie gehört und auch in meiner Katzenbücher-Sammlung nichts konkretes gelesen. Nach meiner Erfahrung ist es eher so, dass sich zwei Katzen, die sich nicht mögen, aus dem Weg gehen und dann die Wohnung räumlich und zeitlich unter sich aufteilen. Nicht ideal für alle Beteiligten, aber wahrscheinlich doch noch besser als Einzelhaltung, weil die Tiere dann wenigstens mit Artgenossen beschäftigt sind.

    Klar gibt es Exemplare, die (aus welchen Gründen auch immer) sehr aggressiv sind und ihr Territorium bis auf die geschärften Krallen verteidigen gegen Neuankömmlinge. Aber das sind für mich eher Ausnahmen als die Regel.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Katzen sind allerdings Einzelgaenger, die auch in freier Wildbahn nicht in Gruppen leben. Man kann Katzen natuerlich trotzdem zu zweit halten. Manche moegen aber keine Artenossen und dann kloppen sie sich so lange, bis eine von beiden hin ist.
    Katzen sind Einzeljäger, keine Einzelgänger. Sie leben durchaus in Gruppen. Auf manchem Bauernhof konnte schon beobachtet werden, dass Kätzinnen auch ihre Welpen gemeinsam aufziehen.

    Für eine Freigängerkatze sehe ich Einzelhaltung unproblematisch. Für Wohnungshaltung nicht.

    Die die keine Artgenossen mögen, haben meistens schon durch falsche Sozialisierung einen Knall.
    Natürlich müssen die Katzen zusammen passen, nicht jede mag jede. Ist schon kritisch bei der Kombi Katze/Kater. Der typische Kater hat ein ganz anderes Spielverhalten als die typische Katze. Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Aber dass dabei eine Katze einer anderen ans Leben ging, davon habe ich noch nie gehört und auch in meiner Katzenbücher-Sammlung nichts konkretes gelesen.
    Ich erinnere mich noch an ein befreundetes Paerchen, beide Katzenbesitzer. Sie zog mitsamt ihren beiden Miezen bei ihm ein (Kater und Kaetzin).

    Der Kater mochte die bereits vorhandene Katze nicht und ging permanent auf sie los. Der Bekannte hat dann die Katzen getrennt. Die alteingesessene kam ins Arbeitszimmer und die anderen beiden durften da nicht mehr rein. Der Kater hat gelegentlich vor der Tuer gelauert. Man sah richtig, dass er gern in das Zimmer gegangen waere, um die arme Katze wieder mal zu verpruegeln. Kein schones Szenario.

    Dass Katzen sich manchmal zu lockeren Verbaenden zusammen schliessen, wenn es sehr viele in einer Gegend gibt, habe ich schon gehoert. Das ist dann aber keine richtige Rudelbildung, mehr sowas wie bei uns eine normale Nachbarschaft. Meine Nachbarn sind ja auch nicht mein Rudel, auch wenn sie im selben Haus wohnen. Wir sind eine Gruppe von Einzelindividuen. Das ist bei den Katzen dann sicher aehnlich.

  5. Moderation

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Dass Katzen sich manchmal zu lockeren Verbaenden zusammen schliessen, wenn es sehr viele in einer Gegend gibt, habe ich schon gehoert. Das ist dann aber keine richtige Rudelbildung, mehr sowas wie bei uns eine normale Nachbarschaft. Meine Nachbarn sind ja auch nicht mein Rudel, auch wenn sie im selben Haus wohnen. Wir sind eine Gruppe von Einzelindividuen. Das ist bei den Katzen dann sicher aehnlich.
    Wenn wir mit Menschen vergleichen: Für uns ist es doch auch nicht gesund, wenn wir uns als EinzelgängerInnen verschanzen und unser ganzes Leben lang keinen Kontakt zu anderen Menschen hätten. Da würden wir doch auch psychisch bedenkliche Symptome entwickeln. Auch wenn wir uns sowas vielleicht immer mal wieder wünschen, wenn der Nachbar gerade wieder sein Schlagzeug ölt.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich noch an ein befreundetes Paerchen, beide Katzenbesitzer. Sie zog mitsamt ihren beiden Miezen bei ihm ein (Kater und Kaetzin).
    Vorher jahrelang Einzelkatzen?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Der Kater mochte die bereits vorhandene Katze nicht und ging permanent auf sie los. Der Bekannte hat dann die Katzen getrennt. Die alteingesessene kam ins Arbeitszimmer und die anderen beiden durften da nicht mehr rein. Der Kater hat gelegentlich vor der Tuer gelauert. Man sah richtig, dass er gern in das Zimmer gegangen waere, um die arme Katze wieder mal zu verpruegeln. Kein schones Szenario.
    Klar! Kater hat endlich jemand zum Spielen, Katerspiele = meistens Raufspiele. Ein anderer Kater der ähnlich drauf ist, hätte mitgerüpelt. (Wenn sie denn vorsichtig zusammen geführt werden)
    Hier sehr schön beschrieben: Haus-Tier-Wir: Katzen - Kater

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Dass Katzen sich manchmal zu lockeren Verbaenden zusammen schliessen, wenn es sehr viele in einer Gegend gibt, habe ich schon gehoert. Das ist dann aber keine richtige Rudelbildung, mehr sowas wie bei uns eine normale Nachbarschaft. Meine Nachbarn sind ja auch nicht mein Rudel, auch wenn sie im selben Haus wohnen. Wir sind eine Gruppe von Einzelindividuen. Das ist bei den Katzen dann sicher aehnlich.
    Natürlich ist das kein Rudel. Aber auch Straßenhunde sind selten Rudel sondern schließen sich zu lockeren Gruppen zusammen.

    Wer die Interaktion zwischen befreundeten Katzen erlebt, wird nicht mehr sagen, dass die Einzelgänger sind
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  7. VIP

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Also gerade in größeren Städten in südlichen Ländern habe ich schon oft Katzen, die niemandem gehören, in Gruppen gesehen. Je nach dem, wie das Futterangebot ist, sammeln sich natürlich mehrere Tiere an bestimmten Stellen und arrangieren sich dann offenbar auch.
    Das habe ich z.B. im Forum Romanum auch beobachtet. Es gab dort Katzengruppen, die über Jahre relativ stabil blieben und auch eine gewisse Rangordnung aufwiesen.

    Dass man Hauskatzen nicht einfach "zwangsverhairaten" kann, stimmt natürlich. Wir haben versucht, unserem unwirschen aber einsamen (damals Wohnungs-)Kater eine weitere Katze zuzugesellen. Zweimal ging das überhaupt nicht und wir mussten die Katzen weitervermitteln.
    Die dritte sollte eigentlich als Pflegekatze in einem Notfall zu uns, die mochte er vom ersten Moment an. Wir haben dann den reisefreudigen Besitzer überzeugt und sie lebte über 10 Jahre bei uns. Es gab jeden Tag wilde Jagden mit Klopperei (der Kater war immer verschrammt) und Kuschelorgien, später dann zu dritt, als ein neuer Hund dazukam.

    Die Kätzin hatte später, als sie Freigängrin war, auch einen weiteren "Freund". Eine Katze oder ein Kater aus der Nachbarschaft saß täglich auf der Gartenmauer und unsere Katze auf einem Zaunpfosten und sie glotzten sich lange Zeit an, blinzelten, putzten sich auffällig. Danach ging jeder seiner Wege.
    Die Fremdkatze kam noch lange nachdem unsere Katze tot war jeden Tag auf die Mauer.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von TajMahal Beitrag anzeigen
    Vorher jahrelang Einzelkatzen?
    Nein, keine der Katzen wurde jemals ueber einen laengeren Zeitraum einzeln gehalten.

    Kater hat endlich jemand zum Spielen, Katerspiele = meistens Raufspiele.
    Nochmal zusammengefasst:
    Mann hat Katze (weiblich).
    Frau hat zwei Katzen (weiblich und maennlich).
    Frau zieht bei Mann ein, Katzen ziehen mit.
    Kater von Frau geht auf Katze von Mann los. Mit seiner bisherigen Mit-Katze hat er sich nach wie vor gut verstanden und mit der konnte er auch immer schon spielen. Es duerfte ihm also in der Hinsicht nichts gefehlt haben. Warum er nun die alteingesessene Katze nicht leiden konnte, bleibt raetselhaft. Man steckt halt nicht drin.

  9. Moderation

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von TajMahal Beitrag anzeigen
    Wer die Interaktion zwischen befreundeten Katzen erlebt, wird nicht mehr sagen, dass die Einzelgänger sind
    ...und sie nach längerem Wegsein schlafend in einem Knäuel findet, nicht mehr weiß, wo die erste anfängt, die dritte aufhört und die dazwischen geblieben ist, auch.

    Eine Katze versteht nicht, warum ihre Besitzer nicht stolz auf die Beute sind. "Bestrafungen" nützen so wenig, wie wenn man ein Kind bestrafen wollte, weil es blauen Augen hat. Im Kopf der Bestraften wird keine Schuld und keine Verbindung zur "Tat" hergestellt. Die Tiere deswegen auf Dauer einzusperren, obwohl ein Garten zur Verfügung stellt, finde ich grausam und der Art zuwider.
    Liebe TE, denk nicht wie ein Mensch, wenn du mit einer Katze umgehst. Nimm lieber noch eine zweite dazu, solange sie klein sind.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

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    AW: Wie schütze ich die armen Vögel?

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Nein, keine der Katzen wurde jemals ueber einen laengeren Zeitraum einzeln gehalten.

    Nochmal zusammengefasst:
    Mann hat Katze (weiblich).
    Frau hat zwei Katzen (weiblich und maennlich).
    Frau zieht bei Mann ein, Katzen ziehen mit.
    Kater von Frau geht auf Katze von Mann los. Mit seiner bisherigen Mit-Katze hat er sich nach wie vor gut verstanden und mit der konnte er auch immer schon spielen. Es duerfte ihm also in der Hinsicht nichts gefehlt haben. Warum er nun die alteingesessene Katze nicht leiden konnte, bleibt raetselhaft. Man steckt halt nicht drin.
    Ich hätte genauer lesen sollen, sorry.

    Ja, manchmal klappt die Zusammenführung nicht, weil die Miezen sich aus irgendeinem Grund nicht leiden können.
    Spricht aber trotzdem nicht dafür, dass Katzen Einzelgänger sind, nur dafür, dass sie wählerisch sind.
    Grüßle
    TM



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