Ich sag es ganz offen, mir ist es zuwider, meiner Hündin jedes Jahr zig Dosen an Chemie in ihren Körper spritzen zu lassen, weil die Industrie es nicht fertig bringt, Impfstoffe frei zu geben, die 2 oder 3 Jahre Wirkung haben und weil die Tierärzte Lobby uns allen einredet, dass man unbedingt jedes Jahr alles nachimpfen lassen muss.
Tollwut
Staupe
Parvirose
H.c.c
Leptospirose
Muss das wirklich sein?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
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01.05.2014, 21:02
Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Körperlich Distanz
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01.05.2014, 21:06
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Beim Impfstoff für Tollwut hat sich etwas bewegt, es gibt Präparate, die auch 3 Jahre wirksam sind.
Wie kann ich an dem kleinen Zettel, der im Impfpass klebt, erkennen, welches Präparat das ist und wie lange seine Wirkdauer ist?
Mit der TA, die 2013 meine Hündin impfte, rede ich nicht mehr.Körperlich Distanz
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01.05.2014, 22:53
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Liebe Lukulla,
jährlich muss mehr nicht sein. Voraussetzung ist eine Grundimmunisierung des Hundes, die lege artis erfolgt ist.
Mit einer Ausnahme, das ist die Leptospirose. Gegen Leptospirose muss jährlich geimpft werden. Hier gibt es einen neuen Impfstoff, der mehr Varianten der Leptospiren erschlägt als früher. Zur Grundimmunisierung muss dieser Impfstoff zweimal im Abstand von ca. 4 Wochen gegeben werden.
Für alle anderen "Core"-Impfungen, das sind die, die unbedingt wichtig sind und die Du oben genannt hast, reichen 2 bis 3 Jahre. Die Leitlinie "Impfungen beim Kleintier" (oder so ähnlich) vom Sommer/Herbst 2013 empfiehlt, dass man sich an die Herstellerangaben halten soll.
Ich suche die Leitlinie morgen oder am WE raus und stelle den Link hier ein.
edit: Kein Tierarzt, den ich kenne (und ich kenne viele), empfiehlt noch jährliche Komplettimpfungen. So geldgierig sind meine Kollegen nun auch wieder nicht.
Aber lass mich mit einem Irrglauben aufräumen bitte.
Impfungen sind keine Chemie, sondern abgetötete Erreger (Totimpfstoff) bzw. abgwschwächte Erreger. Ihre antigenen Strukturen (z. B. Bestandteile einer Virushülle oder ähnliches) werden wie bei einer natürlichen Infektion von Zellen des Immunsystems aufbereitet und verarbeitet werden, sodass letzlich Antikörper bildende Immunzellen Antikörper gegen genau diese Antigene produzieren. Die Antikörperproduktion lässt mit der Zeit nach, deshalb muss man das immunologische Gedächtnis dieser Zellen wieder durch Auffrischimpfungen, sogenannte Boosts, erinnern. ((Wenn das Intervall zwischen den Impfungen zu lang ist, kann es sein, dass man wieder neu grundimmunisieren muss.))
Impfungen dienen nicht nur dem Schutz des Individuums, viel wichtiger ist ihre Funktion zum Schutz der ganzen Population. D. h. je mehr Individuen geimpft sind, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine Epidemie ausbricht, weil das Reservoir der infizierten Individuen im Idealfall so winzig ist (dank der Impfung), dass sich der Erreger, der ja empfängliche Wirte braucht, nicht ausbreiten kann. Impfverweigerer verhalten sich extrem gegen die Gemeinschaft - egal ob beim Tier oder beim Menschen.
Hierzulande gilt die Fuchstollwut als ausgerottet. Das ist aufgrund der flächendeckenden Impfprogramme passiert.Geändert von katelbach (01.05.2014 um 22:57 Uhr) Grund: ergänzt
Thank you for observing all safety precautions.
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02.05.2014, 08:20
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02.05.2014, 08:24
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02.05.2014, 10:15
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
So, hier sind die aktuellen Impfmerkblätter gemäß der Leitlinie 2013:
Es handelt sich bei den angegeben Impfungen um die wirklich wichtigen Impfungen. Weitere Impfungen wie gegen Zwingerhusten, Leukose etc. werden je nach Infektionsdruck, Seuchenlage etc. individuell empfohlen.
Wer die gesamte Leitlinie (allerdings für Fachkreise) lesen will: hier ist sie zu finden.
PS: Leitlinien spiegeln den aktuellen Stand der Forschung wider. Sie basieren auf (Meta-)Analysen der Studien. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, sondern haben eine begrenzte Gültigkeit und werden in regelmäßigen Abständen überprüft und überarbeitet.Thank you for observing all safety precautions.
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02.05.2014, 14:31
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Das ist so eine blöde Kuh! Sie hat meiner Malimaus so weh getan, als sie unfachgemäss und unsensibel ihr einen Schutzschuh über eine gerissene Kralle, Leben war zu sehen, gezogen hat.
Ausserdem hat sie viel zu viel Medis verabreicht, was mir erst hinterher klar wurde.
Danke.

Also muss ich meine nachimpfen lassen mit allem, damit die Grundimmo abgeschlossen ist.Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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03.05.2014, 02:36
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Hallo Lukulla,
hier Update Haustierimpfung findest du bestimmt zusätzliche einiges an Infos was dich interessiert.
M. Peichl hat dazu auch ein Buch herausgegeben. Ich hoffe, das der Link in Ordnung ist, hab nichts gegensätzliches in den FAQ gefunden, sonst bitte entfernen.
Letztendlich bleibt es deine Entscheidung, die du im Interesse deines Tieres und dir treffen musst. Die Gundimmunisierung muss auf alle Fälle abgeschlossen sein.
Ich hatte früher, noch zu Zeiten der jährlichen Pflicht zur Tollwutimpfung, einen lieben kleinen Hund der an Epilepsie litt. Erst nachdem ich ihm nach anfänglicher Skepsis die Impfungen nicht mehr zugemutet habe, besserte sich dies. Aber er war eh immer " mein Schatten ", immer in meiner direkten Nähe.
Meine beiden jetzigen Hunde und mein Katerchen hab ich bisher immer laut Vorschrift impfen lassen.
Viele Grüße,
tinmaraGeändert von tinmara (03.05.2014 um 13:27 Uhr)
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03.05.2014, 11:48
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Wir hatten ab und an auch Patienten, die manche Impfungen nicht vertragen haben. Das ist genauso wie beim Menschen. Da muss man abwägen. Insgesamt sind bei der hohen Zahl von Geimpften die Unverträglichkeiten aber sehr selten.
Es gibt häufig Möglichkeiten, solche Probleme in den Griff zu bekommmen. Zum Beispiel haben wir Minis oft nicht mit den 7- oder 8-fachen Kombinationsimpfstoffen geimpft, sondern die Impfungen aufgeteilt.
Bei bekannten Grunderkrankungen ist man sowieso vorsichtig, bei seltenen Grunderkrankungen fragt man schon mal an der Uni oder beim Hersteller nach.
Die Hersteller reagieren auch auf die offiziellen Meldungen von Nebenwirkungen, Impfreaktionen etc., WENN sie denn gemeldet werden (ich weiß allerdings nicht, ob alle Tierärzte die Möglichkeit der Meldung nutzen). Erfahrungen aus Langzeitbeobachtungen fließen auch ein, z.B. in die Verlängerung der Impfintervalle.
Es gibt jetzt relativ neu für Katzen pure Impfstoffe ohne Adjuvantien (Hilfsstoffe, die die Immunogenität verstärken). Auch gentechnisch hergestellte Vakzinen sind sicherer (in Bezug auf Reaktionen auf Fremdeiweiß). Es tut sich schon was.
Trotzdem lassen sich individuelle Reaktionen nie 100-prozentig verhindern.
Schönes Wochenende!Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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03.05.2014, 20:47
AW: Impfung beim Hund, jährlich oder spärlich?
Hallo!
Genauso ist es. Das mit meinem kleinen "Piccolo" ist jetzt bereits über 16 Jahre her, da war man noch nicht soweit. Da mein "Schatten" eben immer bei mir war, ließ es sich so auch gut händeln. Meine damaligen anderen und heutigen anderen Tiere haben die Impfung immer gut vertragen.
Bei meinem Stammtierarzt, mit dem absolut zufrieden bin, muss ich dennoch immer wieder mal vermerken, daß ich die 3 jährige Tollwutimpfung bei meinen Tiere möchte und sie so auch im Impfpass bescheinigt haben möchte. So auch heute, Katerchen Frederik musste dran glauben.
Aber das macht nix, bin dort seit über 30 Jahren und wir kennen uns gut.
@Lukulla: weil du gefragt hast, wie du so einen Tierarzt findest: als ich einmal in einer Ausnahmesituation war, die Impfung war fällig und nicht zu meinem üblichen Tierarzt konnte habe ich einfach rumtelefoniert, welcher Tierarzt bereits die 3 jährige Tollwutimpfung gibt/einträgt. Sonst hör dich einfach um.
Euch auch ein schönes Wochenende!


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